Das ernsthafte Medienmagazin

Star Trek Enterprise: „Time to say Goodbye…“

Langsam fällt der Vorhang für Serie Fünf… Denn langfristig kennt die Quote auch weiterhin nur einen Weg: Way Down New Orleans. – Trotz leichter Zick-Zack-Ausschläge. Aber die hat meine Kellertreppe auch! ST-E.de stimmt euch also schon jetzt auf die Zeit NACH Archer und seiner tolldreisten Crew ein. Verpasst daher nicht unsere große Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Wir haben’s von Anfang an gewusst!“

Eins muss als Prämisse klar sein: Die US-Quoten von ENT sinken unaufhörlich.

Und damit verwerfe ich ausdrücklich das oft schöngeschminkte Geschreibsel auf Newsseiten, das da oft von sich gibt: „ENT legt wieder zu! 3,5 Millionen beamten sich diese Woche auf die Decks ihrer Träume!“. Gut, zugegeben: Eine Woche vorher waren es vielleicht noch 25.000 Zuschauer weniger… – Aber wenn man verbissen genug sucht, steigt auch bei fallenden Quoten garantiert der Cholesterinwert. Dank Mathe-Leistungskurs kann man sich schließlich vieles schönsauf… rechnen.

Und wenn man dafür das Pups-Rating mit dem Klapowski-Faktor („Ich sehe für zwei, Basta!“) und dem Nielsen-Night-Multi-Ranking multiplizieren muss: Wenn man nur will, steigt irgendwo immer eine ENT-Party! Und wer noch williger ist (Frauen melden sich bitte unter meiner bekannte E-Mail-Adresse), findet auch immer einen Grund, warum’s nicht so toll lief: Mal waren es Baseballspiele, mal besuchte die Smallville-Abschlussklasse einen FKK-Strand oder die Menschen sind einfach von SF übersättigt und zugefüttert. Rülps. – So sind dann sogar die Serien schuld, die nicht parallel zu ENT laufen…

Zum Beispiel Stargate, dieses wandelnde Quotengeschwulst! Ganz zu schweigen von… öh… der glorreichen Andromeda mit ihrem intellektuellen Sperrfeuer! Ist es angesichts dieser biblischen Übermacht von gleich zwei(!) ernstzunehmenden Konkurrenten ein Wunder, dass Star Trek arge Probleme hat? – Klare Antwort: Ja.

Beziehen wir jedoch die Tatsache ein, dass im schnelllebigen TV-Geschäft seit über 10 Jahren Big Röhrman, Pardon: Rick Berman die kreative Leitung besitzt, muss die Antwort jedoch „Nein!“ lauten. Jeder Mensch, so kreativ er auch sein mag, gelangt nach so einer langen Zeit Dauerstress in eine Sackgasse. Es fehlt die gesunde Distanz zum eigenen Produkt, die Fähigkeit, das Ganze zu betrachten und zu sagen: „AHA!“ – Und kurz danach: „Vor 5 Jahren hat mein Vorgänger da eine ganz gewiefte Lösung gefunden, auf die ich nie gekommen wäre!“

Doch inzwischen fehlt das kreative Eichmaß. Wenn es um Zeiträume zwischen 5 und 10 Jahren geht, kann Rick nur seinen alten Passfotos zunicken und sagen: „Na, alter Junge? Welche Schraube hast du eigentlich damals gedreht, dass VOYAGER so ein grandioser Erfolg wurde?“ – Im Vergleich zu ENT, selbstverständlich…

Doch lassen wir Rick einmal in Ruhe. Er kann ja nichts dafür. Ältere Menschen bringen eben nicht mehr so die Leistung am Arbeitsmarkt, weswegen 35-jährige Tattergreise bei uns völlig zu Recht in der Dauerarbeitslosigkeit verweilen… Und wenn MEIN Chef mich nicht vom warmen Sesselchen hieft, um dafür Paulchen Power aus der Rechnungsabteilung (18 Jahre, 23 Jahre Auslandsaufenthalt, 3 Jahre Studium) zu besetzen, so mag mich das vielleicht verwundern, ausnutzen würde ich’s aber trotzdem…

