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Das Review der 1. Staffel – Was schief lief bei „Stargate Universe“ (I)

„Star Trek“, „Star Wars“, „Stargate“: Viele Jahre lang schien es so, als würden die wichtigsten SF-Franchises unbegrenzt weiterlaufen, wenn sich die Macher bei der Bedienung des Goldesels nicht allzu dusselig anstellen würden. Nachdem Star Trek wohl nur noch als krawalliges Kinoevent fortgeführt wird und wir über Star Wars den CGI-Mantel des Schweigens legen wollen, sollten wir hier noch einmal „Stargate Universe“ besprechen. Denn nach 15 Staffeln Dauerlauf wird auch hier beerdigt, was noch lange hätte leben können. – An dieser Stelle also noch mal die Zusammenfassung meiner Gefühle, Geschmacksrichtung Trauer…


Man kann über „Stargate“ und „Atlantis“ ja sagen, was man will (und wer tut das nicht?), aber eines kann man dem leicht angestaubten Prinzip nicht vorwerfen: Dass es sich nicht um knuddelnswerte Charaktere gekümmert hätte! Auch wenn da mal die eine oder andere charakterliche Kopie dabei war (O’Neill x 3 = ?), so versuchte man doch immer, einprägsame Schluffen aufzustellen. Liebenswert, sympathisch, etwas schlicht. Fast wie TNG, nur halt mit Schießpulver im Tricorder.

SGU hatte jedoch die Nase voll von diesem Schema F(utzi), was ich prinzipiell verstehen kann: Man war schon so oft sprücheklopfend durch Strohhüttendörfer gelatscht, dass dem liefernden Bauer langsam die getrockneten Halme ausgegangen sein dürften. Von daher fand ich die Idee auch nicht so übel: Düsterer, ein fremdes Schiff („Fremde Alienstadt“ war ja doch etwas in die Hose gegangen), etwas realistischere Charaktere und keine „Menschensiedlung der Woche“ mehr. Wochenlang.

Aber wisst ihr was? Inzwischen fordere ich alles zurück, was ich je an den Vorgängerserien kritisiert habe! Mit ZINSEN, wegen den zunehmenden Schmerzen in meinem Kopf!

Erinnere ich mich spontan an eine beliebige SGU-Folge, so habe ich sofort ein ganz bestimmtes Bild vor Augen: Die Kamera schielt keck an einem Stück Kulisse vorbei, das verschwommen im Vordergrund herumpendelt. Nicht weil – wie damals bei Star Trek – im Raumkampf der obligatorische Deckenträger runtergekracht ist, sondern weil ich die Handlung viel ernster nehmen soll, wenn die Figuren von einem Stromkabel, einer Säule oder einer Antiker-Luftschlange verdeckt werden. Warum eigentlich?

„Betastet alle Wände! Irgendwo muss dieser Lichtschalter doch sein!“ – „Äh… Hier gibt es WÄNDE?!“ – Zukunftia.de-Making-Of: Um aussagekräftige Screenshots für meine Reviews zu finden, musste ich stets sehr viel Geduld haben, denn optisch ist die Serie nicht hübscher als das Innere einer zugeschifften Großstadt-U-Bahn. Dabei könnte man die Serie schon mit etwas warmen Licht viel freundlicher gestalten (siehe übertriebene Variante unten)… Dafür dürfte allerdings auch nicht ständig etwas im Weg stehen. – Siehe das komische Buckeltier links außen.

Kurzum: Ich mag den optischen Stil von SGU nicht, sofern vorhanden. Dabei finde ich etwas dunklere Kulissen à la DS9 gar nicht schlimm, aber wenn es tatsächlich VÖLLIG egal wird, in welcher Farbe die Kulissenbauer die Wände gestrichen haben, sollte man doch ins Grübeln kommen. Vielleicht sogar das allererste Mal bei dieser Serie. ICH zumindest brauche keine Schatten von der Größe eines anfliegenden „Independence Day“-Raumschiffes, um zu verstehen, dass die Charaktere hier total düster sein sollen! Wobei ich es inzwischen affig finde, eine düstere Ausrichtung immer mit Dunkelheit auszudrücken. Kann man nicht auch im strahlendsten Sonnenschein ein Arschloch sein?

