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„Independence Day #9“ (2 Reviews)

Aufgrund von aktuellen Ergebnissen in der Hirnforschung, welche besagen, dass Eure Aufmerksamkeitsspanne bereits nach dem Lesen DIESES Satzes beendet ist, wurden die kultigen „Dreier-Reviews“ von mir in „Zweier-Reviews“ umgewandelt. Unsere nächste Anpassung an die veränderten Seh- und Lesegewohnheiten erfolgt dann im Herbst, wenn wir versuchen, einem Komplett-Review mit den Worten „Cool, LOL!“ noch irgendetwas Humoristisches abzuringen…


INFORMATIONEN:

Regie: Shane Acker
Jahr: 2009
Budget: $30 Mio.

Poster
Neulich wurden Neunmalkluge neunmal angegriffen!
Als „Geheimtipp“ wurde mir dieser Animationsfilm verkauft, weswegen ich hier auch zustimmend nicke und diesen „Geheimverriss“ dankbar an die Illuminaten und Freimaurer unter Euch zurückreiche. – Okay: Sooo schlimm ist es dann doch nicht, aber man fragt sich schon, warum diesem Actionquark von Kritikern eine angeblich tolle Symbolik unterstellt wurde. Ähnliche Tiefgründigkeiten hätte man auch bei Kollege Popeye („Man ist, was man isst!“) oder den Ducktales hätte finden können („Die geizige Ente Dagobert ist extrem subtile Kapitalismuskritik!“).

Bei „9“ laufen ein paar sackgesichtige (keine Beleidigung, sondern Wahrheit) Voodoopuppen herum, die das Ende der Welt überlebt haben, knorzigem Wissenschaftler sei Dank. Ausgestattet mit einer echten Luxus-Seele kämpfen sie nun gegen Maschinenwesen, die ihnen den wirbeligen Geistesflaum auch gleich am liebsten wieder absaugen würden. – Tja, und das war es dann eigentlich schon wieder an Geschichtsunterricht für dieses Review. Da hätte ich bei „Toy Story 2“ schon deutlich mehr Probleme, die Handlung zusammenzufassen.

Immer mehr böse Blechbuben werden den Sackis entgegengeschleudert, um rasselnd, prasselnd und seelenraubend für filmische (Ent)Spannung zu sorgen. Vier oder fünf Angriffe von fliegenden, kriechenden und sich aufbäumenden Klapperkisten habe ich gezählt, immer wieder mal unterbrochen von Verlustmeldungen im Lager Voodoo. Immerzu muss irgendwie herumgesprungen, -geklettert oder -gefallen werden, was für einen Samstag-Morgen-Cartoon auch ein prima Workout wäre (die verbrannten Kalorien werden direkt auf die klatschtenden 5-Jährigen vor der Glotze übertragen), für einen gehypten Trickfilm aber doch etwas wenig ist.

„Hm. Welt kaputt. Nur diese Olympische Fackel für Nerd-Athleten ist noch übrig.“ – Sein eigener Ruck-Sack: Man kann nicht alles haben. In Fall einer postapokalyptischen Welt sogar nicht mal ein Zehntel. Die Zahl NEUN symbolisiert übrigens die Anzahl der Finger, die ich beim Ansehen des Films in meiner Nase versenkt habe…

Die Figuren tragen ihre Eigenarten wie auf einem geschwenkten Fahnenmast vor sich her: Da gibt es beispielsweise die athletische Überlebenskünstlerin, die stets in der letzten Sekunde den Tag rettet, den tumben Dicken, der blind alle Befehle befolgt (als „Kind“ zu viel Wolle gefressen?) und den BÖSE blickenden Anführer (minderjährige Zuschauer müssen gleich sehen, woran sie sind, damit sie das Zuhören verlernen?), dessen Hut wie der Pappfernsehturm auf dem Haupt von Papst Benedikt aussieht.

Ironisch gespielt wird mit diesen offensichtlichen Klischees kaum bis gar nicht, weswegen ich den Machern an dieser Stelle verschreibe, zur Buße 20x das „Ave Pixar“ zu beten. Auch der Hauptdarsteller ist irgendwie mutig, irgendwo am vernünftigsten und irgendwann der Retter. So weit, so gu… Bart. – Und zwar soooo lang!