Um noch einmal auf die Quoten zurückzukommen: Eine so teure Serie wie ENT, die jede Woche mal eben über eine Million Dollar für mundgeblasene Spezialeffekte und vergoldete Kulissen durch die Luftschleuse jagt, hat gefälligst nicht jede Staffel 20, 30 oder gar 40% der Zuschauer zu verlieren! Das ist erbärmlich. Das ist ein Armutszeugnis. Das treibt jedem Sparkommissar die Tränen in die Augen…

Über die Qualität kann und muss man im Netz natürlich erbittert streiten, ICH zumindest möchte bei jedem wiederholtem Anschauen mindestens immer eine Schulnote draufknallen. Und das Ganze bei der deutschen Erstausstrahlung verdoppeln…

Worüber sich wohl selbst Liebhaber der Serie einig sein dürften, ist aber die Tatsache, dass das Prä-Kirk-Konzept versagt hat. Keine einzige Story wäre nach kleineren Änderungen nicht auch in der Zeit nach Voyager denkbar gewesen. – Wenn man von total verblödeten Klingonen und unsympathischen Vulkaniern absieht. Und der Xindi-Plot wirkt für diesen Zeitabschnitt sowieso aufgesetzt wie das Mickey-Maus-Kostüm des Messdieners… Sensoren und Waffen sind eh aus dem 24. Jahrhundert importiert: Kirk’s Crew konnte noch nicht mal die Beschaffenheit eines „Energiestrahls“ erklären, wenn er vor den Sensoren einen genüsslichen Striptease aufgeführt hätte. Und wer Lebenszeichen innerhalb des Schiffes suchte, musste nach verstärkten Herztönen(!) lauschen. – Was haben wir nachträglich doch gelacht!

Nein, Enterprise hatte einfach das falsche Konzept…

„Zu-ga-be! Zu-ga-be!“ – „Sei doch ruhig, Travis! Du bist schon gar nicht mehr zu sehen!“ – Schließung auf Raten: Noch eins, zwei Jahre, dann ist der mittlere Bereich gerade noch groß genug, um Briefe einzuwerfen…

Zugegebenermaßen ist es auch eine Katastrophe, dass Paramount sich unbedingt einen eigenen Sender leisten muss (Ja: UPN bedeutet „United Paramount Network“), statt seine SF-Saga an große und meistbietende Powersender zu verkaufen. So wie damals bei TNG. – Aber auch wer nur kleine Eier legt, brütet sie natürlich lieber im eigenen Nest, solange auch nur ein bisschen Geld rauszuquetschen ist. Aber das ist erstens nicht zu ändern und zweitens auch kein Grund, warum eine erstklassige SF-Serie nicht steigende Quoten verzeichnen sollte.

So hier denn jemand eine kennt.

Daher muss unsere Seite – auch im Sinne der journalistischen Aufklärung – populistische Hetzartikel wie diese veröffentlichen, um alle Fans, die es noch nicht wissen, behutsam mit der Wahrheit vertraut zu machen! Und diese lautet: ENT kann froh sein, wenn sie über die dritte Staffel kommt. Sieben Staffeln sind bei gleichbleibender Entwicklung sowieso so wahrscheinlich, wie den Papst beim Hostienschmuggel zu erwischen.

Bald ist es vielleicht schon wieder soweit: Die süße Ungewissheit ist wieder da! Heute muss ich sowieso sagen: Die Vorfreude auf ENT war sowieso die schönste Freude! – Was wird wohl die nächste ST-Serie?? Startet sie 2005, 2006 oder doch erst gar nicht? Wird “Starfleet Academy“ diesmal das Rennen machen? Kirk, Pille und Lex Khan mit Kryptonit im Schulranzen? Oder setzt sich Shatner mit seinen genialen Ideen durch, die wo letzten Monat im Interview keiner wissen durfte?

