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LOST in Desperation – Abschließende Gedanken für die einsame Insel

Alles hat ein Ende, nur LOST… hatte leider auch eines. Vor dessen Beginn, weil nach sechs Jahren eine doch sehr kultige Mystery-Serie ihren Abschluss findet. Und danach, weil man nun in Gefahr läuft, von dem mordsmäßigen Fragezeichen über seiner Birne erschlagen zu werden. Doch an dieser Stelle natürlich erst einmal eine dicke Spoiler-Warnung! Obwohl man eigentlich die anderen fünf Staffeln für die „grandiose Auflösung“ dieser Show wohl getrost vergessen kann. (Wir von Zukunftia wussten dies natürlich, weswegen wir fast alle vorherigen Folgen gar nicht erst besprochen haben. Clever, was?)


Als seriöser Berichterstatter mußte ich aber erst einmal ein paar Tage warten, um das Gesehene anständig sacken zu lassen (*börps*), bevor ich mit dieser Niederschrift beginnen konnte. Was man dafür von Kollege Klapowski zu halten hat, welcher mir schon vor Tagen einen überaus qualifizierten Meinungskasten zugesandt hatte („Bin erst bei Staffel 3 und hab das Finale noch gar nicht gesehen. Schlimm?!“), ist dagegen von der Nachwelt zu entscheiden. Oder meinetwegen auch von euch, ist schliesslich weiter unten zu finden, das Teil…

In echter LOST-Manier gibt es nun aber erst einmal einen Flashback zu meiner eigenen Zeit auf „Der Insel“.

Spark zückt ein altes Tonbandgerät und drückt auf Play, während die Kamera immer weiter auf sein rechtes Auge zoomt…

(Rauschen, Knacksen und leises Fluchen ist zu hören.)

„… ist das verdammte Ding hier an? Und das alles nur, weil der blöde Klapo mich auf diese noch blödere SciFi-Convention in Sydney geschickt hat. Nicht nur musste ich auf dem Rückflug neben diesem schwitzigen Dicken sitzen, plötzlich bricht dieses Mistding von Flugzeug auch noch auseinander. Immerhin hat mich diese dicke, blitzende Wolke aufgefangen. Dabei hatte ich doch einen Nichtraucher-Platz. Egal.

Da waren sie also wieder, meine dreihundert Probleme. Und nach all der Zeit auf dieser Insel machen schon allein 295 davon die ganzen ungelösten Geheimnisse aus, welche sich mittlerweile hier aufgetürmt haben. Als stiller Beobachter im Gebüsch hatte ich ja gehofft, dass die anderen Überlebenden zumindestens mal die Wichtigsten davon lösen werden. Aber Pustekuchen, nix is‘! Das ist aber auch wirklich ein Talent von diesen ‚Anderen‘, deren Antworten immer wieder so zu formulieren, dass diese am Ende kein bisschen an harten Fakten beinhalten.

Weswegen trieb sich hier ein Eisbär rum? Welche Rolle spielte Walt mit seinen Geisteskräften? Wieso genau musste man immer wieder diesen Knopf drücken? Was wollten die Dharma-Jungs eigentlich? Warum war ausgerechnet deren Gründer der Captain der Black Rock? Wieso konnte Ben am Rad drehen und war plötzlich in Tunesien? Und wer zum Henker errichtet eigentlich Statuen, die nur vier Zehen haben?!“



„Ich hab‘ da noch eine Frage. Nein, sagen wir fünf Dutzend. Moment… äh… haben Sie Heute noch was vor?!“ – Dieses Video präsentiert ebenfalls noch einige der unbeantworteten Rätsel der Serie. Die ungekürzte Fassung erscheint aber erst demnächst auf zehn DVDs.

„Kürzlich erschien mir dann auch noch der Geist von Jacob. Aber wirklich informativ war dieser auch nicht. Es ist, als ob eine geheimnisvolle (!) Kraft verhindern will, dass auch nur das kleinste Rätsel gelöst wird.“

An dieser Stelle folgt der kurze Ausschnitt eines Gesprächs…

(Das Öffnen einer Hose und das Spritzen von Flüssigkeit ist zu hören.)

