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Star Trek Enterprise – 3.24 – „Stunde Null“ („Zero Hour“) Review

„Alles hat einmal ein Ende.“ – Wer diese Floskel benutzt, hat anscheinend noch nicht Enterprise gesehen. Freuen wir uns daher schon jetzt auf eine grandiose 4. Staffel, die später in einer braunen DVD-Box ausgeliefert wird. Bis dahin geht es weiter wie gehabt: T`Pol enthüllt den erschreckend hohen Aluminium-Anteil in den Sphären, während Archer seinem Intimfeind zur Versöhnung auf die Schulter haut…

Tja. Das war’s dann also für diese Staffel… Die Sphären-bauer haben ihre fliegenden Ballsäle wieder eingepackt, T`Pol meistert ihren Part mit Auszeichnung und Archer ist einfach nicht totzukriegen. – Obwohl er sich diesmal doch ganz besonders bemüht hat!

Ansonsten gibt es inhaltlich eigentlich nichts Aufregendes zu berichten, außer dass die Action und Dramatik der letzten Episode ihren Zenit (nicht zu verwechseln mit Genozid, den besprechen wir später) wohl schon überschritten hatte. Es geht halt so weiter, wie man es erwartet hatte: Mit je einem Pyrotechniker in jedem Ärmel schrieben Berman&Braga verständlicherweise ein etwas steifarmiges Finale, dessen Dialoge doch recht ungeschliffen sind. Aber das macht eigentlich nichts, denn niemand möchte den typischen Berman’schen Lokusstopfer an einem Braga’schen Mühlstein angeschliffen bekommen. – Das würde die Funktion des Stopfers doch sehr beeinträchtigen!

Diese Episode möchte einfach nur mit freiem Rohr die verstopften Akneporen seiner Fans unterspülen, indem sie den Mainstream-Mississippi mit Mach 15 hinunterbrettert.

Die einzelnen Haltestellen im Überblick:

1.) Ghostbusters sind verzweifelt: Der Kampfgeist kehrt zurück!

Ich hab’s ja schon immer gesagt: Nahkämpfe müssen einfach in der richtigen Location ausgetragen werden. Zum Beispiel in der Magengrube des Gegenübers! Phaserschüsse wirken dagegen höchstens so destruktiv wie ein Schlüssel, der kräftig über Autolack gezogen wird. Sogar die Geräusche ähneln sich frappierend! Wie viel dramatischer erscheint dagegen doch das satte Schmatzen einer Faust, die die Epidermis mit einem Epizentrum versieht! Der Kampf Archer gegen Reptil (da zahlt sich Bakula’s Schauspielunterricht in der New Yorker Kanalisation endlich aus) gefiel mir aufgrund der Länge und Inszenierung ungewöhnlich gut!

Meistens geraten Rangeleien mit so aufwendig maskierten Figuren ja zur Farce: Die aufwendige Bestückung mit Ringen, die dem Bösewicht in der Schule auch den Spitznamen „Saturn-Sakko“ einbrachte, hätte in TNG noch dafür gesorgt, dass der Besiegte mit einer Hebebühne zu Boden hätte gelassen werden müssen. Um das Kostüm nicht zu beschädigen.

„Praxisgebühr hin oder her! Das ist das letzte Mal, dass ich dir deine Nackenmuskulatur auf diese Weise einrenke! Ein Arzt kann das garantiert viel besser als ich! Und muss dazu bestimmt nicht mal seinen Keller anzünden…“ – Ekelhaft und widerlich: Die Hang-Bang-Party bei Enterprise! Aber immerhin erteilt der HERR DER RINGE höchstpersönlich Archer den Segen seiner Patschehände.

Gut, ein bisschen unbeweglich und steif wirkte der Fiesling hier auch. Aber man schickt ja auch keine Fußballmaskottchen (komplett mit umgeschnallten Würstchen-Bauchladen) zur Wartung des Hubble-Teleskops. Dafür hängt John recht dramatisch an einem Geländer, um zu sehen, ob der Flurputz auch von der dieser Seite zufriedenstellend erledigt wurde. Da ich mit ebenso alten wie peniblen Mitbürgern in einem Mietshaus lebe, treffe ich ja häufig auf derartig abhängende Gestalten… Auch, dass kurz zuvor einige Darsteller in den Abgrund stürzen, gefiel mir gut, da ich die von mir ständig bemängelte „fehlende Tiefe der Charaktere“ wenigstens ansatzweise behoben sah.

