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Star Trek Enterprise – 3.17 – „Brutstätte“ („Hatchery“) Review

Insektenfan Archer, der sogar seine Transportertechnologie nur wegen des filmischen Vorbilds von „Die Fliege“ einbauen ließ, kümmert sich hier rührend um ungeschlüpften Xindinachwuchs. Daher nachfolgend auch als „Rühreier“ bezeichnet… Doch die Restcrew steht mehr auf Säugetiere und zapft lieber am vulkanischen Getränkeautomaten auf Beinen. Doch „nippelt“ auch der Xindi-Nachwuchs ab?

Das Drehbuch gibt sich auf eine oberflächliche Art durchaus Mühe, denn zumindest die technischen Daten auf der Verpackung ermuntern Alt-Trekkies zu einem neugierigen Schütteln des Kartons. Ob die hohen Erwartungen schon an dieser Stelle zu Bruch gingen, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden… So birgt der mutige Katze-im-Sack-Käufer beispielsweise statt „Faszinierende, fremdartige Wesen“ nur einen Haufen Eiersalat (salmonellen-verseucht). Auch findet er statt „moralisch-ethische Dilemmas“ nur einen Nörgelkompott aus Crewmitgliedern vor, die lieber die beknackteste Star-Trek-Meuterei aller Zeiten anzetteln, anstatt den Captain mit Würde in der Zwangsjacke einzuparken…

Archer findet nämlich ein abgestürztes Raumschiff, auf dem die Insektenxindi sich mal so richtig den Kinderwunsch von der Seele geschissen haben: Als einzige Überlebende knirschen und blubbern nämlich ein paar Eier von der Decke herab. Archer entschließt sich, ein Zeichen für dieses fremdartige Dings… na, den Frieden zu setzen und dem Nachwuchs beim Schlüpfen zu helfen, anstatt vorher kurz die Erde… Xindi-Weapon… Errettung… Blabla-Blubb. – Der Mannschaft passt diese Einstellung gar nicht, da sie mit der Erde durchaus wohnliche Behaglichkeit verbindet, was damit zu tun hat, dass Archer dort inzwischen am seltensten anzutreffen ist.

Problem: Die anwesenden Soldaten, an deren bekleckerte Schlafanzüge der Marke „Marmor Styles“ ich mich wohl nie werde gewöhnen können, unterstützen die zunehmend schwachsinniger werdenden Befehle des Captains mit jenem bedingungslosen Gehorsam, wie er nur Militärs und Kollege Sparkiller zueigen ist. Am Ende darf auch das obligatorische Schusswaffen-Scharmützel nicht fehlen, das die Crewmitglieder mangels des üblichen Vorwands (Invasion, Raubüberfall, Vertreterbesuch) kurzerhand untereinander austragen. Die Sucht treibt`s eben rein. Verdammte Partikeleffekt-Junkies!

Die Episode steht und fällt (und fällt, uuund fällt) natürlich mit dem Dreh- und Quengelpunkt der ganzen Handlung: Den Eiern. Um Interesse beim Zuschauer zu wecken, musste man dem Zuschauer klar machen, dass es sich hier trotz der grau-braunen Innenarchitektur um ein schützenswertes Kinderzimmer handelt! Und dass das Wunder des Lebens zu großartig ist, um irgendwelche moralischen Unterschiede zwischen der Rettung eines niedlichen Menschenkindes und einer verachtenswerten, widerlichen, Euthanasie-nahelegenden Küchenschabe zu machen…

„Captain! Dieser Typ hat sich mit Mayweathers Krankenkassenkarte eine Gratis-Obduktion erschlichen! Ich habe es erst gemerkt, als ich Organe zur Lautkommunikation fand!“ – „Wenn das so ist, welchen brummenden Störenfried habe ich dann eben mit der Zeitung an meinem Quartierfenster zerschlagen??“

