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„Batman Begins“ – Das dunkle Review

Wurde Bruce Wayne zu Batman, weil seine Eltern so früh umgebracht worden? Oder hätte er sich sogar noch viel perverser verkleidet, wenn sie ihn noch ein paar Jahre weiter „erzogen“ hätten? – Mit „Batman Begins“ kehrt die Saga zu ihrem Anfang zurück und weigert dich die ganze erste Filmhälfte auch, diesen auch nur einen Zentimeter zu verlassen. Unser Review sagt, warum.

So ganz kann ich es nicht nachvollziehen, woher dieses Verständnis für Comicunterhaltung plötzlich kommt: Selbst in den Feuilletons beschäftigen sich hochrangige Kulturkritiker inzwischen professionell mit der Psyche von traumatisierten Superhelden. Motto: Selbst der sympathischste Knochenbrecher mit Gerechtigkeitssinn ist als Baby mal von der Wickelkommode gefallen.

Dadurch haben wir gelernt, dass auf irgendeine Weise wohl jeder Superheld eine tragische Figur ist: Hulk ist doof und hässlich, Spiderman im richtigen Leben nur ein milchgesichtiger Fotograf, Daredevil ist blind, Catwoman friert ab 19 Grad abwärts wie Sau, Clark Kent hat einen beschissenen Optiker, die unbeliebten X-Men haben nie einen Kindergeburtstag von innen gesehen, vor Hellboy fürchtet sich jedermann und Batman… nun, Batman hat seine Eltern verloren und ist so was von einem gebrochenen Mann, dass es einfach nicht mehr schön ist.

Plötzlich werden in die Comics so tiefgründige Charakterdramen hineininterpretiert, dass man direkt erwartet, Marcel Reich-Ranicki würde demnächst vor den Kameras aufspringen und rufen: „Diessser Härrrr Marvel schrrreibt uuunglaublich dicht und konzzzentriert! Es ist eine Frrrreude, diesem Mann literarrrisch zzzu folgen!“

“Tjaha, Mädels! Als Fledermausimitator hat man es gar nicht so leicht! Vor allem die Kombination „Kopfüber hängen“ und „Runterkacken“ hat mich einige Übung gekostet!“ – Bruce Wayne im Kreise zweier Superheldinnen: Hairwoman ist als Kind beispielsweise in einen Topf mit Bleichmittel gefallen und hat seitdem eine grandiose Fähigkeit entwickelt: Sie kann ihren Körper zu Geld machen!

Dabei weiß ich noch gut, wie ich mit ca. 8 Lebensjahren mein erstes Superman-Album (und Batman, Spiderman und die phantastischen Vier) ausprobiert habe, ich aber aus intellektuellen Gründen ganz schnell wieder nach Entenhausen zurückgekehrt bin. Schon damals fand ich „Schluck!“ irgendwie tiefgründiger als „Whock!“, „Keuch!“ irgendwie anspruchsvoller als „Bratzel-Schrapzel!“…

Sicher, für ca. 4-5 Bilder saß Spiderman stets im Fotolabor und grämte sich, weil er nicht zum Abschlussball der ortsansässigen Sonderschule eingeladen wurde. Sicher, einige Sprechblasen lang saß Batman mit Butler Alfred im Grünen Salon und fragte sich, ob der schwarze Rächer nicht doch ein bißchen zuuu düster ist. Eine sehr gewichtige Frage, deren Beantwortung keine 10 Sekunden später aber meist durch ein Kräftiges „Zack!“ oder „Phopp!“ unterbrochen wurde.

Gut, sicher mag es auch „anspruchsvollere“ Comics dieser Figuren geben. Meist aufwendig gezeichnete Alben im Noir-Stil, in die 84% der Weltjahresproduktion an schwarzer Drucktinte geflossen ist. Das düstere Original, in dem jede herunterfallende Zigarettenkippe drei eigene Bilder bekommt und jeder Charakter mindestens einmal – alleine – durch dunkle Gassen schleicht, was dazu führt, dass die nächste Sprechblase erst anderthalb Seiten später zu besichtigen ist.