Ich: „Lalalalaaaa… RAAH! Herrschaftszeiten, hast Du mich erschreckt! Wer zum Geier bist Du denn?!“
Jacob: „Ich bin… ein Freund.“
Ich: „Tolle Sache! Hast Du auch einen Namen?“
Jacob: „Ich hatte einen. Vor langer, langer Zeit.“
Ich: „Ach, musstest Du den aus steuerlichen Gründen ablegen, oder wie? Was machst Du denn hier?“
Jacob: „Ich wache.“
Ich: „Ja, ich wache auch. Jeden Morgen auf, zum Beispiel. Als Berufsbezeichnung würde ich das persönlich aber nicht verwenden. Also, warum bist Du hier?“
Jacob: „Ich warte auf den Nächsten.“
Ich: „Hä? Auf den nächsten… Bus? Die Anbindung muss ich dann aber in den letzten Monaten glatt übersehen haben. Okay, ich spiele mal mit… Was bewachst Du denn?“
Jacob: „Das Licht.“
Ich: „Angst im Dunkeln, hmm? Oder sind Glühbirnen hier einfach nur arschselten?“
Jacob: „Ich bewache das Licht der Insel. Es darf nicht ausgehen.“
Ich: „Huuui, klingt ja mysteriös. Und wenn es doch ausgeht?“
Jacob: „Dann wird es Dunkel in der Welt. Aber bald kommt mein Nachfolger.“
Ich: „Bestimmt einer von den Abgestürzten, wie? Muss ja seinen Grund haben, was die seit Monaten alles hier erleben.“
Jacob: „Ja. Sie sind Kandidaten. Sie stehen auf der Liste.“
Ich: „Auf sowas stand ich auch mal drauf. Hab deswegen immer Werbung für Tittenheft-Abos bekommen. Gute Zeiten, gute Zeiten…“
Jacob: „Äh.“

„Fantastisch! Unglaublich! Ich bin jetzt schon ganz gespannt!“ – „Ich auch. MIR fällt jedenfalls kein Grund ein, warum der Fuß nur vier Zehen hat.“ – „Quatsch, das meine ich doch nicht. Endlich habe ich jemanden gefunden, dem die selbstgehäkelten Socken von meiner Mutter passen!“ – Quantentheorie: Hätte Spark die Serie auch weitergeguckt, wenn er gewußt hätte, dass dieses Rätsel auch nach 4 Jahren (!) nicht beantwortet wird?

(Ein Zischen ist zu hören und die Aufnahme geht weiter.)

„Schlimm auch, dass mein neuer Bekannter dabei auch immer so wissend grinste. Machte richtig wütend, weswegen ich den dann auch schnell im (warmen) Regen stehen ließ. Bekommt man ja eh nix raus aus dem. So ein Arschloch.

Und dann war plötzlich alles zu Ende. Da krakelte ich mir im einen Moment noch mögliche Rätsellösungen auf Palmenblätter, wie z.B. dunkle Geheimexperimente, uralte und mächtige Zivilisationen oder meinetwegen auch außerirdische Artefakte, taukelte im Nächsten doch einfach dieser Doc Shephard ganz frech durch das Gebüsch und fiel tot um. Da am Himmel plötzlich etwas erschien, was mich verdächtig an einen Abspann erinnerte, zögerte ich natürlich nicht lange und folgte dem guten Doktor in das nächste Leben. (Gut, dass ein Passagier eine ‚Best of DSDS‘-CD dabei hatte.) Denn nach all dieser Zeit wollte ich nun doch endlich erfahren, was es mit dem ganzen Käse hier auf sich hat.“

(Hier startet furchtbare Musik und lautes Schreien ist zu vernehmen.)

„… klasse, sogar im Nachleben funktioniert mein Rekorder. Da hatten die alten Pharaonen ja die richtige Idee, höhö. Aber nochmal mache ich das nicht, brrr!

Jedenfalls stehe ich hier plötzlich in einer Kirche und die wichtigsten Überlebenden sind auch alle da. Komme mir vor, wie in einem dieser Serien-Specials, wo man wirklich jeden noch einmal reinquetschen muss. Und nicht einmal ein Buffet gibt es.

