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Star Trek Voyager – 6.18 – „Asche zu Asche“ („Ashes to Ashes“) Review

ST-Charaktere sind einfach nicht totzukriegen! Da kann es schon mal passieren, dass man den Verstorbenen samt Torpedograb an einer Autobahnraststätte aussetzt, mit Tempo 300 Richtung Frankreich runterbrettert und dem Ausgesetzten dann in einem Pariser Straßencafè mokkaschlürfend wiederbegegnet. So geschehen schon oft mit Kims Freundinnen. Die meisten wurden jedoch einfach nur wieder aufgepustet.

Wie war das doch gleich?

Perlen: Entstehen, wenn in bestimmte Muscheln (Fluß-perlmuschel, Auster) Sandkörner dringen. Die Tiere versuchen sich des Fremdkörpers zu entledigen, indem sie den Störenfried mit Perlmutt ummanteln und später ausscheiden. Weil die schönen Perlen somit Produkt des Unbehagens der Muscheln sind, nennt man sie auch „Tränen der Mollusken”.

Ist es da ein Wunder, dass Voyager-Reviews schon immer die Perlen unserer groß-art-i-gen Seite waren? Gerade die sechste Staffel bietet solch eine Berieselung auf Fötus-Niveau (zu meiner Zeit spielten werdende Mütter den Kleinen noch Mozart vor), dass man B&B unterstellen möchte, die Episoden mit Stammzellen gedopt zu haben. Oder eben unter die Perlenzüchter gegangen zu sein.

Auch „Asche zu Asche“ gehört in diese Kateg… Katastrophie. Auch wenn das weiße Pulver, auf dem der Titel basierte, wohl nur zu Unrecht für Asche gehalten wurde. Vielmehr sollte man es wohl eher dem Drogenmilieu zuordnen. – Und da zeigt man den Teens im Religionsunterricht noch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, um vor Bewusstseinsveränderung und anderen mentalen Dehnübungen zu warnen… Dabei wäre diese Folge dafür doch viel geeigneter gewesen! Mit einer kleinen Umbenennung wie „Dröhn-ix aus der Asche“ könnte sie dann auch noch einen gewissen Pseudoanspruch erhalten. Und der Vogel, den man Braga&Berman für diese Leistung zeigen möchte, wäre sogar schon inbegriffen!

Dass die Schädeldecke des Zuschauers hier einem schlüpfenden Küken zu weichen droht, liegt vor allem an den Kohlrabi. Oder so ähnlich. Wie man halt das Instant-Volk der Woche immer so nennt, von „Ge`h W`Eg“ vielleicht mal abgesehen.

Auch wenn dieses Volk sein Schuhmacher-Kinn zur Tarnung auf der Schädeldecke trägt: Es ist nicht zu übers(t)ehen, dass Voyager auch dieses Volk bereits rasend gemacht hat. Und zwar im wahrsten Sinne des Ortes: Holt es mal gerade eben die Voyager ein! Dabei ist unser Schiff schon seit 3 Jahren vorbeigezogen, wurde durch Abflusslöcher im Subraum gespült, hat in der Lotterie 3 neue Warpfelder freigerubbelt und kam in den Genuss von Kes’ mentaler Einspritzhilfe. Kein Wunder, dass die Fans da zunehmend „Schiebuuuung“ riefen! – Hatte sich doch anscheinend der gesamte Delta-Quadrant für hilfreiches Anschubsen entschieden, um den fliegenden Kindergeburtstag außer Hörweite zu schaffen…

Doch mit ein bisschen verstreutem Zaubersalz (Drehbuchautor, der sich beim Schreiben durch die schuppigen Haare fährt) kann die lila Mutti die USS Wartburg nach nur 6 Monaten wieder einholen. Für mich als Fortschrittsgläubigen, Realisten und Technikfreak eine tolle Demonstration eines… eines… biblischen Wunders! Da bleibt mir nur übrig, „Geile Meile!“ zu rufen, denn mehr als eine kann die Voyager ja wohl nicht zurückgelegt haben… Das kommt wohl davon, wenn man minderjährige Knastkomiker an das Pilotenpult setzt. Ist ja nicht das erste Mal, dass bei Voyager Talaxianer, Hirogen und die eigenen Auspuffgase locker an einem vorbeiziehen!