Versteht mich nicht falsch, „9“ ist sicherlich nicht schlecht. So präsentiert er immerhin Animationen, die von „Shrek 3“ und „Wall_e“ nur mittelmäßig krankenhausreif geschlagen werden müssten und ab und zu gibt es eine Szene, an die ich mich nach einer Woche nach dem Gucken sogar noch erinnern kann. Kaufen würde ich mir den Film aber nicht. Er ist Unterhaltung, die man nur dann genießen kann, wenn man mit 43 Grad Fieber krankgeschrieben zu Hause liegt und seine Zufallsmitbringsel aus der Videothek einlegt, weil man bei Nachmittagstalkshows generell Pickel bekommt.

Fazit: Animierte Computerkloppe von Computern gegen Puppen für ein computerliebendes Publikum. Am Ende gibt es esoterisches „Seelen-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“ und den – natürlich – immer wieder aufstehenden Oberbösewicht mit der Motivation eines kaputten Eierkochers.

Also ein nettes Filmchen für die Babysitter unter uns („DU guckst du den Film und ICH geh Bier trinken!“), aber nichts, was länger in der Birne bleibt. Das nächste Mal also mehr Figurenentwicklung ODER Düsternis ODER Witz, dann klappt es auch mit dem Aufzählen von Pluspunkten, okay?


INFORMATIONEN:

Regie: Roland Emmerich
Jahr: 1996
Budget: $75 Mio.

Poster
1996 war's und ich bin immer noch (un)abhängig!
Jaaaa, ich weiß schon: „Independence Day“ ist eigentlich sooo blöd, dass es auf der Hilfsschule immer verkloppt wurde, weil er seinen komplizierten Vornamen nicht schreiben konnte. Der Film ist außerdem so patriotisch, dass sogar 17 Amis eidesstattlich versichern ließen, dass es ihnen ein kleeeein wenig zu viel war.

Die Handlung ist so unglaublich konstruiert (Fernsehtechniker entdeckt Geheimnis der fremden Raumschiffe, kennt eine Mitarbeiterin des Präsidenten und gelangt in der allergrößten Krisensituation einfach so ins Weiße Haus, ect.), dass die Baupläne für für den Plot lange Zeit mit denen für das Alien-Mutterschiff verwechseln wurden. Viele Sprüche sind so dämlich, dass man per Zeitmaschine die Erfindung der Sprache verhindern möchte, nur um Emmerich den weiteren Nährboden zu entziehen. Und die amerikanische Vater/Frau/Kind/Hund-Romantik ist so zuckersüß, dass meine Blu-Ray nach einem Jahr wohl an Karies verenden wird.

Doch trotz allem HAT „Indepence Day“ irgendwie etwas! Irgendeinen diabolischen Mainstream-Wirkstoff, der dafür sorgt, dass ich bei jedem Gucken mit ausgebreiteten Armen am Fernseher kleben bleibe, als hätte Hollywood eine Zyniker-Fliegenfalle aufgestellt! Der Grund dafür ist simpel: Emmerich, der unumstrittene Botschafter der Popkornindustrie (der als solcher natürliche diplomatische Immunität besitzt), hat es handwerklich einfach drauf: Das Timing ist bei ID4 einfach perfekt (ZU perfekt!), die Rollen absolut stromlinienförmig besetzt (Das reinste „Sympathisanten-Stadl“) und die „lustigen“ Oneliner sind so behämmert, dass es irgendwann im Kopf knackt und man einfach kopfschüttelnd grinsen muss:

Schwuler Medienfutzi: „Oh Gott, ich muss meine Mutter anrufen! Ich muss meine Putzfrau anrufen! Ich muss meinen Anwalt anrufen! – Okay, vergiss das mit dem Anwalt!“

Nach Flugzeugverfolgungsjagd: „Willkommen auf der Erde!“ (*Alien in die Fresse hau, Zigarre anzünd*)

UFO-Jünger: „Ich hoffe, sie bringen Elvis zurück!“

„So, Cheffchen! Endlich haben wir das richtige Weiß gefunden, um ihr Haus zu streichen. Jetzt kann ja eigentlich nichts mehr schiefgeh… -raaaah!“ – Parteispenden werden zukünftig auch in Form von Ziegelsteinen angenommen: Die „Öffnung“ der amerikanischen Politik – wie hier zu sehen – nach außen ist für große Bevölkerungsteile eine eher schwierige Angelegenheit. Zumindest behaupten das 7 der insgesamt 18 Personen, die landesweit überlebt haben.

