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Star Trek Voyager – Staffel 3, Teil 8: Viel Wirbel um nichts…

Die Zusammenfassungen der heutigen drei Folgen klingen nach viel Spaß, Action und innovativen Ideen. Doch wer sich ein wenig Zeit (Vorspann + 60 Sekunden) nimmt, stellt schnell fest, dass ihm auch die Halsschlagader schnell fest wird: So viel verramschtes Potenzial macht einfach wütend, hilflos und garantiert keinen schlanken Fuß! Weder der Holodoc noch paläontologischer Edeltrash vermochten die Stimmung über die Oberkante meines Hühneraugenpflasters zu heben…


Das wahre Leben

Inhalt: Der Doktor erschafft sich eine Familie auf dem Holodeck, die erst brav ist, später aber nervt. Ähnliches passiert unterdessen der Voyager mit einem Raumwirbel am Rand des Subraumes.

Wertung:

Es kann durchaus sein, dass die Episode „Datas Tag“ hierfür ein wenig Pate gestanden hat. Im Nachhinein muss ich jedoch hoffen, dass es der „Pate“ aus dem Mafiaepos war, der diese Folge demnächst mit Zementhausschuhen ins Hafenbecken plumpsen lässt.

Der Anfang ist ja noch so-lala-lustig: Des Doktors Fake-Familie ist korrekter und klischeehafter als bei einer amerikanischen Grinsebacken-Sitcom aus den 50ern. Doch spätestens, wenn die Probleme starten, fragt man sich schon, welche Relevanz das alles für eine Darstellung auf MEINEM Fernseher haben soll. Okay, zugegeben: Es macht auf dem ersten Blick Sinn, dass ein Hologramm sich mit einer holographischen Familie zufrieden gibt. Asche zu Asche, Kraftfeld zu Kraftfeld. Doch fühlt sich der Doktor jetzt neuerdings nicht mehr wie ein echter Mensch oder wenigstens wie eine langnasige Holzpuppe?

Sind ihm die realen Personen zu langweilig, weswegen er sich in eine Phantasiewelt hineinzusteigert, die zu lange aus einem Lackfarbeneimer geatmet hat? Hatte sich der Kahlknubbelige nicht schon mal in eine Vidiianerin verknallt? War ihm das zu realistisch, nach dem Motto: „Schatz, ich habe heute meine Tage! Organabstoßungstage, um genau zu sein! (*Niere aus Beckenboden rausfallen lass*)“?

Als der Doc verzweifelt auf der Sofaecke hockt und jammert, dass er ja nur ein „guter Vater“ sein wolle, hatte selbst der verprügelte Gutmensch in mir keine Lust mehr, das alles nur wegen Robert Picardo lustig zu finden. Soooo toll im Bett kann der Mann privat schließlich auch nicht sein. – Eher peinlich: Der Tröstversuch seiner „Tochter“, die durchaus zugibt, dass der Doc ein guter Daddy ist. Toll. Hätte er vorher auf dem Holodeck „Unreal Tournament“ gespielt, hätte die selbe Figur ihm vermutlich für die 9 Headshots gratulieren müssen. Die emotionale Relevanz dieser ganzen „Die Sims, Version 79“-Handlung liegt somit irgendwo zwischen Lampenschirm und Badezimmerkachel begraben.

„Tihihihi! Du bist der netteste, interessanteste und kultigste Charakter auf dem ganzen Schiff und wir alle schauen diese widerlichen Arschbackentango namens ‚Voyager‘ nur wegen diiir!“ – Wenigstens ehrlich sind’se: Die Holofamilie neigt anfangs zu Ausschweifungen im oberen Mundwinkelbereich. Doch schon 24 Stunden später steht der Mitarbeiter vom Jugendamt vor der Tür und schneidet sich an den gebrauchten Heroinspritzen der Kinder die Füße blutig…

Bei Data war es damals wenigstens noch ein echtes Date, bei dem man sich die ganze Zeit fragte, wieso die gestörte Dame eigentlich auf einen Maschinenmenschen abfuhr. Aber vermutlich war die Person des Doctors inzwischen zu menschlich für derartige Geschichten. Dabei hätte ich mir gut vorstellen können, wie er mit einem Strauß Holo-Nelken (verschwinden bei der Übergabe) durch das Schiff latscht und nervös vor dem Quartier einer Angebeteten stoppt. Welche dann später erfahren muss, dass dem Doctor keine Genitalien programmiert wurden und er seine „Kindheit“ als Türöffnungsprogramm auf der Jupiterstation verbracht hat.