Tja. Pustekuchen. ICH sehe in der verfrühten Osterdekoration nur die verführerischsten Knallerbsen der Welt. Wer da dem Drang nach niederschmetternden Ergebnissen nachgeben kann, hat vermutlich Arme aus Stahl. Oder schlichtweg beide Fäuste in Gips. Ein Onanierunfall nach der Tucker-T`Pol-Verführungsszene in „Harbinger“, auf die frecherweise überhaupt nicht mehr eingegangen wird… Nur am Rande: Sollte sich diese „Charakterentwicklung“ (die ich übrigens jeden Abend vor meinem Bad durchmache. Wer wäscht sich schon angezogen?) zwischen den beiden nicht näher auf die Zukunft auswirken, müsste ich „Harbinger“ nachträglich sogar deutlich abwerten. – Und nur noch als die zweitbeste ENT-Episode aller Zeiten einreihen…

Jedenfalls nutzten auch keine Lockrufe: Die Emotionen kamen einfach nicht rüber. Nada. Da kratzt man sich nur grunzend an den Eiern, statt sie unter „Dutzi-Dutzi“-Rufen mit Kamillensalbe einzucremen. Auch die Protagonisten agierten so derartig teilnahmslos und desinteressiert, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Schauspieler nicht bereits heimlich einen Gouverneur-Posten in`s Auge gefasst haben. – Es wäre ja vollkommen OK, wenn es den ENT-Machern einfach nicht gelingen würde, Emotionen zu wecken. Aber warum man zusätzlich mit Spaten und Spitzhacken auf sie einschlägt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen!

Diese schockgefrorenen Hackfressen von Tucker, Reed, Mayweather und Chefsoldat (sagt bescheid, sobald ich den Namen gelernt haben müsste) eignen sich vielleicht prima für eine ENT-Folge aus dem Jahr 1870, für die man für jedes fotografierte Einzelbild eine halbe Stunde stillstehen muss, doch für ein modernes SF-Franchise, das sich seiner tollen Charaktere rühmt, ist diese „DJ Cool“-Einstellung absolut tödlich! Mit wie immer völlig austauschbaren Dialogen und Darstellungen plätschert hier höchstens die Mühle am rauschenden Bach, aber nicht mal die Episode dahin… Selbst für diese Standardfloskel im Reviewgeschäft reicht die Darbietung nicht mehr aus!

„John? Als dein Freund muss ich dir sagen: Du liegst vollkommen falsch! Glücklicherweise habe ich hier aber eine Liste mit preisreduzierten Markenmatratzen für dich!“ – (Ver)spannung pur: Die aufsässigen Crewmitglieder stellen Archer zur Rede. Wenn T`Pol (m)eutert, will eben auch Trip nicht lange hinten anstehen. Von vorne sieht man die zwei Dinger ja auch viel besser!

Und auch wenn es euch inzwischen langweilt, so muss es an dieser Stelle trotzdem noch einmal deutlich gesagt werden: Scott Bakula ist zumindest in dieser Rolle der mit Abstand mieseste Schauspieler, den man sich vorstellen kann, wenn man unter vorgehaltener Waffe zu dieser traumatischen Kreativleistung gezwungen wird… Seine anderthalb Gesichtsausdrücke, von denen er sich im wahrsten Sinne des Wortes ca. zwei für die Kamera „verkneifen“ konnte, sind nur als Lagerhalle zu gebrauchen. Denn aktuell liegt da noch nichts von Bedeutung drin.

Dazu kommt an einigen Stellen einfach ein schlechtes Gefühl, das man nicht immer so recht zuordnen kann. Auch weil es so viel davon gibt. So vergrub ich spontan 70% meines Gesichts mit meinen sich herunterziehenden Augenbrauen, als das Script die Meuterei als Vorwand für billigste Kinderaction heranzog. Schon oft musste ja bei ST der Captain abgesetzt werden, weil irgendeine intergalaktische Douglas-Filiale ihm mächtig das Hirn vernebelt hat. Aber so unsympathisch-prollig, so völlig ohne Schirm, Charme und Melone hat das bisher nur ENT hinbekommen. Wer annimmt, dass eine solche Ausnahmesituation (der Verlust des gegenseitigen Vertrauens) für interessante Aussprachen zwischen den Führungsoffizieren sorgen müsste, hat sich krankenhausreif geschnitten!