Nein, ich habe nichts gegen Superhelden und habe die meisten Filme der letzten Jahre auch gesehen… Aber gerade bei so Filmen wie „Hulk“ und „Batman Forever“ gibt es mir einfach zu viel Pseudo-Charakterisierung. Stundenlang sehen die Hauptdarsteller betreten in die Kamera und klagen scheinbar den Zuschauer an: „Bist DU vielleicht schuld, dass es mir so schlecht geht?“ – Da möchte man ihnen direkt aufmunternd ihre lustigen Kostüme und Motion-Capturing-Noppen an den Körper pappen und sie eigenhändig in die Action schupsen! Für den Anfang würde es ja reichen, im Schwimmbad vom Drei-Meter-Brett zu springen und sich danach KEINE Selbstvorwürfe wegen der gestörten Badegäste machen – zum Beispiel.

Aber Superhelden machen sich ja immer Selbstvorwürfe…

“Ich stehe hier und singe…” – Batman wacht über die ganze Stadt! – Na ja, zumindest symbolisch, denn im Moment übt er noch, das Ortseingangsschild nicht aus den Augen zu verlieren. Währenddessen lauert in jeder dunklen Ecke das Böse auf Batman! Eine Beschäftigung, die bei diesem gemächlichen Film schnell in die Waden gehen kann…

Mit der nervigen Ernsthaftigkeit eines Dokumentarfilms wird in diesen Streifen gezeigt, wie ein Mensch zerbrechen kann (meist noch nachzuvollziehen), er zum Außenseiter wird (schaffen die meisten Superheldenfilme auch noch) und er sich dann „logischerweise“ ein albernes Kostüm überzieht, um des nachts Handtaschenräuber zu schocken. Und Exhibitionisten zu zeigen, dass es mit ihnen auch weitaus schlimmer kommen könnte. (*Im Lederkostüm auf Dächern kauer*)

Spätestens dieser letzte Schritt wirkte aber stets gekünstelt und auch in einem ansonsten glaubhaften Umfeld ungefähr so realistisch, als wenn ich mich demnächst als Klapp-Man durch die Gassen schlagen würde. Natürlich standesgemäß mit Klappstuhl und klappernden Utensilien wie Schlüsselbunden und Goldkettchen. Ich finde, um einen Superhelden glaubhaft erschaffen zu können, MUSS die Story erst mal ein bißchen unglaubhaft werden und zeigen, dass dies alles nicht wirklich in unserem Universum geschieht, sondern in einer bonbonfarbenen Parallelwelt. Mit Parallelen, nach denen man ziemlich lange suchen muss.

„Batman Begins“ ist zwar bonbonfarben, allerdings höchstens wie ein Lakritzbonbon mit Schimmelpilz. Neben „Constantine“ die düsterste Comicverfilmung, die ich je gesehen habe. Die 8-Jährigen, die ich im Kino sah und die sich irgendwie an der „ab 12“-Altersfreigabe vorbeigemogelt hatten, würden den Protagonisten wohl „Bad-Man“ nennen, wenn sie denn schon Englisch könnten. Aber da sie die nächsten Wochen wohl nachts sowieso kein Auge zumachen werden, haben sie ja jetzt viel Zeit, diese Sprache zu lernen…

“Meine neue Bathöhle ist zwar schön, aber das Rauschen des unterirdischen Wasserfalls ist schon etwas nervig!” – „Das ist kein richtiger Wasserfall, Master Wayne! Es sind Fledermausfäkalien im freien Fall!“ – Will heute einfach noch nicht früh in’s „Bat“: Bruce Wayne. Butler Alfred graut’s währenddessen schon mal vor dem Staubwischen…

Teilweise war mir das ganze Ding auch optisch zu düster. Aber Gotham City war ja noch nie als Großabnehmer für Straßenlaternen bekannt… Stylische Kampfeinlagen, die den Zuschauer mit einem Matrix-Salto vom Hocker hauen, gab es aber so oder so nicht zu sehen. Die Kämpfe sind schnell, brutal, teilweise unübersichtlich oder laufen gar im Verborgenen ab, um zu zeigen, dass der dunkle Rächer gerne aus der Deckung operiert und schlichtweg ein bißchen feige ist. Immerhin hat der gute Mann keine echten Superkräfte (wenngleich seine magische Fitness-Club-Karte ihm gute Dienste geleistet hat) und kann im Gegensatz zu Supermann keine Kugel zwischen den Augen gebrauchen.