Jetzt fangen alle an sich zu um umarmen. Und gegrinst wird, als ob jeder gleich derbe furzen muss. Oh, jetzt öffnet sich die Kirchentür. Nein, sooo ein kitschiges Ende werden die ja wohl nicht durchziehen, oder? Etwa doch? Denn jetzt stürmen alle hindurch. Ist das etwa eine Kamera, die auf mein Auge zoomt? Aua, nicht so nah! Nun ist plötzlich alles weiß und ich sehe…

Waaah!

Ich sehe gar nichts! Ich stehe hier allein in den Credits und sehe mir die vielen Namen an. Dieses Abenteuer ist tatsächlich zu Ende. Kann ich jetzt hier raus? Bitte?“

„Völlig falsch. Es war ein Huhn, welches darauf wartet, dass das Wasser kocht, damit es das Ei legen kann!“ – Was ist der Unterschied zwischen LOST und diesem Lied? Einfach, bei diesem Lied gibt es immerhin auch mal ANTWORTEN!

(Die Aufnahme ist ebenfalls am Ende und die Kamera zoomt zurück auf den Spark, welcher eben diese in der Hand hält. UND dabei diesen Artikel schreibt. Boah, künstlerisch!)

Erschreckend, wie sehr mich dieses Ende an die Neuauflage von „The Prisoner“ erinnert hat. Dort konnten die (wenigen) Zuschauer aber wenigstens noch frei zugeben, dass dessen Auflösung (= alles spielte nur im Kopp einer Person, in welche andere reinhoppsen konnten) total gaga war. Und das nicht im positiven Sinne wie bei „Radio Gaga“.

Klar, wer nicht regelmässig bei LOST reingeschaut hat, oder nur nebenbei beim Bügeln, der wird vielleicht sogar zufrieden sein. Überhaupt, nicht wenige behaupten mittlerweile, dass es eeeeigentlich ja um die Charaktere ging. Um gesammelte Erfahrungen und die Erfüllung von deren Wünschen.

Käsekacke, sage ich!

Klar sind symphatische und glaubwürdige Figuren wichtig für eine Serie. Mit diesen soll man schliesslich mitfiebern und sich auch freuen, wenn diesen etwas Gutes/Schlechtes widerfährt.

Aber die Hörren Autoren wollen mir ja wohl nicht im Traum weissmachen, dass solche Details wie (beispielsweise!) ein vierzehiger Statuenfuß, der Hai mit Dharma-Logo, das Visionen-Pferd von Kate oder die superdetaillierte Blaulicht-Karte im Knopf-Bunker „nur so“ eingebaut wurden, um später einfach ignoriert werden zu können? Für keines dieser Beispiele habe ich nicht einmal dezent glaubwürdige Antworten erwartet und meinetwegen hätte auch das eingeweckte Hirn vom Zauberer Merlin für Alles verantwortlich sein können. Aber zumindestens HÄTTE man dann eine Antwort. (Und wer jetzt mit „Keine Antwort ist oft besser!“ kommt, der wird verhauen, jawoll!)

Für mich haben sich die Verantwortlichen letztendlich für den einfachen Ausweg entschieden. Es ist ja sowieso sehr wahrscheinlich, dass man die Geschichte mehr oder weniger drauflos weitergeschrieben hat, ohne sich überhaupt erst um ein mögliches Ende zu kümmern. Vielleicht hat man auch damit gerechnet, noch mehr Staffeln zu bekommen. Letztendlich wird man es wohl sowieso nicht wirklich erfahren. Wer sagt schon gerne „Wir hatten keinen Plan! Lasst uns doch in Ruhääää!“?

„Okay, oben links ist die Stelle, wo wir keine Idee mehr haben, wie es weitergeht. Unten rechts ist das Tal der Ahnungslosigkeit und in der Mitte ist der Punkt, wo wir die Zuschauer am Ende total verarschen! Harhar!“ – Verwirrung nach Plan. Gleichzeitig ist dies übrigens auch die Bauskizze für einen Bunker, wo man sich nach dem Finale vor wütenden Fans verstecken kann.