Langweilige Offiziere – das „Bounty“ immer griffbereit am Gürtel – nörgeln im Schutze der Besenkammer viel zu früh über die anfangs noch sehr verständlichen Motive des Captains. Zwar wird diese Einstellung mit der Entdeckung, dass der Captain sich tatsächlich unter fremden Einfluss befand, nachträglich legitimiert, über viele Minuten hinweg war ich aber sehr verärgert über den leichtfertigen Einsatz von vorgehaltener Hand und Meuterei. Ebenfalls eher negativ fielen – wieder mal – die Elitesoldaten auf, die eigentlich nur als hohlbirnige Befehlston–Onanierer auffielen. Ohne nennenswerte Mengen von „eigene Meinung“ im Marschgepäck oder irgendeinem Widerstand bringen sie später mit dem Captain das ganze Schiff in Gefahr!

„Waffe runter, Reed! Ich habe meine Befehle!“ – „Na und? Ich hatte schon meine ersten Befehle, da hast du noch weniger als 8.500 Liegestütze geschafft!“ – Männliches Anpinkeln im Dienste der Sternenflotte. Wer drückt wohl als erstes auf die Blase? Die Antwort: Full Metal Jacket… Zu Deutsch: Jacke wie Hose.

Aber das war ja auch damals, in der Zeit, die so schlecht war, dass man sie im Nachhinein fast schon wieder gut fand! Blinder Gehorsam war da noch die einzige Möglichkeit, sehenden Auges in den Untergang zu rennen! Und blitzte da nicht für einen Moment ein quadratisches Bärtchen über Archers Mund auf? Jawoll! Mein Opa meinte den beim Vorrübergehen an meinem Bildschirm auch gesehen zu haben! Zumindest würde er beide Beine darauf verwetten. Ich welchem sibirischen Planquadrat sie auch immer sein mögen…

In gewisser Weise ist ENTERPRISE inzwischen militärischer und patriotischer, als DS9 es je war. Ein Armutszeugnis, das Berman lieber nicht von seinen Eltern unterschreiben lassen sollte. So eine hemmungslose Militarisierung hat bei Star Trek einfach nichts verloren! Und ich schäme mich nicht, für diese Aussage sämtliche gelungenen Gegenbeispiele, meine früheren Texte und jeden Realismus (Sternenflotte ist nun mal eine militärische Institution) zu ignorieren. – Und wenn es das letzte ist, was ich verdränge!

Auch, dass man ohne Bewusstseinsspaltung (von Haarfan Sparkiller auch „Ego-Spliss“ genannt) anscheinend nicht mal ansatzweise auf den Gedanken kommt, den Xindi-Nachwuchs zu retten, hat bei mir für eine Accordproduktion von Tränen gesorgt, wie sie nur fossile Klappergerüste weinen können, die bei der TNG-Erstausstrahlung schon in der Pubertät waren. Angesichts der oben schon erwähnten sparsamen Emotionalisierung der fremden Wesen ist das Mitleiddefizit der Crew aber fast kein Wunder. – Zwar versuchte man mit einem halbtoten Käferlein dem Zuschauermitleid eine Projektionsfläche zu geben, aber für mehr als ein kleine Wesen effektvoll auf den Boden matschen zu lassen, hatte man hier keine Muße. Der sprichwörtliche „große Wurf“ war das wohl nur für die Baseball-vernarrten Amerikaner.