ID4 ist eine reine Action-Komödie, die man ungefähr so ernst nehmen sollte wie eine Spencer/Hill-Klamotte (Kritiker: „Der Kolonialismus in Afrika wird mir da viel zu sehr verharmlost!“). Allerdings muss auch ich gestehen, dass mich auch bei ID4 das eine oder andere nervt. Damit meine ich nicht so sehr die Tatsache, dass die Erdlinge das Alienraumschiff mal gerade mit einem Computervirus ausschalten; schließlich haben die ihre „Firewall“ gerade über den Städten der Erde abgesetzt, nein: Geradezu geärgert hat es mich, dass in der vollkommen abgefackelten Großstadt etliche Sekunden und relativ groß ein paar Palmen im Wind wippen.

Bei Filmen wie diesen KANN ja gerne jemand über das Wasser gehen, aber dann bitte in anständigen Schuhen!

Trotzdem schätze ich die gut inszenierte Action noch immer, die nur wenig gealtert ist und sogar übersichtlicher und liebevoller präsentiert wird, also so manche Wackelorgie à la „Transformers“, Hancock“ oder „Star Trek“. Bei ID4 werden die (wenigen) CGI-Aufnahmen nachträglich nicht noch mal in den koffeinhaltigen Wackelpudding geworfen, um irgendwie noch die Aufmerksamkeit von „Playstation 4“-Vorbestellern zu erzielen. Gerade die zermatschten Großstädte kommen fast ohne Computeranimationen aus, da sich ein reales Feuer durch ein detailgetreues Miniaturmodell fraß, während alles mit Hochgeschwindigkeitskameras gefilmt wurde.

Das sieht auch nach 14 Jahren noch sehr fein, flott und feurig aus. Da hat man an animierten Computerdruckwellen vor einigen Jahren noch viel seltsameres gesehen („Hey, fünf Nebelwände aus alten N64-Spielen hintereinander gelegt! Toll!“). – Und die Musik geht auch gut ins Ohr und hat alles, was ich an guter Filmmucke schätze: Bombig, dröhnig, klassisch. Wie eine rassige Brünette, die einem direkt ins Ohr steigt. – Schmutzig und ordinär, aber doch sehr schöööön.

Fazit: Intellektuelle werden die Nase rümpfen, ICH hingegen werde sie mir schnäuzen. Aus Wehmut. Als ich damals aus dem Kino stapfte, hatte ich wirklich das Gefühl, über mir riesige Raumschiffe hängen zu sehen. Für einen Nerd ist das natürlich toller als Christbaumkugeln am Tannenbaum. Und auch heute mag ich es, wenn Will Smith wieder einmal sagt: „Wir treten E.T. mächtig in den Arsch, Sir!“

Da nimmt man es durchaus in Kauf, dass man nach dem Film nicht mehr weiß, wie man eine Tür aufmacht…

Das einzige, was mir Angst macht: Emmerich träumt von Fortsetzungen („Zweite Alieninvasion!“). – Gaga?!


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von Klapowski am 31.05.10 in Film-Review

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Kommentare (20)

  1. Exverlobter sagt:

    Klappo, kennst du eigentlich den Youtube-Reviewer „Confused Matthew“??
    Falls nicht, schau mal auf seinen Youtube-Channel oder gleich auf

    http://www.confusedmatthew.com

    Warum empfehle ich dir den? Na weil du mir mit dieser ID4 Review bewiesen hast, dass du und ConfusedMatthew ziemlich ähnlich tickt. Confused Matthew hat bereits ziemlich viele Leute vor den Kopf gestoßen, indem er aufgrund seiner strengen Wertungen sogar die besten Klassiker verrissen hat. Der einzige Film der bislang eine gute Wertung bekommen hat ist…. dreimal darfst du raten … INDEPENDENCE DAY.

