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Stargate Universe – 2.20 – „Im Ruhezustand“ („Gauntlet“) Review

Die letzte Folge SGU! Unser selbstauferlegtes Martyrium, jede Folge dieser Serie zu reviewen, findet heute ein wohlverdientes Ende. Ich habe tatsächlich überlegt, das letzte Review in Form einer Griechischen Sage zu verfassen. Schließlich mussten die „Helden“ dort ja auch nachwachsene Medusenköpfe abschlagen, Steine bis in alle Ewigkeit einen Berg hinaufrollen oder zugeschissene Ställe säubern. Aber letztendlich erschien mir dann doch etwas anderes passender: Der letzte, pubertäre Tagebucheintrag von „Stargate Universe“ selbst!

Inhalt: Die Destiny wird wieder mal angegriffen. Da hilft nur: In die nächste Galaxie weiterfliegen und 3 Jahre durchschlafen. Also: Kryokapseln repariert und 45 Minuten nach dem Pyjama suchen.

Meinung:

Liebes Tagebuch!

Ich glaube, Papa Mallozi hatte Recht: Ich bin jetzt doch langsam in die Pubertät gekommen, denn heute hatte ich… mein ALLERLETZTES Mal! Ich war vorher sooo aufgeregt und wusste nicht, was ich überhaupt (noch) anfassen sollte, wie und warum überhaupt. Meine Freundinnen haben ihr allerletztes Mal ja teilweise als sehr aufregend beschrieben, zum Beispiel „Babylon 5“ oder „DS9“, diese aufgedonnerten Storyschlampen. Aber gut, die WUSSTEN ja vorher, dass es ihr letztes Mal sein würde und konnten vorher entsprechend verhüten. – Den Zuschauer zu enttäuschen, meine ich.

Um ganz ehrlich zu sein, liebes Tagebuch, war es gar nicht so toll. Ich wollte IHN halt überraschen, nachdem ich ihn, den Zuseher, zwei Jahre lang so doof behandelt habe. Da habe ich ihm halt gesagt, dass ich schwanger bin. Mit Drohnen. Es seien Tausendlinge. Ein ganzes Universum voll. Eine Abtreibung käme für mich jedoch nicht in Frage, sagte ich ihm. Schließlich wollte ich mal ein wenig Aufregung in unser allerletztes Mal bringen. Da ist er fast durchgedreht. „Du Schlampe!“, schrie er. „Mit wie vielen Finanzbeamten musstest Du schlafen, um auf eine derartig abgedroschene und gleichzeitig pseudoepische Idee zu kommen?!“

Ich weiß noch genau, wie wir uns kennenlernten: Es war ein Osterfeuer, bei dem ich nebenbei alte Actionideen verbrennen wollte. Und da stand ER plötzlich da! Ich wusste sofort, dass wir zusammengehören, als er so demonstrativ desinteressiert wegsah. Als er dann sogar fortzulaufen begann und mich mit Faustschlägen abwehrte, da habe ich ihn mir einfach genommen!

Und dann hat er mich geschlagen, immer wieder und wieder. Ich wurde im Kopf schon ganz lahm und ohne Dynamik, habe minutenlang nur unsinniges, überflüssiges, klischeehaftes oder einfach nur schlecht geschriebenes Zeug gestammelt. Irgendwas von wegen, dass er ja so blind wie die Frau Dings wäre (die halt in der letzten Folge das Augenlicht verloren hat), wenn er meine Liebe zu ihm nicht sehen würde. – Ich habe nach diesem Satz den ganzen Nachmittag gebraucht, um danach meine zerschlagenen Schädelplatten wieder zusammen zu sammeln.

Aber immerhin gab es durch meine multiple Drohnenschwangerschaft mal wieder einen Weltraumkampf. Ich weiß ja, worauf er so steht. Immer und immer wieder. Gähn. Okay: Vielleicht steht er, der Zuschauer, aber auch gar NICHT da drauf. Aber dann wäre er wohl pervers (wenn nicht sogar in… in… innovativ drauf!) und ich täte gut daran, ihn noch schneller zu vergessen. Abwechslungsreich konnte man unsere Beziehung jedenfalls nicht nennen. Aber gut, schließlich wollte ein Teil von MIR (heißt wohl „Eli“, was auch immer das heißen mag) ständig meiner kranke Mutter anrufen, was ihn ziemlich abgetörnt hat. Okay, sie war ganz schön klapprig, die alte Dame. Aber doch trotzdem niemand, auf den man bei seinem letzten Sex verzichten möchte, ooooder?