„Laufen lernen ist halt gar nicht so einfach wie es ausschaut! Zum Beispiel wäre ich fast auf diesem Würmchen hier ausgerutscht!“ – Klassischer Fall von „Plötzlicher Kindstod“! Angesichts dieses Wesens entwickelt Archer jedoch recht schnell Vatergefühle. Warum er dieses hässliche Entlein für seinen Vater hält, kann sich jedoch keiner so recht erklären…

„Hatchery“ versagt einfach kläglich in allen denkbaren Bereichen: Aufrüttelnde Dialoge über Anstand und Moral? – Mein Poesiealbum ächzt weiterhin unter der erdrückenden Last an Picard-Monologen. Faszinierendes Aufeinandertreffen zwischen meuternder Mannschaft und Archer, der seinen Kurs verteidigt? – Jonathan kriegt dank Scheinschwangerschaft und anschwellender Brust nichts mehr mit und dreht lieber noch eine weitere Runde mit dem Staubwedel durch die Brutstätte. Interessante Einblicke in die Denke einer fremdartigen Spezies? – Beschränkt sich auf optische Details des Innenarchitekten. Wenigstens knackige Action für die Doofen? – Kam frühzeitig auf`s Sparkonto für das Staffelfinale…

Und wieso hat man nach „Doctors Orders“ zwischenzeitlich nicht wieder das Licht angemacht? Bei aller Begeisterung für tapfere Soldaten und ihre mutigen Nachtsichtgeräte: Sollte man nicht längere Zeit in seinem Quartier verbringen können, ohne einen Decken-Querbalken und etwas festes Seil beantragen zu müssen? Dass die im Bett nicht lesen wollen bzw. können, kann man natürlich auch dem bei ENT grassierendem Analphabetismus anlasten…

Ich erwähne es gerne jede Woche auf`s Neue, bis mir endlich der erste Kommentator zustimmt: Es ist mir egal, wie viele Urlaubsfotos auf der Enterprise entwickelt werden! Diese bedrückende und vollkommen sinnlose Dauerfinsternis drückt meinen Endorphin-Kontostand jede Woche etwas mehr in die roten Zahlen! Ja! Fragt ruhig euren Phlox oder Apotheker! So etwas kann schwere Depressionen und vorzeitigen Serientod hervorrufen!

Wenn ich schon immer diesen „Tag der offenen Tür“ am Schwarzen Loch sehe, habe ich schon keine Lust auf die neueste Folge! – Kein Wunder, dass “Cogenitor“ eine meiner Lieblingsfolgen bei ENT ist!

„Gut, dass ich meinen Laserpointer dabei habe… Ich zeig` dir gerade mal, wo ich sie überall berühren durfte!“ – Hach, muss Hiebe schön sein: Für seine angebetete T`Pol verschießt sich Trip auch gerne mal in einen anderen.

Mit welchen Tricks die Soldaten getäuscht und überrumpelt wurden, hat mich übrigens auch nicht interessiert. Aus dem Alter bin ich raus, als das ich noch vor einem Ablenkungsmanöver à la „Guck mal, ein Hüllenbruch!“ oder „Könnten sie diese Kartoffelkiste kurz für mich halten?“ auf die Knie falle… Und ob dem eingelullten Soldaten nun ein Hypospray oder ein Bolzenschussgerät an den Hals gesetzt wird, geht da rein, da raus (*Zeigt abwechselnd auf Mund und Hintern*)… Eine klärende und versöhnende Mayweather-Ansprache auf der Tanzfläche des Disko-Decks, die Mel Gibson`s berühmte „Braveheart“-Hirnwäsche („Für die Freiheeeit!“) das Fürchten lehrt, wäre mir wirklich lieber gewesen!

Es fehlte wieder einmal ein hoffnungsvolles und überraschendes Ende, das sämtliche Erwartungen über den Haufen wirft. Es fehlte dieses Hochgefühl, mit dem man schon mal mit der Bierflasche die Abspannmusik dirigiert, weil die letzten Minuten noch einmal für das Empfinden tiefer Befriedigung gesorgt haben. Doch stattdessen sitzt Archer frustriert und angeschossen im Krankenbett und glotzt wie Blöde einer gewalttätigen und unkreativen Zukunft entgegen, bevor das Schiff kleinlaut vor dem Abspann davon düst.