    Ein Aufschrei ging durch das Internet. Nachdem er 99 Prozent aller (teilweise guten Filme) durch den Kakao zog, adelte er mit ID4 ausdrücklich einen der dämlichsten, dümmsten Filme aller Zeiten?
    Wie du entgegenete auch er den ID4 Hassern, dass das einfach der beste und gleichzeitig dümmste Popcorn-Movie aller Zeiten sei, und vor alem deshalb so großen Spass macht.
    Zitat: „OK i admit, this movie is stupid as hell, but i still love it god damn it!“

    Empfehlenswerte Reviews:
    Star Trek 7
    http://www.confusedmatthew.com/Star-Trek-Generations.php

    Star Wars:
    http://confusedmatthew.com/The-Star-Wars-Prequels.php

    • Sparkiller sagt:

      Schöner Tipp, Ex, hab ich mich bis gerade auch direkt mal durch die Star Wars-Prequels gehört. Sehr gelungen, als Nächstes kommt dann seine Besprechung des LOST-Finales dran.

      Ich muss sagen, diese Sorte von Mecker-Reviews (Matthew, VideoGameNerd, Nostalgia Critic, Mr. Plinkett (!)) haben die Amis wirklich drauf. Ich weiß nicht, ob es an der Sprache liegt, aber in Deutsch kann ich mir sowas tatsächlich nur sehr schwer vorstellen. Oder gibt es da auch sowas ähnliches?

    • Exverlobter sagt:

      Hey Sparki
      Ja, Mr. Plinkett is echt der Hammer. Der kommt was Ironie, schwarzen Humor und Witz angeht schon (fast?) an Klapowski heran. Nicht umsonst verfolgen mittlerweile auch diverse Schwergewichte in Hollywood (wie z.B. Simon Pegg u.a.) seine Reviews.
      Ich muss ehrlich sagen, was die Review- und Rezensionskultur angeht, hat unser schönes deutsches Vaterland in Bezug auf Nerd-Themen noch einiges aufzuholen. Von Zukunftia abgesehen kenne ich eigentlich kein gutes deutsches Forum, für das ich mich begeistern könnte. Es gibt schon ein paar Foren, da geht es aber echt dröge zu. Hier bei Zukunftia macht ja gerade die Satire und Ironie das ganze so interessant. Das einzige was Deutschland neben Klappo nennenswertes herausgebracht hat war dieser unsägliche Mr. Xiang von VoyagerCenter.de (Gott habe ich diesen Kerl gehasst!!) Ironiefrei und besserwisserisch bis zum abkotzen!! Ein echter Vollblut-Nerd halt :-)) Zum Glück ist der mittlerweile in der Versenkung verschwunden.

      DIe Amis sind da in der Tat viel weiter. Vor allem Youtube ist da eine wahre Fundgrube. Leute wie AngryVideoGameNerd, Nostalgia Critic, RedLetterMedia a.k.A Mr. Plinkett, und Confused Matthew bringen mich neben Klappo regelmäßig zum Lachen.

      Wen vor allem Star Trek interessiert, sollte mal bei „SFDebris“ auf Youtube reinschauen. Im Gegensatz zu den Anderen behandelt er ausschließlich Star Trek, dafür aber in einem Detailgrad, der ihn zum wahren Trek-Gott macht. Und dabei kommt er gar nicht klischeemäßig nerdig, sondern mit einer guten Prise trockenem Humor rüber. Bei ihm sollte man aber schon gefestigte Englisch-Kenntnisse mitbringen, da er im Vergleich zu den Anderen genannten doch ziemlich schnell spricht. Trotzdem, was Star Trek angeht, sind seine Reviews eigentlich das beste im ganzen Netz. Sein Besonderer Fokus liegt darin zu zeigen, wie ultraschlecht Voyager und Enterprise waren. OK nicht das wir nicht bereits wüssten, aber er bringt uns nochmal Einblicke, die ich zumindest bislang so noch nicht gesehen hab.
      Ein KLassiker ist seine Review zur schlechtesten Voyager-Episode ever
      („Treshhold“ dt. Titel Die Schwelle.

      http://www.youtube.com/watch?v=Nsaucfx8lxI

      Nicht ganz so witzig (da der Film ja ein Meisterwerk ist und sich deshalb nicht so durch den Kakao ziehen lässt) ist die Review zu „Zorn des Khan“. Die Review ist aber was die Recherchen und die literarische Analyse angeht das Nonplultra.

      http://www.youtube.com/watch?v=8hIV3gLupqU&feature=related

      OK, genug Werbung für heute.