Gleichzeitig läutet diese Folge eine andere Seite von Star Trek ein: Sinn und Hirn verschwinden irgendwo zwischen den letzten Stühlen der „Reise nach Jerusalem“, ein Gesellschaftsspiel, das die abschaltenden Fans unabsichtlich in Gang gesetzt haben.

„Anspruch“ reduziert sich ab jetzt auf gegenseitiges Ansprechen:

„Feuer frei!“

„Aye, Sir!“

„Ensign Mayweather! Ich bin Vulkanierin, demnach also kein Sir!“

„Verzeihung. Ich komme mit dem Konzept der `beruflichen Weiterbildung’ einfach noch nicht zurecht!“

Das ist seit der ersten Staffel eigentlich nichts Neues, nur konnte man sich den Verfall des Niveaus bisher noch nicht eingestehen. Die Autoren bombardierten uns daher mit abgekupferten Storys, billigen Retroelementen (Borg, Ferengi, Risa) und pseudo-anspruchsvoller Schwafelware wie dem Gähn-Generator „Stigma“.

Doch nun scheint man begriffen zu haben, was „Star Wars“ bisher so erfolgreich gemacht hat: Fehlender Anspruch und minimale Charakterentwicklung bei hohem Produktionsniveau. Seitdem es bei ENTERPRISE selbstbewusst rummst und kracht und nicht als aufgeklebtes Anhängsel an einem verkrampftem Klugscheißer-Plot daherkommt, entwickle ich sogar langsam Sympathie für die Serie!

Ganz großes Seppel-Kino ist fraglos der Moment, an dem Archer in Zeitlupe über den Laufsteg hechtet. Da er kurz vorher eine Ecke(!) nehmen musste, gehe ich aber davon aus, dass Daniels ihn für diese Passage kurzzeitig auf den Einmarschflur bei DSDS versetzt hat. Daniels lässt sich ja solche Momente nicht entgehen und beobachtet stets, wann Archer besonders schwungvoll um den Kleiderständer kreist, um ihn mit seiner eigenen Einschulung zu überraschen.

Aber dazu später mehr.

„Meinen nächsten Song – `Hero’ – widme ich allen Überlebenden des Nazi-Regimes! Äh… Führt dieser Zeitstrudel rechts eigentlich zur Hauptbühne?“ – Das ist der Beweis: Enterprise ist eben doch ein Selbstläufer. Die anstrengende Rennerei ist für Archer übrigens nicht mal so wild, aber diese ewigen „Lauf, Forrest, lauf!“-Rufe aus der Zentrale von ST-Enterprise.de nerven dann doch ein wenig!

2.) Oil of Ol… – Faux-Pas: Rissbacken lauschen Sphärenklängen: „Ka-Booom!“

Das einzige, was an dieser Folge richtig innovativ daherkam, war Nazideutschland am Schluss. Sogar auch im wortspielerischen Sinn, handelte es sich dabei doch um ein… (Achtung) „Einfallsreich“.

Weniger kreativ war die Vernichtung der Sphären. Denn dass Metallkugel Nummero… Schlagmichtot das schwächste Glied in der Hecke ist, wurde ja schon früher angedeutet. Mit ein bisschen Möbelpolitur und einem coolen Technobabble-Aufkleber auf dem Heck („Ich bremse auch 5-Dimensional!“) dringt die Enterprise daher in den Heidepark Soltau unter den Dimensionsschleimen ein.

Währenddessen wird die Crew-Haut der Bezeichnung „spaltbares Material“ immer mehr gerecht. Und damit jener Blumenerde immer ähnlicher, die meine Kollegen mir stets mit den (nutzlosen) Worten „Aber diesmal nicht das Gießen vergessen, OK?“ überreichen. Aber irgendwie musste ja `rübergebracht werden, dass es mordsgefährlich ist, sich anderswo dimensional „einzuschleimen“… Der Lohn des rissigen Treibens ist ein effektvolles Zusammenschmoren aller Sphären. Und wenn ich hier schon mal aus dem Bäh!-Kästchen plaudere: So ähnlich entwickeln sich übrigens auch meine Obstvorräte, während ich noch überlege, ob Erdnüsse in Flips nicht schon genug pflanzliche Vitamine beinhalten…

Nicht vergessen wollen wir die Sphärenwächter, die unangreifbar durch das Schiff schwirren und die Spannung sowie die Stromrechnung der zuständigen CGI-Experten noch ein wenig aufpäppeln. Aber für ein bisschen Cotostrophenstimmung nimmt man das ja gerne an!

