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Star Trek Enterprise – 3.21 – „E²“ Review

Gibt es bei Zeitreisen eigentlich auch ein „Last Minute“-Angebot? Wie hoch ist ein Zeitsprung? Können GEZ-Fahnder Gebühren nachfordern, weil man in 27 Jahren sein Holodeck nicht anmelden wird? Dass es für diese Fragen keine Antworten gibt, war ein glücklicher Zufall bei Archers Abschlussklausur: Zufällig hatte er nämlich nicht das Geringste gelernt. Immerhin kann John schon zählen. Nur die Reihenfolge variiert noch.

Vielleicht habe ich mir – T`Pol’s Vorbild folgend – in letzter Zeit zu viele Kieselsteine in die Halsschlagader gedrückt, aber diese Episode fand ich auf Anhieb… fand ich… fand ich voll nicht durch. Jedenfalls gegen Mitte. Ich fühlte mich an längst vergessen geglaubte Matheklausuren erinnert, bei denen sich meine Mathelehrerin (die eine erschreckende Ähnlichkeit mit Doc Pulaski hatte) vor Sadismus fast die Shinzon-Badekappe überstülpte. Ihre Gleichungen hatten erstaunliche Ähnlichkeiten mit dieser Folge: Es gab mehr Unbekannte als beim Schlusscasting für Serie 5, mein Geodreieck rotierte hilflos auf dem Blatt, als würde es die Windenergie meiner Stoßgebete nutzen und der Trekkie-Streber von nebenan hält seinen Lösungsweg mit einer Tube Pickelsalbe vor mir verborgen.

Um es im Gegensatz zu besagten Pickeln klar auszudrücken: Diese Folge war mir ein wenig zu nervig, zu krampfig, zu aua-kopfig! Wenn man mir in einer Episode lang und breit erklärt, warum der Wasserkocher A gepaart mit Schiff B auf Strecke C zu Zeitreise D und damit zu Ereignis E führt, habe ich außer der Auffrischung meiner alphabetischen Kenntnisse keinen Nutzen davongetragen. Vor allem, wenn es dazu noch mehr mögliche Alternativen als SMS-Gewinnspiele im Fernsehen gibt. So eröffnet beispielsweise Person F, dass seine mächtigen Hämorrhoiden G aus Zeitlinie H ein alternatives Rezept I für Apotheker J bedeuten könnten. Inklusive den Zuzahlungen K, L, M, N und O. Wobei diese Möglichkeit die Schritte A – E ungeschehen machen würde und gleichzeitig zu einem Beben der Macht in Alternativuniversum Z führen könnte.

Gut, ich haben oben ein bisschen übertrieben. – Es waren doch eher kleine Hämorrhoiden. Aber darauf lief es anfangs schon hinaus: 10 Minuten werden alle möglichen Missionsvarianten erklärt, 5 Minuten wird alles kapiert (diesmal auch Sprachbarriere), 3 Minuten lang Logiklöcher hinterfragen, 3 Sekunden Windows-Mülleimer auffüllen. Die FDH-Kur für Trekkies: „Fersteh’ die Hälfte“. Ich bezweifle, dass es selbst mit Berman’scher Logikdiät in absehbarer Zeit eine schwerfälligere und unlogischere Zeitreisefolge geben wird.

„Nun ja, Archer… Es war gar nicht mal unbedingt die zarte Höhenluft oder der Verlust von 96% aller Räumlichkeiten. – Erst der aktive Vulkan auf Deck 1 hat uns definitiv das Genick gebrochen.“ – Folgende Wortspiele und Sprichworte sollte man bei Captain Lorien tunlichst vermeiden: Löcher in die Luft starren; Ungeheuer von Loch Ness; Tag der offenen Tür; Garantie gegen Durchrosten; Transparenter Führungsstil; Lichte Momente; leicht durchschaubare Technik…

Enterprise-Alt, die über 100 Jahre in die Vergangenheit entsorgt wurde (schöne Idee für Serie 6?), versucht Enterprise-Neu also dabei zu helfen, es gar nicht erst zu diesem Unfall kommen zu lassen. Wenn also der Präventivschlag in`s eigene Gemächt gelingt, dürfte Ent-Alt eigentlich nie existiert haben. – Was? Eigene Existenz habbe’ wolle’? Diiiie doch nicht! Fragt lieber mal im Arbeitsamt schräg gegenüber!