Es fehlte der Moment, in dem eine Übermacht an Xindischiffen die Enterprise einkreist, einer von ihnen zu Verhandlungen an Bord kommt, den Nachwuchs mitnimmt und mit einer nonverbalen Geste „Danke“ sagt. Zu schmalziger Musik stehen alle Hauptfiguren zum Gruppenfoto unter einem kleinen Regenbogen. Tucker fragt, während der Fremde in der Luftschleuse verschwindet: „Ist dies nun ein Waffenstillstand?“. Und Archer antwortet mit feuchtem „Hab` nur ein Härchen im Auge“-Hundeblick so etwas wie: „Nur für den Moment. Aber es ist wohl ein Anfang…“. Und alle beginnen wie blöde zu lachen und sich gegenseitig auf die Schultern zu kloppen, wie in den guten alten TOS-Tagen…

Solche positiven Momente vermisse ich schmerzlich! – Aber in dieser von Kommöööörz und Gewinnstreben versauten TV-Wirtschaft (Tjaha! TNG produzierte man noch aus Nächstenliebe!) schmeißt man im Zweifel ja lieber noch zwei Haustierbestattungen drauf, damit man das Ganze auch jaaa ernst nimmt und nicht vergisst, das jede Millisekunde der Tod hinter der Wandverkleidung hervorspringen kann. Sehr Traurig. Fröhliche und einfallsreiche Forschungsreisen mit menschlicher Aufbruchstimmung, die ja das ursprüngliche Konzept ausmachten, wären mir wirklich lieber gewesen.

„I can reach any Staa-ha-haaar!” – Kleine Verwechslung auf Seiten des Hausmeisters mit dem Eigelb am Kinn: Die von den Xindi an die Decke geschnippten Popel weckten den Beschützerinstinkt des Captains. Bei solchen Hormonschwankungen hilft auch kein Trägheitsdämpfer mehr…

Fazit: ENT beerdigt auch diesmal wieder die wahren Stärken von Star Trek. Auch wenn Totengräber Berman mit umgedrehten Baseballcappi aufläuft, locker den Spaten schultert und jugendlich-hipp von „Extreme-Buddeling“ schwärmt, bleibt es immer noch eine Beerdigung. Ebenso wurde hier großzügig so viel Storypotenzial verschenkt, das zumindest die Zuschauer jetzt genug von dem Zeug haben sollten.

Für andere Zuschauer vermutlich wieder eine durchaus gelungene Folge, für mich jedoch nur eine übervolle… – Trantüte.

*Gießt symbolisch Lebertran in eine Alditüte und rennt weinend in den Schnee hinaus*


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von Klapowski am 28.02.04 in Star Trek - Enterprise

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Kommentare (18)

  1. Gast sagt:

    ja und? wenigstens einen kurzen Kommentar hättest du ja ansonsten auch noch abgegeben können…

    Was mich mittlerweile auch noch zunehmend aufregt, ist die tatsache, dass das wieder eine Folge im Sinn von "Nix-passiert-wir-machen-am-anfang-weiter" ist. also die ereignisse waren nur ein spuk, unser gegenseitiges vertrauen ist immer noch da, keine konsequenzen für die charaktere. einziger löblicher ansatz: trip sagt zu archer, dass er sich nie hätte träumen lassen, einmal eine waffe auf diesen zu richten… aber sonst… schade :(

  2. Gast sagt:

    *gäääähn* Enterprise ist immer noch nicht abgesetzt?

  3. Problem.Fall sagt:

    *moep* Dumme Folge… Aber immerhin hatte ich die Folge anscheinend vor dem Stus-Team :D

  4. Gast sagt:

    Enterprise muss 100 Folgen, also 4 Staffeln laufen – dann kann es in Syndication laufen, und dort Geld einspielen.