Das wäre für mich viel stimmungsvoller als die visuelle Zwangsdiät der Macher, die mir mein Urteil BILD-verdächtig vorkauen wollen: „Dunkel! Zerrissen! Alle sind wackel… ähm… wankelmütig! Da, man sieht es doch deutlich! Können schwarze Flächen lügen?“

Auch das „Realismus“-Argument zieht bei mir nicht. Nur weil etwas wackelt oder finster ist, muss es dadurch noch lange nicht echter wirken. Guido Westerwelle labert ja trotz festem Stand und guter Ausleuchtung auch ständig am wahren Leben vorbei! Nein, ich brauche wirklich kein „Blair Witch Ship Trek“, sondern will mich an der hochpreisigen Ausstattung erfreuen! Also: Knipst endlich das verdammte Licht an, bevor es richtig peinlich wird! Und das meine ich völlig ernst: Jede Episode wäre eine halbe Note besser, wenn die Serie schon mal optisch verkünden würde, dass sie durchaus Bock hat, mich UNTERHALTEN zu wollen.

Wie? Die Charakter SIND doch herrlich düster und verrucht? Da verwechseln wohl einige bewegungslose Gesichter und gebellte (Schwachsinns)Befehle mit psychologischen Tiefenbohrungen. Mein Vater sah früher auch immer so aus wie Colonel Young, wenn er nach einer Woche Wechseldienst nicht mehr wusste, ob wir Tag, Nacht oder Sonnenfinsternis hatten.

Falsch: Humorfreies Reinschlag-Gesicht mit dem Blick eines Hundes, der um einen Job als Labortier bettelt. Ebenso falsch: Leere Flächen neben dem Gesicht, die einen den Kauf eines hochauflösenden Großbildfernsehers bereuen lassen…

Richtig: Locker in den Hüften, den Blick leicht gesenkt und die Beine lässig-ungekünstelt gespreizt. Das gelegentliche Zeigen des sogenannten „Stargates“ im Hintergrund erklärt Serieneinsteigern außerdem, woher die Serie ihren lustigen Namen hat.

Ein typischer Konflikt bei SGU sieht (=haha!) so aus: Es gibt ein Problem. Die Soldaten oder Rush/Eli beschließen, es unter Aufbietung sämtlicher Freudlosigkeit zu beheben. Schon nach wenigen Sekunden wird das Hauptproblem (Trinkwassermangel/ Halluzinationen/ Alienbedrohung) aber zugunsten der Charaktere beiseite geschoben. Statt aktiv die Handlung voran zu bringen, wird erst mal minutenlang diskutiert:

Camile Wray: „ICH bin hier vorerst die zivile Autorität an Bord und unser Volk… ähm… mein Ego braucht Rrraum! Ich habe den Zimmermann Jim Beam schon gebeten, uns ein paar Wahlurnen aus Alienwaffen zusammen zu nageln. Zwar sind wir hier in einer potenziell tödlichen Notsituation (=Restlicht flackert bedrohlich), aber ich finde schon, dass unsere paar Leutchen richtig verwaltet werden müssen. Wir sollten das Rathaus auf Deck 7 bauen, gefolgt von Bezirksämtern auf Deck 12 und 1.

Ich finde es auch nicht gut, dass sie nie auf mich hören, Young (*Fuß stampf*)! Spätestens seit unserem stümperhaften und sinnlosen Putschversuch dürfte ihnen doch klar sein, dass dies nur ein stummer Schrei nach Liebe war! Bitte geben sie mir die Macht, damit ich jede Woche entscheiden kann, ihnen das Kommando zu übertragen, um die Gefahr der Woche abzuwehren, ja?“

Scott: „Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll, weil ich eigentlich nur ein Spielball der wenigen Actionszenen und meines Vorgesetzten bin, aber ich gebe der hässlichen Tante mit den Schlitzen neben der Nasenwurzel einfach mal unrecht. Ich finde schon, dass wir verdammt viel geleistet haben! Man denke nur daran, dass ich stets besorgt in Chloes Richtung blicken darf, wann immer sich ein Bakterium ihren zahlreichen Schleimhäuten nähert! Davon abgesehen habe ich zum Glück keine besonderen Eigenheiten und lasse mich höchstens mit Tarnfarben beschreiben, die ich mir als Soldat in das traurig-männliche Einheitsgesicht zu schmieren pflege.“