  2. Talon Karrde sagt:

    Träumt Emmerich wirklich von ner ID4 Fortsetzung oder ist das ne Ente?

    Zu 9 kann ich nichts sagen – kenn ich nicht.

    Zu ID4… Nichts gegen Patriotismus, aber bitte auch keine Überdosis davon. Dazu kommt: Die ganze Welt wartet darauf dass die Amis was unternehmen? Ja klar… die Amis haben ja auch nur mal so ziemlich alles verloren was sie hatten. Man versucht auch gar nicht selbst was auf die Beine zu stellen, man wartet dass der Ami sich meldet. Klar.

    Ein Virus vermag es die Computersprache einer außeridischen Spezies zu verstehen, und die haben natürlich nicht die geringste Idee wie sie das Virus neutralisieren.
    Ihre Kampfschiffe machen ihre Hauptwaffen scharf, während feindliche Jäger um sie herum schwirren und nur darauf warten, dass diese Schwachstelle ausgenutzt werden kann? Das erste Schiff das so drauf geht ist verzeihbar… alle anderen nicht.

    Nur was die Dummen Sprüche und die Effekte angeht stimm ich mit Klapi überein.

    • Exverlobter sagt:

      Hallo Talon Karrde

      ich glaube es ist bei so einem Film müßig auf Plotholes rumzureiten. Das ist einfach ein „Have-Fun-Movie“ der gar nichts anderes als Popcorn-Kino sein will. Schlimmer finde ich es, wenn sich solche Filme Ernst nehmen. Aus diesem Grund funktioniert „The Day after Tomorrow nicht aber ID4 schon).

  3. Exverlobter sagt:

    Ach ja, Anpassung an veränderte Sehgewohnheiten??

    Ich glaub das ist einfach eine Entschuldigung dafür, mehr Zeit auf dem Sessel und nicht vor der Tastatur zu verbringen!

  4. Exverlobter sagt:

    Klappo ich bin es.. mal wieder.

    Sorry das ich hier was Themenfremdes posten muss, aber ich will was zum Horst sagen. Und bis hier ein Update kommt, hab ich es wohl längst wieder vergessen. Eigentlich will ich euch auf einen äußerst lustigen Zufall in Bezug auf einen Satire-Artikel hinweisen.

    Wie geil ist das denn!
    Der Author dieses Satire-Artikels nimmt exakt 8 Stunden vor dem RÜcktritt Köhlers eben diesen vorweg. Volltreffer! Da war wohl Hellseherei am Werk.
    „Horst Köhler, der mit seinen unglücklichen Äußerungen zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ähnliche Kompetenz bewies wie Großbritannien beim Eurovision Song Contest, wird demnächst seinen Stuhl
    räumen“

    http://www.welt.de/satire/article7854143/Lena-Meyer-Landrut-soll-auf-Horst-Koehler-folgen.html

  5. FD sagt:

    Würde passen, wenn die Meyer-Landrut als Enkelin eines Bilderbergers jetzt auch noch Bundespräsi würde. Der nervige Medienhype reicht ja noch nicht. Ich hasse die alle-müssen-sie-einfach-lieb-haben-gebt-ihr-den-bundesverdienstorden-für-ihr-achsounschuldiges-aussehen-aber-kann-nicht-wirklich-singen-tussi.

  6. FD sagt:

    Gibts hier neuerdings Zensur?

    • Sparkiller sagt:

      Alle bislang probierten SPAM-Filter sind etwas empfindlich, weswegen ich manchmal Kommentare erst händisch freigeben muss.

      (Ein Deaktivieren derselben ist aber auch nicht zu empfehlen. Sonst können wir auch gleich alle Chinesisch lernen.)

  7. bergh sagt:

    tach auch !
    ID4 zustimm.
    #9 muß ich noch anschauen und Lena LM,
    geht mir mit dem Hype sowas von auf den Senkel.

    Sie ist ja ganz suess, aber das doch auch nur eine paar Minuten und nicht gefühlt 3 Wochen lang.