Wobei das „Affe tot, alle landen im Himmel“-Ende natürlich etwas arg unerwartet war und wohl für wirklich JEDE Serie anwendbar ist, wenn man nicht mehr weiß, wie man aufhören soll. So könnte Papa Cosby ja erfahren, dass seine perfekte Grinsefamilie nur ein Traum war, während er versifft in einer dunklen Gasse auf sein Ende wartet. Witzigerweise hatte man sich über dieses Stilmittel sogar schon bei „Buffy“ ein bisschen lustig gemacht, wo diese sich mordlüsternd auf ihre Freunde gestürzt hat, um ihr „falsche Dasein“ endlich zu beenden.

Fazit: Nach sechs Jahren ging LOST mit einem zwar überraschenden, aber auch sehr austauschbaren, Ende… äh… zu Ende. Nicht falsch verstehen, die Fahrt bis dahin hat mir sehr gut gefallen und wäre der schale Geschmack von so vielen nun wohl für immer offenen Fragen nicht, ich würde sie auch zu meinen Lieblingsserien zählen. Aber diese Bezeichnung beinhaltet nun einmal auch einen Willen zum erneuten Ansehen. Und DABEI würde ich mich jetzt wohl einfach zu sehr ärgern.

KLAPOS KLAPPRIGER MEINUNGSKASTEN
Ja, das hat Kollege Sparkiller nun davon! Am Ende der 3. Staffel hatte ich LOST nicht weiter verfolgt, und das, obwohl mich die Serie immer sehr gut in den Schlaf gewiegt hat… Ich befürchtete einfach zu sehr, irgendwann einen Eisbären mit einem Rauchwesen im Bett zu überraschen, die versuchen, eine Statue mit 5 Zehen zu zeugen, während sie rückwärts durch die Zeit reisen.

Und ich hatte meinen Designer sogar noch gewarnt! Ich sagte:

Artikel 1: „Traue keiner durchgehenden Handlung über 40 (Folgen)!“
Artikel 2: „Die Serie ‚Babylon 5‘ steht Artikel 1 entgegen, jedoch ist bei dieser unbedingt die Gefahrenklausel Nummer L61 in Bezug auf auf die 5. Staffel zu beachten.“

Und nun steht er da, mit Geheimnissen, die nicht nur nicht aufgelöst wurden, sondern auch das einstmals als so „genial“ bezeichnete LOST-Konzept ad adsurdum sowie ad arschleckum führen. Ganze Tonnen an Serienkritikern haben uns über die Jahre einzureden versucht, dass man genau so (und nicht anders) modernes Fernsehen zu machen habe. Ich werde sie ab heute liebevoll „Die Ander(sdenkend)en“ nennen…

Dabei hätte man schon in Staffel 2 skeptisch sein müssen, nachdem jedes gelöste(?) Rätsel so simpel daherkam, dass sich sogar ein Proktologe verarscht fühlen musste. Der Lichtstrahl hinter der Luke war ein Schminkspiegel im Abblendlicht und die „Anderen“ wurden nur mysteriös gefilmt, waren letztendlich aber so doof wie alle anderen („Uns doch egal, warum wir hier sind. Euch auch? Ball spielen?“).

Von offensichtlich irreführenden Episoden (Hurley in der Irrenanstalt; bildet er sich die Insel nur ein?) ganz zu schweigen, die dann nur noch von dem Ärgernis getoppt wurden, dass nicht mal die Hauptdarsteller mit der Faust auf den Bambus-Tisch hauten und ein paar vernünftige Theorien äußern, was hier abgehen könnte.

Somit verschafft mir das – laut Sparkiller – beknackte Ende dieses tiefe und warme Gefühl des „Hab’s doch gleich gesagt“. Somit spare ich mir die gefühlten Staffeln 4 bis 17 und warte darauf, dass J.J. Abrams nach „MI3“, „Cloverfield“, „Fringe“ und „Star Trek“ endlich als das innovationslose Wunderkindimitat angesehen wird, das er vermutlich schon immer war.