„Scott, lassen sie nicht zu, dass der Mann in der Kammer hinter uns getötet wird!“ – „Ööööh. Definieren sie ‚getötet‘, Ma’m!“ – „Umgebracht, hingerichtet, irreparabel beschädigt!“ – „Verstehe ich echt nicht. Was soll denn daran schlecht sein? ICH bin doch gar nicht in diesem Raum?“ – Falsch: Figuren, denen nicht nur das Toilettenpapier am Arsch vorbei geht.

„O’Neill! Wir können diesen Aliens nicht ihre rituellen Gebets-Gummibären wegnehmen, auch, wenn diese uns überaus nützlich wären!“ – „Ooooch, Siiiiir…“ – Richtig: Moralische Mindeststandards. Sogar DS9 hatte die. Archer hatte immerhin davon gehört. Und Janeway hat zumindest mal einen Artikel darüber überflogen (die Bilder waren so hübsch)…

Greer: „Seitdem mein Papi mich nicht mal verkloppt, sondern nur mit einer ungültigen Fahrschein durch die nächtliche Nachbarstadt geschickt hat („Das Ausweichen der Fahrkartenkontrolleure wird eine wertvolle Lektion für sein Leben sein, mein Sohn!“), verstehe ich leider nicht immer so genau, was ihr hier für schwieriges… Dings… ähm… Zeugs reden tut. Mein Restverstand, der durch Blödheit, Visionen, militärische Dumpfansichten und schmerzhaftes Nebendarstellertum schwer beeinträchtigt ist, sagt mir aber, dass… öh… wir hart durchgreifen sollten. Gegen wen? – Keine Ahnung. Aber ich hoffe, es wird schon jemand finden, der mich im Stockdunklen scheel anschaut! Ich bete täglich dafür. – Oh Papi, hilf!“

Eli: „Also wenn sich die Zuschauer nicht mit MIR identifizieren können, weiß ich auch nicht weiter. So ein gemütlicher Dicker als amtlicher Sprücheverwalter ist genau das, was diese Serie braucht! So ein bisschen aufgesetzte Nerdigkeit wird schon ausreichen, um 40 Minuten Gewitterstimmung aufzuhellen. Wie in diesem Film, ‚Star Wars Episode 3‘, genau!“

Klar, die Konflikte sind durchaus vorhanden, nur verstecken die Autoren sie gerne unter wüstem Geschrei. Überhaupt scheint sich jeder zu hassen, was dann aber auch nicht zu wirklich durchdachten Intrigen führt. Jeder trotte(l)t so vor sich hin, hofft, dass bald wieder die offizielle „Schreiminute!“ ausgerufen wird und man mit 17 Speicheltropfen in Führung gehen kann.

Young und Rush sprechen sich in der Regel nicht aus, sondern zerren ihre kleinlichen Pillermannvergleichskämpfe monatelang an den Haaren durchs Schiff. Immer, wenn ich eine Aussprache erwartete, die irgendetwas ändern könnte, irgendeine neue Facette enthüllen könnte, knallte einem wieder leere Worthülsen um die Ohren: „Du doooof!“ – Selbstreflektion gibt es auch nicht. Jeder Recht und ich trotzdem nicht meine Ruhe.

Komisch: Manchmal hat man dennoch das (falsche) Gefühl, dass etwas total Wichtiges gesagt wurde, was man eventuell nur nicht mitbekommen hat.

Da waren doch schließlich Kunstpausen nach jedem Satz! Die Kamera bebte, als müsste sie sich gleich in einen beginnenden Messerkampf stürzen! Die Figuren sprachen oftmals langsam und eindringlich wie ein Priester nach drei Bechern Messwein mit Sahne! Der Gesichtsausdruck ließ vermuten, dass mindestens zwei Omas der Hauptfiguren verstorben sein müssen!