Nach seinem genialen „ST V“-Drehbuch und seiner angemessen tollen Regiearbeit im selbigen Film eine höchst wahrscheinliche Variante!

Bekommen wir mangels Alternativen gar unseren heiß ersehnten Voyager-Kinofilm?

Und unregelmäßige Fernsehfilme mit der ENTERPRISE!? So ähnlich wie die, die es auch nach DS9 gegeben hat! Und auf die Petitionen gegen die Absetzung freue ich mich jetzt schon! Das wird ein riesiger Farscape-neidisch-mach-Trubel! Angeheizt von Webkolumnen und der eigenen Trek-Geschichte. – Bei TOS hat’s ja schließlich auch mal geklappt!

Auch die Interviews mit Schauspielern, Machern und Wichtigtuern könnten spannend werden: Bakula findet immer noch alles toll (wir erinnern uns: Stewart hält Nemesis für den besten TNG-Film), die Autoren wissen plötzlich dann doch, woran’s gehakt hat (schließlich wollen sie sich ja nicht als unbelehrbare Sturköpfe in den Arbeitsmarkt verabschieden) und Shatner bekennt öffentlich, dass er schon 1987 wusste, dass Trek ohne Kirk nicht funktionieren khan, äh, kann.

Aber da er schon mal dabei wäre:

Er hätte da nämlich so eine tolle neue Idee…


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 18.10.03 in Star Trek

Stichworte

,

Ähnliche Artikel


Kommentare (33)

  1. Gast sagt:

    Steht denn nun schon definitiv fest, dass es die letzte Staffel ist?

    Dani

  2. Gast sagt:

    Das steht nur in den ST-Fanforen fest aus einer gewohnt zuverlässigen Kombination von Hirngespinsten und waschechten Gerüchten aus siebter Hand.

    Gab's diese Debatte nicht schon zu Voyager-Zeiten? Hat sie verhindern können, uns 7 Jahre Stumpfsinn zu bescheren? Warum sollte das mit Enterprise anders laufen?

    Totgesagte leben bekanntlich länger, auch wenn der Sensemann schon die Klinge schärft.

  3. Klapowski sagt:

    Sicher weiß das natürlich keiner. Aber unabhängige Medienexperten (und, was noch mehr "Sorgen" macht: Von ENT abhängige Medienexperten) halten die Chancen für gegeben, dass dies die letzte Staffel sein KÖNNTE…

    Natürlich fehlte auch eine seriöse Quellenangabe für meine Behauptungen: Das halbe Netz der letzten 1 – 2 Jahre…

    Nachtrag: Voyager und DS9 hatten meines Wissens nach auch immer noch 1, 2, 3 Milliönchen mehr an Zuschauern. Oder um es mit den Worten aus ST 9 zu sagen:

    "Wie viele Menschen sind nötig, Admiral?? Wie viele? 4 Millionen? Drei? 2,5?"

  4. Sunny sagt:

    Och nun gib's doch zu: tief in Deinem Inneren schlägt ein Herz für diese Serie. Und wenn man die Wildfeed- und Internetgucker hinzuzählt (gell? ;-)), übertrifft Enterprise diese Serien sogar in der Quote.

    Sunny, beim letzten Beitrag aus den Socken, ähm Login gehauen.

  5. Klapowski sagt:

    Für die US-Quote dürften Internetgucker zu vernachlässigen sein. Wer so fundamentalistisch ist, sich die Kanada-mpeg's vor der US-Erstausstrahlung anzuschauen (kommt immerhin unerträgliche 24 Stunden später), dem traue ich sowieso zu, dass er aus reiner Herzensgüte mittelgroße Geldbeträge an UPN überweist…

    Oder sich die Serie im TV noch einmal anschaut ("Wegen Qualität, weissu?"). – Wenn denn der Download überhaupt rechtzeitig vor der US-Ausstrahlung fertig wird…

    Bei deutschen Zuschauern würde ich den Zuschauerschwund aufgrund von Downloads allerdings als möglicherweise bemerkbar einstufen…

    Wie gut, dass WIR legale Möglichkeiten haben, die neuesten Folgen zu sehen!