„Ja. Ich hasse diese Menschen ja auch aus tiefsten Herzen… Aber gegen den Klang ihrer Heimorgel kann man echt nix sagen!“ – Frisch aus der Transen-Dimension: Kartoffelköpfchen und Advocadostirnchen spielen den Lieblingssong eines jeden Trotzers fester Materie: „In einer unbekaaannten Wand, vor nicht allzu laaanger Zeit…“ von Karrell Gott.

3.) Vorteil für Zuschauer mit Blaupunkt©-Fernseher: Shran kehrt zu zurück!

Ausgerechnet jetzt, wo ich in der letzten Andorianerfolge die letzten Farbwortspiele verballert habe („Blauschimmel“, „Blaupause“, „Seine Mutter hatte ihm stets eingeblaut“…), muss Shran zurückkehren! Da Berman&Braga mein Problem anscheinend bewusst war, hielten sie seinen Auftritt extrem im Hintergrund und lösten sein plötzliches Erscheinen nicht wirklich überzeugend auf. – Höchstens in Blausäure.

4.) „Tut mir leid, Herr Archer ist gerade bei einer Besprechung“

Archers Kurzausflug zur Föderationsgründung war nett gemeint. Der epische Stimmungsschub fehlte bei diesem Pixel-Wallpaper allerdings. Eine verwaschene Rednerstimme zur ultimativen Osterweiterung hätte ich mir dann doch im Hintergrund gewünscht. Oder zumindest einen müden Trompeterschluckauf. So blieb es bei einem netten Bonbon für diejenigen, die schon immer abwegig gestrickt waren und in einer Gründerzeit-Serie auch auf entsprechende Entwicklungen hofften. Wie auch immer man auf so etwas kommen kann…

„Der Trick mit der Zeitmaschine im Türrahmen ist ja schon irgendwie beeindruckend… Aber warum ausgerechnet Oberammergau??“ – An dem Fenster eines Mannes erkennt man… seine CSU-Mitgliedschaft. Derweil bringt die Reling unseren Archer schon in’s Grübeln. Daniels wird doch wohl nicht auch an einer Nackenverspannung leiden?? Wohl nicht, immerhin riecht man noch kein brennendes Heizöl…

5.) Vorläufiges Fazit der Action-Knaben:

Man kann ganz sicher nicht sagen, dass „Kinodramaturgie“ weiterhin ein Fremdwort bei Enterprise ist… – OK, „Anspruch“ muss im Berman-Drehbuch inzwischen in Lautschrift wiedergeben werden, aber ganz sicher nicht „Produktionsetat“! Denn endlich hat Rick neben seinen Baukästen „Mein erstes Chemieexamen“ und „ Mein erstes lustiges Teleskop (mit Augen und Mund zum selber aufkleben©)“ auch eine „Little Spielberg“-Rappelkiste (wie er sie nennt) in seinem Büro stehen.

Oder, wie wir Zuschauer sie schlicht nennen: „Bierkasten“.

Anders ist das zutiefst kranke, abwegige und auf diverse Alkoholika hinweisende Ende wohl nicht zu erklären… Aber bevor ich jetzt gegen Nazi-Remaner(? War es einer??) hetze und mich über Dogfights mit Shuttles auslasse, sollten wir alle erst mal unvoreingenommen diese erstaunliche Wendung in unserem Geist verankern. Auch wenn wir auf dem Rückweg wie die Herren aus der (leider ausgelaufenen) Bluna-Werbung wirken könnten…

Was hattet ihr, unsere Zuleser in unsere Kommentarfeldern, eigentlich vor Sparkillers Review gegen Nazis?? – Ich mag Nazis!

Die ewigen Argumente, dass die Amis durch solche Shows uns döjtschöööö Jögendlichä (streicht sich über Geheimratsecken in Größe einer Andockbucht) auch weiterhin als Rommel in Baggies und mit 180°-Wendecappi sehen, lasse ich nicht gelten! Das würde sich auch nicht ändern, wenn Archer in der Kölner Innenstadt des Jahres 2004 gestrandet wäre und das einzige grünhäutige Wesen, das ihn belästigen möchte, ein Bahnhof-Junkie auf der Suche nach dem nächsten „Schuss“ wäre. Was wäre denn daran auch spannend, außer dass Archer den fragenden Mann entsprechend seiner Bitte gerne mit einer Phasersalve niedergestreckt hätte?