Und das ist auch schon die größte Schwäche des ganzen Plots: Obwohl seit über 100 Jahren unterwegs und niemals auf der Erde gewesen, erregt es die Crew sichtlich sexuell, für die unbekannten Terra-Pappnasen vor den nächsten Baum zu fahren oder demnächst nie existiert zu haben.

Keine Wasserkopfmutti oder andere Mischwesen stellen sich hier schützend vor die Früchte ihrer Lenden, die demnächst zu Marmelade verarbeitet werden sollen. Die armen Kinderlein! Zumindest am Rande hätte man um ihr Schicksal hadern können! – Doch Lorien hat anscheinend ein hartes Regiment geführt und jede „Erde?-Scheißegal!“-Haltung im Keime seiner Achseln erstickt. Ja, dieser menschliche Mischteig hat es sogar über ein Jahrhundert hinweg tatsächlich geschafft, mindestens genauso patriotisch, einseitig, stumpfsinnig und räuberisch zu sein, wie Archer es heute ist. Kinder, haltet eure Subraum-Lollis fest! – Würde mich nicht wundern, wenn Vergangenheits-John da seine Warpspule im falschen Schaft versenkt und Kollege Trip ein Kuckuckskind beschert hat. Dass da irgendein verwandtschaftliches Defizit zwischen Tucker und Lorien herrschen muss, bemerkt man auch an dem fehlenden Satz des Captains: „Oh, erzähle mir doch von meiner toten Tante, deiner Schw… Schw… Schwester!“

“Ich weiß, Trip, du hast das nicht von mir erwartet. Aber ich habe meinem Vater vor seinem Tode versprechen müssen, seine Asche einst in euren Speiseaufzug zu stellen.“ – Dement, Dement, kein Lichtlein brennt: Lorien kennt für sein krankes Tun keine Grenzen mehr, zumindest nicht mit Vornamen. – Das haben wir also nun von der temporalen Osterweiterung der EU…

Aber zurück zum Thema: Diese eiskalte Rumsfeld-Hommage ist es, was diese Folge im Vergleich zu den großen Vorbildern „Die alte Enterprise“ (TNG) und „Kinder der Zeit“ (DS9) untergehen lässt.

Möglichst früh die Emotionen wecken? – Nicht doch, heut’ ist Sonntag, da wird ausgeschlafen…

Die Zeitreisecrew mit irgendeiner Art menschlicher Wärme darstellen? – Wofür haben wir denn Heizöl…?

Interessante Figuren der beiden Crews zusammentreffen lassen? – Gerne, wir hätten da zweimal T`Pol anzubieten, in der zukünftigen Variante beim einschläfernden Rasiermessergurgeln (wo sind denn da die vielbeschworenen Emotionen?) und einmal in der normalen Variante als wehleidiger, aber nichtsdestoweniger langweiliger Haufen Sch… minke. Oder wie wäre es mit dem Hoshi-Ersatzstoff alias Archers Nachfahrin? Auch als Zuckerersatz zu gebrauchen, denn die macht die Story bestimmt nicht fett. Und über Lorien und Archer, diese stolzen Kämpfer für mehr Tarnanzüge im Aboretum, muss ich jetzt ja wohl wirklich nichts mehr schreiben, oder?

Kleiner Fehler außerdem: Wenn der Verhütungsplan gelingt, kann ENT-Alt unsere ENT-Neu nicht warnen und somit müsste alles wieder ganz genau so geschehen. – Doch viel schlimmer als dieses Informations-Paradoxon, das zugegebenermaßen bei 100% aller ST-Zeitreisefolgen auftritt, sind eigentlich ganz andere Stellen. Als der halbvulkanische Captain beschließt, Archer ein wichtiges Bauteil zu stehlen und selber zu Degra zu fliegen, übersieht er Folgendes: Wenn er dies tut, wird sich Archer vermutlich unwiderruflich gegen einen Flug durch die Anomalie entscheiden und die zweite Enterprise könnte gar nicht so schnell „Ex“ sagen, wie sie „und Hopp“ wäre. – Da ich mein Wohnzimmer soeben frisch gestrichen und die Mörtelreste aus meinem Haar gekämmt habe, möchte ich nicht noch weitere Beispiele recherchieren. Meine Vermieter reagiert allergisch, wenn mein Kopf nach neuen Fenstern bohrt.