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von Sparkiller am 27.05.10 in All-Gemeines

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Kommentare (17)

  1. DJ Doena sagt:

    Nur eine Anmerkung: JJ Abrams ist schnell genug abgesprungen, bevor dieses Kartenhaus über ihm zusammenbrach. Die letzten Jahre sind Carlton Cuse und Damon Lindelof anzulasten.

  2. paranoid android sagt:

    Ja, irgendwie war dieses Finale rührselig und schön anzusehen und trotzdem total bescheuert. Obwohl ich die Spinoff-Serie über Hurley und Ben als die Inselbeschützer schon gern sehen würde.

    Die Moral von der Geschicht: Wenn du im Leben zu viele Menschen folterst, wirst du dadurch bestraft, die Ewigkeit mit dem doofen zickigen Blondchen zu verbringen, das du in einem Anfall geistiger Umnachtung mal gepoppt hast. Dumm gelaufen, Sayid!

    Spätestens nach der „Across the Sea“-Folge war mir klar, dass da nur noch pseudomystischer Murks kommt, daher hatte ich meine Erwartungen schon ziemlich weit runtergeschraubt.
    Interessant waren aber die Assoziationen, die das Bild der magisch leuchtenden Höhle bei einigen Kritikern weckte. Ein Zitat:
    Audience: So there is a magical “cave” full of warm, glowing “light” that all men “want,” but can’t have because it will sully mankind’s “innocence?”
    Lost Writers: Precisely.
    Audience: Paging Dr. Freud!

    Der Hai mit Dharma-Logo hat übrigens eine sehr schöne Erklärung bekommen. Das war ein visueller Gag der Modellbauer, der für die Zuschauer gar nicht sichtbar sein sollte. War er dann aber dank HDTV und sehr obsessiver Fans leider doch. Ups.

    Zum Abschluss noch ein schönes Parodie-Video: http://www.youtube.com/watch?v=di3w1yV4Ehg

  3. Maith sagt:

    Schlechtestes Review, dass ich hier lesen durfte… Die Planlosigkeit, die ihr den Autoren vorwerft, findet sich in diesem Text wieder. Autsch.

    Es stimmt, viele Fragen blieben unbeantwortet und die Auflösung der alternativen Zeitlinie ist nicht jedermanns Sache. Wenn man sich aber vor Augen hält, wie sehr das ganze Finale vor gehyped wurde und mit was für einem Tra-ra und Tamm-Tamm das ganze zu Ende gebracht wurde, wünscht man sich nur, dass die Serien vorher abgesetzt werden und irgendein Staffelfinale zum Serienfinale wird (wie genial war eigentlich das Ende von Staffel 5?!) Ganz ehrlich, welches Serienfinale hat es je geschafft voll und ganz zu befriedigen oder alle Fragen zu beantworten?

    Da wünsche ich mir doch Farscape zurück. Serienfinale: Puff, sie sind Kristalle… (*grrrr* ich verfluche dich, Peacekeeper Wars!!)

  4. paranoid android sagt:

    Das Ende von Staffel 5? Ja, das war toll. Wenn man vergisst, das zur Herbeiführung des Endszenarios die Hälfte der Hauptfiguren in hirnamputierte Teenager verwandelt werden mussten, die lieber mit Wasserstoffbomben in der Zeitlinie rumspielen, als damit klarzukommen, dass sie unglücklich verliebt sind.

    Jack: „Buhuu, Kate hat mich nicht mehr lieb, deshalb sprenge ich diese doofe Zeitlinie weg, damit wir uns nie kennenlernen und sie höchstwahrscheinlich im Knast endet!“
    Juliet: „Buhuu, Sawyer hat Kate anscheinend viel lieber als mich, denn er hat ihr einen schmachtenden Blick zugeworfen! Deshalb helfe ich jetzt Jack, obwohl ich ihn vor zehn Minuten noch aufhalten wollte. Denn eine Welt, in der ich die Gefangene des wahnsinnigen Ben Linus bin, ist immer noch besser als eine, in der dieser Sexiest Man Alive hier nach drei Jahren mit mir Schluss macht!“
    Sawyer: „WTF, seit wann bin ICH der Vernünftige hier?“

    So was zu bringen und dann zu behaupten, es wäre immer nur um die Charaktere gegangen, ist schon etwas peinlich.