Nein, Nazis sind voll OK! Sie tragen lustige Uniformen, die dagegen jeden Wachmann vierter Klasse wie ein Guccimodell wirken lassen. Sie sprechen in US-Filmen wie der verstorbene Hund meiner Großmutter (daher für mich persönlich Rührseligkeitsbonus!). Sie wollten die gesamte Welt unterjochen, bis einer weint (amüsant, da abwegig). Sie waren blondäugig und blauhaarig und nahmen dadurch die Entwicklung der japanischen Animes vorweg. Sie gaben meinem Grandpa amüsanten Stoff für meine kindlichen Gute-Nacht-Geschichten („… und dann, mein lieber Daniel, FAULTE mein Zeh ab! FAUL-FAUL-FAUL! *bei jeder Silbe mit einer lustigen Kitzelattacke start*).

Gut, sie waren ein bisschen intolerant, aber dadurch wissen die US-ler wenigstens, dass die BRD keine Inselgruppe auf den Mond ist, wo der amerikanische Durchschnittsübergewichtler all die anderen Flaggenträger längst vermutet.

„Staffel Brauner Kloß ruft unbekannten Schuhkarton! Sie wirken irgendwie so… `führerlos` . Ich glaube, da könnten wir für Abhilfe sorgen… Pardon: sorrrrgän!“ – Mayweather und Tucker suchen ihr Heil. Allerdings in der Flucht und (noch) nicht als Begrüßungsformel. Mit so einem hochentwickelten Volk möchten sich die beiden dann doch lieber nicht anlegen… Die haben immerhin die Autobahn erfunden! (Bibber)

Nein, nein: Und wenn ich an die sonstigen „Verdienste“ von unserem Double-B-Autorenteam denke, ist eine unerklärte Wendung vorläufig sicher besser als eine erklärte. Ja, „total schräg“ hat mir bei Star Trek schon immer besser gefallen, als hirnlose Action mit einem pseudoglaubwürdigen Voy-Plot. Und selbst nur aus dem Grund, dass auf „total schräg“ etwaige Kotze einfach noch am besten abläuft! – Da baue ich lieber „Spocks Gehirn“ fünfmal in meinem PC ein und saue mir den USB zu, als noch mal einen Borgkubus zerplatzen zu sehen! Lieber sehe ich auch noch zum 10. Mal „Die schwarze Seele“ (TNG) an und tanze mit Troi einen schönen Fango, als mit der 7. DS9-Staffel noch mal (Schn)archäologie zu betreiben…

Dass das Ende von der 3. ENT-Staffel bisher überhaupt nicht erklärt werden kann und das „Planet der Affen“-Remake dagegen fast wie ein Logikwunder durchgeht, stört mich momentan(!) daher noch wenig.

Erwähnenswert wäre ansonsten noch die emotionalste Szene der Episode, in der Hoshi in einer düsteren Cotokombe sitzt und sich neben Ent- auch an Vorwürfen verheddert. Archers Zwiespalt, bestehend aus Sorge um Hoshis Gesundheit und seiner Mission, kam eigentlich ganz gut herüber. Auch wenn ich nicht ausschließen kann, dass ich JEDE Hoshi-Szene mit dem Wort „gelungen“ im ENT-Vokabelheft übersetzen würde.

– Auch, wenn ich es nach wie vor für reichlich Gaga… äh: Braga halte, dass Hoshi vom Sprachtalent zur Neonröhren-Steckse umgeschult hat. ICH hatte auch Spanisch- und Englischunterricht, lernte im Gegensatz zu vielen meiner Mitschüler sogar ein bisschen Duden, aber kann ich deswegen die Glühbirnen im Space Shuttle wechseln? Habe ich deswegen plötzlich eine überragende Ortskenntnis und weiß, im welchem Vogelnest sich seine letzten Innereien überhaupt befinden? Ist ein großartiger Linguist gleichzeitig ein guter Rechner und man hat mich jahrelang mit meiner Mathenote beschissen, obwohl ich Haupt- und Nebensatz in der binomischen Formel stets zielsicher zu benennen wusste?