„Ich habe gespürt, dass ich es bis zu euch schaffen würde! Mir juckte nämlich schon den ganzen Morgen die Kim -me!“ – Lyndsay liebt Kim noch immer wie am ersten Tag. Ihrem ersten Todestag, um genau zu sein. Auch Harry denkt noch mit Wonne an all die feuchten Dinge, die sie zusammen erlebt haben. Zum Beispiel mit zwei Strohhalmen aus einem Milchshake trinken.

Apropos Kindergeburtstag. Wer mag sie nicht, die knuffigen Kinderdarsteller mit den Bürotackerspuren? Aufmüpfig, untertänig, freundlich, geometrisch, in der Ecke stehend, Bauklötze in Kubenform werfend. Hach! Das könnte ich mir stundenlang mit geschlossenen Augen ansehen! Auch wenn sie hier nur je eine Neben- bzw. Prinzenrolle („Meeeein Keks!“) einnehmen, gehören sie nach wie vor auf einen Spitzenplatz meiner persönliche „Worst-of-Voyager“-Liste. Und die ist immerhin so lang, dass ich jedes mal ein Ferngespräch führen muss, wenn ich wissen will, ob sich das Ende schon entrollt hat…

Diese Kinder vernichteten definitiv den letzten Rest von Respekt und Achtung vor den einst gruseligen Assimilierern! Zu Hoffmanns Zeiten stand man noch auf und wünschte im Chor einen „schööönen blasseeeen Morgeeen, Herr Oberstudienraaat!“, wenn ein erwachsener Borg die Klasse betrat. Heute sitzen die Borg selbst als Minderjährige im Hauswirtschaftsunterricht und faseln von Effizienz steigernden Basteleien an der Mikrowelle.

Ja, ich weiß inzwischen einfach zu viel über die Metallgesichter, um vor ihnen noch Angst zu haben. Oh, süße, spannungsgeladene Unwissenheit! Warum nur musstest du der Enthüllung eines kindischen Borgkollektivs weichen? Dabei hab’ ich dir doch gar nichts getan! Ehrlich! Hab’ damals nur still vor der Glotze gesessen und dir interessiert zugeschaut. Kein Grund, mich plötzlich mit Duplo-Steinen zu bewerfen!

Keshi: Dies sind kleine Perlen ohne irgendeinen Kern.

Und was haben 8-jährige Sprachrohre von Borg-Klischees an einem Kommunikationssystem zu suchen? Waaaa… Kinder! Nehmt sie da weg, weeg, weeeg! *Panisch mit den Händen wedel*

Ich fühle mich inzwischen einfach zu alt und starsinnig, um den Launen dreier Wunderkinder zu folgen, die erst kürzlich von der Nabelschnur ihres DSL-Modems getrennt worden sind. Die tödliche Effizienz, die sie im Borg-Kollektiv erlernt haben, wird hier mit kindlichen Bedürfnissen gemischt. Heraus kommt daher das effektivste Nörgeln, seit es Smarties an der Kasse gibt. Mir doch egal, wenn die lieben Kleinen Probleme mit ihrer Vergangenheit in einer nervig blinkenden, futuristischen Welt der fast unbegrenzten Macht haben, verlassen von Eltern und der ZDF-„Heidi“. – Wir müssen ja auch irgendwie mit den Anime-geschädigten RTL2-Kiddies klarkommen, die ähnlichen Reizen ausgesetzt waren!

„Oooh, bitte, Tante Janeway! Lass mich deine schönen langen Haare bürsten!“ – „Spatzi, ich habe leider wenig Zeit! Aber na gut. Für das rechte Bein wird sie wohl reichen.“ – Ein Mädchen, das bei den Borg gelebt hat, verhält sich ganz anders als normale Kinder: So greift sie zum Frühstücken immer noch in die Steckdose oder spielt mit ihrem Pferde-Equipment „Barbie auf dem Schlachthof“.