„Oooh, ein Geschenk?? Für mich?? Das wäre doch nicht nötig gewesen! Und wie schön extravagant es das doch eingepackt ist! Wie? Das sind nur meine Hände…?“ – Die menschenunwürdigen Zellen bei Star Trek sorgen dafür, dass jede Onanie zu einem kleinen Festival wird. Andere Gelangweilte haben sich sogar schon beim ausgiebigen Popelschnipsen die Schulter ausgerenkt. Archer könnte das nicht passieren. Der kommt seit 40 Minuten zur Tür herein und amüsiert sich über sein Spiegelbild (Mitte links)…

OK, eins noch: Man hätte sich als intelligenter (Mischlings-)Mensch auch gleich zu Anfang entschließen können, im modischen Partnerlook in den Nebel zu fliegen. Man hätte sich somit das nervige Gezerre um irgendein Plutoniumknäcke und die beste Bundesstraße sparen können und ich wäre an diesem Samstag eine Viertelstunde früher zum Eisangeln im Freibad gewesen. – Und wenn man sich Loriens Rückblick so anschaut, so sah es nicht so aus, als sei der Flug in das Zeitloch unvermeidbar gewesen. Archer kommandierte sein Schiff – durch die vielen Beinahetod-Erlebnisse seiner Serie bereits konditioniert – ja treudoof in das helle Lichtlein am Ende des Tunnels. „Kurs halten!“ Und da tun sie alle noch so, als wären Mischspezies etwas besonderes: Archer scheint mir stark von einer Motte abzustammen, die sich am Beischlaf mit einer Kerzenflamme versucht hat.

An welcher Stelle war denn absolut sicher, dass das bissige Zeitloch entschärft werden konnte und demnächst einen Platz neben Siegfried & Roys Säbelzahnschmusern einnehmen wird? Als die beiden T`Pols beim schwesterlichen Head-Banging gemeinsam in der Technobabbel-Disco abzappelten?

T`Pol (alt, 4-stimmig gurgelnd): „Wir könnten euer Schiff mit Antigravitonen anmalen und eine mit Positronen bestrahlte Pralinenschachtel auf den Rumpf kleben! So, nachdem das nun geklärt ist: Trink deinen Kümmeltee und setz dich zu Mama Gollum. Ich zeige dir, was 100 Jahre Emotionen mit deinen Augenringen machen werden… (*ihre Tränensäcke mit Teppichklopfer bearbeit*)“

„Hach ja… Ich erinnere mich noch, als wäre es Gestern gewesen, als etliche Kameramänner mich bei der Körperpflege begleiteten. Und heute… Heute muss ich für die selbe Pflege meine eigene Beerdigung vortäuschen und meine Webcam eigenhändig verstecken.“ – Schönheit ist vergänglich… Heißt das im Umkehrschluss, dass Enterprise ewig währt!? Doch auch nach ihrem Tode wird T`Pol in aller Munde sein. Vorausgesetzt, Phlox entwickelt ein Recyclingverfahren für Plastiklippen.

Ist die Enterprise am Ende jetzt nur wenige Tage, Stunden oder Milligramm in die Vergangenheit gestrahlt worden? Oder etwa gar nicht auf der Zeitachse, dieser Schlaglochteststrecke, sondern nur räumlich ein paar Meter um den Block? Und hat Archer in letzter Zeit einen Hund dieses Namens adoptiert oder warum geht er davon aus, dass es „Lorien“ gut geht?? OK, Temporale Mechanik gehört zu Archers Zeiten noch nicht zum Laufstallabitur wie später bei Picard, aber wenigstens ein kleines Bisschen muss der Schöpfer doch wohl auch in den Schmalztopf gegriffen haben, als er Jonathans Hirn schuf, oder?