Für so manchen Actionliebhaber dürfte es aber sogar zu wenig hektisches Getümmel geben. Denn: Batman Begins… und Begins… und Begins. Der Film hört praktisch gar nicht damit auf, anzufangen. Eher kommt sogar noch die eigene Freundin fertig geschminkt für den Partybesuch aus der Badezimmertür, als dass sich Bruce Wayne endlich seine Satanisten-Dunstkiepe über die Ohren zieht.

Sicher ist es realistisch, zu zeigen, wie Bruce Wayne überhaupt diskret zu seiner Ausrüstung kommt. – Da hatte man in den bisherigen Filmen ja immer den Eindruck, dass Batman ein ganzes Heer an Designern, Technikern und Dekorateuren hätte beseitigen müssen, um sein Geheimnis zu wahren. Und die Tatsache, dass die Bathöhle dunkel, schmutzig, matschig und eigentlich sehr ausladendend ist, kann wohl auch jeder als realitätsbezogen identifizieren, der schon mal bei Regen über einen Acker gelaufen ist.

„Müll rausgebracht? Hab ich erledigt! Eingekauft? Hab ich auch! Tür der Vogelvolliere repariert? ……. (*Schluck*)“ – Batman hat im Rahmen seiner Vorbereitungen 10.000 Vampirfledermäuse eigenhändig großgezogen. Wobei Butler Alfred die morgendliche Fütterung oblag… Dabei ist es für einen alten Mann selbst bei reichhaltigen Nahrungsmitteln schwer, täglich 26 Liter Blut neu zu bilden…

Aber wenn ich mich ganz ehrlich frage, ob ich mich bei diesem Batman-Streifen mehr als bei den Vorgängern amüsiert habe, muss die Antwort ein klares, selbstbewusst vorgetragenes „N-N-Nein…??“ sein. Ein bißchen schämt man sich schließlich ja schon, dass man so ein infantiler Heimscheißer ist, der sich eher vom Farbgewitter in „Batman und Robin“ beeindrucken lässt. Gerne hätte ich damals auch auf „Batman Forever“ eingeschlagen, welcher den Fans ja als viel zu bunt und albern galt. Aber da gab es wenigstens immer was zu gucken (z.B. wenn Schaumgummi-Eiszapfen sichtbar an den Kulissen herumschwabbelten) und der Film wirkte im Gegensatz zu „Batman Begins“ auch nicht 40 Minuten zu lang.

Der neueste Batman ist mir definitiv einen Schuss zu depressiv. Völlig humorlos und maximal mit der Selbstironie eines überzeugten Zeugen Jehovas. Nicht das kleinste Witzlein blitzt zwischen den Zeilen auf. Die üblichen Actionheld-Sprüche wie „Moment! Ich schlag Dir die Idee mal aus dem Kopf (*Rabautz*)!“ vielleicht außen vor gelassen. Aber die höre ich inzwischen schon gar nicht mehr und waren vielleicht auch wirklich nicht vorhanden…

Von den herrlich schrägen Batman-Gegnern der Vergangenheit sehen wir auch nicht viel. Den halben Film müssen wir uns da mit einem handelsüblichen Gangsterboss herumschlagen, der eine irritierende Abneigung dagegen hat, sich Schuhcreme in’s Gesicht zu schmieren oder sich durch irgendeinen Chemieunfall neue Fähigkeiten anzueignen. Auch Nummer 2, der durchgeknallte Psychologe mit den auffallend blauen Augen (Terence Hill scheint zeugungstechnisch viel rumgekommen zu sein), ist kein Gegner, bei dem sich die Welt wünscht, von ihm unterdrückt zu werden.