Fragen über Fragen…

„Ich zähle jetzt auf ihre gesammelten Erkenntnisse, Hoshi! Sagen sie mir, was sie über diese Dinger wissen!“ – „La-va-lam-pe, die. Singular. Hauptwort. Noch mehr?“ – Jajaja, jetzt wird wieder in die Röhre geguckt. – Hoshi ist in Wissensdingen ein Multitalent! Daher gibt es bei ihr enorm viele Dinge, von denen sie auf die unterschiedlichste Art und Weise… keine Ahnung hat. Natürlich hat sie aber während ihrer Folterhaft Erfahrung mit der Xindi-Technologie gesammelt! Immerhin bekam sie’s mit diesen Dingern stündlich auf den Hosenboden.

Irritiert hat mich auch, dass kein popeliges Erdenschiff patrouillierte. Selbst die Vulkanier haben trotz der längst bekannten Gefahr nicht mal ein Warndreieck in den Orbit gestellt. Eine fragwürdige Entscheidung, die durchaus als Anstiftung zum Massenmord durchgehen könnte…

Fazit: Berman, ich hab’ dich wieder lieb und will ein Kind von dir! – Waaa? Igitt, nimm es weg! Voyager kannst du schön selber zuende stillen!

Wie dem auch sei: Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass dieser Manny Coto (Manny Coto, Manny Cotooo!) hoffnungslos überschätzt wird! Habe ich es nicht gesagt? – Freuen wir uns also über den Galopp in Dumpf-Action und Episoden in deutscher Sprache. Auch, wenn ich vermute, dass viele irritierte Fans den Ent-Nazis jetzt „Ruuuuhig, Brauner“ entgegenraunen werden…


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von Klapowski am 30.05.04 in Star Trek - Enterprise

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Kommentare (12)

  1. Gast sagt:

    erster :eek:

  2. GG-Hoffmann sagt:

    Da ich ja downloadmäßig nicht mehr ganz up-to-date bin und soeben feststellen musste, dass auf meiner gerade "neu" heruntergeladen Folge das SAT1-Logo prangt (die 2. Staffel lief schon im Fernsehen??) bin ich besonders dankbar, dass die Seite noch immer von Sparki und Klapowski aufrecht erhalten wird. Die Damfhammer-Reviews sind auf meinem bewährt hohem Niveau so plastisch, dass ich bei jeder neuen Folge, die ich in regelmäßigen Abständen von 4 Monaten genieße, das Gefühl eines Déjà vu habe. Mit anderen Worten: in Kenntnis von Klapowskis verrissen ist die Serie noch langweiliger als der Dampfhammer vermuten lässt. Lesen Sie demnächst auf STuS.de: "The unerbetene Return of the Herausgeber: GG-Hoffmann reviewt Voyager, Staffel 1-5!

  3. nakedtruth sagt:

    Ich möchte dann aber bitte ein, wie bei ST-Fanprojekten üblich, selbst für Amateurarbeit 3.klassiges Video, dem alle Unbeteiligten 20 Jahre ihres Freigangs aus Eickelborn geopfert haben, in dem GGH unter dem Steinhaufen hervorkriecht, den Klapowski auf ihn gehäuft hat, nachdem GGH im Kampf mit Rick Berman auf einem einsamen Planeten, um die VOY-DVD-Box zu verhindern, von einer billigen Brücke…

    Ups, falscher Film.

  4. Gast sagt:

    Die Folge kann unmoeglich bei Sat1 laufen. Das mit den Hakenkreuzen geht ja garnicht klar. ;)
    Der Text unter dem vorletzten Bild ist irreführend. Das sind amerikanische Flugzeuge und die haben die Autobahn nicht erfunden.

  5. Klapowski sagt:

    Nein, das sind Deutsche! Sonst funktioniert der Witz doch nicht, Mensch!

    Mit solchen Kinkerlitzchen wie "Serienrealität" kann ich mich im knallharten Humorgeschäft nicht aufhalten. Außerdem kann ich eine Boing 747 nicht von einem Marschflugkörper unterscheiden… Leider!

    Ich ahnte es schon als Kind, dass es ein Fehler war, mich nicht für Düsenjäger-Quartette zu interessieren, wie all die anderen, NORMALEN Kinder! Jetzt habe ich den Salat!

    Muss ich halt jetzt doch noch mit dem Rauchen anfangen, um wenigstens die restlichen Coolness-Reserven zu mobilisieren…

  6. Gast sagt:

    Ach, da ist ja noch ein Review vom Dany. Hatte das letzte (der Name ist ja immer so klein geschrieben, dass ihn ein alter Rentner wie ich schon mal überliest) Review vom Sparkiller glatt Dir attestiert, und mich gewundert, wieso es so fade geschrieben war. Sparky ist halt mehr der Grafik-Man als der Schreiben-Man.