Mein Papa Mallozi hatte wohl Recht: Ich und Zuschauer, wir passten einfach nicht zusammen. Er hat immer noch seinen beiden Exfreundinnen (SG1 und Atlantis) nachgetrauert, glaube ich. Warum sollte er mich auch sonst abgelehnt haben? An meinen 260 Kilo, den Warzen, den verkrüppelten Gliedmaßen und dem fauligen Mundgeruch kann es ja wohl kaum gelegen haben, schließlich ist mein Bruder ein CGI-Alien aus dem Computer, der einmal im Jahr vorbeischaute! Dann haben wir immer alle Lichter ausgemacht und dann ein bisschen gelesen. War wohl auch nicht gut genug?

Liebes Tagebuch, auf diesem Bild siehst Du, wie ich dem Zuschauer meine ganzen Freunde vorstellte. Er sagte danach: „Die Typen reden ja immer nur von Leben und Tod, Schaltkreisen und Flugrouten, aber nie stirbt jemand wirklich wichtiges!“ Da habe ich nur gelacht und gesagt: „Sei mal nicht so oberflächlich! Die haben immerhin verdammt viel Geld! Und deren Pool aus Maschinenöl hast Du ja noch nicht mal gesehen.“

Aber zurück zu unserem allerletzten Mal: Ich habe ihn vorher extra noch in eine Schießbude mitgeschliffen, damit er sich nicht langweilt. Auf der Kirmes. Und Konversation habe ich dabei auch gemacht: „Wenn wir DORT langgehen, passiert dies und das und ich habe durch den längeren Weg früher Hunger, aber wenn wir HIER langgehen, kommen wir auf dem Rückweg nicht mehr an der Zuckerwatte vorbei! Und außerdem möchte ich nicht, dass wir danach schon alle Schlafen gehen.“ – Blablabla, halt alle Vor- und Nachteile meiner zukünftigen Pläne. Was Männer halt so hören wollen. Danach musste ich 2 Stunden das zerbrochene Nasenbein aus meinem Schädel popeln. Komisch. Was habe ich denn falsch gemacht?!

Am Ende haben wir dann doch noch miteinander geschlafen, nachdem das Bett repariert war (3 Latten waren rausgebrochen, aber das wäre zu interessant und aufregend, um es Euch zu erzählen). Um genau zu sein: Ich habe links geschlafen und er rechts. Es war aufregend, wie schnell wir beide im Land der Träume waren und unser Verstand auf die selige Reise ins erholsame Vergessen ging. Ich glaube sogar, es war unser schönstes Mal, wenn auch unser letztes. Ich habe diesmal kaum aufs Kissen gesabbert und er hat am Ende zu klassischer Musik aus meinem CD-Radio geschnarcht, sogar im richtigen Takt.

Ich werde diesen „Sex“ vermissen.

Liebes Tagebuch, du blöde Pottsau, die mir nie antwortet! Hier siehst Du mich, die einsame SGU, wie sie in die Einsamkeit hinausgleitet. Ob ich wohl je den Richtigen finden werde? Unwahrscheinlich, denn in diesem Moment schließt sich die Tür vom Krematorium hinter mir und irgendein Penner singt: „Ding-Dong, die Hex‘ ist tot!“. Das würde mir jetzt ganz schön wehtun, wenn Asche noch irgendwelche Gefühle hätte…


Fazit: Eine erstaunlich unspektakuläre (Standard-)Folge, die sich in Andeutungen auf zukünftige Geschehnisse verliert, die nie geschehen werden. Und wenn doch, dann hätten sie wohl sowieso wie die aus der Vergangenheit ausgesehen: Wegfliegen, Ballern, Scheiße labern. Die Idee, die nächsten Probleme einfach durch jahrelangen Kälteschlaf zu umfliegen, kam mir übrigens schon bei der Entdeckung der Kryokapseln, von daher war auch dies nicht interessant oder überraschend. Höchstens die Tatsache, dass man eine halbe Stunde warten musste, bis die Schnarchsäcke endlich in die Truhe stiegen und sich endlich den Gefahren des Vitaminverlustes durch Einfrieren aussetzten.

Ein Cliffhanger, nach dem ICH garantiert nicht gespannt auf die 3. Staffel gewesen wäre (= Aufwachen, weiterfliegen, fertig?)…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Und jetzt noch ein Serienfazit:

Alles in allem ist SGU leider grandios ge(sch)eitert. Die Charaktere blieben blass und uninteressant, obwohl fast jede Folge den Fokus auf deren Miniproblemchen legte. Die Dialoge waren so simpel, dass ich auf die üblichen (englischen) Untertitel irgendwann verzichten konnte, was immer ein guter Indikator für Banalität einer Serie ist. Wie sagte Young doch hier beim Essen? – „We are a family now. You are the smartest, bravest people…“

Ein Kompliment, das man den Autoren leider nicht zurückgeben konnte. Es sei denn, man bindet etwas Explosives daran, was tickt.

SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Das Licht geht aus, wir geh’n nach Haus...
Was für ein Finale! Drohnen-Bedrohung! Energiemangel auf der Destiny! Es hatte einfach alles, was wir… nicht nur in der vorherigen Folge schon mal hatten. Und trotzdem fehlen mir einfach die Worte, um diese Folge angemessen zu besprechen. Rettung in letzter Sekunde erfolgte aber durch den scheidenden, sowie für seinen ausschweifenden Lob-Wortschatz bekannten, SGU-Propagandaminister Joseph Göb— Mallozi, welcher sich freundlicherweise (und ohne es zu wissen) für ein kurzes Interview bereit erklärt hat.

(Hinweis: Folgendes Gespräch besteht vollständig aus unveränderten Mallozi-Zitaten ™.)

Zukunftia: „Hallo, Joe! Direkt vorweg: Wie findest DU denn diese letzte Episode?“
Joe: „Es war insgesamt einfach eine spektakuläre Staffel! Und das Finale ist einfach nur befriedigend und überraschend!“
Zukunftia: „Klingt nicht übel. Wie war denn die Stimmung an den letzten Tagen?“
Joe: „Hier blieb nicht ein Auge trocken. Ihr Typen werdet es lieben! Ich bin ja so stolz!“
Zukunftia: „Du bist also mit dem Ergebnis zufrieden?“
Joe: „Ich hoffe, ihr werdet es lieben, euch diese Folge anzusehen. So sehr, wie ich es geliebt habe, sie zu drehen!
Zukunftia: „Mal unter uns, Joe, hast Du so was nicht bei jeder neuen Folge gesagt?“
Joe: „Natürlich! Aber… aber dieses Mal schallte selbst das dröhnende Bass der donnernden Ereignisse im Studio selbst zu uns ins Autorenbüro hoch!“
Zukunftia: „Beeindruckend! Aber schon schade, daß die Folge, trotz Absetzung, noch ein offenes Ende hat.“
Joe: „Aber selbst dann ist es noch ein… ein epischer, bewegender und auch herzzerreißender Cliffhanger!“
Zukunftia: „Einfach faszinierend, diese leeren Phrasen. Hattet ihr eigentlich schon Pläne für eine dritte Staffel gemacht?“
Joe: „Na, klar! Die stehen hier auf diesem Schmierzettel. So wäre diese nächste Staffel z.B. schockierend, monumental und… öh… sehr interessant geworden. Pardon, gegen Ende gingen mir langsam die Superlativen aus.“
Zukunftia: „Ach, komm, das glaube ich Dir nicht! Zeig doch nochmal, was Du so draufhast!“
Joe: „Recht hast Du! *räusper* Also, liebe Leser: Auch wenn die Serie zu Ende ist, schaut euch unbedingt noch die fantastische Folge Gauntlet an. Sie verfügt über Action, Abenteuer, Humor und einige tolle Charaktermomente. Sie ist sehr rührend und sorgt zur selben Zeit dafür, daß ihr frustriert, ungläubig, aufgebracht, beleidigt, verärgert, gereizt, traurig, bekümmert, verbittert, fassungslos, genervt, unzufrieden, angepisst, deprimiert, […] und kummervoll sein werdet.“
Zukunftia: „Unglaublich, woanders hätte man Dich bestimmt schon längst wegen unerträglicher und vor allem plumper Heuchelei gefeuert…“
Joe: „Das stimmt! Schade, daß dieser bequeme Job nun vorbei ist.“
Zukunftia: „Weißt Du schon, was Du danach machen willst?“
Joe: „Entweder was als schmieriger Gebrauchtwagenhändler oder seelenloser Schmuckverkäufer bei QVC. Wobei mir beides ja etwas zu seriös wäre.“
Zukunftia: „Na, wenigstens bist Du konsequent. Viel Erfolg noch und Danke für das Interview.“
Joe: „Gerne! Ich fand es unglaublich beeindruckend , grandios informativ und—„
Zukunftia: „Ach, halt doch die Schnauze!“

Schade, leider erwies sich diese Unterhaltung als sehr oberflächlich. Muß man also wieder alles selber machen, was einem bei dieser Folge zumindestens nicht schwer fällt. Ein interessanter Twist ist hier immerhin, daß man vor der Übermacht dieser faden Blechfeinde nun einfach kapituliert und sich entscheidet, die Fliege in die benachbarte Galaxie zu machen. Vom grundsätzlichen Maßstab der Lösung („Galaxie doof. Nääächste!“) mal abgesehen.