Das wäre immer noch aufregender gewesen, als seinen virtuellen Sohn mit rassistischen Argumenten („Klingonen sind gewaltbereit. Suche dir lieber vulkanische Freunde!“) vor den falschen Bekanntschaften, ähm… Unterprogrammen zu bewahren. Und dann „stirbt“ auch noch seine Tochter, weil Ball an Kopp bekommen. Der Doktor will sich dem erst nicht stellen und beendet das Programm, muss jedoch erkennen, dass er sich der Realität der Illusion stellen muss, um der Realität der Realität gewachsen zu sein. Oder so. Muss Tom Paris noch mal anrufen, dieser weise alte Mann konnte das nämlich viel besser erklären.

Eine B(utt)-Handlung gab es dann aber auch noch: Die Voyager wird von einem gefährlichen Raumwirbel durchgeschüttelt, der immer wieder mal auftaucht. Mit dem Blick auf eine bereits zerstörte Alien-Raumstation entscheidet Janeway pflichtgemäß: „Hier bin ich Mensch, hier will ich rein!“ – Fortan lässt sich das Schiff im Subraum-Fahrgeschäft ordentlich die Metall-Euter durchkneten, mit Tom vorneweg, der ein Shuttle in das Zentrum der amtlichen Todesfalle herumdümpeln lässt.

So viel „Wir fliegen schnurstracks nach Hause, wenn wir alle erst mal Geister sind“-Logik gehört natürlich bestraft: Der Wirbel zwirbelt dem Schiff beinahe ein Dutzend neue Warpgondeln aus dem Rumpf. Wie gut, dass es selbst bei diesem Chaos kein Problem war, das komplette Shuttle an Bord zu beamen. Somit kann das Schott der Startrampe in Zukunft wohl zugenagelt werden?

Fazit: Wenn’s mal wieder um nix geht und man die entsprechenden Datenbereich der DVD auch mit einem hübschen Blümchenmuster hätte überkleben können, war es wohl wieder Voyager-Time.


Herkunft aus der Ferne

Story: Raumfahrende Dinosaurier, die einst von der Erde starteten, entdecken die Voyager und versuchen, die Verbindung zwischen ihren beiden Rassen zu erforschen. Doch das Gesellschaftssystem der Dinos erlaubt derlei Ketzerei nicht…

Wertung:

Die Idee mit der Doktrin („Wir kommen nicht von der Erde! Das wäre skandalös, wenn ich mir diese Trümmercrew mal so anschaue!“) war nett gemeint. Quasi Galileo Galilei als Echse. Und auch der Grundplot war durchaus mal was anderes: Mutig, erfrischend trashig und in den ersten Minuten nur aus der Perspektive der Aliens erzählt. So was muss man sich erst mal trauen, um dann todes- und gummizellenverachtend dieses Drehbuch vorzulegen!

Dafür musste man allerdings erst mal akzeptieren, dass auf einem verlorenen Kontinent einst Dinos lebten, die vor 65 Millionen Jahren die Erde verließen, um niemals wiederzukehren. Die hätten ja wenigstens nach schlappen 100.000 Jahren (also praktisch noch vor dem ersten Tankstopp) mal nachschauen können, ob nicht ein klitzekleines Kontinentlein wieder besiedlungsfähig war?

Weiter zurechtbiegen kann man sich die Story im Kopf natürlich schon irgendwie („Vor 47 Millionen Jahren gingen die Erdkoordinaten durch einen Computervirus verloren, während Hornos der Große entschied, sich nur soweit in der Galaxie anzusiedeln, dass man nur in EINER Voy-Episode aufeinandertreffen musste!“), aber trotzdem bleibt hiernach das seltsame Gefühl, im Allwetterzoo ein Chamäleon oder einen Waran verkloppen zu müssen.