Zurück zum Hauptteil. Für die Einleitung meines allerdicksten Kritikpunkts möchte ich nun einen typischen James-Bond-Titel abwandeln: „Man stirbt nur … (bitte benötigte Anzahl eintragen)“

Denn dieses Volk vermehrt sich durch… – und jetzt müssen sich selbst die „Lexx“-Gucker unter uns gut an Eva Habermanns Signalhupen festhalten – die Wiederbelebung von Toten! Nicht, dass man mir jetzt Kritik an der Reanimationsmedizin unterstellt (habe diese durch langjährigen Voy-Konsum sehr zu schätzen gelernt), aber: Ist das nicht ein klein wenig weit hergeholt? In diesem Falle sogar aus dem All? War das bei denen schon immer so? – Evolution im Sperrbezirk? Kadaverklau im Meteoritengürtel? Braga zeigt, was die TILT-Zeitung verschweigt: Nach ewigem Herumdümpeln des Kadavers und Frostschäden im Lendenwirbelbereich, sieht das eben noch an der Himmelpforte bimmelnde Todesopfer plötzlich ein Licht.

Ein unscharfes Licht, das sich nur langsam in einen unfreundlichen Handwerker im Blaumann verwandelt. „Na also, jeht doch! Ich sach’s ja immer: Watt lange steht, mit Manni wieda jeht. Manni, datt bin ich. Tschö!“ Nicht nur, dass einem ein anatomisch anderweitig gebautes Volk wieder lebendig jemacht… äh, gemacht hat!

Neeein, man trägt plötzlich auch die Farbe der sexuellen Frustration am Hinterkopf und ist ein vollwertiges Mitglied dieser eben noch unbekannten Rasse! Jetzt weiß ich wenigstens, wie man „DNS“ richtig buchstabiert: „De Ehn Es“. Oder kurz und wahrheitsgetreu „Dehn es“. Vor so einer Wundertechnik kapituliert selbst Enterprise-Daniels in seiner minderwertigen Zukunft und wirft verärgert sein patentiertes Handtuch für Schallduschen.

Auch wenn diesem Volk – aus welchem Grund auch immer – die Geschlechtsorgane zu Fischfutter vertrocknet sind, dürften derlei demographische Gegensteuerungen eher wenig bringen. Vor allem wenn der Rest der Bevölkerung munter weiteraltert und die umgebauten Toten naturgemäß auch schon lange keinen Mutterkuchen mehr genascht haben. Und wer hat als junger Mensch schon Lust, Rentenbeiträge in Höhe von 850% seines Bruttogehaltes abzudrücken? Da wähle ich doch lieber den Freitod und sorge diesmal dafür, dass man meine Überreste wirklich nicht mehr gebrauchen kann. Da gibt’s doch sicher auch was von Ratiopharm? Oder Al-Kaida?

Um es mal ganz deutlich zusammenzufassen: Dieses Voy-typische, krampfhafte Versteifen auf eine hirnrissige Ausgangsidee, deren Logik wohl nur volltrunkene Alzheimerpatienten nachvollziehen können, ist der alleinige Grund für die Unbeliebtheit eines Sterilo-Schiffchens, das mit jeder 3. Folge die Trash-Latte ein wenig höher legte. Episoden wie diese sind aus diesem Grund als fast unerträglich doof anzusehen und würde schon alleine eine Schmerzensgeldklage an Paramount rechtfertigen!

Soufflure: Eine Perle, die zumindest teilweise hohl ist. Sie entsteht, wenn sich organisches Material während der Perlenbildung zersetzt.

Wobei wir „organisches Material“ wohl mit dem Hirn des hier betrauten Autoren gleichsetzen können…

Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass es sich hier auch noch um eine Harry-Kim-Charakterfolge handelt.

Harry – Kim – hat – keinen – Charakter!

Er blieb durch die ganze Serienhistorie hindurch ein Milchbartkämmer und Rockzipfelkneter, wie er im Buche stehen würde, hätte seine Psyche sich für solch eine unangemessenen literarische Erwähnung je empfohlen.