  6. Gast sagt:

    Tja, schade wär's schon. Die Idee war eigentlich gut, leider lies mit Staffel 2 die Umsetzung zu wünschen übrig. Immerhin hatte die Serie den besten Pilotfilm gegenüber den anderen.

  7. Sparkiller sagt:

    Sagen wir, den fünft-besten, ja?

    Mein Favorit ist ja weiterhin "Der Abgesandte", da dieser eine gesunde Mischung aus TOS-Strangeness (Heide-Park Soltau im Wurmloch), TNG-Tiefsinn (Sind wir nicht alle ein bisschen Prophet?) und Movie-Athmossphäre (ich lieeebe es, wenn man sich noch Zeit für schöne Dialoge nimmt. Siehe bsp. KiraSisko) besass.

    Aber ich kann es natürlich verstehen, wenn man als Jürgen Drews-Fan ("Ein Klingone im Kornfeld") eher zum ENT-Piloten neigt.

  8. bergh sagt:

    tach auch !

    Tja !
    Das Schlimme ist, daß Klapowski wahrscheinlich recht haben wird.
    Traurig, aber nicht zu ändern.
    Was hätte man aus den Zutaten alles machen können ?
    Und was haben sie daraus gemacht ß

    Eben.

  9. Gast sagt:

    Der Abgesandte steht ganz oben auf meiner Abschussliste! Das war neben dem Fürsorger der größte Dreck den Star Trek über die Jahre hervorgebracht hat. Da dann doch eher "Der Käfig" mit Captain – 2 mal piep für ja – Pike.

  10. Sparkiller sagt:

    Hast ja recht! Deine ins Detail gehenden Gründe und Beweise haben mich überzeugt!!

    Dieser Pilotfilm ist Dreck! Ausserdem riecht er schlecht und macht uns alle kraaaa-haaank!

  11. Sunny sagt:

    Aber selbst mit noch weniger Zuschauern könnte die Serie doch wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn diese am Ende fleißig Staffelboxen kaufen. Ohne ein Produkt am Markt sieht's aber schlecht um das Merchandising aus und das darf man bei ST nicht unterschätzen. Wer kann sich schon echter Trekkie nennen, wenn er nicht ab und zu sein Handy mit Beam-me-up-Scotty-Klingelton quälen oder die Klospülung mit Wurmloch-Soundeffekt betätigen darf? Eben! Paramount braucht Enterprise.

    Ich gebe der Serie noch eine Chance. Und wehe B&B mißbrauchen dieses Vertrauen. Dann gibt's Dresche, jawoll!

  12. Gast sagt:

    Koennte es nicht auch zum Teil an Edonkey und Co liegen? Jeder saugt es ohne Werbung und Logo und braucht nicht mehr ins TV zu schauen. Die Nielson? Box meldet keinen Erfolg und die Quoten sinken.
    Andereseits werden aber auch Andromeda und Konsorten im Internetz veroeffentlicht. Kann doch nicht sein, daß Leute sich das zweimal antun.

  13. Klapowski sagt:

    Wie gesagt… Ich frage mich immer: Würde ICH die US-Quoten so umgehen, wenn's auch das Fernsehen täte? Würde ICH mir "Stargate" 24 Stunden vorher runterladen, um es vielleicht 5 Stunden vorher zu sehen? – Nö, bin doch nicht bescheuert…

    ICH habe gegen die Werbung ja einen genialen Trick entwickelt: VHS! Nervenschonend wird da gespult, bis die Freudentränen laufen! GUTE Sendungen sehe ich mir daher seit Jahren leicht zeitversetzt an…

    Wobei ich mich schon lange frage: Wenn woanders auch nur der Videorekorder einschaltet, werden deren Quoten von der Nielson-Box dann erfasst? Wohl eher nicht…

    Da dürfte der Verloren-geh-Effekt wohl dem Mehrfachen des Downloadvolumens entsprechen…

    Und wenn selbst WIR niemanden kennen, dem wir so eine "Eselei" zutrauen würden (wenn er Ami wäre, versteht sich), dürfte es von diesem Menschenschlag nicht allzu viele geben.