    Menno

    Gruss bergH

  8. Exverlobter sagt:

    Lol, ich wollte mit dem Köhler-Link eigentlich keine Diskussionswelle über Lena Meier-Stuhlgang lostreten, sondern nur auf den lustigen Zufall hinweisen, dass der RÜcktritt des Bundespräsidenten (auf einem Satireartikel!!) ein paar Stunden zuvor schon prognostiziert wurde. Also wenn schon eine Diskussion dann über den Trümmerhaufen den „Super-Horst“??!! auf der politischen Bühne hinterlassen hat. Und das nur weil der man einen rhetorischen Malus hatte auf dem letztendlich rumgehackt wurde. Lol, Politik ist in der Realität doch etwas komplizierter und unvorhersehbar.

    Da scheint doch die Welt in ID4 echt noch in Ordnung zu sein. Der Präsident ruft einfach: „Ab heute feiert die gesamte MEnschheit den amerikanischen Independence Day!!! “ und wird von seinem Publikum einfach mit ausgelassenem Jubel belohnt. Wenn man das mit der tristen Realität vergleicht muss das beim politischen Kader doch Resignation auslösen.

  9. G.G. Hoffmann sagt:

    Als ich kürzlich „Avatar“ erstmals auf DVD sah, fühlte ich mich storytechnisch sofort an ID4 erinnert. Insbesondere als dieser Rolli-Soldat vor den versammelten Bläulingen verkündete, man werde die Menschen nunmehr gemeinsam kräftig in den Arsch treten. Ich habe nur auf den Satz „Heute feiern wir alle gemeinsam unseren Independence Day!“ gewartet. War ja auch die gleiche Situation. Nur umgekehrt. Menschen wollen unschuldigen Alienplaneten ausbeuten. Weshalb hat nicht Will Smith den Avatar-Soldaten gespielt („Willkommen auf Pandora! BOING!“) und Jeff Goldblum die blaue Trulla („Alle Fernsehtechnikerinnen können das, Dad.“)? DAS wäre kultig gewesen. So ist „Avatar“ nur ein hinreißend blöder Augenschmaus.

    Lag es eigentlich an meiner speziellen DVD oder schwanken Tonqualität und Lautstärke bei „Avatar“ sehr stark?

  10. Donald D. sagt:

    „ID4“ gefällt mir sehr. Besonders die Effekte haben mich damals vom Hocker gerissen, kannte man Ähnliches doch nur von „Star Wars“. Doch „Star Trek-Deep Space Nine“ hat es relativ schnell hinbekommen, die Effekte auch im TV hinzukriegen (Stichwort: „Dominionkrieg“, für mich immer noch der beste Film/TV Krieg aller Zeiten!)
    Was mich an Köhlers Rücktritt stört ist folgendes: der Nasenbär kriegt für den Rest seines Lebens die vollen 200.000 Euro Jahregage weiter. Lebt der also noch ca. 20 Jahre (Horschtl ist jetzt 67), ist der Steuerzahler mit vier Millionen Euro dran! Und der Nachfolger, der jetzt vielleicht Mitte 50 ist und noch ca. 30 Jahre lebt kostet 6 sechs Millionen Euro. Summasummsebrumm zahlt der Steuerzahler allein für den Ex- und neuen Bundespräsidenten ZEHN MILLIONEN EURO für die nächsten 30 Jahre (Dienstwagen, Chauffeur, Sicherheitsleute, Flugzeug usw. nicht mitgerechnet!)! Es wäre toll, wenn der Bund der Steuerzahler mal ausrechnet, was die ganzen Politiker im Stadtrat, Landtag, Bund mit allen Extras den Steuerzahler kosten. Ich bin mir sicher, ich würde in Ohnmacht fallen.

  11. G.G.Hoffmann sagt:

    @ Donald D.

    200.000,- Euro im Jahr? Wahnsinn! Dafür würde ein Banker oder Manager aber morgens nicht einmal aufstehen. Politiker sind alles mögliche, aber mit Sicherheit nicht überbezahlt. Der Grund, daß wir überwiegend Pappnasen in der Politik haben, ist darin zu finden, daß jeder, der qualifiziert ist, für einen
    solchen Hungerlohn nicht arbeiten würde. Die Besoldung der Politiker ist allenfalls für eine Neiddebatte gut, macht aber keinen nennenswerten Anteil an den Haushalten aus. Ich bin dafür, Politiker deutlich besser zu bezahlen, damit der Job für Leute attraktiv wird, die etwas drauf haben.

    Mal ehrlich: wer einigermaßen etwas auf den Kasten hat, der setzt sich doch nicht für 8.000,- Euro im Monat in den Bundestag.