Schwupdich-Schrubmich zauberte man hier eine platonische Kim-Freundin aus der Schirmmütze, von der wir vorher ungefähr genau so viel wussten, wie wir wissen wollten. Nämlich nix. Die Annäherung der Beiden war so aufregend wie Fahrstuhlfahren oder so prickelnd wie Mineralwasser nach 6 Staffeln Voy-Zentrifuge. Wenn das, was mir angesichts dessen hochkommt, romantische Gefühle sind, hat man Sodbrennen in den letzten Jahrzehnten wohl verdammt Unrecht getan.

„Hier traut sich Harry bestimmt nicht rein! Zu viele Frauen!“ – Auflehnung beginnt mit den Armen: Obwohl vom Doktor zu einer rassigen Konkurrenz von Seven zurechtgespritzt, fühlt sich Lyndsay unwohl. Schließlich hat sie auf Kohlrabi-Prime sehr liebe… Was-auch-immer zurückgelassen. Zum Beispiel diesen komischen Kerl mit Kapuze und Sense, der sie seit 3 Jahren ständig abholen will…

Fühlte mich stellenweise schmerzlich an die gleichermaßen grottige Kim-Folge aus der 5. Staffel erinnert. Und dass ich nach all den Jahren noch eine verschwommene Erinnerung an „Das Generationenschiff“ aufweise, beweist wohl, wie rücksichtslos sich diese Episode damals in mein Unterbewusstsein gefräst hat und seitdem an mir nagt.

Aber nun zurück in die frische Gegenwart der ranzigen Sat.1-Wiederholung:

Dass sich eine Beziehung nicht so kinderleicht in`s Leben rufen lässt, wie ein gammeliger Stinkefähnrich oder gar Gene Roddenberry, der ja bekanntlich auch im Aschenbecher durch unseren Orbit düst (DA sollten die Kohlrabi doch mal regenerierend zugreifen), war natürlich klar. Sonst hätte Harry Kim ja plötzlich `ne Freundiiin! Einen Umstand, den es in der Vergangenheit ja unbedingt zu vermeiden galt.

Wollte man schließlich die Kindsköpfe der Crew – Tom, B’Ellana, Neelix – nicht zu sehr reizen.

Sätze wie „Ei, ei, ei, was seh’ ich da! Ein verliebtes Ehepaar!“ können nach der 5. Wiederholung schließlich leicht nervig werden. Tom hat über Kims Beziehungslosigkeit ja schon immer gerne einen Witz (ab)gerissen, bis man seitens der Autoren auf die Idee kam, diese Bemerkungen zu perforieren. Wie bei Klopapier erlaubt das einfach eine bessere Dosierung bei der täglichen Anwendung. So wie hier.

„Erinnerst du dich noch an … ? (es folgt eine Aufzählung aller Fehlschläge) – So, und jetzt auf in die Schlacht!“

Genial, wie er das seit Jahren macht! In Besorgnis verpackte Missachtung! So wie damals, als wir dem Klassentrottel noch zuriefen: „Na, haben heute wieder p… ps… psychisch bedingte Bauchschmerzen, hmmm?“. Und wie der Heini von damals blickt auch Kim nicht durch und lässt sich seit 6 Staffeln jedes Mal auf dem Flur abfangen:

„Hi, Harry! (*Rücken klopf*) Mensch, sind deine Arme muskulöser geworden? hast deinem Unterleib wohl in letzter Zeit fleißig Guten Tag gesagt, wie?“

„Hihihi. Ja, Tom. Mein allerbester bester Freund. Hihi. Du bist ja so weise. Hi. Komm, ich trag` deinen Ranzen, während du mir sagst, dass ich mal mit einer Frau… w-w-was machen soll! Hö. Höhö.“

Alte Dumpfbacke, die.

Doch auch ohne Kim-Beteiligung schleppt sich diese Episode durch die vorhersehbaren Tiefpunkte einer Frau, die sich plötzlich doch nicht mehr so menschlich fühlt… Früher war doch irgendwie nicht alles schlecht. Das Essen war grauer, das alte Schiff schneller und Fähnrich Kim war auch nicht da. Also: Flux-Flux, zurück in Papis tröstenden Arme.