“Schräger Bösewicht? Schön wär’s! Das ist mein Ein-Euro-Job!“ – Dabei hat dieser Mann in seiner Funktion als Vogelscheuche sogar noch Glück gehabt! Die 20 Arbeitslosen, die als VÖGEL eingestellt wurden, die sind wirklich übel dran… Aber leider war dieser Mann für den Job nicht geeignet… Leckere Maden im Gesicht haben und hungrige Piepmätze verscheuchen, das passte nicht zusammen.

Der gesellschaftliche Abschaum Nummero 3 muss aus Spoilergründen an dieser Stelle ungenannt bleiben, jedoch hat er im Film eher wenig Zeit, sich als Bösewicht zu profilieren. Und die sympathische Durchgeknalltheit eines Pinguins oder Jokers erreicht auch er nicht wirklich.

Was gibt es sonst noch? Katie Holmes (bekannt aus „Dawsons Creek“ und dank Tom Cruise neuerdings auch aus der heiteren Sitcom „Scientology“) gibt sich alle Mühe, mehr als nur das übliche Schmusepüppchen darzustellen. Letztendlich scheint ihre Rolle aber verzichtbar. – Es sei denn, man schmust überdurchschnittlich gern.

Das Finale ist dann auch endlich krachig und laut, hat aber außer einem Zugunfall, Rumgekloppe und wüstem Batmobilgefahre auch nicht viel Erwähnenswertes zu bieten. 278 Phantastilliarden Dollar Budget – wofür? Schnittchen? Da wird man das unbestimmte Gefühl nicht los, dass es auch für die Hälfte gegangen wäre…

Überhaupt sonnt sich der Film so in seinem hohen (für eine Comicverfilmung) Realismus, dass man auch den einen oder anderen Logikfehler nennen darf. So ist es erstaunlich, dass ein Mikrowellengenerator die Wasservorräte der ganzen Stadt verdampfen kann, das Wasser im menschlichen Körper allerdings eine Sondergenehmigung vom zuständigen Physiklehrer ausgestellt bekommen hat.

„Verdammt! Warum konnte ich auch diesen Jungen wieder nicht retten?!“ – „Vielleicht sind Multivitamintabletten über längere Zeit doch keine ausreichende Nahrungsquelle… Soll ich jetzt den nächsten entführen?“ – Als Superheld muss man auch lernen, zu Schaden gekommene Passanten in seinem Geheimversteck wieder aufzupäppeln…

Und so sehr man sich auch Mühe gegeben hat, Batman seine hochtechnisierte Ausrüstung UNAUFFÄLLIG (irgendwie ein komisches Gefühl, gerade dieses Adjektiv großzuschreiben) zusammenbekommen zu lassen, so deutlich klafft auch eine große Lücke im System: Jeder Mitarbeiter in Waynes Firma, der die „Batmobile“ im dortigen Keller schon mal gesehen hat, dürfte das Gefährt anhand eines einzigen Bildes in den Abendnachrichten wiedererkennen können. Aber gut, wir sprechen hier ja von einem Genre, in dem Superman seine Identität problemlos geheim halten kann, indem er sich als Clark Kent das Gel aus den Haaren rubbelt…

Der innere Konflikt Bruce Waynes ist durchaus zu spüren, doch mitgerissen hat mich die Figur nicht so wirklich. Da kann ich mich eher mit einem schuljungenhaften Spiderman identifizieren, als mit einem depressiven Multimillionär, der seit dem Tod seiner Eltern wohl nicht mehr gelächelt hat. – Andere Leute verlieren auch heißgeliebte Personen wie Omas, Opas, Ehegatten oder ihren persönlichen Bankberater! Aber prügeln die sich alle durch chinesische(?) Gefängnisse auf der Suche nach Erkenntnis? – Sicher tun sie das! Aber nur, wenn keiner guckt…

Fazit: Cool, kantig und an den Grenzen dessen, wohin man gehen möchte. Zusammengefasst: „Batman Begins“ ist so, als wenn man sich mit Alufolie den Hintern abputzt. Ein Kinospektakel im Zeichen der Fledermaus, bei dem selbst die Spezialeffekte etwas die Flügel hängen lassen.