    Ich handle meine Gedanken mal stichpunktartig ab.

    Negativ:

    – Mäuse fressende Xindi:
    Okay okay ich weiss, solche Szenen gelten im Scifigenre als besonders cool, da eklig und trendy. Da sollen die Reptilienxindis nochmal als hundsgemeine Oberbösewichte dargestellt werden. Erinnerungen an die Palastszenen bei Jabba the Hutt werden wach, wo selbiger sich auch allerlei lebendes Getier in seinen Schlund stopfte.
    Aber die süßen putzigen Mäuse! Ihr miesen Reptilienschweine, Ihr! Und sie quieckten und zappelten noch so hilflos, bevor sie in den Schlünden unserer Latexmaskenträger verschwanden. Wenigstens kamen beim Dreh keine echten Mäuse zu Schaden, da kurz vor der Kombination "Lebende Maus -> Mund des Schauspielers" ein kleiner, dennoch durchsichtiger Schnitt gemacht wurde, und sich die Recken anschließend Gummimäuse in den hungrigen Rachen schoben. Das kommt davon, wenn die Schauspielergewerkschaft so schwach ist, dass sie auf dem Paramountset nicht mal einen Spockwürstchen-stand (Achtung, Wortspiel – Bockwürstchen – Spockwürstchen – Haha! Haha!) durchsetzen kann. Wobei sich in einer abgebrannten Stadt wie L.A., wo sich reihenweise Leute zum Spinnenfressen in Fear Factor anmelden, es auch für echte Szenen genug Darsteller gegeben hätten. Schließlich sollen diese Nager wie Hühnchen schmecken, und Hühnchen ist lecker. Trotzdem – ich mag Mäuse einfach. Daher ein Minuspunkt.

    – Daniels:
    Ja, auch Daniels mag ich eigentlich. Obwohl er mich in seinem ledernen Strampelanzug immer an einen dieser Latexfetischisten auf der Love Parade erinnert. Auf der Suche nach ein bischen Liebe. Nur: Es nervt langsam, dass er alle naslang Sehnsüchte nach Johny und seinem Johny bekommt, und ihn regelmäßig aus der aktiven Handlung in seine Phantasiewelt beamt. Dabei haben die im 27. Jhd. doch sicher auch Holodecks um ihre perversen Gelüste zu befriedigen. Aber Daniels steht wohl eher auf Live Action. Zum Glück dauerte das Intermezzo nur 5 Minuten, ein Quickie sozusagen, wenn man an frühere Daniels-Orgien wie Shockwave zurückdenkt.

    – Hoshi:
    Wieso ist eine Übersetzerin eigentlich auf einmal Codeknacker-spezialistin? Ich lasse meinen Hausmeister doch auch nicht an die Kontrollen vom Atomkraftwerk "weil der Job sich eh kaum unterscheidet", oder? Vielleicht lags auch nur an den bewusstseinserweiternden Drogen, die der Reptiliencommander unserer süßen exotischen Biene in 3×23 eingeflößt hatte.

    – Zerstörung vom Todesstern:
    Das Ganze war irgendwie zu einfach. Mal ehrlich: Eine Technologie aus dem 25. Jahrhundert, dazu in der Lage einen ganzen Planeten zu vernichten – und alles was man tun muss um sie zu vernichten, ist das Herumdrehen von fünf Leuchtstäben? Junge, dass schafft jeder alte Rentner bei "Geh aufs Ganze" oder anderen niederbudgetierten Gameshows auf Neun Live! Wo waren die komplizierten Computeralgorhitmen, zu überwinden nur mit massivstem Star Trek Technobabble. Wo waren die Kraftfelder um den Core zu schützen? Wo waren die ganzen Infanteristen um Archer und Co. am Zerstören zu hindern? Denn sie wussten ja dass jemand auf dem Todesstern zugange war. Deswegen leuchtet es auch schwerlich ein, dass Dolan sich einfach so der Dramaturgie des finalen One on One Kampfes unterwerfend, völlig alleine in den Core beamt, statt ein paar Soldaten mitzunehmen die unseren Johny ruckzuck in Bratfett verwandelt hätten.

