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Hoffmann comes back! – oder: Die Rückkehr des Fürsorgers!

Wer erinnert sich nicht an den dramatischen Moment vor 2 Jahren, als Chefredakteur GG Hoffmann in diesem Artikel seinen Abschied von unserer Seite nahm? Das älteste Mitglied unseres Projektes musste bereits vorher aus wirtschaftlichen sowie auch aus Zeitgründen (offizielle Einführung der umfangreichen Anhänge F, G und H am Sozialhilfeantrag) kürzer treten…

…An einem sonnigen Dezember enthüllte er dem Team dann in einem Freibad in Darmstadt, dass die Karriere ihm wichtiger geworden sei. Er lege nun neuerdings Wert auf eine Einrichtung namens Kaufkraft, was bei uns auf Unverständnis durch Unwissenheit stieß.

Nach einigen Erklärungen war alles klar: Hoffmann wollte für sich MEHR von allem! Prallere Geldbörse, mehr Busen und abgefülltere Frauen mit beiden Attributen. Widerstrebend nahmen Sparkiller und Klapowski die Herausforderung an (rein zufällig hatten sie bereits vor Wochen eine PHP-basierte Parallelseite aufgebaut), baten den Abtrünnigen aber, eines Tages zurückzukehren und zwei oder drei Frauen mitzubringen. Wenn’s nicht anders ginge, ruhig auch mit Bart. – Bitte!

Nun ist es also soweit: The Vampire strikes back! Hoffmann betrat heute Nachmittag erstmals wieder die heiligen Hallen unseres Redaktionsgebäudes, wischte missmutig mit dem Finger über die völlig verstaubte Roddenberry-Büste neben dem Antimaterie-Springbrunnen in der Empfangshalle und verzog sich unter dem lauten Knirschen seiner angespannten Zehnägel in sein altes Großraumbüro im Ost-, Süd-Ost- und Südflügel. Eine undeutliche Sprechblase aus „Gnagnagna… ENTERPRISE verhindern. Wehret den Anfängen!“ und „Humhum-humm… Früher… alles… besser…“ hinter sich herziehend.

Quietsch-Fidel und gerade erst aus dem Castro-Transporter gestiegen: Der ehemalige Chefredakteur GG Hoffmann (rechts) kehrt in einer neuen Funktion als freiberuflicher Nostalgieberater zurück. Chefredakteur Klapowski (links) begrüßt den kreativen Grei… Geist zurück im Team.

Das nachfolgende Interview führte ich heute Nachmittag mit Hoffmann:

Klapowski: „Erst einmal: Willkommen zurück, Gert! Wenn ich mir deine Leberwerte so anschaue, wird es wohl kein langer Besuch, oder?“

Hoffmann: „Tja, mein Junge. Da habe ich aber schlechte Nachrichten für Euch! Ich spüre nach einer 1 1/2 jährigen Kreativpause nämlich den Drang, die Seite mit einigen neuen Brüllern zu bereichern. Ich spüre, dass ich immer noch lustig bin! 18 Monate Star Trek Abstinenz haben zu einem Wortspiel-Stau geführt, der für mindestens 2,5 Beiträge reicht.“

Klapowski: „Was war denn der konkrete Anlass für diese plötzliche Wiederkehr? Wir hatten dein altes Büro eigentlich als mehrstöckigen Lagerraum für Sparkillers unveröffentlichte Artikel eingeplant!“

Hoffmann: „Als ich mich kürzlich von meiner Star-Trek-Videosammlung getrennt habe (151 Kassetten, die jede einzeln noch einmal von mir kritisch durchgesehen wurde), fiel mir auf, dass so Vieles noch ungesagt ist. So viele Folgen, die unbedingt einer Besprechung bedürfen, so viele Klapowski-Reviews, die haarscharf am Thema vorbei gehen und unwidersprochen arme Kinderköpfe verwirren.“

Klapowski: „Nana! Höre ich da etwa Unzufriedenheit mit meinem Führungsstil heraus? Was ist das Problem an meinen Reviews, davon abgesehen, dass ich sie mir früher von Lin Xiang von www.voyagernews.de habe schreiben lassen, bis ich mich entschlossen habe, IHM nun ein Weilchen auszuhelfen?“

Hoffmann: „Seit Monaten muss ich Woche für Woche tatenlos zusehen, wie du dich in diese Serie zu verlieben drohst. Nach dem Motto: Sie ist die einzige Frau auf dieser gottverlassenen Insel; was kümmert es mich, dass sie einen Buckel hat?“

Klapowski: „Klingt irgendwie nach harten Worten aus einem weichen Keks… Wir wollen nicht vergessen, dass dein einziger Artikel in den letzten zwei Jahren dein Nemesis-Dampfhammer war! Soll ich die Note etwa vor unseren Zulesern verlesen? Wenn ich mich recht erinnere, konnte man jene Ziffer problemlos in einem binären System verstecken, so positiv war das Fazit! – Wäre es für dich nicht besser, den anspruchsvollen Posten als nostalgischer Berater jemanden zu überlassen, der etwas jünger ist? Vielleicht 13?“

Hoffmann: „Nein, nein und nochmals nein. Das alles kann ich nicht mehr unwidersprochen hinnehmen. Mein Monitor ist von meinen abgewetzen Fingerkuppen schon ganz blutig. Bitte zwing mich nicht, die Domain www.ärzte-gegen-staffel-4.de zu reservieren. Gebt meinem Widerspruch Raum!“

Klapowski: „Das werden wir wohl müssen! Immerhin hast du noch die Grundbesitzunterlagen von 1887, die du dir einst am Klondike erarbeitet hast… Bitte denke aber trotzdem an unsere jugendlichen Zuleser, die sehr kritisch darauf achten, wer sie im Internet vertritt!“