Trotz all dieser kleinen Würgereize im Enddarm gab es aber auch ein paar… Stellen, die mir während dieser Folge leichtes Vergnügen bereitet haben. *Auf seine Lendenregion zeig* – Nein, Spast beiseite: So gefiel mir der kurze, aber einprägsame Moment, in dem Reed realisierte, dass sein Alter Ego als Junggeselle gestorben war. Ich hätte mir mehr solch ruhige, persönliche Momente gewünscht, da die auch bei „Kinder der Zeit“ das Tüpfelchen auf den „i’s“ von „Zeitreise“ darstellten. Hat sogar Mayweather in all der Zeit mehr getan, als Scrabble mit unbeschrifteten Holztäfelchen zu spielen? Hat an seinen Wangenknochen später auch ein zu ihm passendes Wesen „Aye-Aye“… ähm: „Ei-Ei…“ gemacht?

Wir erfahren es nicht. – Oder mir ist in der entsprechenden Passage mein Englisch-Wörterbuch in die Chipstüte gefallen.

Tucker und T`Pols Beziehung nebst Blick in deren Zukunft hat mich leider nicht so sehr in Wallung versetzt. Aber das liegt daran, dass mir beide schon lange auf Mayweathers „Ayer“ gehen und ich mir „tiefschürfendere“ Charaktere vorstellen könnte. Ein Landschaftsgärtner oder Totengräber würde mir da schon reichen…

Für einen viel zu kurzen Moment tauchte auch der wahre Zwiespalt des anderen Captains auf: Hätte er die allererste Xindiwaffe frühzeitig zerstört, hätte er Millionen von Leben gerettet, aber letztendlich auch die Mission der Enterprise ungeschehen gemacht. Somit wäre der Weg für Strahlemann Ver. 2.0 frei gewesen… Dennoch besitzt er dafür ein Schuldgefühl, das man in einer prägnanten Szene aus ihm hätte herausbrechen lassen können. Da hätte man auch Tränen und Blasenschwächen freien Lauf lassen können, sowie einer netten Übersprungshandlung, wie z.B. dem Zerdeppern von Geschirr oder dem Zertreten eines Knallerbsenstrauchs! – Leider blieb es dann doch nur bei einem Faktenschluckauf in Archers Beichtstuhl. Nein, diesmal an der Gitterstab-Allee, nicht in der berühmten Luftschleuse…

„Nett gemeint, Steuermann… Aber als ich sagte, ich würde gern mal wieder was aufreißen, habe ich eigentlich nicht an ein Zeitloch gedacht…“ – Reed klagt Mayweather sein Leid. Wem auch sonst, wenn die Ohren der Nicht-Taubstummen Offiziere bereits einen Exklusivvertrag mit Archers patriotischen Megaphonansprachen geschlossen haben? – Im Prinzip versteht Travis die Probleme seines Freundes aber sehr gut. Denn auch er hat Probleme, eine abzubekommen. Aber er tut immerhin etwas, um dies zu ändern: Inzwischen ist er ebenfalls recht schnell auf Bäumen und seine neuen Laufschuhe können sich auch sehen lassen!

Fazit: Selbst für eine Zeitreisefolge wirkte das Ganze logisch nicht sehr stimmig. Für mich persönlich eine weitere Niederlage des Berman-Generators: Obwohl er krampfhaft versucht, irgendeine Spannung zu erzeugen, geht das große Ziel im kleinlichen Hick-Hack gegen Mitte der Folge irgendwie verloren. Wegen der dusseligen Diskussionen über den richtigen Kurs (Gähn) mit der richtigen Technik (Schwafel) bei einem vertretbaren Risiko (Ja, Mama) wäre ich fast dem Überfallkommando meines zuständigen Sandmännchens zum Opfer gefallen.

OK, OK… Ich seh’s ja ein. Wenn man nicht so streng wäre, könnte man sagen: Solide Geschichte mit rummsigen Spezialdefekten und einer epischen Zeitreise. Denn es gibt einen Epi… und es gibt eine Ische. – Eigentlich sollte das ja reichen. Aber es fehlt wie immer irgendwie das Herz, das Hirn und ein Eimer mit sonstigem Gedärm. So gab mir ENT auch heute wieder das Gefühl, einem Eisblock beim Gefrieren zuzusehen. Charakterzeichnung? – Klar, aber nur wenn Rick bei Clever&Smart abpauschen darf…

Dazu kommen mir nach Episode wie diesen Gedanken, die man normalerweise nur nach 7 Stunden Dauerdaddeln hat: „Schöne Grafik. Gibt`s die Archer-Textur auch für meinen Kühlschrank?“ – Vielleicht ist das ja auch die korrekte Übersetzung von „The Temporal Cold War get`s you“: Die „kaltlassende Zeitverschwendung ‚Kriegt’ euch alle“.