Lobend ist zu erwähnen, dass man sich viel Mühe bei der Charakterisierung genommen hat, um den ach-so-ernsten Hintergrund der Comics herauszustellen. Aber hätte ich diesen Film daheim auf DVD gesehen, ich hätte ihn wohl alle halbe Stunde für Toilettengänge, Schuhe putzen und das Ausspülen von Joghurtbechern unterbrochen…

Ein Film, an dem sich aber wieder mal die Geister scheiden werden: Die einen werden ihn hassen und die anderen ihn nicht so toll finden. Eine komplette Katastrophe ist der Streifen jedoch nicht. Für einen völlig versonnten Sonntag-Nachmittag (ich hasse Sonne) reicht er als Kinoware immer noch völlig.


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Artikel

von Klapowski am 06.07.05 in Film-Review

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Kommentare (28)

  1. Gast sagt:

    Nach der Kritik zu urteilen schein ich ja nicht wirklich was zu verpassen, wenn ich diesen Film aus meinem Kinokalender streiche. Ab der dritten Batmanverfilmung ging es eh bergab, am besten find ich noch den 2.Teil mit DeVito als Pinguin und Michelle Pfeiffer als Catwoman. Hatte schon was.
    Aber als dann die Filme mit Val Kilmer und George Cloony (*schauder) kamen, wars auch für mich vorbei.

    philipp

  2. hotzenplotz sagt:

    in der ersten hälfte muss man krämpfe ausstehen wegen der dummen handlung, und in der 2. die holmes schlampe ertragen. jack.
    dafür entschädigt die dumpfe aktion-knaben-action nicht ausreichend. 3- ist ok, kann ich mich abfinden damit. 4 wäre etwas hart, 2 definitiv überbewertet.
    hotz'

  3. Supamarioana sagt:

    Der Film gefiel MIR dagegen in der ersten Hälfte mit Abstand am Besten! Spannende, tiefgründige Story, wunderschöne Bilder, alles relativ schlüssig und sogar witzig, obwohl Klapo das Gegenteil behauptet:

    Bruce Wayne: "Ich brauche diese Rüstung als Schutz beim Klettern in Höhlen. Zum cave-diving halt."

    Forscher: "Erwarten Sie Schusswechsel in diesen Höhlen?"

    So ging'S jedenfalls die erste Stunde lang. Aber in dem Moment, in dem er das erste Mal sein Kostüm anzog war die ganze schöne Stimmung (und auch die gute Story) des Films mit einem Schlag weg. Es ist und bleibt einfach peinlich, in einem Latex-Anzug in der Gegend herumzuhüpfen.

    Und die Idee, Batman müsse seine Stimme verstellen, um bloß nicht erkannt zu werden, war nicht gerade zuträglich. Dem Synchronisator hat man die unerträglichen Schmerzen beim Sprechen richtig angemerkt!
    Superman setzt doch auch bloß seine Brille auf/ab und keine Sau erkennt ihn!

    Als Physik-Student muss ich übrigens noch erwähnen, dass MEINE Schmerzen beim Gedanken an den "Mikrowellengenerator" nicht unter einem Liter Morphium auszuhalten sind. Autsch!

    Fazit: Ein Film, 2 Drehbuchautoren? So kommt es einem jedenfalls vor. Der fast genialen ersten Hälfte folgt ein Sturz ins bodenlose. Nach der "Entstehung" Batmans verliert der Rest des Films offensichtlich seine Daseinsberechtigung und man versucht mit Mühe und Not noch eine Gut-gegen-Böse-Story aus dem Boden zu stampfen.

    Die ruhige, stimmungsvolle, spannende, intelligente erste Hälfte des Films bekommt von mir die Note 2.
    Die bescheuerte, unlogische, nervige, dumpf actionlastige zweite Hälfte des Films kommt nicht unter 4- weg.

  4. nakedtruth sagt:

    Thema Entenhausen :
    Ein kräftiges "Hrgmpf" an alle Onkel Dagobert Fans.