    – Shran:
    Das war doch einmal eine richtig schöne Rick Berman-Lösung. Der Mann hat, mangels eigener Kreativität, dem Begriff "Deus Ex Machina" bereits früher schon zu trauriger Berühmtheit verholfen. Ein Deus Ex Machina steht in der Literatur für eine überraschend auftretende Person, welche unsere Helden aus einer eigentlich unlösbaren Notsituation befreit, und so den Weitergang der Geschichte erlaubt. In einem Wort: Shran.
    Trollte sich Shran noch eine halbe Staffel vorher wütend von Dannen, nachdem Johnny ihn unsanft daran gehindert hatte eine Xindi Testwaffe (zwecks Vulkanier Barbeque) mitgehen zu lassen, taucht er nun auf einmal auf und hilft unseren Freunden in selbstloser Manier. War wohl einfach mal auf einen Sprung zur Erde, um das berühmte Yambalaja im Sisko's zu genießen. Woher er kam, warum er half, wen interessiert's.

    – Erdverteidigung:
    Ich weiss ja dass nichts den Showdown zwischen Johny und Cmdr. Dolan (Ober-Reptil) stören sollte – aber wo waren die ganzen Starfleet Schiffe, welche wir bereits in 2×26 gegen die Klingonen (erfolgreich) und in 3×08 in der alternativen Zeitlinie gegen den Todesstern (erfolglos) in Aktion gesehen hatten. Wo war die NX-02? Und wo war die Werft?
    Schließlich hatte man dort, anders als in den beiden anderen Folgen, sogar noch ein Jahr Zeit um sich vorzubereiten.

    Positiv:

    – Föderationsrat:
    Das sah doch einmal nett aus. Auch wenn ich mich wiederrum frage, wieso wir in Kinofilmen wie ST X so mickrige Szenenbilder wie den romulanischen Senat, nicht größer als 'nen Bahnhofsklo geboten bekommen, wenn's auch schöner, um nicht zu sagen, gewaltiger, geht. Es war notwendig, endlich einmal wieder auf den Grundgedanken der Serie und die anstehenden Rahmenereignisse hinzuweisen. Schön gemacht!

    – Kampf um den Todesstern:
    Von den offensichtlichen Mängeln (s.o.) abgesehen: Spannend gemacht! Besonders den Endkampf zwischen Archer und Dolan fand ich lustig.
    Soviel Coolness den armen Saurier mit einer Granate hochzujagen und Archer sich lässig wegdrehen zu lassen hätte ich den Autoren nicht zugetraut. Das hatte ja schon fast einen farscapesquen Anflug von schwarzem Humor. Auch Reed und Hoshi bekamen wieder etwas Screentime bei dem, was sie am besten können. Ärsche kicken (Hoshi) und hübsch aussehen (Reed).
    Nein, moment, andersrum natürlich. Böser Daniels!

    – Shran:
    Ja, er taucht tatsächlich auf beiden Listen auf. Von seiner zweifelhaften Einführung mal abgesehen – Shran macht einfach Spaß. In jeder Folge. Und ich mag einfach Jeffrey Combs. Egal ob er Liquidator Brunt oder Weyoun in DS9, oder eben Shran in Enterprise spielt – der Mann kriegt die coolen Rollen. "Let's fight back this time, shall we?" Herrlich selbstironische Dialoge.

    – Das Ende:
    Ich mag das Ende. Ja, böse Nazis, wie immer. Der älteste Griff in die Trickkiste. Aber KEINER kann sagen dass es nicht überraschend kam. Und überrascht zu werden ist seit langer Zeit ein Novum bei Star Trek. Und KEINER kann sagen, dass er nicht gespannt der vierten Staffel entgegenfiebert um zu sehen wie DAS denn nun aufgelöst wird. Insofern ist das ein perfekter Cliffhanger, auch wenn er gar nicht zum Rest der Folge passt.
    Viele Leute sind halt vom vielen Enterprise- und Voyagerschauen schon so an konventionelle Stories gewöhnt, dass sie geradezu schokiert reagieren, wenn mal etwas kommt, was man nicht wie Hundescheisse noch 10 Meter gegen den Wind riechen konnte.

    Fazit:
    Gelungenes Finish eines sehr guten letzten Viertels einer allgemein schlechten Staffel.
    Aufgrund der Mängel vergebe ich

    Note 2

    Euer Bademeister

  7. Klapowski sagt:

    Also bitte! Sparki's Humor ist eben nichts so aufgekratzt-hektisch wie der meinige… Ich zumindest lese seine Artikel lieber als die meinigen! Man muss ja nicht immer im Meer der Metaphern und Wortspiele versinken!