  5. dröhn sagt:

    @paranoid android,

    100% Zustimmung. Ich habe Lost geliebt aber da passte zum Schluß nicht mehr viel :(

  6. G.G.Hoffmann sagt:

    Die Serie hat mich sofort durch ein unglaublich innovatives Konzept überzeugt, das an Filme wie „The Beach“, „Cast Away“ oder „Herr der Fliegen“ erinnerte und mich die ersten vier Staff… äh… FOLGEN durchaus fesselte. Dann aber fiel mir auf, daß ich das alles schon einmal in Filmen wie „The Beach“, „Cast Away“ oder „Herr der Fliegen“ gesehen hatte. Nur mit interessanteren Charakteren und überzeugenderen Darstellern. Außerdem war die Serie nur ein müder Abklatsch von „Desperate Housewives“. Nur ohne Housewives. Und mehr Wald.

  7. Will Smith sagt:

    Öhm, gibt es eigentlich eine Lost-Wiki?

    Nach dem Lesen des Wikipedia-Artikels und dieses Reviews habe ich immer noch keinen Plan was genau mit den Leuen auf der Insel passiert ist.

    Hab nach ein paar Staffeln aufgehört als es mit der ganzen Zeitreiserei losging.

    In einem alten Artikel von Sparkiller (glaub war von ihm) hat er ja Gründe aufgeführt warum er sich die Serie nicht mehr ansieht, und anscheinend hat er richtig gelegen.

  8. Donald D. sagt:

    Ha! Ha! Ich war schlau! Zwar blöd genug, um mir die erste Staffel reinzuquälen, aber clever genug, danach diesen Rotz nie wieder geguckt zu haben. Ob Abrams rechtzeitig abgesprungen ist, ist irrelevant. Dieser Vogel und seine Konsorten gehören für diesen Schrott einfach gekreuzigt! Und da gibt es ja noch eine Menge anderer Dinge, wofür man mit Genuß Abrams über die Klinge springen lassen könnte.

  9. KojiroAK sagt:

    Ich hab früher mal kurz in die Serie reingeschaltet sobald ich aber gemerkt habe, dass man eh nichts erfährt habe ich es wieder sein lassen.

  10. Klapowski sagt:

    Was ich fast noch am ärgerlichsten finde:

    Die Charaktere waren schon in Staffel 1 bis 3 kaum zu ertragen und tragen die Handlung damit in keiner Weise.

    Das waren alles (bis auf Hurley) aalglatte Schönlinge, denen es eine Menge Spaß gemacht haben musste, auf einer Horrorinsel festzusitzen. Nie hat man irgendwen am Tisch sitzen sehen, um die Geschehnisse auseinanderzupflücken. „Okay, Leute, das ist alles verdammt seltsam hier. Wieso sehen wir immer Dinge, die gar nicht da sein können? Sind das Geister oder echte Menschen?“

    Für mich war keine der Handpuppen einer echten Person auch nur ähnlich, umschifften doch – neben den Autoren – auch die Charaktere jegliche Möglichkeit zur inhaltlichen Tiefe. Die Grundtehmen waren Folter („Ich habe früher gefoltert, also habe ich Erfahrung!“ – Sayid), sinnlose Agressionen („Moppel, Moppel! Ich horte die ganzen Konservendosen, damit du dünner wirst!“ – Sawyer), Ach-so-schlimme Verfehlungen in der Vergangenheit, die ich schon wieder nach 3 Folgen vergessen hatte (Kate) und das sinnlose Auswalzen von unspannenden Rückblicken.

    Einfach grausam, wie wir immer wieder erleben mussten, wie der Korea-Boy sich zwischen Fischerhütte und Großstadt hin- und hergezogen fühlte, die „Anderen“ wie ferngesteuerte Antagonisten-Vehikel über die Insel(n) stolperten und jeder Ansatz von Dramatik hinfortgespült wurde von dem Gefühl, hier nur einen verzerrten Traum mit Klischeefiguren aus jeder Gesellschaftsschicht zu sehen.