    Thema Scientology oder so :
    Bei Kriech der Welten hat der Cruise Tom jawohl auf ein info zelt am drehort bestanden (falls er versehentlich seine hirn wieder findet)

    Thema Christopher Nolan :
    Genial bei Memento Genial Genial
    Insomnia fand ich schon etwas schwächer
    Trotdem neben David Fincher einer der besten Directors in Hollyschutt

    Thema Weltenkrieg
    Wenn ich nocheinmal einem SciFi-Ignoranten erklären muss das dass Ende satirisch ist weil die Bakterien die Menschheit retten und die mächtigste Nation der Welt und das dass auch schon im Original von 1899 oder so war und deshalb wohl schlecht abgeändert werden konnte obwohl die diversen Enterprisen Biofilter und Ärzte hatten die Urinproben in Wein verwandelt haben werd ich zum Bad Man

    Thema Batman
    Fällt mir nichts zu ein, danke trotzdem

  5. Raketenwurm sagt:

    Ich fand am unlogischsten, daß die gasifizierten Leutchen alle auf Batman los sind, aber nicht auf sich selbst, bzw. wo doch der Batman im LSD-Modus so gruselig aussah, ihn überhaupt angreifen wollten, oder wenn denn das Gas diese Wirkung erzielt, dann die Irren wiederum nicht auf den Scheuchenmann los sind, wenn der das benutzt hat. Irgendwas stimmt da hinter und vorne nicht.

    Ansonsten…nunja, ich kann mit dieser Art von Film irgendwie generell nicht mehr so viel anfangen. Er hat mich unterhalten und er ist kein Kinderfilm. (mal von den paar doofen Sprüchen abgesehen) Also behaupte ich jetzt einfach mal, daß der Film gut ist; nicht sehr gut, aber gut.

  6. Kaworu sagt:

    Ich fand den zwar deutlich schlechter als 3-, finde es aber dennoch erfreulich wenn andere Leute mehr Amüsierungsmöglichkeiten in dem Film finden als ich.

    Am schlimmsten fand ich jedoch den Teil mit den asiatischen "Wir gucken so grimmig daß wir nicht mehr geradeaus kacken können"-Klischeemönchen. Wer sowas allen Ernstes noch interessant findet, gehört an einen Stuhl gefesselt und mit dem in der Endlosschlaufen gespielten Audiobook "Die plattesten Weisheiten von Konfuzius" bestraft. "Fight your fears or they will consume you!" Uuuuuuh! *vor dieser Erkenntnis in großer Erfurcht erstarr*

  7. Gast sagt:

    wann geht denn das batmobil in serienfertigung? 180 km/h bei der masse, bei der breit meiner strasse muss wohl nachbars einfahrt dran glauben

  8. Gast sagt:

    wann geht denn das batmobil in serienfertigung? 180 km/h bei der masse, bei der breit meiner strasse muss wohl nachbars einfahrt dran glauben

  9. Gast sagt:

    Klappowski hat anscheinend Batmam Forever und Batman und Robin verwechselt. Letzterer war nähmlich der mit den Schaumstoff Eiszapfen.

  10. Klapowski sagt:

    Ja, mag sein. Obwohl es nur ein paar Filmchen sind, ist das fast noch schwerer auseinanderzuhalten als die Titel der James Bond-Filme…

  11. Gast sagt:

    Erster!

    Mir sind nach der Lektüre dieses interessanten Beitrags zwei Dinge aufgefallen:

    1.) Niemand (außer mir) hat "Erster" geschrieben. ;-)

    2.) Niemand hat seine Meinung dazu geäußert, ob und wie lustig er den Artikel als solchen fand.
    Früher hies es häufig: "…Ok, die Folge war kacke/langweilig/schlecht, aber Klapowski hat auch schon mal lustiger geschrieben" oder "…hihihi, lustiger artikel, aber eigentlich fand ich die Folge ganz gut…"

    Dieses mal aber nicht. Woran liegt das?
    Ich habe ja gleich mehrere Theorien dazu, finde es viel lusti… interessanter, Eure Meinungen zu lesen.

    Der Steff

  12. Raketenwurm sagt:

    Michael Schuhmacher sagt man doch auch nicht nach jedem Rennen, daß er toll gefahren ist. Aber bitte: Artikel ist sehr schön geschrieben und die Bildunterschriften zu Bild 1 und 5 sind ganz großes Kino.
    Zufrieden Steff ? Oder sollte ich sagen Klapowski ?!