    Die wenigsten Zuschauer sind so süchtig, wie wir Onliner es glauben. Die wenigsten aktualisieren 5 x am Tag die News der großen Trekseiten…

    Die meisten sind nicht mal internetsüchtig!

    Viele surfen sogar tagelang gar nicht! Und mit so einem geisteskranken Gesindel muss ich gar jeden Tag zusammenarbeiten!

  14. Gast sagt:

    Lasst die Enterprise in der Zeit nach Voyager stranden!

  15. Gast sagt:

    Ab welchem Zeitpunkt oder nach welchem Ereignis steht denn nun fest, ob es die letzte Staffel war?

    Dani

  16. Steff sagt:

    die Idee vom Gast zwischen Dani und Klapowski ist gar nicht mal so schlecht.

    Man könnte sozusagen die Ausgangssituation von VOY nochmal übertreffen. Sie sind halt nicht ganz dolle weit weg, und wollen heim, sondern sie sind weit inne Zukunft, und wollen NICHT wieder nach Hause!! ;-)

    Ist ja auch klar, warum: in der Vergangenheit sind sie langweilig, fast arbeitslos (außer mit dem ollen Kötter oder dem Doc mal Gassi zu gehen), die doofen Spaß-Marines essen immer den ganzen leckeren Nachtisch weg, usw…

    Aber im Delta-Qua… äh, in der Zukunft, da sind sie wenigstens 'ne Kuriosität, sind berühmt, und kriegen ganz dolle viel Geld… äh… Föderationsdukaten oder so… für's nichts tun.
    Ok, früher haben sie auch schon nichts getan, dafür aber nur schöne Worte (gähn) und 'nen feuchten Händedruck vom Chef gekriegt.

    Was das für Vorteile hätte! Produktionstechnisch kann es plötzlich egal sein, ob der technische Krempel plötzlich moderne als bei TNG aussieht, sie können die Voya… Enterprise waffenmäßig ohne Ende aufmotzen,, das bißchen vorhandene Handlung kann weder die offizielle Star Trek-Chronologie, noch die Trekkie-Nerds, noch den gesunden Menschenverstand durcheinander bringen.
    Barkley könnte austüffteln, wie man sie wieder nach Hause schickt, Jean-Luc "Stirb langsam" Picard könnte die vVersehentlich mitgebrachten Xindi und Berts im Alleingang töten, Riker könnte T'Pol poppen, und, und, und!!!!

    Schuld ist natürlich der böse temporale heiß-kalte Krieg, der mitten inne Ausdehnung die Enterprise in den Nexus(!) schleudert. Dort treffen Archer & Co. auf Kirk (denn ohne Kirk kann ST ja bekanntlich nicht funktionieren), der versucht, T'Pol zu poppen (was ihm laut Drehbuch und Vertrag auch zusteht >würg

  17. Gast sagt:

    einfach genial

  18. Gast sagt:

    Na, ob die Technologie kompatibel is?! Außerdem muss ja noch irgendwer zur normalen ENT-Zeit mit den Romulanern klopppen. Die Xindi hätt man sich auch sparen können

  19. Sid sagt:

    Naja… ob die Downloads da wirklich dran schuld sind, daß die Quote mies ist? *bezweifel, bezweifel* Hust, hust. ENT ist doch nicht die einzige Serie, die im Netz zu finden ist. Schon mal was von "Smallville" und Konsorten gehört, die dumm wie Brot von den Servern aus den Eseln gesaugt werden? Und wie dann trotzdem immer noch die TV-Quote ist? *simsalabim* Siehste.