  12. Sparkiller sagt:

    Auf der anderen Seite, will man denn Leute in der Politik haben, die es ausschliesslich wegen den Kohlen machen? Obama bekommt für seinen undankbaren Posten (Wie oft hätte dieser eigentlich bei DER Kritik mittlerweile sein Amt hingeschmissen?) schliesslich auch nur eine schlappe halbe Million Dollar pro Jahr.

    Klar, später und zwischendurch kommen u.a. durch Autobiographien wohl auch noch ein paar Cent dazu, aber das gilt ja auch im kleineren Umfang für unsere Leute.

    Wobei ich den ihr Geld ebenfalls gönne. Aber bitte erst NACH der Amtszeit dafür die Pöstchen und Angebötchen wahrnehmen. So soll Köhlers wahrer Rücktrittsgrund ja z.B. diese heimliche Tonaufnahme sein, in welcher nur sein Deckname „Mr. Wonder“ verwendet wird:

    http://querbeetdesign.bplaced.net/temp/dreckigekohle.mp3

  13. Exverlobter sagt:

    Politiker unterbezahlt??
    Hmm, also einen Mann an der Spitze wie Berlusconi, der zufällig auch noch der reichste Mann des Landes ist, möchte ich in Deutschland nicht sehen! Des Weiteren wird doch immer kritisiert, dass nicht mehr genügend Bürgernähe zwischen Politikern und dem Volk herrsche. Wenn sich der politische Kader nun auch noch finanziell vom Rest des Volkes entfernt, haben wir bald oligarchische Zustände wie in Russland!

    Apropos, warum hat sich eigentlich Klappo zu den angesprochenen Themen auf diesem Artikel noch nicht gemeldet? Gab doch in der Woche so viele Entwicklungen, die man satirisch auseinanderreißen könnte. (Köhler, Meyer-Stuhlgang, Raab usw).
    Ach ja, Klappo, was hälst du jetzt eigentlich von Mr. Plinkett ??

  14. Klapowski sagt:

    Zu Meyer-Rand-gut:

    Nettes Mädel, kann besser singen als ich und hat sich den Preis für unvergleichliche Träller-Leistungen (ganz im Ernst: Diese vielen Musikstile KONNTE man tatsächlich nicht miteinander vergleichen!) daher auch redlich verdient. Aber ist das Thema nach fast einer Woche denn überhaupt noch aktuell? Liegt die Kleine nicht schon mit weißgekokster Nase im Hinterhof von Dieter Bohlen?

    @Horst Köhler:

    Nichts gegen einen durchschaubaren Vorwand, aber die „Es fehlte Respekt vor dem Amt“-Nummer war doch recht hingebogen. Fragt doch mal einen Würstchenverkäufer, Krankenhausclown oder Polizisten, ob da immer alles vorschriftsmäßig respektabel abläuft! Eine ehrlichere Aussage Köhlers hätte mir da besser gefallen:

    „Ach, wisst ihr: Nachdem meine drei besten Redenschreiber einen lukrativen Posten bei der Volkshochschule („Rhetorikkurse für Nörgelrentner“) angenommen haben, hatte ich irgendwie keine Lust mehr. Außerdem ist die Süße aus dem Schreibbüro in das Archiv gewechselt, weswegen ich morgens keinen Grund mehr hatte, hinter der Topfpflanze in das Nebenzimmer zu schielen. Außerdem muss man sich mit 128 Jahren auch mal wieder beruflich verändern. Ich strebe daher demnächst die Stelle als Bundes-Gesangsmumie an, sobald die von Jopie Hesters frei wird.“

    Mister Plinkett & Konsorten habe ich mir noch nicht angeschaut. Mache ich dann demnächst mal. Bin nämlich gerade dabei, mächtig zurückzutreten!

    (*Rückwärts zur Toilette hoppel*)

  15. Exverlobter sagt:

    Der hier ist nicht von mir, aber so lustig, dass es meiner Meinung nach auf eine richtige Satireseite muss.

    „Wulf ist halt ein warmer Luftsack, wenn er nicht gerad irgendwo hängenbleibt steigt er langsam aber stetig nach oben.
    Genauso spannend wie ein Heißluftballon.
    Hoffen wir das eine leichte Brise ihn unauffällig aus dem Land trägt.“

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