  13. Klapowski sagt:

    Nö, das war ich nicht… Lobheischerei ist der Untergang der Satire! Wo kommen wir denn dahin, wenn ihr unsere (sprich: meine) Artikel plötzlich lustig/informativ/seltsam findet UND es auch noch sagt?

    Ähnlich dem Kanzler stelle ich quasi mit jedem einzelnen Artikel die Vertrauensfrage neu und freue mich am diebischsten über die Enthaltungen und ablehnenden Meinungen!

  14. bergh sagt:

    tach auch !

    Der Artikel war wesentlich besser, als der Film.
    O.K. ?

  15. hotzenplotz sagt:

    Naja, der Artikel wäre auch besser als der Film gewesen wenn der Artikel nur aus "Hmpf!" bestanden hätte.
    hotz'

  16. FloydThreepwood sagt:

    Also ich mochte den Film und lese gerne die Comics.

    CU FT

  17. dr.lecter sagt:

    Ich weiß ja auch net, aber irgendwie gefallen mir die ersten beide Filme von Herrn Burton noch am besten. Das Geschmeiß das "Batman Forever" und "Batman & Robin" verbrochen hat gehört meines Erachtens auf den nächstbesten Scheiterhaufen und auch der Regisseur dieses Ablegers entpuppt sich als "Beginner" ( HA, na das is ein Kalauer…. ). Der Film ist düster, aber eben nicht Batman-düster. Nicht Burton düster. Wir erinnern uns an Sleepy Hollow oder Eward Scissorhands, das kriegt eben sonst keiner so gut hin. In den ersten beiden Filmen war Gotham so grotesk, so bizarr das man die Bauten tatsächlich für echt hielt. In den anderen beiden Filmen und auch in diesem ist mir alles zu plastic, man sieht regelrecht das die Kulisse bei festerem zuschlagen zusammenkrachen würde. Außerdem war der Humor perfekt abgemischt, von Jack Nicholson ganz zu schweigen, Danny DeVito und Michelle Pfeiffer waren einfach unschlagbar und Halle Berry gehört erschlagen für diese unsäglich schlechte Darstellung der Catwoman.

    Selbstverständlich kommt auch wieder der Fluch des Prequels zum tragen ( vergleiche hierzu Star Wars Ep I-III, Enterprise und andere ). Die Ausrüstung und die Gimmicks sind fast besser wie in den Nachfolgern wenn sie auch roher und klobiger aussehen. Katie Holmes ist so austauschbar das es schon fast wehtut und Christian Bale hätte lieber auf der Independent-Schiene weiterfahren sollen anstatt sich von Hollywood locken zu lassen. Ich erinnere mich da gerne an "Equilibrium" ( auch wenn er seit Samstag der Masse bekannt sein dürfte ) sowie "The Machinist". Entsetzt bin ich über Michael Caine, das er sich für sowas hergegeben hat ist mir ein Rätsel, aber ich war genauso geschockt als sich Michael Gough ( Alfred in Teil 1 & 2 ) für Teil 3 und 4 verschandeln lies. Er arbeitet übrigens gerade wieder mit Tim Burton an dessen neuestem Werk "Corpse Bride", wir dürfen gespannt sein.

    Der ganze Film fällt für mich in die Abteilung "viele Köche verderben den Brei". Dadurch das nun schon so viele Regisseure Batman verfilmen durften und sich keiner an die ( meiner Meinung nach ) ersten beiden "Orginale" hielt haben wir ein buntes Sammelsurium an Batman-Episoden die man jedoch keinesfalls als Gesamtwerk betrachten kann wie etwa die "Alien"-Saga. Eine Batman-Nacht im Kino käme einem LSD-Horrortrip gleich, erst 2 mal gothic-düster, dann 2 mal Bubblegum-bunt und dann extrem-düster. Das funktioniert einfach nicht. Ich bleibe bei den ersten beiden Filmen, alles andere ist für mich nicht Batman.

