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Jubel, Trubel, Langeweile – Die Reviews von Trekzone

Wenn es darum geht, Star Trek vollständig unkritisch in den Himmel zu loben, marschiert Trekzone.de an vorderster Front. Dabei können gute Star-Trek-Reviews wertvolle Hilfen sein. Auf Episoden, die man noch nicht gesehen kann, können sie vorbereiten, ohne zuviel zu verraten. Zurückliegende Folgen werden detailliert aufbereitet und können dem Leser und Zuschauer neue Einblicke liefern, die einem bisher verborgen geblieben sind. Besonders der „Deutsche StarTrek-Index (DSi)“ und „Thomas Höhl’s Trek-Seiten“ liefern die überzeugendsten Trek-Kritiken im deutschsprachigen Netz.

Leider gibt es auch Gegenbeispiele:

So hätte man im Hinblick auf die überwältigende Kritik von „Trekzone“ wirklich mehr von der Voyager-Episode „Das Rennen“ erwarten können. Schließlich hatte Trekzone diese Folge schon vor Monaten in den Himmel gejubelt. Hier ein Ausschnitt:

„Die siebte Staffel weiß bisher wirklich zu überzeugen. Auch mit „Drive“ bot sich mir eine Episode, die voll und ganz zu überzeugen wusste. Sie war ohne Zweifel eine der lustigen Episoden der Staffel, wenn sie auch mit Spannung und Action unterlegt war und von der Idee her sehr originell ist. Also, mit dieser Episode war ich rundum zufrieden. Sie wurde gut eingeleitet, war lustig, hatte aber auch ein ernstes Grundthema und endete mit einer Hochzeit, von der ich aber gern mehr gesehen hätte (Extra-Episode oder so).

Note: 1″

Ach, Du dicker Vater! Die Lustigste der 7.Staffel? Na, dann gute Nacht, Voyager – wo immer Du auch bist…

Dazu ist anzumerken, daß man „Trekzone“ durchaus zu den kritischsten StarTrek-Seiten im Quadranten zählen darf. Für die 26 Folgen der 7. Staffel verteilten Stefan Hildebrand, Michael Müller und Peter Glotz folgende niederschmetternde Verisse:

1 x 1++++

1 x 1+++

7 x 1+

6 x 1

2 x 1-

2 x 1-2

4 x 2+

3 x 2

Besonders die drei „Zweier“ dürften die Produzenten nachhaltig schmerzen…

Hier dürfte das Entzücken über einen Fototermin mit Brent Spiner auf einer der letzten Conventions einigen Gummiohrenträgern derart zu Kopf gestiegen sein, daß jede kritische Distanz zur Serie verloren gegangen ist. Unreflektiert und kritiklos wird alles als heilig verehrt, was das Label „Star Trek“ trägt – so schlecht es auch sein mag. 17 mal die Bestnote für Episoden der siebten Staffel? Keine einzige „4“ – von „Mangelhaft“ ganz zu schweigen! Nicht einmal ein „Befriedigend“ vermag den blauen Star-Trek-Himmel zu trüben! Als unbefangener Leser muß man annehmen, in der finalen Voyager-Staffel sei bisher oskarreife Unterhaltung geboten worden. Da bestenfalls das Gegenteil richtig ist, könnte man leicht zum dem Schluß gelangen, die Autoren dieser Reviews könnten sich etwas zu hart an einer Warpgondel gestoßen haben.

Trekzone: Hurra-Journalismus à la Star Trek.

Mal ehrlich: eine Episodenkritik von berauschten Hardcore-Trekkies, die ein überhöhtes Bild der Serie in den rosaroten Himmel malen, ist so brauchbar wie ein Schalke-Kommentar von Werner Hansch oder eine Bayern-München-Kritik von Waldemar Hartmann. So kann man nur frei nach Trekzone resümieren:

„Das Review wurde schlecht eingeleitet, war überhaupt nicht lustig, hatte aber auch kein ernstes Grundthema und endete mit einem Fazit, von dem ich gern weniger gesehen hätte (kein Extra-Absatz oder so).

Note: 6“


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Artikel

von Hoffmann am 14.07.01 in Star Trek

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