Heimat, süße Heimat! Wieder mal Familien-Patriotismus auf der Voyager! Einfach herrlich anzusehen!

Natürlich reift Lyndsay’s Erkenntnis, dass eine anhaltenden Beziehung über die entsprechende Folge hinweg ja einen roten Faden (Schreck lass nach!) darstellen würde, erst nach dem obligatorischen Austausch von Photoshop-Zärtlichkeiten. Denn der Stiefpapa hat für seine Lyndsay kürzlich einen Haufen Liebe am Kirmes-Schießstand gewonnen. Unnötig zu erwähnen, dass erst während des herzhaften Raumkampfs das Blut der „Familie“ dicker als das Wasser in Janeways Beinen wird. Klar, sonst hätte man die lahme Ballerei ja auch nicht zeigen können.

Rückkehr, süße Rückkehr!

War ich da eigentlich gerade in der Küche oder hat da Sat.1 wirklich was geschnitten? War Lyndsays (das ist übrigens die offizielle Schreibweise, klarrr?) Family nicht eigentlich an Bord der Voyager oder zumindest kurz auf dem Hauptbildschirm zu sehen? Ich frage ja nur so. Auch damit ihr was zum euch-Aufregen habt…

„Lyndsay! Mach’ sofort das Schott auf! Ich höre doch ganz genau, dass du einen Jungen im Zimmer hast!“ – Ein Vater macht Theater: Die Kohlrabi verlangen augenblicklich ihr Genexperiment zurück, sonst züchten sie bei der Voy-Crew Maiskolben, wo’s garantiert weh tut. Schade für Kim. Der hätte mit seiner Pipette so gerne mal eine Probe von ihr genommen.

Zum Abschluss noch kurz ein paar Worte zur Wiederherstellung der menschlichen Gestalt von Lyndsay:

Ich bin ja in Sachen ST einiges gewohnt, aber spontane Schönheitschirurgie per Spritze noch nicht. Habe mich schon gegen Mitte der Voy-Laufzeit gefragt, wie die ST-Macher ihre Technologie so fahrlässig vorantreiben können. – Irgendwann käme im ST-Universum schließlich mal ein heller Captain auf die Idee, die Errungenschaften aus nunmehr 4 Serien heimlich auch über die jeweilige Folge hinaus zu verwenden. Praktisch immer dann, wenn`s ein zweites Mal gebraucht wird. Wär` ja mal lustig! Da wundert es mich nicht mehr wirklich, warum man sich bei ENT für die Vergangenheit entschieden hat…

Und warum hatte man wieder mal nicht den Mut, ein bedrückendes Ende zu servieren? Aber nein: Kim hampelt hoffnungsfroh mit dem Borg-Mädchen Richtung Holodeck, um uns damit zu zeigen: „Seht ihr, es geht mir gut! War ja nur eine Folge unter vielen. Reset! Reset! Schaut her! Ich mach` schon wieder Kinderquatsch und krempel Tuvoks Holosocken auf links! Reset! Reset!“

Fazit:

Jesus: „Eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen.” (Matthäus 7, Vers 6) – Ein Gebot, an das sich die Autoren hier wohl nicht gehalten haben…

Ein erneuter Tiefpunkt der 6. Staffel. Charakterentwicklung wie im Fotolabor, Romantik aus dem Genlabor und Glaubwürdigkeit ohne jegliche forschende Einrichtung.

Pseudowissenschaftliche medizinische Errungenschaften, die jeden Berater der Serie in den (unumkehrbaren) Freitod stürzen würden. Nervige und besserwissende Borgkinder, gegen die Wesley direkt als beliebter Partygastgeber durchgeht. Eine vorhersehbare Dramaturgie-Katastrophe ungeahn… vollkommen erahnten Ausmaßes. Kim als liebestrunkener (0,15 Promille) Frauenschwarm (Tschüß, Lyndsay) mit dem Minenspiel (Hallo, Schlafkrankheit) einer verwundeten Subraumwelle. Langweilig und nichtssagend wie selten zuvor.