Dabei bemüht sich die abschließende Verhandlung um die Wahrheit durchaus, all den Hirnschlamm in einen anspruchsvollen Schluss zu gießen. Aber so richtig mag der Funke nicht überspringen, wenn Mama Marmarospondylus minutenlang auf ihrem Thron rumfurzt und ihren Wissenschaftler zusammenfaltet, nur ab und zu unterbrochen von Chakotay: „Die Wahrheit ist die Wahrheit, das ist nicht gelogen. Und wahre Wahrheit ist keine Ware, sondern… wunderwahr… ähm, -bar!“ – Dabei wäre er sogar ein Experte zu dem Thema gewesen, wurde sein Stamm doch schließlich auch von gelangweilten Aliens erschaffen, die einst im Deltaquadranten ein neues Obdachlosenheim mit dem beschönigenden Namen „Heimat“ fanden.

„Keine Angst, dieses Wesen kann uns nicht sehen!“ – „Ist unser Tarnfeld denn überhaupt aktiviert?“ – „Nein, aber diese primitive Lebensform hat die Fähigkeit zur kognitiven Datenverarbeitung noch nicht entwickelt.“ – Dinos süß-sau(rie)er: Neelix hat erst vor wenigen Tagen die „Kreidezeit“ in seiner Kantine ausgerufen. Das lag aber nur daran, dass alle seine Mahlzeiten irgendwie nach dem weißen Tafelstaub schmeckten…

Das Grundthema ist natürlich immer aktuell und erinnert an die seit Jahren schwelenden Fehde zwischen Kreationisten und Evolutionsbiologen in den USA. Also quasi der Kampf zwischen denen, die viele Fossilien für einen Gag aus Gottes Töpferkurs halten und jenen, die das nicht tun. Und es gibt – ganz aktuell – im November sogar ein Treffen der Freunde des „Universum kreist um die Erde“-Weltbildes. Aber so weit muss man eigentlich gar nicht gehen, um zu bemerken, dass die Realität gegenüber einer übliche Voyagerfolge mit Technikbabble, fehlender Spannung und lahmen Dialogen das Riechorgan vorne hat. – Alleine schon evolutionär bedingt…

Am Ende bringt das ganze Diskutieren nichts, nur der Voyager die Freiheit und das ist wenigstens irgendwie ein trauriges Ende. Das Schiff wird übrigens auch mal wieder geentert, was angesichts der Überlegenheit der Dinos aber nicht allzu aufgesetzt daherkommt. Janeway hat wieder mal nicht viel zu tun, Tuvok fällt erneut durch verlangsamte Reflexe auf, Tom ist heldenhaft (was aber nichts bringt) und die Dinos beweisen, dass sie trotz aller Fremdartigkeit Worte von einem Uniformsfetzen ablesen können („Wir suchen ein Schiff namens VOYAGER!“).

Positiv sollte aber der Aufwand vermerkt werden: Die Kulissen wirkten überdurchschnittlich (z.B. der borkige Thron der Ministerin, nebst großem Fenster dahinter), die Schiffe innen und außen groß, die Masken ansprechend und die Beleuchtung nett. In heutigen SGU-Zeiten, wo man höchstens EIN neues Schiff pro Staffel zu sehen bekommt, maximal 2 Alienrassen und überhaupt KEINE wechselnden Kulissen, muss derlei Optik fast schon als altkreidezeitliche Dekadenz durchgehen.

Fazit: Trotz schöner moralischer Ansätze dümpelt die Geschichte ohne neue Infos oder spannende Wendungen dahin, wenn man den Plot erst mal verstanden hat. Und wer täte das nicht, wo er doch zig-Mal (raaah!) erklärt wird… Wenn man unhöflich wäre, könnte man die ausgewanderten Dinosaurier generell als Schwachsinn bezeichnen und rassistische Witze über Schwanzträger reißen.


Translokalisation

Story: Alle 9 Minuten verschwindet ein Crewmitglied von der Voyager, um gegen ein (angeblich) unwissendes Alien ausgetauscht zu werden. Als alle Menschen fort sind, müssen sie sich aus der Holodecksimulation befreien, in die sie gebeamt wurden…

Wertung:

Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 25.09.1998. Ich kann mich noch genau daran erinnern: Ich kam gerade von einer einwöchigen Studienreise aus Berlin zurück, um mir diese Episode mittels Videorekorder (so ein großer Kasten mit haufenweise Flatterfolie drin) anzusehen. Es war immerhin Star Trek, da half auch keine billige „War nicht da“-Ausrede, um eine noch viel billigere Episode zu verpassen. – Mann, war das damals anstrengend, sich selbst einzureden, noch ein wahrer Trekkie zu sein!