  5. Gast sagt:

    Komisch: Wäre die selbe Situation in einer TNG Folge aufgetaucht, wäre die Bewertung mit Sicherheit anders ausgefallen. Man würde die wunderbar herausgearbeiteten moralischen Aspekte loben und sich nicht daran stören, daß allein durch die Diskussion um die richtige Vorgangsweise genauso viel Zeit (sowohl im Film als auch real) verstrichen wäre, wie die Enterprise Crew für das ganze Reperaturprozedere gebraucht hätte.
    Mal davon abgesehen, daß Scott Balukas schauspielerischen Talente von einer Einkaufstüte, auf die ein Zweijähriger ein Strichmänchen gekrizelt hat, übertroffen werden, hätte man einem Picard wohl schluchzend zu der Entscheidung gratuliert, nicht nur ein Drittel der Antimaterievorräte zurückzulassen sondern auch noch gleich die ganze Untertassensektion und den schiffseigenen Counselor, damit es die armen Kleinen nicht so schwer haben bei ihrem Start in die böse grausame Welt. Berman hat es (wenn auch ungewollt!) geschafft den Charakteren endlich ein paar Ecken und Kanten zu verpassen, nur fällt das hier keinem auf. Die gesamte Führungsriege hat kein Problem damit, 40 Lebewesen dem sicheren Tod zu überlassen und der Marines-Major benimmt sich endlich wie einer. Ich will keine Starship Captains, die eines Alibi in Form eines Micheal Eddington oder einer Equinox Crew bedürfen, um einen (an den Haaren herbeigezogenen) Kratzer an ihrer Gutmenschlichkeit und Political Corectness vorweisen zu können. Ich will Menschen, die Fehler machen und auch mal auf den moralisch falschen Weg kommen. Ich will einen Sicherheitschef der an der Flasche hängt und eine Doktor, der mit Aufputschmitteln vollgepumpt auf einem Selbstfindungstrip niedergestochen wird.
    Ich war schon knapp dran, mein Downloadvolumen für irgend einen anderen Schwachsinn zu reservieren, als sich mit den letzen beiden Folgen (beide Note 5+) ein schwach silbriger Schimmer der Hoffnung am Horizont aufgetan hat.

  6. nakedtruth sagt:

    Hat auch einer gelesen gesehen gehört das der ganze aufregende Xindikrempel schon nach der 3.Staffel wieder Geschichte sein soll?

  7. Gast sagt:

    @ Gast der dieses schrieb:
    ——-
    Die gesamte Führungsriege hat kein Problem damit, 40 Lebewesen dem sicheren Tod zu überlassen und der Marines-Major benimmt sich endlich wie einer. Ich will keine Starship Captains, die eines Alibi in Form eines Micheal Eddington oder einer Equinox Crew bedürfen, um einen (an den Haaren herbeigezogenen) Kratzer an ihrer Gutmenschlichkeit und Political Corectness vorweisen zu können. Ich will Menschen, die Fehler machen und auch mal auf den moralisch falschen Weg kommen. Ich will einen Sicherheitschef der an der Flasche hängt und eine Doktor, der mit Aufputschmitteln vollgepumpt auf einem Selbstfindungstrip niedergestochen wird.
    ——-

    Ihre Serie nach Babylon 5 ist DS9.
    Da ich zufällig in einem anderen Forum erst vor einer Woche dieselbe Diskussion geführt habe, werde ich meinen dortigen Beitrag einfach mal für Sie abkopieren.

    Man muss stark zwischen TNG und DS9 differenzieren.
    Das Schwarz-Weiss-Schema trifft überwiegend auf TNG zu (wobei es da auch kongeniale Ausnahmen wie z.B. die Folge "Das Standgericht" gibt, in der eine Sternenflottenadmiralin versucht einen jungen Offizier als Terroristen zu entlarven), aber auf DS9 mit Sicherheit nicht.