Daß dies nicht so einfach ist, wie es sich anhört, ist natürlich selbstverständlich. So sind ein paar der Kälteschlafkammern kaputt, was selbst auf der uralten Destiny eine Premiere ist und sich dadurch einfach unheimlich krampfig anfühlt. Doch glücklicherweise liegen auf einem Planeten gerade ein paar Brocken des zur Reparatur nötigen Materials um das Sternentor verteilt herum, so daß man dieses Problem auch in gefühlten zehn Minuten direkt wieder abhaken kann. Diese Drehbücher schreiben sich einfach von selbst. Wobei DAS wohl wirklich eine Verbesserung gewesen wäre.

Zufällig passend zur Absetzung gibt es dann noch ein paar „rührende“ Abschiedsmomente, wo u.a. Young seine Frau NICHT besucht, Scott sich von seinen Sohn NICHT verabschiedet und Wray ihre Lebensgefährtin NICHT zu Hause vorfindet. Immerhin besuchte Eli noch einmal seine Mutter für ein Gespräch á la „Mutti, ich bin dann erstmal weg. Also, noch mehr als sonst!“ – „Macht doch Nix, Söhnchen. Hast eh nie beim Abwaschen geholfen. Noch einen Nachschlag?“. Bei soviel Emotionen sind mir tatsächlich fast die Taschentücher ausgegangen. (Es war nur noch eines in der Packung.)

Fazit: Ein ungeplantes Serienende, welches diese mit mehr Handlungslöchern zurückläßt als ein durchgerostetes Sieb. Zumindestens die Auflösung der Frage um das Rauschen des Universums hätte mich ja doch interessiert. So aus Gründen der Selbstgeißelung. Aber vielleicht passiert ja das Unerwartete und die Serie findet woanders ein neues Zuhause. Sagt mir dann bitte Bescheid, damit ich rechtzeitig die DSL-Leitung aus der Wand reißen kann. Dankööö!

Note: 3 von 10 Punkten


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Artikel

von Klapowski am 10.05.11 in TV-Review

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Kommentare (33)

  1. taubenuss sagt:

    Finde die (weil zugegebenermaßen letzte Folge) dann doch nicht sooo schlecht.
    Klar, wenig Action (aber keinesfalls Muss bei SciFi siehe B5) aber eben eine vorhersehbare Story (nach der Entedeckung der Kapseln) eher auf „emotionaler“ Ebene dahintröpfeln lassen. Fühlte mich dennoch gut unterhalten, den die (OTon-Klappo: „Pseudo-„)charakterlichen Momente haben diesmal gepasst. Es wurde nicht allzusehr auf den emotionalen Klischees herumgeritten (Mamaabschied, Lesbische-Freundin-Abschied, Sohnabschied, AugenlichtdurchfremdenKörperguck, wearefamily-wobei das schon arg grenzwertig war), sondern eben versucht das Problem möglichst „real“ darzustellen.
    Es ist ähem war nun mal eine Serie, die kleine Probleme mehr beleuchtet als die großen pösen pösen Gegner. Das kann einem gefallen, muss es aber nicht.

    Normalerweise müsste Eli in der nächsten Folge extrem dünner sein, seine Hand hat zentimeterdicke Schwielen (harharhar) und er hat 15 Bücher über Physik geschrieben. Wahrscheinlich hat er die Destiny dann auch erforscht und zur neuen Enterprise gepimmt. Who knows…

    PS: Auch mich würde interessieren, was es nun mit dem Rauschen auf sich hat. Big Crunch-Theorie etc. wäre eine Kandidat…

    Die 2 von 10 bzw. 3 von 10 Punkte kann ich daher nicht nachvollziehen. Würde das Ding „Doctor Who – The Sleep Story“ heißen, wäre es mindestens 5 Punkte nach Punkteabzug für emotionalen Bullshit wert.

    • das obst sagt:

      ist doch logisch, dass doctor who mehr punkte bekommen würde. dort hat man wenigstens immer einige sympathische charaktere, die selbst über eine verschnarchte story einigermaßen hinweg retten. aber auch diesen bonus kann SGU nicht bieten, also sind 2-3 punkte sogar noch großzügig.