    Und selbst, wenn man mal einen traf, der vermutlich mehr wusste (was er natürlich nicht tat), wurde er schön in Ruhe gelassen und durfte fortan in seltsamen Nebengeschichten klarmachen, dass auch nur der ein Spielball der Drehbuchautoren ist, aus dem irgendwann die Luft entweichen wird (Desmond).

    Dazu dieses Zeitschinden: Als ich am Anfang der vierten Staffel ab und zu für 5 Minuten reinschaltete, sah ich immer nur schläfrige Personen sich gegenseitig über die Insel jagen; mal mit Knarre, mal ohne. Irgendwo war mindestens ein Schiff, aber niemand machte Anstalten, einfach den eigenen Fettarsch drauf zu platzieren.

    Und von Rück- und Vorblicken, die teilweise nicht mal WOLLEN, dass man weiß, in welchem Zeitabschnitt sie spielen, sollte man sich auch auch als Liebhaber von moderner Fernsehunterhaltung nicht verarschen lassen.

    Das ist einfach mies geschrieben und widerspricht der ersten Unterrichtsstunde im Drehbuch-Workshop, wo einem garantiert eingehämmert wird, dass die Prämisse für Vergessliche, Späteinsteiger und etwas dümmere/unaufmerksamere Zuschauer ab und zu noch mal erklärt werden muss. – Abweichungen vom Standard sind ja mal ganz nett, aber nach einer Staffel trägt so etwas einfach nicht mehr. Man redet dann schließlich schon von JAHREN, über die man GAR NICHTS versteht.

    Definitiv zu lang!

  11. Exverobter sagt:

    Lieber Klappo

    gibt es eigentlich eine Serie die dir gefällt?? Ich hab von dir bislang nur Verrisse gesehen. OK bei Enterprise (Ausnahme Staffel 4) und SGU ist das natürlich berechtigt. Aber Lost wurde ja immer stets als Qualitätsfernsehen bezeichnet. OK, ich hab nach Staffel 2 auch abgeschaltet, aber nicht weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich nicht regelmäßig einschalten konnte. Ich hol mir jetzt im September die komplette Serie auf DVD und seh mir alles in einem Rutsch an.
    Auch andere Qualitätsserien wie Battlestar Galactica und Boston LEgal stoßen bei dir ja nicht gerade auf Begeisterung. Alles schlecht zu reden muss wohl eine deutsche Unart sein.

  12. Raketenwurm sagt:

    Lost war schon spitze. Das Problem lag nur bei den Schreibern, die sich nicht in die Zuschauer hineinversetzen konnten. Da wurden ständig Rätsel und geheimnisvolle Andeutungen mit viel Trara dem Zuschauer entgegengeschossen, sodaß der natürlich dachte, daß das alles auch total wichtig für die Handlung sei, und dann hieß es 2 Jahre später in ihrem Podcast „Was ? Darüber macht Ihr Euch Gedanken ? Das ist doch total unwichtig. Daß Ihr überhaupt noch daran denkt…“. Die waren dann eben in ihren Köpfen auch schon viel weiter mit der Geschichte und hatten das, was sie in der Staffel davor fabriziert hatten, schon wieder aus den Augen verloren.
    Und was das Finale an geht; jede Wette, das war eine Last-Minute-Entscheidung. Die ganze 6.Staffel hat ja nun wirklich auf ein ganz anderes Ende hingearbeitet, wenn man die speziellen Desmond-Folgen dazunimmt, im Grunde die ganze Serie, aber weil das vielleicht von den Zuschauern zu schnell erraten wurde, oder weil es die Autoren plötzlich zu langweilig fanden, haben sie sich dann für diese unsägliche Limbo-Variante entschieden. Noch ein letztes Mal alle überraschen; wird schon irgendwie passen. Und das hats leider nicht. Vorallem wenn man Jahre lang gesagt hat „Die Insel ist kein Vorhimmel“, muß man als Schreiber damit rechnen, daß sich alle Zuschauer ganz generell von dieser Idee verabschiedet haben, da kann man dann auch keinen Vorhimmel mehr zwischen die Insel einbauen. Aber an solche Dinge denken die Autoren wie gesagt nicht.