  18. Raketenwurm sagt:

    Wenn, dann würde in so einer Kinonacht ja "Batman begins" zuerst laufen, sodaß der Übergang stimmt. Aber eigentlich wollte Nolan wohl gar keinen Film drehen, der sich in die Bisherigen einreiht, sondern etwas Neues schaffen. BB ist wohl der Beginn einer Neuauflage der Batmanfilme. In zwei/drei Jahren werden wir sehen können, wie Christian Bale gegen den Joker kämpft. Und niemand kann etwas dagegen machen…NIEMAND !

  19. Gast sagt:

    und um den nächsten batman streifen kümmert sich unser arbeitloses duo von startrek. dann wird das ambiente so richtig schön … halt irgendwie

  20. dr.lecter sagt:

    Oh ja bitte, dann haben wir "Batman vs. Hartz IV – Kampf der Giganten"
    Das wird düsterer als alles was wir kennen……

  21. FloydThreepwood sagt:

    Ihr könnt mir nicht helfen, aber mir gefiel der Film! Obwohl Burton natürlich eine extrem gute Version von Batman in die Kinos gebracht hat, ist Begins letztendlich näher an den Comics dran. Es ist schon schwer einen Hauptcharakter zu zeigen, der im Grunde nie spricht (Die Comics benutzen extensiv viele Gedankenblasen oder Kommentare). Doch da leigt gerade die Stärke des Films, durch die Konzentration auf die Fledermaus glaubt man auch verstehen zu können was er sich gerade denkt. Ich brauche keine tollen Schurken um eine erdrückende Atmosphäre zu verstehen.

    Was mich allerdings wirklich gestört hat ist: Gerry Oldman in einer grandiosen Fehlbesetzung. Er ist einfach der perfekte Schurke. Die Kampfszenen in Nahaufnahmen, wozu braucht man da einen Choreographen wenn man eh nur gefuchtel sieht und hört. Batmans stimme, klingt eher nach einem Opa als nach einem dunklen Ritter.

    CU FT
    P.S. Ein Comic und Science Fiction Fan… Ich bin im Arsch!

  22. dr.lecter sagt:

    Stimmt, wir können Dir wirklich nicht helfen! :-)

    Nee quatsch, Meinungsfreiheit muss sein. Ich hoffe auf ein "Krieg der Welten" Review nach der mir unendlich lang erscheinenden Sommerpause. Denn das ist wirklich schlimm gewesen, im Gegensatz dazu kann sogar ich guten Gewissens behaupten das mir "Batman Begins" gefallen hat. Denn wenn ich ein´s nicht leiden kann dann sind´s nervige Rotzblagen die sich durch den ganzen Film kreischen und auf die ständig aufgepasst werden muss und die durch diesen Umstand die komplette Handlung versauen. Die Kinderschänder schlagen leider immer am falschen Ort und bei den falschen Kindern zu…………huch, welch politisch unkorrekte Aussage, und das von einem Menschenfreund wie mir! Ich muss unbedingt die Dianetikbücher weiterlesen die Herr Cruise empfiehlt…

    Alles wird gut.

  23. Gast sagt:

    Was ist Dianetik?

    Der Steff

  24. Gast sagt:

    also, für mich nach Teil 1 der beste Batman!
    gestört hat mich nur die verfälschte Story mit dem Mörder seiner Eltern; DAS WAR DER JOKER – PUNKT!

    Anubiz

  25. FloydThreepwood sagt:

    EBEN NICHT!!!!!!!!!!!!!!!! Bäääähhhhhhhh

  26. dr.lecter sagt:

    Dianetik ist Lehre von Scientology, total abgefahrenes, unnötiges Zeug das keiner braucht. Angeblich sind wir alle Geistwesen aus einer anderen Welt und wir unsere Körper schleppen wir nur mit uns rum und so´n Kram. Es liest sich wie ein Sci-Fi Roman und hat null Sinn. Also im Grunde genommen das Gleich was Klapowski die ganze Zeit schreibt, nur kostet Dianetik ein Schweinegeld und bringt nix und wir könnnen uns hier für umme verlustieren und freuen uns noch wie blöd! :-)

  27. Gast sagt:

    Aha!
    Wieder was dazu gelernt. ;-)

    Und ich dachte schon, dianetik wäre ein "richtiges" Wort, wie Dialektik oder Didaktik…

    Der Steff

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