    • taubenuss sagt:

      das stimmt schon (mit den abwechslungsreichen charakteren), aber bei DW kann der Doc eben zu jeder Zeit überall hin reisen. Da kann alles passieren und er kann jeden treffen, quasi jeder noch so abstruse Scheiß ist möglich (im positiven Sinne). Da viele Charaktere dort nur eine Folge lang auftauchen, kann man sie natürlich inhaltlich viel dichter packen und zumindest für die eine Folge den SChein von „guter, sympathischer Charakter“ wahren. Das geht bei SGU nicht, weil dort keine große Personalfluktuation ist, leider.
      Aber klar, außer Eli ist da kaum einer „sympathisch“ (mit viel Wohlwollen noch TJ und der Nausikanertyp oder wie die heißen – welcher sich vor 2 Folgen den Kopf aus 30m Höhe angeschlagen hat…)

      Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass man nach 3 Jahren wieder erwacht und zwischenzeitlich wurde die Erde von den Luzis völlig zerbombt. Dort kann man dann eine neue Serie in zig Jahren ansetzen :-)

    • das obst sagt:

      die SGU-macher hätten sich doch auch ein konzept ausdenken können, das genügend abwechslung bietet. schließlich haben die jungs nicht zum ersten mal eine serie entwickelt.

      außerdem hätte es selbst bei SGU noch wesentlich mehr spielraum für vielfalt gegeben. diese crew befindet sich auf einem riesigen antiker-raumschiff, auf dem alle paar folgen neue spannende entdeckungen möglich gewesen wären (die dann natürlich auch wirklich spannend präsentiert werden müssten). sie sind in einem unbekannten universum unterwegs, besuchen regelmäßig unerforschte planeten, treffen auf außerirdische lebensformen… SGU hätte das „star trek“ einer neuen generation sein können: erforschung unendlicher weiten mit genauso unendlichen möglichkeiten für abenteuerliche geschichten. klar, die idee wäre nicht neu gewesen und das grundkonzept wirkt vielleicht etwas altbacken. trotzdem hätte es bei konsequenter ausführung wenigstens funktioniert und hätte mehr spaß gemacht als dieses dröge herumgeschnarche, das uns nun 40 episoden lang(weilig) geboten wurde.

      spätestens nach der 1. staffel hätten die produzenten und autoren einsehen müssen, dass für sie die idee mit der anspruchsvollen dramaserie eine nummer zu groß ist. die einzig logische konsequenz wäre dann gewesen, entweder auf altbewährte stärken zu setzen oder seinen job an fähigere leute abzugeben. beides ist nicht passiert. das ergebnis ist die schnellste absetzung einer sciencefiction-serie aus einem großen franchise seit „star trek: tos“.

    • taubenuss sagt:

      Yep. Da muss ich Dir recht geben.
      Alles wahr.

  2. Z3R0B4NG sagt:

    Das Interview war der beste part von dem ganzen Text da oben, ich hab einige Zitate sogar wieder erkannt.

    Mir kam es aber immer so vor als ob Joe Malozzi garkein bock mehr auf SG1 / SGA gehabt hat und ums verrecken sein SGU durchdrücken wollte, scheissegal wie die Quoten sind, scheissegal was die Fans wollen (SG1 + SGA DVD’s um die handlung abzuschließen? och nööö machen erstmal 2 JAHRE lang an SGU rum).

    Seltsam finde ich nur das nach sinkenden Quoten bei BSG und abgesetztem Caprica, BSG Blood & Chrome noch grünes licht bekommen hat während SGU das ganze „Franchise“ in den tod gerissen hat.

    Die Folge fand ich übrigens 100% passend.
    Lichter aus, nochmal ausm Fenster geschaut und FEIERABEND!
    …genau wie für alle die in den Credits stehen, die machen jetzt auch die Lichter aus und haben Feierabend.

    Ich kann mit dieser Folge sogar besser leben als mit dem Ende von SGA, das hatte damals einfach nur hingeklatscht gewirkt und hatte absolut keine „vorbei“-atmosphäre.

    Zudem mal noch eine Frage, wenn die Destiny seit sonst wieviel fantastiliarden Jahren auf ihrer Mission unterwegs ist, wie kommt Rush auf die Idee das er die Mission jemals beenden kann in den paar Jährchen in der die Serie läuft?

    und zum schluss möchte ich nochmal sagen „i killed riley, i sufficated him with my own hands!“… and they have a plan!