    Anspieltipps:
    "Im fahlen Mondlicht" (eine der besten DS9-Eps überhaupt!)
    "Der undurchschaubare Marritza"
    "Inter arma inem silent leges"
    "Für die Uniform"
    "Glanz des Ruhms"
    "Die Belagerung von AR-558"
    "Valiant"
    "Die Front / Das Verlorene Paradies"
    "Jenseits der Sterne" (für manche die beste Star Trek-Episode)

    dort hat so gut wie jeder Charakter eine Vergangenheit und trifft oft zweifelhafte Entscheidungen. Genannt seien
    – Odo der früher mit den Cardis arbeitete und unschuldige Bajoraner hinrichten ließ
    – Kira die früher Terroristin war
    – Bashir der das Geheimnis seiner Genverbesserungen Zeit seines Lebens hüten musste
    – O'Brien der im cardassianischen Krieg kämpfte
    – Worf der ständig zwischen zwei Welten balancieren muss
    – Garak (ohne Worte)
    – Dukat (liebevoller Vater auf der einen und Hitleresquer Diktator auf der anderen Seite)
    – Damar, der sich vom Lakeitel zum Freiheitskämpfer wandelte
    – Dax deren früherer Wirt ein Mörder war
    – Eddington (vom steifen Sternenflottenoffizier zum Revolutionskämpfer)
    – Sisko, der sein Gewissen opfert und Leute ermorden lässt um im Krieg strategische Vorteile zu erlangen

    Gegen so ein Repertoire an glaubhaften und vielschichtigen Charakteren nehmen sich die meisten Serien, insbesondere die Star Trek-Nachfolgeserien Voyager und Enterprise absolut ärmlich aus.

    Der Bademeister – der seine Logindaten vergessen hat.

  8. Ranma sagt:

    ist das + hinter der 5 der besagte Silberstreifen?

  9. Gast sagt:

    @ Bademeister
    Für jemanden der DS9 nun zum 3. mal komplett durchschaut, habe ich das Ganze anscheinend wirklich sehr gut verdrängt ;-). Ich glaub ich war da wohl zu sehr auf TNG und Voy fixiert (wohl wegen der Analogie Schiff als Handlungsort).
    Mir ging es darum, daß man mit dieser Serie die Chance hat, einen Großteil des (ich nenn es mal) Federation-Gesülze über Bord zu werfen, denn schließlich spielt die Serie zu einem der "dunklen" Vergangenheit im Star Trek Universum nicht allzu fernen Zeitpunkt. Das die Produzenten immer mehr auf reißerische Action setzen und sich streng an den Patriotic Act zu halten scheinen (der Chef serviert wohl bald nur mehr Freedom Fries und Freedom Toast) läßt mich zwar nicht das beste für die Serie erahnen, aber dadurch werden die Charaktere "menschlicher", realer. Vielleicht kommen wir in dieser Entwicklung auch bald an den Punkt, in dem die Selbstironie eines Starship Troopers erreicht wird.
    Es könnte sein, daß Klapowski schon zu desillusioniert ist, aber meiner Meinung haben die letzten (zwei) Folgen bessere Noten verdient, wenn ich nur zum Vergleich an eine 0815 Laberfolge aus der ersten Staffel denke.

  10. Gast sagt:

    "Hat auch einer gelesen gesehen gehört das der ganze aufregende Xindikrempel schon nach der 3.Staffel wieder Geschichte sein soll?"

    Ja und das ist auch gut so!

  11. Gast sagt:

    tja, bedauerlich… die bedrohung durch das dominion hat damals noch ganze fünf staffeln gedauert – das waren noch zeiten :(

  12. Gast sagt:

    was ich damit sagen wollte, ist, dass die xindi von vornhereim nicht so schön in die staffel integriert werden können, wie das beim dominion der fall war. ergebnis: hauruck-action und -stories :(

  13. Gast sagt:

    Wer will schon Xindi… Ich warte auf die Romulaner!

  14. Gast sagt:

    Romulaner… wer weiß, T'Pol soll ja in einer der kommenden Folgen ein Geheimnis enthüllen, wer weiß? Wär doch ma wat!

  15. Gast sagt:

    mir hats gefallen – wie imer, auch wenn die letzten Folgen (besonders der 'One' Verschnitt) zu einfach zu durchschauen waren…

  16. Gast sagt:

    Na hoffentlich nur ein geheimnis und keine weiteren Körperteile…

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