  20. Federelis sagt:

    Ich mag Steff's Vorschlag. Wirklich.

    Ich mag den Gedanken daß ENT mittels temporaler Übeltäter dazu "gezwungen" wird nicht nur die Trek-Anfänge zu zeigen, sondern auch die Trek-Zukunft. Und vielleicht auch, was zwischendrin so abging(DS9-Tribbles Episode als Vorbild). Noch besser kann man alte Kamellen nicht aufwärmen, und nebenbei praktisch, da man Berman sowieso kaum vom Zeitspringen abhalten kann.
    Man muß doch nicht sklavisch am Prequel-Konzept festhalten, vor allem dann nicht, und da hat Klapowski sowas von recht, wenn selbiges überhaupt nicht aufzugehen scheint. Von der partiell spürbaren Frische aus dem Pilotfilm ist schlicht nichts mehr zu spüren, und niemand, absolut niemand akzeptiert den ENT-LookandFeel als Prekirk-Serie, fühlt sie sich doch immer noch wesentlich mehr wie eine PostRoddenberry-Serie an. Umso besser wenn man alsbald einen Rücksturz zurück in die Zukunft macht, der dann inhaltlich für neue Impulse sorgt, die sogar die ENT-Autoren nicht beiseite schreiben können. Wer sich noch zu erinnern vermag, es gab ja diese nette kleine TNG-Episode, in der Scotty mal eben aus dem Transporter-Hut gezaubert wurde, um ein bißchen Nostalgie aufkommen zu lassen. Eine tatsächlich eingermaßen gelunge Episode, denn obgleich die vordergründige Intention, Fans aller Generationen vor den Schirm zu locken, offen erkennbar war, barg diese Folge eine sehr schöne Aussage bezüglich des Respekts vor der älteren Generation, und erzielte gleichzeitig durch das direkte Aufeinandertreffen jener Generationsvertreter den besten Kontrastwert den man aufzeigen möchte, wenn man von unterschiedlichen Jahrhunderten und Stadien der Entwicklung sprechen möchte. Archer&Co. „zeitlich“ voranzutreiben, scheint zumindest interessanter, als sie beim Entdecken bereits entdeckter Länder zu beobachten. Oh, das alles ist natürlich nur oberflächlich ausschlaggebend.

    Ich persönlich kann Prequels ohnehin nicht leiden. Nicht nur, weil es eigentlich so gut wie kein gelungenes Beispiel hierfür gibt, sondern auch, weil ich ein Mensch bin, der immer gerne und mit einer gesunden Portion Hoffnung in die Zukunft geblickt hat. Ich hatte immer einen höchst neugierigen Blick ins nächste und übernächste Jahrhundert geworfen, da es schlicht inspirierend und aufregend war. Ich denke, allein dieser Aspekt ließ mich Jahrzehntelang Star Trek huldigen und ehren. Denn neben liebenswürdiger Charaktere und dezenter Story-Tiefe war der Aspekt des Neuen, des Erstaunlichen und des Erreichens und Ergründens von wissensschaftlichen wie auch emotionellen Grenzbereichen im wesentlichen ausschlaggebend für das langfristige Überleben von Star Trek.
    Und ich nehme mal dreist an, daß viele, sehr viele dieses Gefühl teilen können… konnten, muss man jetzt schon sagen.

    Kann es Trek sein, wenn es einfach unreflektiert auf der Nostaligiewelle mitschwimmt? Kann es Trek sein, wenn es nichtmal die emotionalen Grenzbereiche der Figuren auszuloten versteht? Kann es Trek sein, wenn die Macher von ‚Farscape‘, ‘SG-1‘,‘Buffy‘, ‚Smallville‘, und, verdammt noch eins, sogar die von ‚Andromeda‘ um Lichtjahre mutiger scheinen bei der Wahl der Story-Elemente als die ST-Produzenten? Kann es Trek sein, wenn man den Fans genau das gibt, was sie zu wollen scheinen? Ist dieser Trek noch mutig, inspirierend, neuartig, oder wenigstens spannend?