  3. Donald D. sagt:

    Gott, Allah, Shivah, Jahwe, Wishnu, Buddha und deren Propheten sei Dank. Die Geißel der Sci-Fi teilt nicht mehr ihren unausgegorenen Schrott aus. Mir wäre es zwar lieber gewesen, wenn die Destiny buchstäblich mit einem großen Knall in die Luft geflogen wäre, damit nicht die Gefahr besteht, daß diese idiotische Serie jemals wieder zurückkommt, aber was solls. Jedenfalls bin ich froh, daß die Amerikaner, die sonst jeden Mist gucken, dieses Mal kapituliert haben, was zeigt, daß die Zuschauer immer noch eine Macht sind, die nicht immer mitziehen, wie die Produzenten es gern hätten.
    @ taubenuss: Das mit dem Hintergrundrauschen hat doch der gute Harry Lesch zur Genüge lang und breit erklärt: es ist der Rest des Urknalls.
    @ Z3R0B4NG: 1. Ich hoffe nur, daß Blood & Chrome ein wenig mehr Action hat. BSG war gut, aber eine Serie mit solch einer durchgeplanten Story ist mir auf Dauer zu anstrengend, weswegen ich das nur einmal mitmache (bzw. gemacht habe).
    2. Dein Zitat am Ende des Beitrages kann ich nicht einordnen (BSG?).
    @ an alle, die SGU bis zum Schluß geguckt haben: ich weiß nicht, ob ich Euch dazu gratulieren soll oder nicht.

    • taubenuss sagt:

      @ taubenuss: Das mit dem Hintergrundrauschen hat doch der gute Harry Lesch zur Genüge lang und breit erklärt: es ist der Rest des Urknalls.

      Als Hobbyastronom habe ich davon durchaus schon mal was gehört ;-)
      Die Filmerklärung wäre aber mal interessant gewesen. Deswegen sagte ich ja „Big Crunch“ und Überreste des „Vorgängeruniversums“ wären wohl eine Lösung für die Produzenten. Oder wieder eine Superrasse noch verschlimmbesserter als die Antiker.

    • Z3R0B4NG sagt:

      @Donald D
      na das will ich doch hoffen!
      ein junger Adama auf der Galactica, als Viper Pilot, „Blood“ schon im Titel,
      wenn das keine pure CGI Action Show wird dann weiß ichs auch nich mehr.

      Nach Caprica dürfte den Authoren hoffentlich klar sein wer ihre Fans sind.

      Nach dem ganzen Emo kram hätte ich auch wirklich nix gegen eine schöne hirnlose Actionserie mit viel krach bumm peng zum Hirn abschalten und genießen.

    • paddlboot sagt:

      ich finde, dass dieses eigentlich offene ende schon sehr scheiße is. ich mein ok die serie is abgsetztz, aber dann sollte man meiner eminung nach nicht so ein ende machen. entweder ganz oder garnicht. die serie ist nicht immer soo toll gewesen ja ok, aber ich fand sie trotzdem gut. sie war kein vergleich zu einer anderen serie, das ist klar. SGA und SG1 waren um welten besser. entweder einem gefällt die serie oder nciht. mir hat sie gefallen. ich bin enttäuscht, dass das die letzte Folge ist. ich glaube, man hätte die serie schon „aufpinpen“ können indem man mehr story vllt von den hauptfiguren reinmacht und einfach mehr handlung. z.B. das mit den steinen das is einfach irgendwann lw geworden. naja, alles in allem fand ich die serie ganz ok, wären so 6,5 von 10 punkte für mich.

      ich bin ganz ehrlich für eine 3. staffel, damit da mal ein richtiges ende entsteht, oder 1 oder 2 filme einfach drehn. sie kommen an, eli tod oder nicht -egal- und dort finden sie entweder nen ausweg, oder verrecken elendig. ganz ehrlich das fände ich besser als dieses offene ende..

      so far~~

    • flyan sagt:

      Neben eloquenten Fans wie dir ist das offene Ende das beste, was dieser Serie passieren konnte, denn schließlich wurde doch jede Auflösung ohnehin gnadenlos versemmelt.

  4. biermaaan sagt:

    Tja, ich grüble schon Tage nach was ich da für Senf dazu geben kann. Normalerweise lässt man sich bei solchen „sentimentalen“ Ereignissen ja zu etwas Güte und Einsicht hinreissen, und ein „Schön war es ja doch“ wird einem entlockt. Aber was, wenn es weder sentimental wird, noch schön war?
    Gut das es vorbei ist? … Es gab da mal so ’ne Serie, wie hieß die nochmal? Oder mein Liebling: Nicht nur die Banken wissen wie man Geld schnell entwerten kann.

  5. flyan sagt:

    Dieses „Interview“ lässt doch Erinnerungen an die späte Voyager und die gesamte ENT Zeit hochkommen. Geschichte wiederholt sich eben.