Doch spätestens nach dem Ende der Folge weiß man schon gar nicht mehr, um was ist gegangen war: Warum sprachen Greer und Young eindringlich an der Andockbucht? Wieso gestikulierte die Japanerin auf- und abgehend im Raum? Was sagte Rush zu dem namenslosen Drittwissenschaftler, als er diesen vor der Kantine abfing? Welches Geheimnis hatte Chloe unserem Eli noch mal vor der Besenkammer mitgeteilt? – Ich wusste es nicht mehr und das machte mir stets große Angst! Bekam ICH Alzheimer oder doch nur die Autoren?

„Colonel? Ich habe Probleme mit dem Antrieb!“ – „Ich auch. Aber mir hat Johanniskraut und regelmäßiger Schlaf ganz gut dabei geholfen!“ – „Nicht DIESER Antrieb, sie Idiot!“ – „IDIOT?! WIE KÖNNEN SIE ES WAGEN?!“ – „ICH HABE GAR KEINEN WAGEN, SIE ARSCH!“ – (Pause, die Zeit scheint stillzustehen) – „Okay, was ist denn jetzt mit diesem Antrieb?“

Na toll, das hatten wir uns nach den durchaus unterhaltsamen Vorgängerserien gewünscht: Eine Dramaserie, bei der man vergisst, welche Probleme die Charaktere haben! Ist Rush jetzt noch traurig, weil seine Frau starb? Und wenn ja, wollen wir das wissen? Bereut Eli es, sich von dem Militär angeheuert haben zu lassen und vermisst er den Wackelpudding seiner Frau Mama? Welchen Mann will Chloe jetzt eigentlich und wieso fällt mir nicht eine Sache ein, die sie jemals zur Problemlösung beigetragen hätte? Kann man Young auch noch anders beschrieben als mit: „Harter Hund, schaut ab und zu wie Sylvester Stallone beim Kacken“?

Hier auch mal ein toller Dialog aus der Serie:

Chloe: „Bist du in Ordnung?“

TJ: „Ja.“ (*schnief*) „Mir gehts gut.“ (*schnüff*) „Welche Chance hat mein Baby, jemals ein normales Leben kennenzulernen?“

Chloe: „Ach, was ist schon normal?“

TJ: „Ich weiß es nicht. Aber ich denke nicht, dass es DAS hier ist.“ (*zynisch grins*)

Nur für diesen doofen Soaptext, den man – trotz Trauer! – ruckzuck hätte rüberbringen können, werden ganze 23 Sekunden verschleudert. Bei den Vorgängerserien hätte man es in der Hälfte der Zeit geschafft und wäre doppelt so betroffen gewesen. Schon komisch.

Enttäuschend bislang auch die langfristigen Entwicklungen: Crewmitglieder verlassen die Crew in der ersten Wüste der Serie und bleiben verschwunden. Ein halluzinierter Pfarrer verkleidet sich als Sandsturm (der jetzt auch noch mal WAS genau wollte?). Eli und Konsorten sind fast 2 Folgen lang verschollen („Außer Reichweite, buhuuu!“) und latschen dann grinsend in Folge 3 durch das Tor zur Destiny zurück („Waren nicht außer Reichweite, juchuuu!“)? Die Zivilisten wollten das Kommando übernehmen, um die gefährlichen Planeten-Außentermine demnächst selber wahrzunehmen(?) und versuchen eine stümperhafte Machtübernahme? Und ein paar Folgen später bietet die nur noch Futter für eine bescheuerte Halluzinations-Folge („Waaaah, sie werden uns alle verraaaten!! Waah!“ – „Nicht doch, Greer! Das ist doch schon ganze 4 Wochen her! Du musst endlich lernen, das zu überwinden!“)?

Das ach-so-clevere Schiff fliegt zwei Mal(!) selbstständig in eine Sonne, um sich aufzuladen, donnert dann aber mit ungenügender Energie in den leeren Raum?! Ganze Episoden lang wird auf der Erde geknutscht und fremde-Körper-missbraucht, nur um das selbstgewählte „Wir sind allein hier draußen“-Element wieder abzuwracken?