    Natürlich nicht! Und um es klar zu sagen, damit ist es auch kein Star Trek mehr. Ganz einfach.

    Das was wir momentan bei ST:ENT zu sehen kriegen, soll an die alten Tugenden von ST erinnern, beeinhaltet sind sie aber keineswegs. Es muss natürlich noch mehr passieren, als ein Zeitrutsch in Zukunft, um dort wieder hinzukommen. Ein relativ kleiner Schritt ist es da mittlerweile, Berman feuern zu wollen. Aber wenn es überhaupt Sinn machen soll neueren Trek zu sehen, dann muss es MINIMUM faszinierende Sience Fiction sein. Neuartige Grenzerlebnisse, herbeigeführt durch neue Lebenssituationen für die Menschen, ob jetzt durch Alien-Einwirkung, oder mittels Wurm- oder schwarzer Löcher. Garstige Widrigkeiten, bei denen man nur mit Anerkennen der veränderten, neuen Umgebung überleben kann. In der Theorie hätte ENT all diese Schauplätze. Wenn man allerdings ständig die alten Verhaltensmuster bei den Figuren abzieht, die schon Picard haben legendär abwesend wirken lassen, kann man bei ENT natürlich nicht von Ereignisfernsehen reden. Wenn Spock „Faszinierend.“ aussprach, nahm man ihm das absolut ab, obgleich die Requisiteure den Anforderungen des Budgets mehr gehorcht hatten als denen des Buches. Ich habe schon Kirk den Klingonen mehr Beachtung schenken sehen, als Archer es je für überlegenswert befunden hätte. Wofür brauche ich denn dann Aliens bei Star Trek, wenn uns schon in der Realität der Kanzler mehr grenzwertige Erfahrungen einflößt? Wofür Trek an sich?
    Effekte, Geballer und PinUp-Vulkanierin? Herrje, das kann doch nicht alles gewesen sein?

    (Etwas zu hoffnungsvolle)Ansage an B&B:
    Ich sage, schmeißt hinfort die anfänglichen Konzepte und Bios der Figuren, und fangt an sie leben zu lassen in dieser Welt. Entwickelt die Charaktere, verändert sie, lasst sie wachsen an dem Erlebten, Folge für Folge, Schritt für Schritt. Lasst uns ENT in der sechsten Staffel einschalten, und mehr erwarten als ein neues Kostüm für T’Punkt und müdes Phasergeballer. Lasst uns über grandiosere Momente debattieren, als Hoshi, die irgendwie ganz niedlich ist in ihrer ganz eigenen, unbedeutenden Art. Lasst uns Aliens, Dimensionen, und Bereiche des Alls sehen, die wir und die Figuren nicht linksliegen lassen können, nach dem Motto, Riker wär’s auch egal gewesen. Lasst uns wieder all die unentdeckten Länder sehen, die noch niemand zuvor erblickt hat(und ja: auch die Zuschauer nicht). Lasset uns wieder mutig und fasziniert in in die Zukunft blicken.

    Verdammt, bringt Star Trek zurück in die Zukunft! Oder zumindest zurück in unsere Gegenwart! Das wär wenigstens etwas…

    Hezlichst,
    ein Fan.

    (Der Satire-Gehalt dieses Kommentars ist leider recht dünn. Aber mir war nicht wirklich danach. Ich hoffe, auch dieses Gefühl teile ich mit sehr vielen…)

  21. Steff sagt:

    Hm, irgendwie bleibt mir da nicht mehr viel übrig, als betroffen dreinzuschauen, und meinem Vorredner ganz und gar zuzustimmen.

  22. Gast sagt:

    Ist etwas spät und es interessiert wohl keinen…
    Aber dann jetzt einfach nicht weiter lesen, ok?
    Warum liest du denn immer noch mit?
    Na gut, selber schuld: (;))²

    Das osaarianische Schiff aus Anomaly war die Voyager mit verändertem, äusserem Design.