    was die Fragen oben im Text angeht; also Eisbär und Hai wurden ja nun schon erklärt. Sind eben Dharma-Versuche, die aus Käfig und Hydra-Aquarium abgehauen sind. Und die Antwort für die eine oder andere Frage kann man sich zumindest halbwegs denken. Andere vollkommen ungelöste Fragen wären da eher noch: Wieso starben auf der Insel plötzlich die Schwangeren, wer waren die Leute in dem zweiten Boot, die in Staffel 5 auf das Paddelboot der Losties geschossen haben ? (<- sollten ursprünglich bestimmt ebenfalls die Losties aus einer anderen Zeit sein, aber diese Idee hat man wohl für unwichtig erklärt und fallen gelassen). Was wurde aus Bens Jugendfreundin ? Und was wurde eigentlich aus der Brieftaube, die Claire eine ganz Folge lang gefangen, mit einer Nachricht bestückt und abschickt hat ? …..

  13. Plusminus sagt:

    So, das war also das große Geheimnis der Insel? Stöpsel raus, und dann wieder rein? Wow, echt unglaublich wie viele unglaublich mysteriöse Dinge man als Autor(en) innerhalb von 6 Staffeln einführen kann, ohne anscheinend selbst zu wissen, was dahinter stecken könnte.

    Dieses Finale war mehr als enttäuschend, auch wenn man sich davor schon denken konnte, dass niemals alle Fragen beantwortet werden können. Wenn man wenigstens ein paar Sachen geklärt hätte, schön. Aber so fühlt man sich dann doch leicht verarscht.

    Da wäre mir ja eine Erklärung mit einer Alien-Energiequelle noch lieber gewesen als dieser, nun ja, sagen wir Dreck. Moment, Dreck hat aber wenigstens Substanz, im Gegensatz zu dieser Luftnummer.

  14. chritz sagt:

    Das Finale war richtig gut, mit Auflösung von Fragen war doch im Voraus schon nicht zu rechnen.. verspielt hatte man das bereits in Staffel 4/5, in denen man die Serie gestreckt und damit zuviel Mist eingebaut hat. So war das Finale nur durch die gesehen Charaktergeschichte zu gestalten. Wenn man sich da vorher drauf einstellt, konnte man es schon gut anschauen… wenn nicht, hat man ihm keine Chance gegeben.

  15. FD sagt:

    Das Geheimnis der Insel ist genaugenommen also ein Analplug im A… von Gott aus dem die Sonne scheint?!? :D

    Total überbewertete Serie, ging zum Glück größtensteils an mir vorbei, sonst müsste ich mich jetzt auch mit solchen Fragen rumquälen:

    http://www.collegehumor.com/video:1936291

    Weder als Charakter- noch als Mysteryserie ernstzunehmen und lustig ist am Ende eigentlich auch nur das

    http://www.geekologie.com/2010/05/26/lost-ending.gif

    oder das (ohne Ton ansehen)

    http://www.youtube.com/watch?v=RqRbHYEUtzk

  16. Piet sagt:

    Also, ich raff nicht das für jeden anscheinend die Frage „Wieso keine Geburt auf der Insel möglich“ offen geblieben ist.

    Die Insel „tuned“ das Immunsystem, so dass es irgendwann auf den Fötus losgeht.

    Gut, die Folgefrage wäre dann, wieso Juliette nicht einfach HIV gespritzt hat.
    Aber damit kann ich leben.

  17. paranoid android sagt:

    @Piet: Die Frage ist dann aber, warum das Kinderkriegen anscheinend bis in die 70er Jahre noch möglich war. Laut Juliet sind die Frauen ja alle im 2. Schwangerschaftsdrittel gestorben, in der Folge „LaFleur“ (Staffel 5, im Jahr 1977) kommt aber noch ein gesundes Kind nur mit ein paar Komplikationen zur Welt.
    Die einzige auch-nicht-ganz logische Erklärung wäre, dass Juliet das Problem durch die Explosion der Wasserstoffbombe in der Vergangenheit selbst verursacht hat. Danach hätte allerdings eigentlich gar nichts mehr auf der Insel leben dürfen.

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