Ständig geht etwas an dem blöden Schiff kaputt, fehlt irgendetwas komplett (Wasser, Energie, Luft) oder will sich nicht richtig bedienen lassen. Manchmal muss zur Behebung irgendwas auf einem öden Planeten, auf dem außer Landschaft rein GAR nichts ist, zusammengekratzt werden. Doch die meiste Zeit schauen die Seriengenies in irgendwelche Monitore und erzählen uns mit heiligem Ernst, dass sich das Schott zum Kohlenkeller nicht öffnen lässt oder der Ölfilter endlich mal ausgeschabt werden muss. – Das ist in etwa so, als hätte man bei SG1 eine ganze Staffel lang nicht die richtige Treibersoftware für die Iris installieren können!

„Hey, was treibst du da an der Maschine? Verstehst du die Sprache auf der Tafel nicht? Ist ein Kraftfeld aktiviert worden? Testet die Kontrolltafel, ob du ein Antiker bist?“ – „Öh… Butter…“ – „Wie bitte? Bist du mit Nanosonden infiziert worden, die dein Sprachzentrum verwirren? ICH WUSSTE ES!“ – „Nein… Butter… Zum schmieren. Hebel. Klemmt.“ – Ich wusste ja, dass man sich Budget für spätere Folgen aufsparen kann, aber Einfallsreichtum?

Die blauen Aliens sind einfach mal eben da, jagen die Mannschaft um den Block und verschwinden dann auf nimmerwiederblubbern. Denn das einzige, was sie bislang taten, war, einige Hauptfiguren in einen überdimensionalen Toilettenspülkasten zu sperren. Was die Viecher wollen? Völlig egal, die tollen Darm- und Beischlafprobleme („Unten oder oben liegen?“ – „Hmm. Lass uns das ausdiskutieren!“) der Crew sind ja schließlich viel wichtiger als diese affige Science Fiction. Aktuelle Raumschiffserien gibt es im Moment ja wie Sand am Meer – oder etwa doch nicht?!

Noch dazu sieht die Serie einfach nur billig aus. Wohin hier das ganze Geld fließen soll, ist mir ein Rätsel, das ich mit dem um die Weltformel gleichsetzen möchte! Gab es in den alten Serien noch in vielen Folgen neue Strohhütten, Kostüme und Kulissen, CGI-Effekte oder wenigstens Schüsse aus Alienwaffen, die ein lustiges „Bzzirp!!“ machten, so können hier ganze Folgen vergehen, in denen nur der Hyperraum durch das Fenster winkt. Außerirdische Schiffe werden (Ausnahmen bestätigen die Regel) nur extrem kurz gezeigt und die SFX-Fingerübungen wie Kraftfelder oder die Destiny von außen WILL man eigentlich gar nicht extra erwähnen, weil es einem selber fast peinlich wird…

Das Stargate kann man vergessen: Das steht nur blöd rum, wird nur benutzt, wenn einer der Planeten näher als 30 Meter an die Destiny herangetreten ist (macht Sinn, nach den 15 vorherigen SG-Staffeln?) und wenn, dann ist der Planet so spannend wie ein ungemähter Fußballrasen, eine Kiesgrube oder ein Wald. Wenn man schon nicht auf lebende Zivilisationen treffen will, dürften es wenigstens ein paar alte Tempel sein, finde ich! Und damit meine ich nicht den kurz gezeigten Ruinen-Friedhof vor ein paar Folgen, der einen ja erst tüchtig freute („Juchuuu! Hell! Grün! Mysteriös!“). Aber nach 10 Sekunden tauchten die Charaktere schon wieder in den Keller ab, wo erneut alles dunkel und kahl war. Aber, gut: Immerhin wurde die fette Gruselspinne besser charakterisiert als so mancher Seriendarsteller.


Im zweiten Teil unserer „Stargate Universe“-Meckerreihe werde ich die Vorgängerserien heranziehen (Oh ja, bitte! Gaaaanz nah!) und sagen, was dort besser lief… Wenn es den Speicherplatz unserer Servers nicht überfordert.