Hoffmann: „Apropos! Völlig entsetzt habe ich im übrigen registriert, dass die Einschaltquoten von STuS seit meinem Weggang erheblich angestiegen sind. So war das aber niemals beabsichtigt! Sollte es etwa so sein, dass Menschen an dieser Seite gefallen finden? Den Gästepostings zu urteilen auch noch Trekkies? Das ist doch völlig kontraproduktiv!“

Klapowski: „Wer sagt das, hm? Der Markt ist stets im Wandel! Die ersten Web-Gags basieren in Amerika bereits auf Nanotechnologie! Wir müssen uns anpassen!“

Hoffmann: (*kramt verstaubte Statuten aus dem Jahr 2001 aus*) „Hier steht`s: „Mehr als 10 zufriedene Besucher am Tag sind mit allen Mitteln zu vermeiden. st-enterprise.de widmet seine ganze Kraft dem Ziel, eine dritte Staffel zu verhindern.“ Ja, das ist ja wohl kräftig in die Hose gegangen, was?“

Klapowski: „Wir haben einen kleinen Rückschlag erlitten, aber nicht die Schlacht verloren. Für die Europawahl ist noch alles offen! Wir müssen den jungen Menschen unsere Politik der Nostalgie nur noch etwas näher bringen! Und wenn wir sogar Doktor Pulaski zurück auf die Wahlplakate holen müssen! – Irgendwelche abschließenden Worte?“

Hoffmann: „Wird Zeit, dass ich mal einige Doppelhämmer loslasse, um die Warpgondeln wieder gerade zu biegen und Euren kostenintensiven Traffic auf ein Minimum zu reduzieren! Seit der 6. DS9-Staffel war ich nicht mehr so böse!“

Klapowski: „Ein ehrlich gemeintes „Danke“ für dieses Gespräch. Es war wohl das beste, das wir beiden je hatten…“

„Was habt ihr denn mit meiner alten Olympia-Schreibmaschine gemacht?!“ – Faszination Technik: Webdesigner und Technikwunder Sparkiller (links) erklärt dem Zurückgekehrten auf der internen Fortbildungsveranstaltung „Creemos en el Futuro“ (= „die Zukunft wird cremig“), was sich in den letzten 2 Jahren in Sachen Webdesign getan hat. Und was in den 8 Jahren davor…


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Artikel

von Klapowski am 30.05.04 in Intern

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Kommentare (11)

  1. DeadPoet sagt:

    Erster ;-)
    Welcome Back :)

  2. nakedtruth sagt:

    Und was ist mit dem Steinhaufen?

    Überraschenderweise stimmt die Länge der Abwesenheit (18 Monate) ziemlich genau mit der Länge eines Projektes eines gewissen Gerd S. aus H. an der L., genannt Agenda 2010 überein.
    Nachdem scheitern oben des erwähnten Vorhabens hat der gute Mann also wieder Zeit sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen.

  3. Gast sagt:

    Noch mehr Demagogen auf Stus!
    Juhu GGH GGH! Ge-Ge-Ha!

  4. Gast sagt:

    Hey, ein guter Artikel wie lange nicht!

  5. Gast sagt:

    Man beachte, wir der linke Mann im untersten Bild (Beruf: Zensierchef der Zensurabteilung) gekonnt seinen rechten Arm hebt, um den Ständer zu verdecken der sich beim "maximo" Lider angesichts des Genusses der ersten Pornoseite seines Revolutionslebens keck im Gemächt breit und bemerkbar macht.
    Jau, das hat unser Gandalf-doppelgänger (er lebt auch schon seit 3000 Menschenleben, und hat doch keine Zeit mehr für das Nötigste – nämlich Schrubben) davon, dass er Zeit seines Lebens im schmucklosen Führerbunker hockte, während sein Gegenspieler George W. bis zur Wahl (und eigentlich auch danach) zum Präservativ der USA kräftig einen drauf machte (Allehol, Koks, Dominaspiele mit "Dick" Cheney).

    Euer Bademeister – der Mann vom Beckenrand.

  6. Gast sagt:

    Ach ja…Da Ihr ja anscheinend mitten in der Staffelflaute neue Leute einstellt.

    Kriegt man irgendeine Art von "Lohn" oder "Bezahlung" für den Sklavenposten bei Euch?

  7. Klapowski sagt:

    Du meinst außer der Sympathie des Herausgebers (zu vernachlässigen) und dem Hass humorloser Zuleser (hier ist lt. Hoffmann immerhin demnächst eine Gehaltserhöhung drin)?

    Nope!

    Für diesen Job hat euch nicht mal Gildo lieb!

  8. ObiJan sagt:

    Na endlich wird die Klapowski Diktatur wieder gebrochen. Das hat folgende Vorteile: Zwei Personen können jetzt Sparkiller animieren noch härter zu arbeiten, man kriegt 2 verschiedene Meinungen zu hören, da der eine dem anderen komplett widersprechen wird und es wird keine Notenabsprachen mehr geben, die Schizo-Daniel immer mit Schizo-Klaposwki absprach. Nachteil:Sucht euch eines der obigegen genannten Vorteile aus.

  9. Gast sagt:

    Besser 3 als 5 .

  10. Gast sagt:

    Sehr gut. M>it 3 Leuten ist die Seite auch nicht mejhr ganz so untergangsgefährdet. Kann ja scghließlich auch mal passieren…
    wie alt ist ggh
    Hype'

  11. frakesjoe sagt:

    Tjaaaa, diese Seite hat mehr Leser als ENT Zuschauer haben sollte….

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