Kurz: Star Trek für Klarinettenspieler. Einfach fürchterlich.

Note: 5+


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Artikel

von Klapowski am 12.06.04 in Star Trek - Voyager

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Kommentare (20)

  1. Gast sagt:

    erster

    aber so richtig befriedigt fühl ich mich nich davon…

  2. Gast sagt:

    Ha!
    Auch mal erster!!!
    Jubel, Freud und Hüpf!
    Corny

  3. Gast sagt:

    Tja, war ja klar!
    Supi!
    *heul*
    Verdammtes Modem, Scheiß Telekom!

    Corny

  4. Sparkiller sagt:

    Willkommen, verehrte Zuschauer, bei den Meisterschaften im Synchron-Kommentieren der Gäste-Liga!

    Auch heute haben wir es wieder mit intellektuellen Spitzenwortlern zu tun. Zum einen der ewige Favorit "Gast", ehemaliger Quantenforscher in der Schuhindustrie, zum anderen "Gast", welcher 2003 bereits den Hobelpreis im Zahnstocherschnitzen gewonnen hat.

    Ja, meine Damen und Herren, wer kann da noch behaupten, dass es mit dem Niveau abwärts geht?

    ICH, zum Beispiel!

    Man nehme da nur meine zweifelhaften Wortspiele!

  5. hotzenplotz sagt:

    Du bist schlecht Corny, sieh es einfach ein.

  6. nakedtruth sagt:

    "Tschuldigung, haste mal nen Kadaver?"
    Morgens, halb zehn bei Paramount : "Guten Tag, wir sammeln für die Kohlrabi." "Oh, Klasse ich habe gerade Rick Berman erschlagen, und wusste nicht wohin mit der Leiche."
    Is aber nett das die Autoren mal erklären wie die Geschichten zu Stande kommen.

  7. Gast sagt:

    corny, wir können tauschen
    vieleicht ist es dann aufregender…

  8. GG-Hoffmann sagt:

    Interessant. Die Folge kenne ich gar nicht. Und mit Blick auf Klapowskis übliche krasse Fehlbewertung scheine ich hier ein echtes Kleinod verpasst zu haben.

  9. Gast sagt:

    Klapowskis Kritik hat zwar Hand und Fuß, und Voyager-Folgen kommen einem ja auch oft schon wie Selbstparodien vor… aber gerade das mögen wir doch so an dieser Serie! Ich zumindest. Während ich bei den meisten Reviews zu den anderen Trek-Serien den Noten zustimmen kann, finde ich die Voyager-Verrisse sehr polarisierend! Die Serie ist ja nun nicht einfach schlecht gemacht, also hege ich die Vermutung, dass Herrn Klapowski die Chemie der Charaktere derart missfällt, dass er von vornherein zu abgeklärt an die Folgen rangeht und gar nicht in die Stimmung eintauchen kann! Ja, man muss sich eben für die Serie begeistern, um sich dafür zu begeistern! Jedenfalls käme ich auf eine ganze Bandbreite an Noten, und nicht nur 5+, 4-, 6+ etc.

  10. hotzenplotz sagt:

    äh.
    ja, um sich für VOY zu begeistern muss man sich für VOY begeistern… nur wer will das schon?
    bzw. wer hält das länger als 10 minuten durch?

    VOY ist einfach ST der übelsten sorte. es gibt ein paar folgen die von der handlung her einfach normale seifenopern folgen sind, da kann man fast vergessen dass es VOY ist und einfach so tun als ob man sich eine schlechte TNG folge ansieht… aber sonst.
    hmpf.
    fängt ja alles schon damit an dass die dumme funsel von janeway das ganze fisako verhindern hätte können wenn sie sich in folge 1 einfach an die viel misachtete 1. direktive gehalten hätte. und nach hause geflogen wäre.

    diese 1. dummheit auf der die ganze serie beruht ist typisch für VOY. eine irre die keinen plan hat was sie tut…

    hotz'