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von Klapowski am 14.06.10 in All-Gemeines

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Kommentare (15)

  1. Exverlobter sagt:

    Sehr gute Review Klappo,

    wo das ganze Geld der Serie hingeht?? Wahrscheinlich in die Gage des ach so teuren Kino- und Charakterdarstellers Robert Carlyle, lol. Wenn aber die Autoren mit dem Charakter nichts anzufangen wissen, dann verpufft auch dieser vermeintliche Vorteil im NIchts. Also in Zukunft doch lieber wieder No-James, a’la Joe Finigian oder doch Flanigan ?? Wie auch immer..

    Die von dir kritisierte Ressourcenproblemtik war das einzige, was an der Serie meiner Meinung nach funktioniert hat.
    Ich hab mich damals bei Voyager immer so aufgeregt, dass diesbezüglich soviel Potential verschenkt wurde.
    Zitat: Janeway Erste Staffel: „Passen Sie auf das Shuttle auf. Wir haben keine Möglichkeit es zu ersetzen. Wir müssen sparsam mit Photonentorpedos umgehen. Wir haben nur einen Vorrat von 36 Stück.“
    Bei jedem Kampf mit den Borg wurden wahrscheinlich doppelt so viele Torpedos verschossen.
    Und in Staffel 4 verliert die Voyager in 3 aufeinanderfolgen Episoden! 3 Shuttles. Dadurch wurde das Konzept „Wir sind auf der anderen Seite der Galaxis auf uns allein gestellt“ ad absurdum geführt.

    Zumindest das hat bei SGU funktioniert. Aber auch nur in der ersten Hälfte der Staffel. Ab dann war es ja wichtiger per Kommunikationsstein die Rudelbumsorgien im x-beliebigen Swingerclub auf der Erde zu zeigen, aargh.

  2. Exverlobter sagt:

    Ach ja Klappo bezüglich Review Teil 2.
    Du willst altes Stargate mit neuem Stargate vergleichen.
    Könntest du bitte auch erwähnen was bei Battlestar Galactica funktioniert und bei SGU nicht.
    Meiner Meinung nach hätte die Serie mit dem BSG-Konzept durchaus Potential gehabt, da ich Battlestar Galactica liebe. ABer dann benötigt man auch talentierte Drehbuchautoren vom Kaliber eines Ronald D.Moore (wie bei BSG).
    Das Brad Wright nicht in der Lage ist, Stargate-Geschichten auf das NIveau von BSG zu pimpen, hatte ich aber schon zuvor befürchtet. Und letztendlich war das Resultat ja dann doch ein einziger Griff ins Klo. Verärgert bin ich auch darüber, dass SGU die Reputation von BSG in den Dreck gezogen hat, da BSG mittlerweile dafür verantwortlich gemacht wird, dass SGU so ein Fehlschlag ist. Es liegt aber wie gesagt nicht am Konzept an sich, sondern an der Kompetenz der AUtoren.
    Da kann man nur sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten.

  3. Grüzi sagt:

    Bei BSG haben die Autoren doch genau so ohne Plan und Verstand drauflos geschrieben wie bei Lost.
    Und die Auflösung war ähnlich hirnrissig:
    God did it.

    • Exverlobter sagt:

      Hab BSG nocht nicht zu Ende gesehen. Zumindest die ersten Staffeln waren gut. Nenn mir mal eine Serie deren Ende nicht verkackt war. Das war bei fast allen so (B5, Akte X, Lost, angeblich BSG, Voy, Ds9, AllyMcBeal usw.)

    • Mieze sagt:

      AAHHHHH … ich bin doch gerade erst in der dritten Staffel von Lost, und nun hast Du die Auflösung gespoilert … *heul* .. ;)

    • Grüzi sagt:

      Nö, ich hab die Auflösung von BSG gespoilert. ;-)

  4. Dingens sagt:

    Ich liebe BSG, und ich mochte das Ende. Aber lassen wir mal das Ende weg, SGU hat ja erst eine Staffel hinter sich. Wenn man nur den Gesamteindruck der ersten Staffeln vergleichen würde, dann würden auch viele der von Klapo zurückgewünschten Serien relativ alt aussehen. Trotzdem, auch in einem solchen Vergleich wäre SGU nicht nur alt, sondern vermutlich schon in der Kategorie „Versteinerter Urahn“. Dass SGU noch nicht gestorben ist, ist eines wenigen verbliebenen Rätsel der Menschheitsgeschichte.