    Teilweise merke ich ja ein paar Monate später, dass mich meine eigenen Texte irgendwie überfordern…

    Sparki ist eben subtiler, himmlisch joghurtleicht und garantiert die Cremè de la Cremè im humorvollen Reviewbereich.

    Und außerdem ist er… mein bester, bester Froooind!

    Und vielleicht werde ich sogar irgendwann erfahren, wie er eigentlich aussieht!

  8. Gast sagt:

    Ich weiss. Ich wollte Dir auch nur in den Arsch kriechen. Hast Du denn nicht gemerkt, dass Dein Rektum da irgendwas hochkroch?
    Eigentlich müsste ein Bemater das doch gewohnt sein.

    Sparkys Visage will always remain a Mysterium, und "das ist auch gut so", wie unser Berliner Lila Launebär dazu sagen würde.

    Dein bester Freund? Dann bist Du aber tief gesunken, früher hattest Du mehr. Fabi, Löwi, Ben, Chris, und – mich. Auch wenn ich's immer nur simuliert habe.

    Eigentlich mal wieder was von den Nasen gehört? Herr Fabian schrieb mir ja unlängst (1 Jahr nach StuS-Verhältnissen) eine Mail über die Bedeutung von 3D Weltraumactionspielen. Weiss Gott wo die Sau meine Privat (!) Addresse her hatte. Ich hatte jedenfalls zuviel Angst das der Bursche irgendwann vor meiner Tür steht und um Vergebung für all seine Hasspredigten in 3 Jahren StuS-Forum bittet, also habe ich den Kontakt so schnell als möglich abgebrochen.

    Machet jut, Held aus B******* (aus Anonymitätsgründen zensiert)

    Dein Schwimmbeckenrandaufpasser

  9. Gast sagt:

    Post scriptum: Schön das ich immer noch in den Credits der Geschichte stehe.

    Das gibt mir ein Gefühl von Wichtigkeit.

  10. Gast sagt:

    Au Mann. Daniels hat ja nen ganz schönen herausragenden Hintern. Sieht man oben auf dem Foto ganz gut. Die ganze szene mußte ich darauf starren. Hab gar vor Schreck die schlecht gemachten mate-paintings vom Föderations-Meeting gar nicht richtig mitbekommen.
    Brrr….Bitte! Liebe Film- und TV-Produzenten! Baut wieder Modelle! Wenn Ihr schon kein Geld für vernünftige Effekte habt, lasst sie um Himmels willen bleiben! (Wenn ich in der Vorschau für "The day after tomorrow" schon die Flutwelle sehe kriege ich das kalte Kotzen)
    Was die Produzenten für den Todessern ausgegeben haben mussten sie wohl an den angreifenden Flugzeugen sparen. Die sehen aus wie frisch von der Rewell-Modellbausatz-Packung ausgeschnitten..*schauder*
    Womit wir beim nächsten Thema wären: Evil-Nazi-Aliens. Glückwunsch für die total neue und noch nie dagewesene Idee. Das toppt auf alle Fälle mein bisheriges Highlight, die Nazi-Dämonen aus der ersten Angel-Staffel. (was hab ich damals gelacht). Aber die Angel-Macher haben dazugelernt und mitlerweile Anwälte zu ihren Oberbösewichtern erkoren. DAS wär doch mal eine Idee, die B&B gerne klauen können. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon einen Korridor vor mir: Reed schießt aus der (wie immer hervorragenden) Deckung auf Zombiehaft herumtolpernde Anwälte (zur Not tuns auch Versicherungsvertreter/optimierer). Getroffen fallen sie rückwärts um, während die (blutbefleckten) Papiere durch den Gang wirbeln.
    Herrlisch. Wenn wir einmal dabei sind: Wann gibts die ersten Vampire bei Star Trek?

  11. hotzenplotz sagt:

    Das Ende ist ein Haufen Müll. Auch wenn man hier schreibt es wäre spannend auf die Auflösung zu warten – das Problem ist nur, die Auflösung wird extrem dumm und öde werder, wie das bei ST (fast) immer mit spannenden Cliffhangern war.
    Punkt.
    Meine Meinung.

    hotz'

  12. frakesjoe sagt:

    Ich denke nicht, dass Manny Coto überschätzt wird. Es ist wohl eher so, dass Berman und Braga ihn nicht so lassen, wie er gern würde…. zudem trauert er wohl noch um seine eigene Serie….

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