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von Klapowski am 09.05.04 in Star Trek - Enterprise

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Kommentare (27)

  1. Gast sagt:

    (Ersterer…)² ;-)

    Dani

  2. Klapowski sagt:

    Ich frage mich, wie Dani es immer schafft, spätestens nach 20 Minuten einen allerersten Kommentar zu bringen.

    Ich will ja gar nicht behaupten, dass du sonst kein Leben besitzt. Nein. – Nur würde ich an deiner Stelle die Sau aufspüren, die es jetzt schon seit Monaten heimlich für dich führt…

    Bitte versteh' aber meinen Kommentar nicht falsch.

    Mach's lieber wie ich: Deine versteh' ich nämlich überhaupt nicht.

  3. Gast sagt:

    machen wir uns doch nix vor: wäre ENT nicht durch ENT vorbelastet, dann hätte diese Episode doch gerne ne 3- werden können…

  4. Gast sagt:

    und hey klapowski, danis kommentar kam volle 24 (in Worten: VIERundZWANZIG) Minuten nach Erscheinen des Artikels…

  5. Gast sagt:

    @ Klapowski:
    Ich würd sagen, dass ich jetzt zum 2. Mal erster war, oder?
    Wie wär's mit Zufall?
    Ich schau eben sonntags immer mal wieder rein, da mich die Note interessiert, DSL macht's möglich.
    Welche Kommentare verstehst du denn nicht?
    Ich helf da immer gern…

    Dani.

  6. enyak sagt:

    So, und jetzt ich! Bezüglich der Episode wollte ich gestern schon einige Punkte ansprechen. Mal sehen ob sie mir noch einfallen:

    1) Warum mussten Lorien und co. eigentlich unbedingt warten, bis die erste Xindi-Waffe bereits abgeschossen wurde?
    Warum die Xindi nicht schon 15 Jahre früher kontaktieren und zu Kaffee und Allianz einladen? Zumindest vorbereitenderweise hätte man da doch einige Pionier-Arbeit in Sachen Diplomatie leisten können. Sicher wäre es den Xindi schwerer gefallen eine bekannte, freundliche Rasse anzugreifen.

    2) Wäre es zur Abwechslung nicht interessant gewesen beide Enterprise-Schiffe "überleben" zu lassen?
    Wenigstens bis zum Ende der Staffel wären aus der Zusammenarbeit interessante Szenarios möglich gewesen. Sicher – Kontinuität ist etwas furchtbares für den Drehbuchschreiber. Möglicherweise hätten die so notwendigen Doppel-Enterprise CGI-Shots auch das restliche Budget gesprengt.
    Aber ich hatte mir schon damals bei den Andorianern eine Zusammenarbeit über mehrere Episoden hinweg gewünscht und jetzt habe ich wieder nichts bekommen! Ausser eine wehleidige T'Pol und dreckige Korridore.

    3) Quasi Ergänzung zu 1: Es ist nur logisch, dass dieselbe Crew, die den Ausweg in die Präventiv-Diplomatie nie als Lösung begriff, im Moment des Konflikts mit Archer und Crew das Risiko der gegenseitigen Zerstörung in Kauf nehmen würde. Ist eine Organisation, die regelmässig so rücksichtslose Repräsentanten produziert überhaupt noch schützenswert?

  7. enyak sagt:

    @Dani

    Nur eine Vermutung, aber ich glaube es ging Klapowski vorranglich um eine kritische Hinterfragung des Erstellens von Beiträgen, deren einziger Informationsgehalt die Zeitmessung der Latenz zwischen Einstellung des Hauptartikels und HTTP-Übertragung auf den Browserclient darstellen.

  8. Sparkiller sagt:

    So ist das halt hier bei ST-E!

    Die üblichen Lieb-Kind-Aktionen mit Smiley und Kurzkommentar (Marke "Hab zwar nichts zu sagen, tu es aber trotzdem!") welche so vorzüglich auf anderen Trek-Seiten funktionieren, resultieren hier nur in ein analytisches "Artikel Add-On" von seiten des Autoren.