  6. wrath-of-math sagt:

    Ja, endlich hat das Martyrium ein Ende. Endlich gibt es keine SGU-Reviews mehr von gefühlskalten Action-Nerds, die einem emotionalen Serienabschluss, der sich ausnahmesweise mal wieder auf die (gar nicht so blassen) Charaktere konzentriert hat, nur 2 von 10 Punkten geben, während stumpfsinnigster Piratenmüll bei Doctor Who 6 von 10 kriegt.

    Pah, sage ich! Pah!

  7. flyan sagt:

    Na los Leute… Gebt euch nen Ruck und rettet eure Lieblingshass-Serie!

    http://www.facebook.com/SaveSGU

    hundert mal so viele Gruppenmitglieder und das wird was :D

    Also wenn ich bei Facebook wäre… Aber neeeee.

  8. Donald D. sagt:

    @ flyan: Ich hätte nicht gedacht, daß so viele Leute ohne Gehirn herumlaufen.

  9. FF sagt:

    Wenn ich bei Facebook wäre, würde ich ja eine Gegengruppe gründen ala Save the world from a SGU revival oder so. Vielleicht gibt es ja doch noch mehr Leute mit Hirn, statt bezahlten Bots der arbeitslosen SGU-Machern und -Crew. :D

  10. bergh sagt:

    tach auch !

    Nu ist es vorbei , mit der Käferkrabbelei.
    (Für die jünegren Anspielung auf den Struwelpeter.)

    Tja ! Was wird wohl aus dem MatheBoy werden.
    Schafft er es aus 26 kaputten Schlafkammern einen funzende zu basteln?
    Oder hat er die Cochones sich nach 13 1/2 Tagen das Leben zu nehmen?
    (Oder versteckt er sich im Buffer des Beamers, ähhhh Stargates.) ?

    Werden wir es je erfahren?

    Gruss Bergh

  11. Helge sagt:

    „Euer Schutzschild für überzogene Fanboy-Wertungen“

    LOL

  12. bergh sagt:

    tach auch !

    @Helge
    Den raff ich nicht.

    Ich würde wirklich gerne wissen, wie die Story weiter gegangen wäre/sein würde/geplant war.
    Gibt es dazu Info, neben den Wunschträumen der Fan-Fiction ?

    Gruss BergH

  13. das obst sagt:

    @bergh
    ja, es gibt ein paar vage infos darüber wie es mit SGU weitergehen sollte. joe makozzi hat das auf seinem blog veröffentlicht: http://josephmallozzi.wordpress.com/2011/05/12/may-12-2011-stargate-universe-beyond-season-2-what-might-have-been/

    fazit: auch die autoren und produzenten wussten nicht wirklich, wie es weitergeht, aber sie hatten – wie immer – jede menge SUPERTOLLMEGAGENIALE ideen!

  14. fr33 sagt:

    Es ist lächerlich was man hier lesen muss, sowas hat SGU nich verdient. Ich fand die Serie echt gut und hätte nicht unter 4 Punkten bewertet. Einige Folgen waren schon grenzwertig, aber das gab es auch schon bei SG1 usw. Man denke nur an Folgen die nur vollgestopft mit ausschnitten aus alten Folgen war. Gott hab ich die gehasst. Oder bei Atlantis wo mal wieder das 100te Mittelalterliche Dorf besucht wurde. Mein Favorit ist immernoch Folge 3 der ersten Staffel von Sgu.

    • Sparkiller sagt:

      „Ich fand die Serie echt gut und hätte nicht unter 4 Punkten bewertet.“

      DAS ändert natürlich alles! Schon allein wegen den schlüssigen Argumenten. („Die ist gar nicht doof, die Serie! Dazu fällt euch jetzt nichts mehr ein, was? HA!!“)

      „Einige Folgen waren schon grenzwertig, aber das gab es auch schon bei SG1 usw.“

      Und weil andere Serien ähnlich murksig waren, muß man diese hier jetzt aufwerten? („Hey, dieses Glas Eigenurin schmeckt gar nicht übel! Gibt schließlich Schlimmeres!“)

      SG1 hat auch jede Menge Trashfolgen. Nur war man sich dessen meist bewußt und hat es spürbar mit Humor genommen, während SGU seine ganzen hirnverbrannten Einfälle (siehe „Verschwundenes Baby und die dazugehörige Blockhütten-Vision“) knochentrocken durchgezogen, bzw. einfach mittendrin fallengelassen hat.

  15. Donald D. sagt:

    Selbst die Trashfolgen bei SG und SGA waren besser als jede SGU Folge, denn da war alles Trash ^2 im negativen Sinn. Hatte man damals schon gedacht, daß B&B Star Trek vor die Wand fahren, dann bekommt dieser Ausdruck beim Stargate-Franchise ganz neue Dimensionen, denn ENT war ja noch akzeptabel. Der Stargate Franscheiß Ableger SGU war schlichtweg eine Katastrophe.