Die Reaktion auf dieses Drehbuch war überschaubar und die Abneigung gegen Voyager wuchs wie ein Geschwür mit gutem Geschmack. Nur einen Tag später, am 26.09., feierte die DS9-Episode „Zeit der Abrechnung“ (6. Staffel) ihr Germanendebüt. Pah-Geister hatten den abschließenden Kampf von Gut gegen Böse angeleiert. Eine nicht perfekte, aber doch recht spannende Folge, glaube ich. Kurz zuvor gab es bei DS9 „Inquisition“ (Die Besatzung wird zu ihren möglichen Verfehlungen verhört) und „Im fahlen Mondlicht“ (Sisko spinnt Intrigen, damit die Romulaner dem Dominion den Krieg erklären).

Nun, warum erzähle ich diese Geschichte eigentlich? Ganz einfach: Weil „Translokation“ ihre nicht vorschriftlich rübergereicht hat! Das war wieder alles so glatt und schal, als würden nicht Crewmitglieder verschwinden, sondern Socken in der Waschmaschine. Wobei ich bei DIESER Mannschaft auch nicht sicher wäre, welche dieser beiden Varianten das Herz mehr schmerzen ließe.

„Herrlich!“ – „Wunderschön!“ – „Einfach toll anzuschauen!“ – „Spannend noch dazu!“ – „Was zum Geier finden sie eigentlich an dieser Lehmwand?“ – „Immer noch besser, als unserem eigenen Treiben zuzuschauen!“ – „Schnauze da vorne, ich kann das Rascheln des Efeus sonst nicht hören!“ – Als die Voyagercrew aus der Phantasiewelt der Drehbuchautorin auszubrechen versucht, erleben sie eine Überraschung: Hinter dieser Wand befindet sich nur eine gigantische Sanduhr, die in der Mitte völlig verstopft ist…

Wo ist die Panik („Wah, ich will nicht verschwinden!!“), wo sind die Gegenmaßnahmen (Kraftfelder alle kraftlos?) und überhaupt das Raue (Janeways Oberlippenbart zählt nicht)? Gutes Beispiel hierfür: Die Neuankömmlinge beschweren sich über zu niedrige Temperaturen und der Doktor erwähnt nebenbei, dass er die Krankenstation auf 45 Grad aufgeheizt hat. 4-5 G-R-A-D! Doch Janeway und Konsorten stehen fröhlich grinsend drum herum und überlassen das hitzebedingte Rotwerden dem Zuschauer, der sich für einen solchen Plastik-Plot mächtig fremdschämt.

20 Minuten lang verschwindet ein Crewmitglied nach dem anderen. Kurz danach sind die fremden Hutträger aus dem Kinderkarnevalsverein dann auch schon soweit, die Voyager zu übernehmen. Munter wuseln die kleinen Scheißer also an die Konsolen und wissen auf Anhieb, wie diese zu bedienen sind. Was hat Chakotay kurz vorher eigentlich gemacht, als er die Computersysteme verschlüsseln wollte? Das Passwort auf einen Zettel geschrieben, ihm einen Phaser hingelegt und es darum gebeten, hübsch auf alles aufzupassen?! – Man fragt sich angesichts der oben genannten DS9-Episoden, ob man „Voyager“ nicht auch als Feinwaschmittel hätte benutzen können. Für ausschließlich weiße Wäsche. Mit dem „Frühlinxduft Talaxianischer Tiefebenen“…

Die Voy-Crew findet natürlich einen Ausgang aus der Holodecksimulation, geistert ein wenig auf dem fremden Schiff herum und spielt rasch „Knack die Konsole“, das Kinderspiel für kleine Kryptologen. Wie es sich für eine anständige Kotzepisode von Lisa Klink gehört, bleibt zwischendurch auch noch ein wenig Zeit für neckisches Plauschen zwischen Tom und B’elanna. Höhepunkt des erotischen Ekelpakets: Der Steuermann pustet der Klingonin im Styroporschnee die Hände warm, während der Verfolger ins Kältekoma fällt, da die wünschenswerten 45 Grad leicht unterschritten wurden. Schon doof, wenn man blöd ist und den beiden nicht einfach am Ausgang der Simulation aufgelauert hat…

Auf diesem Niveau (welchem?) geht es dann auch bis zum Ende weiter. Aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern, da ich den Rand der DVD mit einem Messer angespitzt habe, um damit zukünftig meine Kartoffeln zu schneiden.

Fazit: Intellektuell betrachtet eine makrokosmologische Reise in den eigenen Verstand. Gleichzeitig ist das Ganze nicht actionreich oder innovativ genug, um auch nur den geringsten Ausschlag auf dem Kult-o-Meter zu verursachen (*Auf den schlafenden Gerd Günther Hoffmann unter einer Glasglocke zeig*). Nur der mysteriöse Beginn verhindert Gähnigeres.


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Artikel

von Klapowski am 04.10.10 in Star Trek - Voyager

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Kommentare (13)

  1. Exverlobter sagt:

    Dinos im Delta-Quadranten? So abgefahren find ich die Geschichte gar nicht.
    Erinnert mich an die Äthiopischen Juden, die über 1000 Jahre lang in Afrika isoliert überlebten, und dann in den 70ern von den Israelis entdeckt und folglich als jüdischer Stamm anerkannt wurden.

  2. Bierman sagt:

    Ich liebe diese unfreiwillige Persiflage der Multikulti Korrektheit in das wahre Leben, es ist ja offensichtlich welche Metapher die Klingonen einnehmen. Ok, fairerweise dürfen wir das nicht dem Script zurechnen, oder dem Drehbuchfritzels.

    Ich fand den superduper raum drive der Dinos damals grafisch recht imposant. Translokation war jetzt nicht so schlecht, eher der typische Voyager Durchschnitt. Da gab es wesentlich schlimmere Episoden. Oder bewertet unser zynischer Gott in einem absoluten System, egal welche Serie?

    Politisch-unkorrekte Grüsse,
    Bierman

  3. vendetta sagt:

    Wie lang ist denn die Staffel noch? Dachte da müßte doch ne Endbewertung kommen?

    Davon ab sehe ich bei den Bewertungen und bei den Texten eine gewisse Müdigkeit (durchaus nachvollziehbar), quasi nur noch ein kratzen an der Oberfläche des Schwachsinns.

    Was ich sehr gut nachvollziehen kann ist der ständige Gedanke da fehlt was, das hätte man besser machen können. Das gabs schon bei den ersten beiden Staffeln, selbst bei den unterhaltsamaren Folgen kam irgendwann der Punkt an der man sich fragte warum das so zäh vor sich hinspielt. Ähnliche Motive wirkten bei den anderen Serien flüssiger, und es war mir unerklärlich wieso da einfach kein Funke überspringen wollte, warum alles immer so abgewürgt rüberkam, uninspiriert.

    Dabei hatte ich nichtmal was neues verlangt

    • Sparkiller sagt:

      Persönlich vermute ich, dass die Macher (und nicht nur „die furchbaren Zwei“!) nach soviel Trek am Stück einfach in ein lustloses Schema F verfallen sind, worunter später auch noch Enterprise zu leiden hatte. Und als man es dort mit Staffel 4 endlich gewagt hat, die Fenster zwecks Entmuffung zumindestens einen Spalt weit zu öffnen, da war es auch schon bereits zu spät.

    • Klapowski sagt:

      Glücklicherweise ist nach den nächsten Episoden Schluss. Kann Voyager auch nicht mehr sehen, so dass ich mich bereits freue, zur Abwechslung mal etwas ANDERES nicht mehr sehen zu können (SGU), um wieder genug Hass für neue Projekte aufzubauen.

      Die Serie besticht wirklich durch eine gewisse „Unfrische“, was nach 7 Staffeln TNG+ 2 Staffeln VOY + 5-6 Staffeln DS9 nicht verwunderlich erscheint. Stargate hat ja ungefähr genau so viele Staffeln gebraucht, um RICHTIG zum Kotzen zu werden, woraus ich die clevere Regel ableite: Nach 15 Staffeln braucht’s eine Franchise-Zwangspause und/oder Exekution der bisherigen Macher.

      Danach dann vollkommen neue Leute dranlassen und hoffen, dass diese mit Sachverstand, Gefühl und intelligenten Storys auftrumpfen.

      Danach dann den Namen JJ Abrams verfluchen und sich weinend im Klo einschließen.

      Aber ich schweife wohl wieder mal ab…

    • Exverlobter sagt:

      „Danach dann den Namen JJ Abrams verfluchen und sich weinend im Klo einschließen.“

      Ich bin ja immer noch der Meinung, dass man Many Coto nicht genügend Zeit gegeben hat. Im Gegensatz zu J.J. Abrmas war er der bessere Kandidat, um das Franchise wiederzubeleben.

    • KojiroAK sagt:

      Wann kommen endlich die nächsten Voyager-Reviews?
      Ich will die 5 und 6 purzeln sehen. Ich will Verrisse erster Güte.

      Gezeichnet
      Verband dauernörgelnder Zukunftialeser e.V.™

  4. Exverlobter sagt:

    @KLappo
    Falls dir Bullshit-Serien a’la VOY, ENT oder SGU zum Hals raushängen (obwohl man schlechte Serien ja so schön durch den Kakao ziehen kann), könntest du doch mal wie von G.G. Hofmann gefordert endlich mal eine Qualitäts-Serie a’la „Boston Legal“ reviewen. Ich glaube du hattest das mal erwogen, aber dann anscheinend wieder zu den Akten gelegt. Die Serie bietet genug qualitativ hochwertige, schwarzhumorige Komik, sodass es für eine Satire-Seite ja eigentlich perfekt wäre.

  5. Piet sagt:

    Klapo, warum tust du dir Voy noch an? Ganz ehrlich.
    Wenn schon ST, dann doch wenigstens die einzige wirklich gute Serie -> DS9
    Wobei ich ja persönlich ja auch die 3. ENT Staffel sehr gut fand:D

  6. bierman sagt:

    Dann doch lieber boston legal, bin gerade in staffel 4 angekommen. Manche Schauspieler müssen wohl erst fett werden, damit sie schwer was draufhaben.

    Im ernst, was James spader und shatner da auf die Mattscheibe zaubern war genial.

  7. lurker sagt:

    Bei den VOY-Bildern fällt mir immer wieder auf, wie unheimlich antiquiert das ganze wirkt. Ich meine, TNG wirkt ja beim erneuten Angucken schon uralt. Aber durch die knallbunten Farben sieht VOY irgendwie aus, wie aus TOS.
    DS9 fand ich beim letzten Ansehen (erst dieses Jahr mal wieder mehrere Staffeln auf DVD geguckt) dagegen relativ okay von der Optik.
    Übrigens kann ich gerne mal meine Babylon5-DVDs an die Redaktion ausleihen, wenn ich im Gegenzug ein Review bekomme. Da sind beim erneuten Betrachten auch einige nicht ganz so tolle Folgen dabei.. :)

    • Exverlobter sagt:

      Also was übelstmäßig gealtert ist, ist TNG STaffel 1-3. Da trieft der 80er-Gestank aus allen Poren. Dann hat die Serie plötzlich eine 180-Grad Wendung gemacht.
      Voy wirkt eigentlich genauso wie TNG-Staffel 4-7(Qualität der Drehbücher mal ausgenommen).
      Bunt?? Klar, die hatten ja auch immer die bunten Uniformen.
      Ds9 war da von vornherein etwas farbärmer und düsterer angelegt. (An die SGU-Deppen: So macht man ein Rauschiff-Design richtig, wenn es „düster“ sein soll).
      Am schlimmsten ist aber wahrscheinlich das von dir angesprochene Babylon 5 gealtert. Gerade weil es sich so stark auf CGI-Effekte verlassen hat. 1993 ziemlich hip wegen dem Terminator, aber spätestens seit den CGI-Orgien von George Lucas eben nicht mehr. Da hatten die Modelle bei Trek noch etwas klassisches und zeitloses.

  8. Wurstloch Universum sagt:

    so, jetzt ham ma 2013, könnte langsam mal mit dem review zu season 4 weitergehen. Ich seh mir doch die folgen nur an um im nachhinein bei den reviews zu sehen, ob irgendwer noch mehr ungereimtheiten findet. Also an die Arbeit!

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