    Danke, Councelor Klapowski! Und BITTE tragen auch Sie ab sofort die Standard-Uniform! *würg*

  9. Gast sagt:

    @ Enyak:
    Sehr "trekkie-like" ausgedrückt.
    Ich bin eben schnell.

    @ Sparkiller (+ Rest):
    Hätte ich mehr Vertrauen in eure "Kompetenz", hätte ich euch schon wertvollere Kommentare zukommen lassen…
    Z.B. meine Frage wegen Riker blieb weit gehend unbeantwortet, wurde sogar mit halbfertigem Sarkasmus abgetan.
    Was soll man da mehr zu euch sagen? ;-)

    Dani.

  10. nakedtruth sagt:

    Erst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen das ich zur Episode etwas schreibe und nicht zum Kommentar von Dani, Sparki, Marki oder Quaki

    Ist das irgendwie symbolisch gemeint das die ENT auf das helle Licht am Ende des Tunnels zufliegt?

    Ups, war doch nur einer von Siskos Quantentorpedos. So ein Pech aber auch.

    Und wann macht T'Pol Werbung für die Rammelhotline? (Reife Frauen ab 250 erwarten dich)

    Übrigens, der Timer läuft, zählen wir alle mit : 3 Episoden, 2 Episoden, 1 Episode …. STARGATE!!!

  11. bergh sagt:

    tach auch !

    Ich fand es war eine der besten Folgen seit langem 2- bis 3+ sind imho angebracht.

    Und seit wann sind Zeitreisestories logisch ?

    Gruss BergH

  12. Gast sagt:

    Warum muss hier eigentlich immmer alles so negativ gesehen werden?

    Ich meine, Star Trek ist Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

    Die Szene mit Reed und das "Reflektionsschiff" haben die 45 Minuten vorm Bildschirm meiner Meinung nach schon lohnenswert gemacht, was will man mehr?

    Das Auge

  13. Klapowski sagt:

    Ich tue mich immer ein bißchen schwer mit den im Internet üblichen Trekkie-Begründungen wie: "Die Stelle, an der Archer seinen Hund anrülpst, rechtfertigt eine Aufwertung."

    Solche "magischen Momente" machen zusammengerechnet meist nicht mehr als wenige Sekunden aus. – Und dafür die restlichen 42 Minuten um ein oder zwei Noten aufwerten?? Erscheint mir meist stark übertrieben…

    ENT hat vor allem mit schnarchigen, unsympathischen oder gleichförmigen Hauptcharakteren zu kämpfen. Die Geschichte ist oft solide, aber wenn das Erbe von 2 durchwachsenen Staffeln dafür sorgt, dass einem Folterqualen und Sado-Sex kalt lassen und einem das Schicksal der Charaktere völlig egal bleibt, muss ich subjektiv eine Abwertung vornehmen.

    Ich kann sogar verstehen, wenn man diese Epsiode geilo findet. Nur bin ich inzwischen zu zynisch, menschlich kaputt und von Haarausfall geplagt, als mich 45 Minuten noch geistig auf "nette Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger" einstellen zu können…

    Wie sollte ich damit denn auch mein Review vollbekommen?

  14. Gast sagt:

    Klingt vielleicht blöd, aber wenn man parallel Universen in betracht zieht, die sich ggf. dann und wann überschneiden, dann wird die Zeitreise Episode doch schon irgendwie erklärbär… ;-)

    TrekZone lässt grüssen.
    Lt. Smurf

  15. Gast sagt:

    Folge: Irgendwie kam ich mir angenehmer berieselt vor als bei den meisten andren. Logikschwächen kompensiert man da am besten durch Nebenbeschäftigung (Essen…) die einen vom Nachdenken während der Folge abhält.

    Review: Einfach klasse, das beste seit langem find ich.

    Man sollte Klapowski irgendeinen Preis verleihen für seine Schreibe, einfach einmalig.