  16. bergh sagt:

    tach nochmal !

    @Das Obst
    Nochmal Danke.

    Muss mal in dem Blog stöbern , was er so zu dem Niedergang der Serie sagt.

    Gruss BergH

  17. DenSydney sagt:

    Ihr seit voll die Lappen
    das ist mit Abstand die beste Serie die ich jemals gesehen habe

    • FrakesJoe sagt:

      Oh ja, was für ein Argument! Da muss ich doch gleich nochmal überlegen, ob die Serie nicht doch gut war…

      Die Serie hat es geschafft, dass die Hälfte der Charaktere, die man eigentlich „toll“ finden sollte, einfach nur genervt haben. Die franchisetypischen Charaktere Eli und Rush gehen in Ordnung, da hört es schon auf. Man kann aus einem Fun-betonten Franchise wie Stargate nicht plötzlich BSG machen. Und wenn man mit einer neuen Serie eines Franchises einen Großteil der alten Fans anpisst, braucht man sich nicht zu wundern, wenn diese nicht einschalten, und BESCHWEREN darf man sich dann darüber schon gar nicht!

      Zugegebenermaßen hätte mich nun auch schon interessiert, was es mit der Struktur im Grundrauschen auf sich hat. Zwei Fernsehfilme zum Abschluss wären kein Fehler, aber welcher Sender will das bei DEN Ratings finanzieren?

      Ich meine, ja, Enterprise war drei von vier staffeln recht mies… aber SGU bringt mich dazu, plötzlich nochmal Lust zu haben, ENT nochmal durchzugucken. Traurig, oder?

    • Berger sagt:

      und Deine Meldungen, lieber FrakesJOE (allein schon der Name) sind eher die geistigen Ergüsse eines Halbstarken, vielleicht machst Du mal dein Abi?

  18. freaky sagt:

    Also wenn euch SGU so wenig gefallen hat warum habt ihr diese Serie dann überhaupt angeschaut: Bloß zum Motzen? Wenn mir etwas nicht gefällt dann schaue ich es auch nicht an… Man hätte SGU noch etwas Zeit lassen sollen. Die meisten Serien dieses Genres hatten anfangs grottenschlechte Folgen so auch SG1. Ist halt alles eine Ansichtssache, dem einen gefällts dem anderen nicht.

  19. Klapowski sagt:

    Wütend klammerten sich Angela Merkels Hände an das Rednernpult: „Liebe Journalistinnen und Journalisten“, begann sie mit vor Wut belegter Stimme, „wenn ihnen meine Politik nicht gefällt, warum wandern sie dann nicht aus? Wenn mir der kläffende Nachbarshund nicht gefällt, dann höre ich ihn mir doch nicht an!“
    „Spielt doch alles keine Rolle!“, traute sich einer der Anwesenden zurück zu rufen. „Ihr Storyarc der nicht / doch / vielleicht bald wieder geschlossenen Atomkraftwerke ist einfach beschissen!“
    „Na und?“ Merkel schüttelte ihr Haupt. „Die meisten Industrienationen hatten die ersten 60 Jahre eine schlechte Atompolitik.“

    Dies wurde allerorts eingesehen. Und so begab es sich, dass alle Menschen fortan die Vorzüge der Merkel’schen Politik einsahen und sie lobten immer fort.

    ENDE.

  20. Berger sagt:

    Also wenn die Verfasser diese Blogs nicht besseres mit ihrer Zeit an zu fangen wissen als über Serien die sie schlecht finden dann ist diese Tatsache alleine schon ein echte Armutszeugnis und sagt schon viel über den Betreiber dieser Seite aus. Nicht als weg und etwas sinnvolles mit seiner Zeit anfangen und tschüss ….

    • Sparkiller sagt:

      Ganz genau, das sind doch alles OPFER! Den Typen vom TEST-Heft hab ich deswegen auch gerade geschrieben, daß die doch voll Arm in der Birne sind, wenn die immer Sachen testen die total wo doof sein tun! Mein krasses Schmartfon haben die Halbstarken mit Ungenügend bewertet, dabei schreib ich damit Extreme-SMS wie „Hallo Schnalle, meine geistigen Ergüsse ausm Sack schon gefunden? LOL!“. Warum dann das Teil überhaupt testen, wenn die das gar nicht toll finden werden, häää?! Dann doch lieber sofort weg und intelleck… interlack… tiefsinnige Blog-Kommentare schreiben! Uuuund Tschüß!

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Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht