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Über alle Gebühr: Die Öffentlich-Rechtlichen

Seit langer Zeit drängt mich Sparkiller schon, endlich mal auf die GEZ und die Öffentlich-Rechtlichen einzudreschen. Diese Forderung unterlegte er meist mit ein paar Prügelsoundsamples aus alten Spencer/Hill-Filmen und rituell verbrannten Überweisungsträgern. Dank der geplanten „Haushaltsabgabe“ („Wie, jetzt wollen die Schweine sogar meinen ganzen Haushalt?!“) gibt es nun endlich einen Grund, grundlos zu stänkern. MAZ ab.

(Ein Artikel von Klapo mit Textteilen von Sparkiller)

Wir schreiben das Jahr 2010. Ganz Deutschland beschwert sich über die Rundfunkgebühren. Ja, wirklich, ganz Deutschland. Vor allem aber Besitzer von Pornokabinen („Biiiildschirm!“) und elektronischen Kassen („Empfaaaangsgerät!“). Und nein: Die genannten Beispiele sind kein Scherz! – Besonders unscherzig: Wer sein privates Radio zur Arbeit mitbringt, muss dieses dort EXTRA anmelden, auch wenn zuhause schon einwandfrei zuGE(Z)hört wird. Das macht im Büro natürlich mächtig Sinn, da man dort stets seine Ersatzohren aufsetzt und seine alternative Persönlichkeitsmatrix reaktiviert, um sich in einen völlig anderen Personalausweisträger zu verwandeln.

Und wer sein privates Fahrzeug gelegentlich dienstlich nutzt, muss „in der Regel“ noch mal für das Autoradio blechen. Wer das nicht will, stülpt einfach eine unauffällige Papiertüte über das Gerät. Man weiß ja nie, wer neben dem abcheckenden Autodieb noch so durch die Frontscheibe linst. Und nein: Diese Regelung gilt nicht nur für Selbstständige, sondern betrifft jeden, der mal beruflich in seiner Hämorridenschaukel abhängt!

„Bezahlen sie für ihr Autoradio denn auch schön die GEZ-Gebühren?“ – „Sieht meine Karre etwa so aus, als würde ich damit Kundenbesuche absolvieren?!“ – „Hmmm… Vielleicht in Polen?“ – Doppelter Achsbruch für’s Gehirn: Man wundert sich, für was die GEZ alles Gebühren haben möchte. Experiment: Denkt Euch irgendein Gerät mit einem Bildschirm, zum Beispiel in einem OP-Saal oder an einem Überwachungssystem und googelt dann mal nach „GEZ-Gebühren“ und „zahlen müssen“…

Alle paar Jahre heißt es tatsächlich in meinem Bürogebäude: „Die GEZ ist da!“ – Alles rettet, rennet, flüchtet dann mit Radio unter dem Arm und schaut nach, ob noch genug Kopierpapierkartons da sind, in die sich wirklich wunderbar ein doppelter Boden einbauen lässt. Und 2013 könnte sogar DAS hier in Kraft treten: „Auch tragbare Rundfunkgeräte am Arbeitsplatz sind anmelde- und gebührenpflichtig. Das gilt auch, wenn das Gerät nur ab und zu an den Arbeitsplatz mitgenommen wird. Zu den tragbaren Rundfunkgeräten zählen auch neuartige Geräte.“

Das heißt im Umkehr- und Völlig-Verquer-Schluss, dass eine Bäckereifachverkäuferin, die ihr Handy unvorsichtigerweise auf dem Tresen liegen hat, GEZ-pflichtig sein könnte. Schließlich könnte sie heimlich (nur) für ihren Daheim-Fernseher zahlen und dann diabolisch lachend auf der Arbeit stundenlang das Frühstücksprogramm verfolgen. Von einem MP3-Player (mit Radio), der mir neben anderen Dingen gelegentlich aus der Hose hängt, ganz zu schweigen.

Wer im Internet nach den Auswüchsen der GEZ googelt, wird ganz schön staunen, auch wenn es in diesem Fall keinen Spaß macht. So gab es 2007 tatsächlich eine Abmahnung (bzw. Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung) für die Internetseite Akademie.de, welche ihr verbieten wollte, bestimmte Begriffe zu verwenden. Die „GEZ-Zwangsanmeldung“ ist demnach nicht mehr zu nennen: „Begriff nicht existent, da bei der gesetzlichen Gebührenpflicht keine Zwangsanmeldung möglich ist“. Zum Glück gibt es uns ja noch die Umschreibungen „Eher unfreiwillige Geräte-Anmeldung“ und „GEZ-Muss-Registrierung“. Auch sollte statt „PC-Gebühr“ der Begriff Satz „Gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfanggeräte“ aus der Lunge geächzt werden.

Da bin ich ja froh, das wir eine unbeachtete Miniseite sind der Größe und Aufmerksamkeit entsprechend nicht die abmahntechnische Zuwendung erhalten, welche theoretisch denkbar wäre.

Tja, soweit die traurige Realität. Doch eine kleine Gruppe aus miefigen Sesselfurzern in der Rundfunkkomission der Länder hört trotzdem nicht auf, die Bürger mit neuen, irrsinnigen Ideen nicht nur zu verwirren, sondern mittlerweile auch stinksauer zu machen. Da jede Kritik aber eher sinnlos ist (GEZ-Hotline: „Sie KÖNNTEN unser Programm aber gucken!“), will ich hiermit nun zumindest diesen Artikel als kleines Ablaßventil nutzen (Kein Öl).

„Was machen sie denn da?“ – „Ich spiele ‚Sims‘, Herr GEZ-Schnüffler. Mein PC ist aber als Empfangsgerät zwangsangemeldet, keine Sorge!“ – „Und was ist mit dem PC im Spiel, häää? Da läuft doch bestimmt gerade Tatort!“ – Polemik: Natürlich ist dieser Text hier etwas übertrieben, wenn es um die Kritik an der GEZ-Praxis geht. Leider gilt aber auch hier: Er ist nicht übertrieben GENUG, wenn man sich mal länger mit dem Thema auseinandersetzt…

Neu ist jedoch dieser Vorschlag hier:

„Die Rundfunkgebühren werden ab 2013 anders erhoben. Darauf hat sich die Rundfunkkommission der Länder geeinigt. Der Beitrag wird nicht mehr pro Gerät, sondern pro Haushalt gezahlt.“

Klingt zu Beginn gar nicht übel, möchte man meinen. Fällt doch (theoretisch) der ganze Verwaltungsapparat der GEZ weg und damit auch die dazugehörigen Drückerbanden („Nein, ihre Haustür hat sich von selbst in die Luft gesprengt. Ohooo, ein Fernseher!“). Doch auf der anderen Seite haben sich die Sender damit halt nur selber einen Gefallen getan. Die ganzen Tätowierten, Ex-Zeugen-Jehovas und Fuß-in-die-Tür-Steller müssten dann wieder einer geregelten Arbeit nachgehen, bei der die Nase nicht langsam der eines Schweines gleicht, weil man sie zu oft an den Fenstern von Erdgeschosswohnungen glattgeschmiergelt hat („Fernseeeeher?!“ *qietsch*). Der Verzicht auf stoische Stasi-Stiesel würde wohl tatsächlich weniger Kohlen kosten und die Datenschutzklagen der Bundesregierung nicht länger ad adsurdum führen.

Man muss sich das mal vorstellen: Verbraucherschutzminister und Datenschützer regen sich über Apple, Google und Facebook auf, leben aber in einem Land, in dem klaglos und auf bloßen (Fernseh-)Verdacht die Einwohnermeldedaten abgerufen werden können.

Also Schluss mit dem Fernglasträger im Gebüsch gegenüber! Hinweg mit den Ex-Sträflingen, die einen den Fuß in die Tür rammen und „Tach! Glotze?“ sagen! Keine Stasi-Mitarbeiter mehr, die mir drei abgepflichtige Arbeitszimmer (= „Das sind doch Büroarbeitsplätze“) unterstellen wollen, weil ich dort jeweils einen Nintendo DS, einen Laptop und meinen Hauptrechner stehen habe!

„Also ICH bin auch für die Haushaltsabgabe! Dann muss ich nicht alle paar Jahre diese GEZ-Fahnder in meiner Wohnung herumführen!“ – Sich nicht Lumpen lassen: Dieser nette Herr studiert gerade die Statuten, Vorschriften und Freiheiten der GEZ. Für die restlichen Bände hat er nebenan noch eine zusätzliche Höhle angemietet…

Keine Diskussionen mehr mit älteren Herrschaften, die für die Urne ihres verstorbenen Mannes 5 Jahre GEZ-Gebühren nachzahlen sollen: („Dann vergessen wir auch das mit dem Zuchthaus, Frau Platuschke!“) – Keine Admins mehr, die im GEZ-Internetforum die angemeldeten User durchgehen, um denen Briefe an ihren Usernamen zu schicken („Sehr geehrter Herr ‚Ballerbrühe1978‘. Beim Abgleich mit unseren Datenbanken ist uns aufgefallen, dass unter ihrem Benutzernamen noch kein Empfangsgerät angemeldet wurde!“). – Das letzte Beispiel ist übrigens kein Scherz: Nutzer des neuen GEZ-Forums – das für mehr Offenheit und auch sonst FKK-mäßige Diskussionen wirbt – , müssen damit rechnen, dass sie plötzlich angeschrieben werden, falls sie noch nicht als Bezahlhansel geführt werden. So berichtete zumindest der Fernsehkritiker.

DAS ist dann natürlich ein toller Marketing-Coup, für den man sich glatt noch die eine oder andere ARD-Vorabendserie anschauen würde, um den Schmerz wenigstens komplett und regelmäßig pochend zu machen.

Daher bin ich prinzipiell auch eher für die Haushaltsabgabe! Solange diese nicht wieder zu einem Bürokratischen Monster wird (§34: „Ein Haushalt existiert dann, wenn mindestens drei Stützwände und ein Lokus vorhanden sind!“), ist das ja wirklich easy. Und das Argument, dass dann ja auch DIE zahlen sollen, die GAR keinen Fernseher, Computer oder Radio haben, lasse ich nicht gelten.

Erstens dürften dieser Personenschlag unter der Brücke wohnen (womit nach oben genannten Statuten mindestens EINE Wand für die Haushaltsdefinition fehlt), oder zweitens einfach bislang nicht erwischt worden sein („Ich weiß, dass ich sie nicht reinlassen muss. Ich bin außerdem 2,10 Meter groß!“). Und drittens zahle ich ja sowieso ständig Steuern/Abgaben für Dinge, von denen ich nichts habe! Ökosteuer auf Benzin? Ich hasse die zeckenverseuchte Natur! Pflegeversicherung? Ich habe vor, im Jahre 2270 bei einem Unfall in einer Kryogen-Kammer umzukommen!

Dafür zahlen die stinkigen Raucher ja auch Tabaksteuer und sorgen dafür, dass ICH dadurch Rente und anderes Gedöns (nicht) bekomme. Und ein besseres System als eine Haushaltsabgabe fällt mir jetzt auch nicht ein. Es sei denn, man macht einen Peilsender an jedes Gerät und nimmt „Mautgebühren“ für jeden Kilometer runtergekurbelte (und angeschaute) Filmrolle. Da geht es dann aber wieder los von wegen Datenschutz. Man kennt ja die Deutschen: „Buhuu! Dann weiß der Staat ja, dass ich abends ARTE gucke. Wenn das mein Arbeitgeber – ein mittelständisches Tattoostudio – erfährt, bin ich meinen Job los!“

„Also ICH schaue auf meinen Geräten ja nur Qualitätsprogramme, wie man sehen kann. Und mit einer Haushaltsabgabe in Höhe von 17,98 Euro kommt man teilweise sogar etwas günstiger weg. Äh, ooooder?“ – Lügen haben schwarze Beine: Die Haushaltsabgabe gibt es zugegebenermaßen nur deswegen, um z.B. im Jahr 2020 ca. 7,3 Milliarden statt „nur“ 6,5 Milliarden einzunehmen. Günstiger wird es für die Angemeldeten nicht. Trotzdem bin ich DAFÜR. Für 0,8 Milliarden dürfte ja so etwas wie eine öffentlich-rechtliche Erfolgsserie à la „LOST“, „24“ oder Stargate Universe“ mal durchaus machbar sein?

Okay, technisch wäre ein „Bezahlen nach Guckminuten“ sicherlich wirklich machbar, aber will man auf den Öff-Rechs dann den ganzen Tag Titten, Dokusoaps und gesungene Casting-Schönheits-OPs(?) sehen?

Fairer wäre es allerdings wirklich, wenn die Haushalts- und Betriebsstättenabgabe (die bislang nur von 40% der Stätten gezahlt wird) niedriger als heute wäre, da ja ein gewaltiger Verwaltungsaufwand wegfällt und unter’m Strich sogar ein paar Leute mehr einzahlen dürften. Dass dies wohl nicht geplant ist, ist das einzige, was mich da aufregt. Wenn auch nur ein bisschen, damit die nicht mitkriegen, dass ich kürzlich auf’er Arbeit durch eine leere Toilettenrolle geschaut habe… Hätte ich ja vielleicht anmelden müssen?

Ich gebe aber unumwunden zu: Die Öff-Rechs decken die Grundversorgung an Informationen tatsächlich ab. Früher habe ich mich darüber ja oft lustig gemacht, doch heute sehe ich das etwas anders: Einmal die Woche schaue ich auf der Webseiten der Öff-Rechs nach, ob ich einen tolle Dokumentation verpasst habe, die es zweifelsohne gibt. Wer erfahren will, warum Galapagos-Heuschrecken bis zu 24 Monate ohne Schildkröten überleben können, kann dies nur auf den Biedermeier-Sendern erfahren. Und auch Magazine wie „Wiso“ (wiso nicht?) und Konsorten sind manchmal wie der SPIEGEL-Bericht mit bewegten Bildern. Wenn’s gerade nicht um Killerspiele geht.

Da gibt es auf den Privaten ja wirklich nur das tolle N24 („Die tollsten Monsterbagger im Zweiten Weltkrieg! Kein Amerikanischer Flugzeugträger kam ohne sie aus!“) und „Akte 08/15“ mit Ulrich Meyer, dem Betroffenheitsfrettchen: „Todesfalle Sandale! Jedes Jahr im Sommer stürzen Millionen Deutsche über schlecht sitzende Plastikpuschen! Wir wollten einen der Händler des Todes interviewen, doch aus uns unbekannten Gründen wollte er für unsere Sendung nicht sprechen! Wir zeigen trotzdem sein verpixeltes Gesicht, um den nächsten 8 Minuten unnötiges Gewicht zu verleihen!“

Atlantis, Multimedia, lustige Affen, die NICHT Charlie heißen und Vögel mit Abitur: Das Programm von heute Abend kann sich tatsächlich sehen lassen, sogar auf der Nicht-Doku-Schiene: Mit den „Blues Brothers“ und „Apollo 13“ gibt es immerhin zwei ältere, aber extrem gute Filme zu sehen. Schade, dass ich trotzdem nicht mehr einschalte. Das Konzept des „Pünktlich vor der Glotze sitzen“ oder „Rekorder programmieren“ ist mir heutzutage einfach zu Retro. Zum Glück dürfen die Sender ihre Beiträge aber ein paar Tage (7?) auf ihrer Webseite vorhalten…

Außerdem gibt es bei ARD/ZDF tatsächlich noch Dokumentationen, in denen altmodischerweise echte Menschen gezeigt werden, z.B. kürzlich bei ihren Problemen mit hochbegabten Kindern. Wobei ein RTL2-Zuschauer vermutlich nur den Kopf geschüttelt hätte („Das arme Kind! So klein und schon sooo langweilig!“), weil es keinen gecriptete Randale à la „Fick dich ins Knie, Mutti!“ zu sehen gab (demnächst aus bis zu 7 wählbaren Kameraperspektiven).

Ich will ja nicht wie Kollege Hoffmann klingen (wer will das schon?), aber 3SAT, ARTE, Phoenix und Konsorten haben teilweise grandios anspruchsvolle Programme, die nicht die Bohne langweilig sind, wenn man sich nicht nur für Titten und Promis interessiert. Ich bevorzuge da ja die naturwissenschaftlichen Leckerlis…

Doch hier kommt Kollege Sparkiller ins Spiel, dem ich Recht geben muss, wenn er behauptet, dass die Öff-Rechs zu beidarmiger Wurfsucht am Straßengulli neigen, was unsere Scheine angeht. Brauchen wir wirklich 9 Landesrundfunkanstalten, um immer auf dem Laufenden zu sein, welche „Top-Musik“ in unserem Bundesland seit 30 Jahren total aktuell ist? So leistet sich alleine der Norddeutsche Rundfunk einen ganzen Zoo an Ohrenfutter, auf dass für jeden Geschmack etwas dabei sein könnte. Und manchmal vielleicht sogar für gar keinen:

NDR 90,3 – Landesprogramm für Hamburg (Okay, sehe ich noch ein, ist ja nun mal ein Land, dieser Fleck auf der Landkarte)

NDR 1 Niedersachsen – Landesprogramm für Niedersachsen aus dem Landesfunkhaus Hannover mit teilweiser Regionalisierung, Schlager und Volksmusik (Bei uns NRW’lern auch als WDR4 bekannt)

NDR 1 Welle Nord – Landesprogramm für Schleswig-Holstein aus dem Landesfunkhaus Kiel mit teilweiser Regionalisierung, Hits, Oldies und deutschsprachige Musik (Deutschsprachige Oldie-Hits? Aber Okay, haben wir die Schleswig-Holsteiner auch abgedeckt)

NDR 1 Radio MV – Landesprogramm für Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landesfunkhaus Schwerin mit teilweiser Regionalisierung (Ab jetzt wird’s etwas ermüdend)

NDR 2 – Popwelle. NDR 2 darf als einziges NDR-Hörfunkprogramm Werbesendungen ausstrahlen (Aha. Okay. „Pop“ kommt ja von „Populär“. Schön, dass sich wenigstens EIN Sender dem widmet, was 90% der nicht scheintoten Zuhörer gerne hören)

NDR Kultur (ehemals NDR 3, bzw. Radio3 als befristete Kooperation mit SFB und ORB) – Klassik-dominiertes Kulturprogramm (Gerade für klassische Musik bieten sich vermutlich mehrere Sender in Deutschland an?)

NDR Info (ehemals NDR 4 bzw. NDR 4 Info) – Informationsradio mit Nachrichten (tagsüber), Kultur (nachts) (Den NRW-Pendanten WDR5 höre ich sogar ab und an. Werden die Kulturbeiträge eigentlich zentral für ganz Deutschland hergestellt? Oder gibt es hier nur norddeutsche Künstler?)

N-Joy (ehemals N-Joy-Radio) – Jugendradio (Voll krasse Mucke, Alter? Noch poppiger als der Popsender weiter oben? Feeett!)

Nordwestradio – Kulturwelle für den Nordwesten Niedersachsens und Bremen in Kooperation mit Radio Bremen (Die nordwestliche Kultur war schon immer etwas ganz Besonderes, gerade wenn Radio Bremen dabei ist. Gaaargl.)

(Liste: Wikipedia)

Es gibt insgesamt ca. 165 (!) öffentlich-rechtliche Radioprogramme (inkl. Online) und 23 TV-Programme, z. B. Die dritten Programme oder digitale Spartenkanäle wie die Kulturprogramme „einsfestival“, „ZDF theaterkanal“ oder „Br-alpha“. Nicht zu vergessen „ZDFneo“, der jugendliche Sender für Leute unter 65.

Hier sieht schon der Laie, dass durchaus mal die Dampfwalze durchs Programm fahren dürfte.

„Wir können doch nichts dafür, dass es so viele Radiosender geben muss! Wenn daran etwas geändert werden sollte, muss der Staat halt jeweils 2 Bundesländer zusammenlegen. Womit sich natürlich der Bedarf nach regionalisierten Programmen verdoppeln würde, ist ja klar.“ – Radio Gaga: Auch wer nicht hören will, muss fühlen. Und zwar den Griff der GEZ in die eigene Brieftasche…

Doch kommen wir noch mal zum Fernsehen. Infosendungen und Nachrichten sind ja gut und schön, wenn man nicht mit der Bohlen-Bibel zu Bett geht, aber wie sieht es mit kultigen Eigenproduktionen aus? Frische, mutige und dynamische Serien und Fernsehfilme, die bei den Privaten keine Chance hätten?

Hier sehe ich nur altbackendes Zeug, wann immer ich mal für 5 Sekunden reinzappe. Polizisten, Nonnen, Küstenwächter, Soapfutzis und Weingutbesitzer geben sich gegenseitig die Klinke zum Musikhotel in die Hand. Denn deutsche Serien müssen vor allem eines sein: klischeehaft. Genauer: Heldenverehrung für 100-Jährige, die den Küstenwächter Fred Faltenstein so „schick in seiner Uniform“ finden. Die Kamerarbeit ist lächerlich oder schlecht von den Amis kopiert, das Material sieht aus wie 7 Tage Nieselregen und die schauspielerischen Leistungen sind grottig wie die „Schönsten Grotten Hessens“ (0:15 Uhr, Sonntag)!

Keine zweite Ebene, keine unterschwelligen Töne gibt es in den spackeligen Gesichtern zu sehen; die Darsteller werden vom Regisseur regelmäßig aufgefordert, die aufindoktrinierten Gefühlswelten so deutlich zu zeigen, dass auch das letzte sehschwache Großmütterchen kapiert, dass der Kommissar gerade etwas wütend ist.

Apropos Kommissar: Sparkiller hat mal eine Liste mit Öff-Rech-Krimis gemacht, die aber nicht vollständig ist:

Kommissar Süden und der Luftgitarrist (2008, Grimme-Preis 2010)
Mörder auf Amrum (Film, 2009, Grimme Preis 2010)
Inspektor Barbarotti – Mensch ohne Hund (2010)
Polizeiruf 110 (1971-Gegenwart, 307+ Folgen)
Tatort (1970-Gegenwart)
Mord mit Aussicht (2008-Gegenwart)
Großstadtrevier (1986-Gegenwart, 294+ Folgen)
Pfarrer Braun (2002-Gegenwart)
Mankells Wallander (2005-Gegenart, schwedische Co-Produktion)
Küstenwache (1997-Gegenwart, 200+ Folgen)
SOKO 5113 (1976-Gegenwart, 430+ Folgen)
SOKO Leipzig (2001-Gegenwart, 170+ Folgen)
SOKO Kitzbühel (2001-Gegenwart, 100+ Folgen)
SOKO Köln (2003-Gegenwart, 108+ Folgen)
SOKO Wismar (2004-Gegenwart, Folgenzahl unbekannt, 7 Staffeln)
SOKO Donau (2005-Gegenart, 47+ Folgen)
SOKO Rhein-Main (2006-2008)
SOKO Stuttgart (2009-Gegenwart, 20+ Folgen)
Notruf Hafenkante (2006-Gegenwart, 97+ Folgen)
Ein Fall für zwei (1981-Gegenwart, 275+ Folgen)
Kommissar Rex (1994-Gegenwart, mit Pause, 137+ Folgen)
Wilsberg (1995-Gegenwart, 30+ Folgen)

„Ich glaube, sie ist immer noch tot. Wir brauchen sofort die schwarzen Beweismittelschildchen mit den Ziffern 3 bis 20!“ – Mord am Altglascontainer, nur echt vor diesem patentierten deutschen Pflastersteinen, über die man alle 2 Wochen mit dem Rasenmäher fahren muss: Deutsche Krimis sehen oft etwas bieder aus. Aber für den Flair von Miami gibt es zur Not ja schließlich das Strandcafe auf Langeoog („Scheiß Wedda heute! Und wieda ’ne Leiche im Fischkutter!“)…

Der Alte (1976-Gegenwart, 346 Folgen)
Einsatz in Hamburg (2008-Gegenwart, 4 Folgen?, wenig Infos)
Das Duo (2002-Gegenwart, 19+ Folgen)
Lutter (2005-Gegenwart, 5 Folgen?, wenig Infos)
Der Kommissar und das Meer (2005-Gegenwart, 10+ Folgen?, wenig Infos)
Die fünfte Frau (2002, Zweiteiler)
Bella Block (1994-Gegenwart, 28+ Folgen)
Der Kriminalist (2006-Gegenwart, 30+ Folgen)
Der letzte Zeuge (1998-2007, 73 Folgen)
Der Staatsanwalt (2005-Gegenwart, 14+ Folgen)
Die Rosenheim-Cops (2002-Gegenwart, 189+ Folgen)
Ein starkes Team (1994-Gegenwart, 46 Folgen)
Ihr Auftrag, Pater Castell (2007-Gegenwart, 14+ Folgen)
KDD – Kriminaldauerdienst (2007-2009, 28 Folgen)
Kommissar Beck – Die neuen Fälle (1997-Gegenwart, 24 Folgen, schwedische Co-Produktion)
Kommissar Stolberg (2006-Gegenwart, 30+ Folgen)
Kommissarin Lucas (2002-Gegenwart, 13 Folgen)
Stubbe – Von Fall zu Fall (1995-Gegenwart, 36 Folgen)
Unter Verdacht (2002-Gegenwart, 13+ Folgen)
Commissario Laurenti (2006-2009, 5 Folgen)
Rosa Roth (1994-Gegenwart, 26 Folgen)
Nachtschicht (2002-Gegenwart, 7 Folgen)
Die Kommissarin (1994-Gegenwart, 66 Folgen)

Wobei ich aber zugeben muss, dass 80% aller Leute aus meinem Bekanntenkreis immer noch einen Ständer kriegen (die Frauen halt nach innen), wenn wieder ein zerknautschter Kommissar (geschieden, alleinerziehend, neuerdings gerne weiblich) in irgendeinem XY-Milieu rumkriecht. Dort werden dann 4-fach-Morde an 2 Prostituierten aufgeklärt, der 10. Mord aus Eifersucht (in dieser WOCHE) behandelt und das 17. Mal „Ich war’s nicht!“ im Verhörzimmer gebrüllt. Gefolgt von einem „Diese Schweine machen mich krank!“

Nachdem ich als Kommissar Klap mal meine Lupe auf die obige Liste gehalten habe (mit einem Sternwarte-Teleskop kriegt man sogar alles gleichzeitig drauf), darf man also davon ausgehen, dass die Grundversorgung an Krimis langsam gegeben sein könnte. Was tut man also? Ganz klar! MEHR Telenovelas und Lipgloss-Abschlecker-Serien raushauen!

TELENOVELA, FAMILIENSERIE UND CO.
———————————
Sturm der Liebe (2005-Gegenwart, 1270+ Folgen)
Marienhof (1992-Gegenwart, 3800+ Folgen)
Verbotene Liebe (1995-Gegenwart, 3600+ Folgen)
Rote Rosen (2006-Gegenwart, 1000+ Folgen)
In aller Freundschaft (1998-Gegenwart, 480+ Folgen, Kritik für Arznei-Schleichwerbung)
Geld.Macht.Liebe (2008-2009)
Der Bergdoktor (2008-Gegenwart, 38+ Folgen, Neuauflage)
Die Bergwacht (2009-Gegenwart, 19+ Folgen)
Das Traumschiff (1981-Gegenwart, 60+ Folgen)
Forsthaus Falkenau (1988-Gegenwart, 280+ Folgen)
Hanna – Folge deinem Herzen (2009-Gegenwart, 370+ Folgen)
Da kommt Kalle (2005-Gegenwart, 38 Folgen)
Der Landarzt (1986-Gegenwart, 237+ Folgen)
Unser Charly (1995-Gegenwart, 200+ Folgen)
Der Dicke (2005-Gegenwart, 36 Folgen)

Aber das „Allertollste“, was wir haben, ist natürlich „TATORT“, eine Problemwälzer-Räuberpistole, die sich für ihre tollen „Milieu-Einblicke“ auf die porösen Schultern klopfen lässt. Marke: „Drückerkolonne meets Menschenhändler, Teil 17“.

Auf die Nachrichten sind die Sender (zu Recht) sehr stolz, besitzen sie doch ein Korrespondentennetz, das seinesgleichen sucht, aufgrund der Bürokratie aber nur ganz selten findet. „Spiegel Online“ ist zwar besser, aktueller und ausführlicher, aber für die Opas, die um 20 Uhr regelmäßig „den Pawlow“ machen (*sabber*), ist dies hier eine wichtige, tagesstrukturierende Institution.

Nett auch, dass man zwar ganz gerne aktuelle Hollywood-Produktionen einkauft, diese aber ebenfalls meist erst zu nachtschlafender Zeit ausstrahlt. Könnte man Perlen wie „Extra-3“ (Satiremagazin) nicht auch VOR 22:30 Uhr ausstrahlen, wobei das von der Zeit her ja sogar noch geht? Oder wenigstens auf einem Sender, der sich seinen Platz unter den ersten 10 auf der Fernbedienung redlich verdient hätte?

Wo sind die SF-Serien à la „Raumschiff Orion“, während die BBC mit öffentlichen Geldern seit Jahrzehnten eine „Doctor Who“-Folge nach der anderen produziert und sogar vor Fantasy nicht zurückschreckt, wie „Merlin“ beweist?

Es gäbe noch viel mehr zu sagen, doch der Tenor dürfte klar sein: Weg von dem Greisen-Guck, hin zu frischem Programm. Es muss ja nicht gleich ein Faust’scher Fremdschäm-Pakt sein wie beim privaten Abendprogramm. Immerhin gab es auf dem ZDF 2007 ja bereits 6 Folgen „Ijon Tichy“, das völlig billig war, aber immerhin liebevoll gemacht. Grimmepreis-Nominierung Inside. – Und die 2. Staffel ist auch „schon“ unterwegs.

Gerüchte, nach denen Tichy als schweigsamer Kommissar einen Mordfall in Bremen an einem türkischen Gemüsehändler aufklärt, schiebe ich einfach mal hoffnungsvoll beiseite…


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Artikel

von Klapowski am 04.07.10 in All-Gemeines

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Kommentare (23)

  1. Launebär sagt:

    Ich besitze keinen Fernseher! Und nein, ich lebe nicht unter einer Brücke.
    Ich habe aus Protest gegen dieses abgrundtief schlechte TV-Programm meinen Fernseher verschrottet.
    Das ich ab 2013 doch die komplette Gebühr zaheln soll, ist eine absolute Sauerei.

  2. ... sagt:

    Bin fuer Steuerfinanzierung, und jetzt komm mir bitte niemand mit der Unabhaengigkeit unseres Staatsfernsehens, aeh oeffentlich rechtlichen Fernsehens. Dann muss ich laut lachen. Bei einer Finanzierung aus Steuermitteln wuerde auch oefter mal diskutiert werden, ob das Qualitaetsfernsehen nicht auch mit weniger Geld auskommen koennte. Man kann es aber natuerlich auch einfach dem scheiss Gottschalk hinterher werfen, oder Jauch, oder…

    Kommissar Rex war am Anfang Klasse und Der letzte Zeuge auch…

  3. Nachdenker sagt:

    Die Öffentlich Rechtlichen sind mittlerweile das Propaganda-Ministerium unserer pseudodemokratischen Bundes- und Landesregierungen mit 7 Milliarden Euro (!!!) Etat. Nur mal so: Für Forschung und Entwicklung wurden vom Bund in 2010 10 Milliarden Euro ausgegeben.

    Die Qualität des Programms ist zu 95% miserabel. Im Unterhaltungsbereich machen die Öffentlich Rechtlichen einen prima Job darin das Niveau der Privaten noch zu unterbieten. Im Bereich Nachrichten sollte man den „Journalisten“ mal verraten das es „seit kurzem“ eine tolle Suchmaschine namens Google im Web gibt die einem hilft wenigstens die fundamentalen Fakten eines Berichts korrekt darzustellen. Bildung sucht man auf ARD und ZDF vergebens, wenn dann hat das entsprechende Programm allenfalls Bild-Zeitungs-Niveau.

    Für den Müll 7 Millarden Euro im Jahr auszugeben ist schon harter Tobak.

    Sollte die Gebühr so kommen wie geplant werden die Öffentlich Rechtlichen etwa 14 Millarden Euro zum Verschwenden haben und damit endgültig zum Staat im Staat und wohl wenn überhaupt nur noch durch das Verfassungsgericht zu stoppen sein.

    Hier liegt dann auch der einzige Hoffnungsschimmer, mit Auflösung der GEZ, welche als einzige Organisation in Deutschland keine „Rechtsform“ hatte und damit in einem rechtsfreien Raum existierte, und Einführung einer Haushaltsabgabe rückt das Konstrukt unter den Zuständigkeitsbereich der Verfassung.

    Sprich wie in den letzen Jahren üblich wird das Verfassungsgericht als letzte Bastion der Demokratie den Molloch in die Schranken zu weisen haben.

    Nun zu den 5% an annehmbarem bis gutem Programm. Das ist wie Klapo ganz richtig anmerkt in ein paar Dritten, sowie Arte und 3sat verstreut. Genau dieses Programm ist in meinen Augen auch erhaltenswert.

    Unterhaltung und Sportereignisse im FreeTV können auch die Privaten leisten. Über Zwangsgebühren finanzierte Öffentlich Rechtliche Programme haben sich (zumindest im durch Gebühren finanzierten Teil des Programms) auf eine Grundversorgung zu beschränken und MÜSSEN unabhängig sein.

    Das ist aber in Deutschland beides nicht gegeben. Eine Reform sollte also radikal und grundlegend aussehen:

    Beschränkung auf qualitativ hochwertige Grundversorgung im Bereich Nachrichten, Kultur und Bildung.

    Entbürokratisierung und Entflechtung der Verstrickungen zwischen Politik, Wirtschaft und Öffentlich Rechtlichen. Einführung von Schutzmechnismen um Einflußnahme durch Politik und Wirtschaft zu unterbinden und Unabhängigkeit zu gewährleisten.

    Massive Beschränkung des Budgets (< 1 Millarde Euro sollten dicke reichen).

    Dann und nur dann wäre eine Haushaltsabgabe von dann ca. 2-3 Euro pro Haushalt und Monat eine sinnvolle und gute Option für mich.

  4. Klapowski sagt:

    @ Nachdenker: Wie kommst Du auf 14 Millarden Euro jährlich? Die GEZ sammelt gerade mal etwas über die Hälfte davon ein.

    Die Anbiederung an die Privaten ist tatsächlich ein Ärgernis und wäre fast einen zusätzlichen Artikel wert, wenn die Aufnahmebereitschaft meiner Tastatur in Punkto „Erbrochenem“ nicht bereits ausgeschöpft wäre. „Grundversorgung“ heißt für mich eben NICHT, mal eben die 18. Telenovela rauszuhauen, obwohl sich die Privaten bereits rührend um unsere diesbezügliche Hirnerweichung verdient gemacht haben.

    Das wäre so, als würde man einem Ertrinkenden ein Glas Wasser reichen, statt erst sein Grundbedürfnis nach einem Rettungsring zu stillen. Unvergessen bleibt bei mir auch der Boom der Quiz-Shows à la „Wer wird Millionär“, welcher gleich von faderen Öff-Rech-Ablegern „befeuert“ wurde (zählen Schwelbrände auch?). Auch Casting- und Tanzshows gab es anscheinend noch nicht genug, weswegen die wenigen Zuschauer bei den Staatsmedien gleich mitgecastet hätten werden können.

    Absolut peinlich auch das Nachmittagsprogramm von ARD/ZDF: Ich mag ja durchaus eine gute Tierdoku, aber stets in irgendeinen Zoo zu wackeln und verhinderte Krankenpfleger bei der beidhändigen Faultier-Penismassage zuzusehen, ist dann doch nicht so mein Fall, solange ICH unbefriedigt bleibe. Gibt es da DRAUßEN nicht womöglich auch noch irgendwo Tiere? So Affen ohne Betonwüste vor’m (und mittlerweile IM) Kopp? Ach nein, könnte ja Geld kosten. – Heinz Sielmann würde sich im Grabe herumdrehen…

    Absolut schädlich war auch der Rauswurf von Nikolaus Brender, ZDF-Chefredakteur.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-11/zdf-brender-verfassungsgericht

    Der alte Moralmassakrierer Roland Koch mochte den Mann nicht mehr sehen, ebenso wenig der restliche, als „CDU-nah“ geltende ZDF-Verwaltungsrat. Dass derartig viele Politiker die Geschicke eines „neutralen“ Fernsehsenders lenken und sich wie üblich ihre Sandschäufelchen über den grauen Scheitel ziehen, ist ein Skandal, der leider noch nicht genug beachtet wurde.

    Brender selbst sprach in einem SPIEGEL-Interview von einem „Spitzelsystem, das davon lebt, dass Redakteure den Parteien Senderinterna zutragen“ und bezeichnete diese Personen als „Inoffizielle Mitarbeiter“ der Parteien, die „wirklich vergleichbar mit den IM der DDR“ seien.

    • Sparkiller sagt:

      „@ Nachdenker: Wie kommst Du auf 14 Millarden Euro jährlich?“

      War wohl etwas grob geschätzt, aber was letztendlich „reinkommt“ dürfte tatsächlich eher mehr als weniger werden:

      – Haushaltsabgabe (jährlich rund 8,65 Milliarden Euro)
      – Unternehmen (686 Millionen Euro pro Jahr)
      – GEZ-Abbau (spart, ganz grob geschätzt, 60 Millionen bei aktuellen Kosten von ca. 160 Millionen Euro)
      – Werbeeinnahmen (p.a. 500 Millionen Euro)

      Quelle: http://www.chip.de/news/Goodbye-GEZ-Alle-Infos-zur-Haushaltsabgabe_43298305.html

      Wozu ich leider nichts finden konnte:

      – Einnahmen durch Weiterverwertung, z.B. „Sturm der Liebe“-DVD-Boxen, Musikantenstadl-CDs oder Imitate von Horst Lichters Schnurrbart für Walross-Kostüme
      – Verkauf der Senderechte ins Ausland (Derrick u.a. nach China)
      – Sponsoren („Unsere Moderatoren wurden eingekleidet von…“)
      – Kino-Produktionen durch dubiose Tochter-Firmen (z.B. „Degeto“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Degeto , u.a. europäische Ko-Produktion von „Henri IV“: 20.000 Kino-Besucher in zwei Wochen)

      Interessant dazu:

      „…sieht vor, die Produzenten „an sämtlichen Erlösen“ zu beteiligen: Künftig könnte es für sie bis zu 50 Prozent der Netto-Erlöse geben, wenn die ARD etwa einen Film ins Ausland verkauft, ins Kino bringt oder eine DVD veröffentlicht. Bisher gingen ausnahmslos alle Rechte auf die Sender über.“

      Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,664180,00.html

      Finde es daher sogar sehr wahrscheinlich, dass insgesamt zumindestens die 10 Milliarden Marke überschritten wird.

  5. Exverlobter sagt:

    Bääh das Bild von der Dusche verstößt gegen den guten Geschmack. Schäm dich Klappo. War das zweitekligste was ich bisher gesehen hab, nach „2 Girls one Cup“.

  6. Crysis sagt:

    Auf der einen Seite kritiserst Du die Programmvielfalt (27.145 Sender für Jung und Alt und Älter), auf der anderen Seite fordest Du mehr Fantasy oder SciFi-Inhalt, was dann ja wohl deine Lieblingsnische ist, nicht zu verwechseln mit der Lieblingsische, das ist dann wieder ein anderes Thema.

    Brenders Abgang war wirklich schmerzlich.

  7. E.Ellert sagt:

    @Launebär, aber das neuartige Rundfunkgerät, mit dem du Zukunftia ansurfst, kostet auch Gebühren.

    edit, oder wenigstens wollen sie uns das glauben machen.

    • Launebär sagt:

      Das ist klar, dafür zahle ich ja auch. Aber für einen Fernseher zahle ich nicht.

  8. Nachdenker sagt:

    „@ Nachdenker: Wie kommst Du auf 14 Millarden Euro jährlich? Die GEZ sammelt gerade mal etwas über die Hälfte davon ein.“

    Jo… im Moment sind es ca. 7 Milliarden Euro GEZ-Gebühren.

    Ich hab jetzt nicht selber nachgezählt aber schon mehrfach gelesen das im Moment etwa 50-60% der „Haushalte“ angemeldet sind.

    Da Sie ja nicht vorhaben die Haushaltsabgabe gegenüber der GEZ-Gebühr nach unten zu korrigieren, ergibt das dann zugegebenermaßen ganz grob eine Verdoppelung der Einnahmen, da sich der Haushaltsabgabe ja dann niemand mehr entziehen kann.

    Das Doppelte von ca. 7 Milliarden sind dann eben etwa 14 Milliarden Euro.

    Um ein paar Milliarden will ich da jetzt auch nicht streiten da ich schon die jetztigen Unsummen die diesem „System“ zufließen als haarsträubend ansehe.

  9. Klapowski sagt:

    @ Crysis:

    „Auf der einen Seite kritiserst Du die Programmvielfalt (27.145 Sender für Jung und Alt und Älter), auf der anderen Seite fordest Du mehr Fantasy oder SciFi-Inhalt, was dann ja wohl deine Lieblingsnische ist“

    Ist in meinen Augen kein Widerspruch. Die „Vielfalt“ bei den Eigenproduktionen beschränkt sich ja auf altbackene Mumienbespaßung, bestehend aus Krimis, Soaps und anspruchslosen Fernsehfilmchen. Davon könnte man 10% (dann hat man vermutlich schon 100 SF/Action/Fantasy/Thriller-Serien?!) gegen etwas austauschen, was es im Moment noch gar nicht gibt.

    Heute kommt auf dem ZDF zum Beispiel um 20:15 Uhr „Eine folgenschwere Affaire“:

    „Schock für Kripomann Benno (Fritz Karl): Kurz nach dem Ende ihrer Affä­re wurde seine Geliebte getötet. Sabine (Lisa Martinek) wollte zurück zu Gatte Hartmut (Michael Fitz), Bennos ahnungslosem Chef. Besser ­informiert ist Bennos Frau, die Gerichtsmedizinerin Andrea (Katharina Böhm). Auch Irene (Silke Bodenbender) von der Spurensicherung weiß etwas und nutzt es für ihre eigenen Zwecke…“

    Ganz im Ernst: Hat sich irgendeiner diese Inhaltszusammenfassung überhaupt bis zum Ende durchgelesen/verstanden?

  10. G.G. Hoffmann sagt:

    Immer dieses GEZ- und Ö-Rundfunk-Bashing. Für nicht einmal 20 Euro im Monat bekommt man den ganzen Tag Augen und Ohren voll. Im Vergleich zu Pay-TV ein wirklich günstiges Angebot. Sicher sind 99,9% des Angebots für jeden einzelnen Rundfunkteilnehmer subjektiv betrachtet Schrott. Aber für die 0,1%, die mir zusagen, bezahle ich gerne.

    Ich verstehe nicht, weshalb die Vielfalt des Angebots ein Kritikpunkt sein soll. Heute findet man doch immer irgendetwas, was einen interessiert, während man früher die Auswahl zwischen Musikantenstadl und Tennis hatte (Boris Becker im Sechzehntelfinale von Wimbledon, ZDF, 15.00 bis 22.30 Uhr). Die Ö-Rechtlichen bringen Klassikerperlen wie „King Kong“ (1933), neue Kinofilme, die nie ein Kino gesehen haben (Kate Winslet und John Malkovich in einer französisch-polnischen Tragisoapmödie), alte Kultserien („Fawlty Towers“), Geschichtsdokus, usw. Um welche Uhrzeit das alles gesendet wird, ist dank Festplatte doch herzlich egal.

    Es ist mir auch gleichgültig, ob das ZDF in jedem Dorf eine SOKO installiert oder 20 Staffeln lang treudoofe Schimpansen gegen arbeitslose berliner Synchronsprecher antreten läßt. Die Zielgruppe dieser Sendungen fragt sich sicher auch, wer das „Philosophische Quartett“, „Nano“, „Scobel“ oder die allsamstägliche 3Sat-Oper schaut. Auch den Deutschlandfunk oder die Info-Radios möchte ich nicht missen, während ich auf alle Radiosender, in denen ich von hysterischen Ausbildungsabbrechnern geduzt werde, gut verzichten könnte („Paß bitte auf der A44 auf, da kommt Dir ein 30-Tonner auf der linken Spur entgegen! Danke an unseren ehemaligen Staupiloten Stefan für diese Info!“).

    Vielleicht haben da einige etwas falsch verstanden. Für die 17,98 Euro darf man am Rundfunk teilnehmen. Man muß aber nicht. Und wenn einem gar nichts gefällt, ruft man sich Peter Lustig in Erinnerung („Abschalten!“), geht hinaus in die Natur und tut das, was uns schon die fünfte Strophe des alten Volksliedes „Geh aus mein Herz und suche Freud“ empfiehlt:

    „Die Wiesen liegen hart dabei
    Und klingen ganz vom Lustgeschrei
    Der Schaf´ und ihrer Hirten.“

  11. bergh sagt:

    tach auch !

    ich stimme Nachdenker weitestgehend zu.
    So wie wir keine 16 Bundesländer (Bremen, Hamburg , Saarland ;Muahahahah) brauchen, brauchen wir keine solche Vielfalt.

    Wenn Ich DVB-T anschaue kann ich wählen zwischen
    WDR Münster
    WDR Dortmund
    WDR Wanne
    WDR Eickel
    WDR Reckklinghausen
    und
    und
    und

    Die verstopfen die Bandbreite, daß nichts mehr dazwischen passt.
    Oder EinLuve (den ich manchmal höre9 Kommt im Auto über 5- gefühl 9 verschiedene frewuenezen.
    Das muß nicht sein und ich will da nicht alles bzahlen.

    Gruss BergH

    P.S. Das Duschfoto von Klapowski ist wirklich bähhhhhhhhhhhhhhh
    (aber lustig)

  12. Donald D. sagt:

    Donnerwetter!!! Ich staune! G.G. Hoffmann weiß, was eine Festplatte ist! Aber was soll die Strophe mir sagen? Heißt das, ich soll mit einem Hirten zusammen ein Schaf durchknattern?!?! Igitt!!!
    Was die öffentlich gebrechlichen Senilanstalten betrifft, ich wäre dafür, daß man für jeden ARD/ZDF Kanal extra bezahlen sollte, also wie bei Premiere, Sky usw., DANN allerdings auch die WAHL HAT, zu entscheiden, für welchen Kanal man bezahlen möchte, was theoretisch bei „Null“ anfangen und bei „Alle“ aufhören könnte. Das wäre wenigstens fair!!! So wären ARD und ZDF endlich mal gezwungen, gute Programme anbieten zu müssen!
    Ich gebe aber zu, daß ich selbst des öfteren mal in die ARD/ZDF Programme reinschaue, allerdings nur in den dritten (3sat: Kulturzeit, BR alpha: Bob Ross, Alpha Centauri). Es gibt schon gutes öffentliches Programm, dafür aber 7 Milliarden Euro pro Jahr und bald 14 Milliarden zu rechtferigen ist aber mehr als frech. Mit dem Geld könnte man viel sinnvolleres anstellen.

  13. ted_simple sagt:

    Die ÖR-Fernsehsender sind mir als Deutscher peinlich. Die Produktionsqualität von allem außer Dokumentationen und Nachrichten ist wirklich sehr niedrig. Die Schauspieler der Eigenproduktionen beherrschen ihr Handwerk mit der gleichen Tiefgründigkeit und Nuancierung wie Scott Bakula.

    Gerade besuche ich http://www.ard.de, da springt mir eine Schweizer Flagge entgegen (ich verwende ein Firefox-Plugin, das den Standort des Servers visualisiert). Hä? Das ZDF setzt noch einen drauf: Der Server steht, wie mehrere Geo Tools bestätigen, in Kansas(!), USA. Ich muss wieder denken: peinlich. Wir zahlen Milliarden, damit die deutschen Kulturgüter (als solches werden die ÖR-Inhalte künftig eingestuft, wenn die Haushaltsabgabe kommt) in den USA gespeichert werden? Vom Irrsinn, die vielen Videostreams nach Deutschland zu senden, gar nicht erst zu sprechen.

    Mein Eindruck ist immer wieder: Inhaltlich wie technisch ist das Staatsfernsehen wenig kompetent.

    Zur Haushaltsabgabe will ich auch noch meinen Senf geben: Meinetwegen lasse ich Klapos Argument gelten, dass ohnehin jeder mindestens ein Empfangsgerät hat. Trotzdem ist diese Abrechnungsart ein Hohn, was bisher niemand hier angesprochen hat. Warum Abrechnung PER HAUSHALT? Damit die fünfköpfige Familie genauso viel zahlt wie der alleine wohnende Student, der sich zudem sicher besser zu informieren weiß als über die ÖRs und besseres zu tun hat, als sich an seichten Soaps zu „erfreuen“. Wenn es dann außerdem nur noch einen Tarif gibt – kein „ich habe nur einen Computer und ein Radio, aber keinen Fernseher“-Rabatt mehr möglich ist (was ich etwa in meinem Fall bisher berechtigt vorbringen konnte)-, geht es um richtig viel Geld. Mein gesamter Internetanschluss kostet EUR 25, darüber telefoniere ich auch. Und nu fast nochmal den gleichen Betrag als ÖR-Gebühr……?

    Wenn dann künftig sowieso die Daten vom Einwohnermeldeamt zugrunde gelegt werden, um JEDEN Haushalt anzuschreiben, kann man dann nicht auch gleich JEDE PERSON anschreiben und die Gebühr PRO ERWACHSENE PERSON erheben, was wesentlich fairer wäre? Ich halte es abrechnungstechnisch sogar für einfacher, da die GEZ (oder deren Nachfolger) nicht austüfteln müssen, wo die Grenzen zwischen zwei Haushalten zu ziehen sind (wohnen Egon Maier und Franz Müller, beide Hauptstr. 50, zusammen oder nicht? Um das herauszufinden, muss man eigentlich wieder „Spitzel“ vor Ort schicken).

    Oder aber man wandelt die Gebühr in eine normale (Einkommens-)Steuer.

  14. ... sagt:

    Steffen Seibert: ZDF-Moderator wird Merkels neuer Sprecher

    Der Typ war eh schon immer so schleimisch unsympathisch, übertroffen nur noch von Lanz und Klöppel.

  15. bibi bubu sagt:

    wirklich mutig, dass ihr ein bild eingeschmuggelt habt, auf dem klapos (mehrfach wiederholter) versuch gezeigt wird, die saugkräfte seiner duschkabine nach dem prinzip einer penispumpe zu nutzen. anstatt verlängerung hat´s dann aber doch nur eine halbierung gegeben. autsch! ansonsten: das übliche undifferenzierte geschnoddere über die öffentlich-rechtlichen. kann man in jedem studentenblog genauso lesen – wenn sich ein langzeitstudent mal wieder beschwert, dass ihm die 16 euro pro monat für seinen täglichen gras- und pornokonsum fehlen. schließlich muss man die in 20+ semestern ergrauten hirnzellen ja irgendwie auf trab halten.

  16. Sparkiller sagt:

    Wieso undifferenziert? Neben „Ein besseres System als eine Haushaltsabgabe fällt mir jetzt auch nicht ein.“ finde ich im Artikel nicht wenige Aussagen, wo das Öffentliche in vielen Bereichen (Nachrichten, Dokumentationen) sogar richtig gut abschneidet.

    Viel schlimmer finde ich da eigentlich argumentfreie Kommentare („Nicht immer so einseitig sein, ihr vollständig Bekloppten!“), welche frei jeder eigenen Meinung sind und nicht mal ansatzweise auf den Inhalt eingehen.

    DANN lieber bekiffte Langzeitstudenten, Mon!

  17. bibi bubu sagt:

    mir fehlt in solchen langzeitstudentischen GEZ-nörgeleien einfach eine differenziertere erläuterung der unterschiedlichen verwendungszwecke unserer rundfunkgebühren. vielen leuten ist gar nicht klar, dass die nicht nur in tv und radio fließen, sondern dass auch kinofilmproduktionen, kultur-events u.v.m. damit finanziert werden. jeder, der in einer größeren stadt wohnt und sich nicht komplett hinter seinem computer verkrochen hat, erfuhr sicherlich schon mal von den zahlreichen veranstaltungen, die z.b. regionale radiosender (vor allem die wdr-sender in nrw sind da ganz vorn dabei) organisieren. da ist meistens der eintritt frei. geboten wird dennoch eine menge, z.b. events wie die „lit.cologne“, konzerte, theaterfeste…

    die rundfünkgebühren sind schon jetzt sowas wie eine kultur-flatrate. in einem land, in dem ein großteil der bevölkerung sein geld lieber für hitech-schrott, pornos und billig-schnitzel ausgibt, braucht die kultur subventionen. auch das ist ein grund, warum man die GEZ nicht einfach abschaffen kann. wenn schon, muss man ein alternativkonzept erarbeiten, das auch weiterhin eine stabile finanzierung des kultursektors gewährleistet. ansonsten dürfen bald noch mehr theater, museen usw. schließen. aber immerhin hat dann jede stadt noch kik, kamps und mäcshit. juhu!

  18. Klapowski sagt:

    Alternativkonzept: Haushaltsabgabe. Von ersatzloser GEZ-Abschaffung hat keiner gesprochen. Kultursendungen sind manchmal knorke. Wurde oben erwähnt.

    Thema erledigt, nächstes Mal besser zulesen.

    Danke!

    (Als Belohnung darfst Du JETZT 3 Tage Dein Radio mit auf die Arbeit nehmen, ohne es zusätzlich anzumelden)

  19. bonny2 sagt:

    Ich habe kein Problem was für Leistung zu bezahlen,aber wie kann es angehen das sich Leute anmaßen sich eine Summe auszahlen zu lassen die dann wohl Lohn heist von 30.000,-euro und mehr.
    Dieses ist der Hammer hoch drei und Sonnen sich in der Öffendlichkeit,ach wie toll die doch sind-Stimmt-weil keinr denen mal die Meinung geigt.
    Wie kann es angehn das siehe,sich solche Summen Monat für Monat sich selbst zahlen.
    Die gehören auf eine Anklagebank.

    Fernsehen ZDF-Intendant verdient 299.000 Euro pro Jahr
    Die weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung – Hans-Joachim Suchan, Programmdirektor Thomas Bellut, Chefredakteur Peter Frey, Produktionsdirektor Andreas Bereczky, der Direktor Europäische Satellitenprogramme Gottfried Langenstein, zugleich auch deutscher Arte-Chef, und Justitiar Carl-Eugen Eberle – erhielten insgesamt rund 1,245 Millionen Euro.
    Spitzenverdiener ist der ausscheidende Intendant des Bayerischen Rundfunks, Thomas Gruber, mit einem Jahreseinkommen von 310.000 Euro, gefolgt von WDR-Chefin Monika Piel mit 308.000 Euro. Auf Rang 3 folgt ZDF-Leiter Schächter mit 299.000 Euro.
    Lutz Marmor (NDR) kommt auf 286.000 Euro vor Udo Reiter (MDR) mit 276.891 Euro. Den sechsten Rang belegt der bis Jahresende amtierende ARD-Vorsitzender Peter Boudgoust vom SWR mit 273.000 Euro. Helmut Reitze vom Hessischen Rundfunk bringt es auf – offiziell allerdings noch nicht bestätigte – 215.000 Euro. Fritz Raff vom Mini-Sender Saarländischer Rundfunk bekommt 210.000 Euro. Dagmar Reim vom ebenfalls übersichtlichen Sender RBB bringt es auf 208.000 Euro, Kollege Erik Bettermann vom Auslandssender Deutsche Welle auf 207.000 Euro.
    Keine Zahlen – nicht einmal Schätzwerte – liegen zum Gehalt von Deutschlandradio-Chef Willi Steul vor.

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen neuen Spitzenverdiener. Wie ein Sprecher des Bayerischen Rundfunks auf MEEDIA-Anfrage mitteilte, bezog der scheidende BR-Intendant Thomas Gruber zuletzt ein Jahressalär von 310.000 Euro – und damit noch einmal etwas mehr als die WDR-Chefin, die bis zuletzt die Liste der bekannten Top-Gehälter in der ARD anführte. Bleibt noch die Frage: Wie viel verdient eigentlich HR-Boss Helmut Reitze?

    Wie ich in „Bild“ lese, erhält eine Sportmoderatorin ein Jahresgehalt von 875.000,– € !! Solch eine unverschämte Geldverschwendung

    • das obst sagt:

      hui, da hast du dir frei nach guttenberg ja ganz fleißig einige halbgare infos zusammenkopiert. respekt! kannst du uns denn auch sagen, welche gehälter in der branche üblich sind? was verdienen z.b. die führungskräfte und angestellten bei privatsendern? wie sieht es vergleichsweise im ausland aus? und wie hoch ist bei diesen gehältern überhaupt der anteil, der mit gebührengelden abgedeckt wird?

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