    • Exverlobter sagt:

      Das stimmt allerdings. Wenn man sich die ersten beiden STaffeln von der ach so genialen TNG anschaut, dann fragt man sich auch, warum das damals nicht abgesetzt wurde. Manchmal muss man Serien einfach Zeit lassen. Von daher kann man in Bezug auf SGU ja sogar noch ein Fünkchen Hoffnung haben.

    • Sparkiller sagt:

      Gerade das frühe TNG mieft für mich zwar schon etwas stark nach 80er, aber inhaltlich finde ich auch die ersten beiden Staffeln Top. Gerade halt im Vergleich zu SGU.

      Es gab zwar auch eher vergessenswerte Folgen („Code of Honor“, wo Yar gegen einen afrikanischen Stammesplaneten antreten muss), aber dafür gibt es so einige Perlen wie z.B. „Where No One Has Gone Before“, wo das Besuchen von fernen Galaxien noch etwas Besonderes war (bei SGU macht man das ja mal eben nebenbei):

      http://www.youtube.com/watch?v=0RdBI8U-hFM

      Oder „The Neutral Zone“, die ich auch zu meiner persönlichen Episoden-Top 5 zähle. SO hat man gefälligst auf fiese Aliens zu treffen:

      http://www.youtube.com/watch?v=5J9YrCpwEdI

    • DJ Doena sagt:

      Dieser Cmdr. Tebok klingt aber einem Gul Dukat verdammt ähnlich. Dabei ist das doch gar nicht möglich, sind ja verschiedene Spezies…

  5. Klapowski sagt:

    Ich weiß auch nicht, was das Problem an den TNG-Staffeln 1 und 2 sein soll. Okay, manche Episoden wirken etwas trashig („Die schwarze Seele“, „Der Reisende“, „Begegnung mit der Vergangenheit“, ect.), aber das mochte ich teilweise sogar daran.

    Sie hatten noch nicht dieses nervige Technobabble der späteren Staffeln. Und besser konnte man TOS gar nicht mit den 80ern vermischen. Wenn TOS ein kultiger Klassiker geworden ist, gibt es keinen Grund, dass die frühen TNG-Staffeln es nicht auch werden könnten.

    An Sparkillers Beispielvideos sieht man auch sehr schön, dass man sich beispielsweise musiktechnisch mal etwas anderes getraut hat. Klang doch teilweise sehr mysteriös, das alles!

  6. WTF sagt:

    Klappo: „Welchen Mann will Chloe jetzt eigentlich und wieso fällt mir nicht eine Sache ein, die sie jemals zur Problemlösung beigetragen hätte?“

    Ach komm schon, du alter Demenzanwärter!
    Chloe hat z. B. herausgefunden, dass es in den Höhlen des Griechenland-Planeten Kaufhaus-Pläne an der Wand gibt. Und sie verschafft Scott aller zwei Folgen eine Lustbefriedigung, so dass er Young nicht mehr allzu tief in den Arsch kriechen braucht. Ist das nichts???

  7. ... sagt:

    Ich erinner mal an die 200’te Folge SG1. Martin sagt dort, dass der Sender eine jüngere Hippere Version von Stargate (Wormhole Extreme) möchte und dies wird dann in einer Sequenz parodiert.
    Erschreckenderweise entspricht dies genau SGU: „Ich bin schwanger“

    • Dingens sagt:

      die erwähnte Folge ist großartig. Ansonsten hinkt der Vergleich aber. Wo ist SGU denn hipp? ;-)

  8. Donald D. sagt:

    @ Exverlobter: scheinbar hast Du DS9 nicht zu Ende geschaut. Dann wüßtest Du nämlich, daß das Ende wirklich große Klasse war, von allen Trek Shows sowieso und das beste Ende generell, eben weil es auch ein richtiges Ende war.

    @ DJ Döner: Fast! Es war nicht Gul Dukat, aber derselbe Schauspieler!

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