  11. Gast sagt:

    Mit dem Argument könnte man DS9 aber auch ganz schön verreißen. Wenn Sisko nicht so ein kleiner Daumenlutscher wäre und auf die Romulaner gehört hätte, wäre das Wurmloch direkt zerstört worden, basta. Der ganze Krieg wäre verhindert worden. Ich meine was haben die denn jetzt von dem Wurmloch? Bloß weil so ein paar Admirals-Heinies wieder nen neuen Quadranten erkunden wollen opfern die den halben Alpha-Quadranten? Also wenn Janeway nix auf ihrem Posten verloren hat, dann hat Sisko erst rechts nichts auf SEINEM verloren!
    -Hace

  12. Klapowski sagt:

    Nein, nein, nein… Ihr liegt alle falsch!

    Der Schlüssel, das Geheimnis, die ultimative Formel zur richtigen Betrachtung des Gesamtwerks "Star Trek" ist einzig und allein:

    Aber dafür schreibe ich heute Abend lieber einen ganzen Artikel. Das Thema ist zu wichtig, um es in der Aula zu besprechen…

    Wir treffen uns also nach der großen Pause im Medienraum, jaaaa?

    *Braune Aktentasche zuklapp und mit verbiestertem Pädagogenblick im Lehrerzimmer verschwind. Nur das Knartschen der Tennissocken-in-Sandalen ist noch ein Weilchen zu hören*

  13. Gast sagt:

    42!
    -Hace

  14. hotzenplotz sagt:

    mh.
    hoffentlich ist hace nicht aus einer plural-plural welt… uiuiui.
    vorsicht, junge…

  15. Gast sagt:

    bei dieser folge bin ich fast eingeschlafen . gääääääääähhhhhhhhn.

    gruß
    bini

  16. Gast sagt:

    @Hotzenplotz, ich hoffe du weist was die 42 bedeutet. Ansonsten hast du mit sofortiger Wirkung dein Recht auf Leben verwirkt. (haha, Wortspiel 8[ )

  17. hotzenplotz sagt:

    ich hoffe du weisst was es mit den plural-plural welten auf sich hat, und wie die schnucki vom arthur abhanden kam…
    hm?
    nicht?
    5. buch lesen!

  18. hotzenplotz sagt:

    (und was soll daran ein wortspiel sein? ich glaube du hast die sache mit den telefonhörer-putzern nicht in betracht gezogen… hmja.)

  19. Gast sagt:

    "äh.
    ja, um sich für VOY zu begeistern muss man sich für VOY begeistern… nur wer will das schon?
    bzw. wer hält das länger als 10 minuten durch?"

    Viele tun das und diese Leute nennt man "Fans" die mit den Charakteren durchaus etwas anfangen können ! Nur weil du dich für die Charaktere nicht begeistern kannst, brauchst nicht auf alle anderen schließen und die Sache verallgemeinern.

    "fängt ja alles schon damit an dass die dumme funsel von janeway das ganze fisako verhindern hätte können wenn sie sich in folge 1 einfach an die viel misachtete 1. direktive gehalten hätte. und nach hause geflogen wäre.
    "

    Hast du vielleicht mal nachgedacht, dass die Autoren bewusst die Voyager im Delta-Quadranten stranden ließen. Also von einem "Fehler" kann nicht die Rede sein, da das Konzept so geplant wurde. Und wie du Janeway bezeichnest, als "dumme funsel" zeigt deutlich, dass du ihrer "Chemie" und ihrer Person stark abgeneigt bist. Da kann auch noch die beste Story kommen, wenn man mit der Chemie der Charaktere nichts anfangen kann, dann kann man auch mit der ganzen Serie nichts anfangen.

    Deshalb auch mein Tipp für die ganzen Verreiser: Einfach Umschalten wenn Voyager kommt und die Serie in Frieden ruhen lassen !

    Aber dass könnt ihr nicht, Voyager ist für euch wie eine Art Aphrodisiakum, welches ihr braucht um euren Alltagsfrust an jemanden abzulassen um wieder klar denken zu können. Manche Leute brauchen das einfach !

  20. Gast sagt:

    Kommentar zum Post über mir:

    BLAH!!!

    Danke für ihre Aufmerksamkeit.

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