  16. Gast sagt:

    och, ich fand die folge nicht schlecht .. und dieses paradoxon "wenn wir es schaffen, die vergangenheit zu ändern, gibbet uns selbst nicht mehr" (oder ähnliche varianten) erkläre ich mir einfach durch verschiedene zeitlinien weg, die auch parallel existieren können (ok, dann müßte es wohl 50 enterpriseseses geben, aber ejaaal)…

    ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten, auch wenn man natürlich wesentlich mehr tiefe aus den charakteren hätte herausholen können .. und die trip/t'pol-sache fand ich ja schon mehr als platt..

    die idee, die beiden enterprises bis zum ende der staffel zusammen agieren zu lassen, hätte ich jedenfalls auch klasse gefunden, für eine einzelne folge war das treffen der generationen fast zu schade ,)

    gruß
    mieze

  17. Gast sagt:

    Warum haben die nich in Florida angerufen um es zu evakuieren?
    Hätte man sich viel Ärger sparen können.
    Eine kleine Email mit ein paar Beweisen, ja wir sinds, bzw. die Nachfahren, hätte doch gereicht.

  18. bergh sagt:

    tach auch !

    Und wie / warum wäre Archer dann in die Expanse gekommen ?
    Tja paradoxe Paradoxe, wenn man damit erst einmal anfängt.

    Gruss BergH

  19. Gast sagt:

    Hmm, die Sonde hätte Florida doch auch so zerstört, vermute ich.
    Archer hätte auch dann einen Grund gehabt in die Expanse zu fliegen.
    Gibt's eigentlich eine 4. Season, oder steht das noch in den Sternen?

  20. tobfisch sagt:

    Es steht noch in den Sternen, obs eine vierte Staffel gibt. Am 20. Mai präsentiert UPN sein Herbstprogramm und spätestens dann sind wir schlauer :)

  21. Gast sagt:

    Hey, wer von euch hat The Council schon gesehen? Eine würdige Folge :)
    Ansonsten finde ich generell ENterprise unterhaltsam – und freue mich auf jede neue Episode. Auch wenns nicht an DS9 rankommt – parallel ziehe ich mir VOyager rein, und Ent ist um Längen besser… Kes' Ganztagesgrinsen geht mir aufn Sack ;-)

  22. RayT sagt:

    Nicht nur Kes geht auf den Sack :)
    Ich habe Neelix durchgehend durch alle Staffeln gehaßt.
    Habe immer gehofft, dass sie ihn wie Kes rausschreiben. Die eine Folge wo er stirbt wuah.. das war ein Glückserlebnis für mich.

  23. DeadPoet sagt:

    So, jetzt bin ich auch registriert *hossa*
    Also Voy hat schon seine Lichtblicke… sogar Neelix ;-) Die erste STaffel war durchaus etwas dröge, aber die zweite fängt an richtig Laune zu machen.

  24. hotzenplotz sagt:

    DeadPoet, säufst Du oder was ist falsch???

  25. DeadPoet sagt:

    Ich saufe nur manchmal ;-)
    Man kann eine Sache so betrachten oder so – ich betrachte sie lieber so: d.h im Fall Star Trek eher unterhaltungstechnisch und weniger Götzenhaft (auch wenn es hier an der Hochschule sehr interessante "Tech of Trek"-Vorlesungen gibt…). Und Voy hat durchaus seinen Unterhaltungswert. Sicher wiederholen sich Geschichten teilweise, sind Charaktere manchmal stereotyp oder gehen auf den Geist. Aber z.B. die FOlge "Meld" aus der zweiten STaffel mit Brad Dourif, die ich mir gerade reinzog, ist schlicht schön, unterhaltsam, zeigt andere Seiten an Charakteren (natürlich auch dank dem Gast). Was wollte ich jetzt eigentlich damit sagen? Achja, Bisher hat mich eigentlich jede ST-Serie unterhalten – zumindest mehr als viel anderer Crap, der auf den Sendern läuft.

  26. Locutus266 sagt:

    Ho, der Logikfehler ist mir auch schon gleich am Anfang aufgefallen. Echt schwach diesmal! Aber Zeitreisen haben nunmal rekursive Auswirkungen, da kann man nichts machen. ;-) Trotzdem, hier war es offensichtlicher als in den anderen 100 Zeitreisen-Folgen von Star Trek. Hätte man sicher besser lösen können.

    Könnte man ja fast als eine Beleidung des Intellektes des Zuschauer auffassen!

    P.S.: Sehr cooler Kommentar!

    Greetings,
    locutus

  27. Gast sagt:

    €²=M²*c hoch 4. DAAS> mußte jetzt einbfch mal gesagtähh gechr…''' ach gepoustet werden'''
    hyp€,

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