    Dani

  23. Gast sagt:

    Ich will Kekse !

  24. Federelis sagt:

    Ich hatte NICHT zum kollektiven Selbstmord aufgerufen! Scheinbar ist der Papagei einer alten Dame auf die Tastatur gekrabbelt, denn sein Frauchen hat scheinbar vor drei Tagen diesen Artikel gelesen und muß vor Schreck dahingeschieden sein. Logisch das der Vogel langsam Hunger kriegt und sich bemerkbar macht.
    Aber hier herrscht ja wirklich eine Totenstille. Selbst Klapowski scheint sich zum stillen Gebet zurückgezogen zu haben. Seit drei Tagen kein Kommentar mehr hier zu finden. Seid ihr alle sprachlos? Traf euch die Erkenntnis wie ein Blitzschlag?
    Glaubt mir, das Leben ohne Star Trek hat euch noch soviel Schönes zu bieten.
    Wenn ihr's nicht glaubt, fragt doch die Seelsorge. Aber macht jetzt bitte nicht Unüberlegtes…
    z.B. Andromeda auf DVD kaufen. BRRRR…

  25. Gast sagt:

    @ Federalis
    Es gibt auch noch die Wiederholungen!

  26. Federelis sagt:

    Ich hoffe inständig, das über mir war nicht wieder der Papagei.
    Obwohl der Vogel natürlich recht hat…

  27. frakesjoe sagt:

    Ich will mir ja nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber nachdem ich die ersten drei Folgen ENT sah, dachte ich schon an die "In die Zukunft schicken"-Sache, weil ich ir dachte "So kanns nicht weitergehen….", aber immerhin hatte ich erwartet, dass das spätestens nach der zweiten Staffel passiert……

    Jemand meinte, die Idee zu ENT sei gut….. Gut? Welches Prequel war denn bisher gut? StarWars? Die von "From Dusk till Dawn"? Dumb and Dumberer? Alles gequirlte Kacke. Es war allen halbwegs intelligenten Menschen schon klar, dass das Story-technisch in mehrerlei Hinsicht Franchise-Selbstmord ist. Einerseits die "Kontaminierung" der Zeitlinie (wegen bisher unbekannten Anomalien, Kreaturen, Geschichten usw.), andererseits wegen der entweder eingeengten oder unglaubwürdigen Stories an sich. Ich meine, es gibt ja bekanntlich genügend "Lexika", wo diverse "geschichtliche" Dinge "dokumentiert" wurden, z.B. die Reihenfolge der Schiffe, Geschehenisse zum Thema Feindschaft mit Romulanern und Klingonen…… die kann man jetzt alle entweder in den Müll werfen oder eben die Serie "übersehen" (als "non-StarTrek" ansehen, das, was ich tue…..).

    Weiter gehts damit, dass die Episoden der dritten Staffel NOCH SCHLECHTER SIND, ALS ALLES, WAS VORHER VERZAPFT WURDE! Sowas von grottenübel hätte ich mir "Verbesserungen" gar nicht vorstellen können. Wenigstens in dieser Hinsicht haben B&B es wieder geschafft, meine Vorstellungen zu sprengen…….

  28. Gast sagt:

    Jede neue Star Trek Serie hatte irgendwie auf seine/ihre ganz eigene Art und Weise zum Franchiseselbstmord beigetragen. Wo steht geschrieben dass neben der schönen Kugeligen Daedalus-Klasse nicht auch in den 2150` ern eine NX-Klasse existiert…

  29. Gast sagt:

    yo, hab mir die folge heut angeschaut, sooooo megaschlimm fand ich die nich, aber was ziemlich lustig war, das tucker die tante anmeckert, weil sie zu wenig feuerholz mitbringt, dann lodert das feuer der liebe und dann klappts auch mit dem lagerfeuer, alles ganz logisch, gelle? tja mädels, männer sind einfach zufriedenzustellen.
    gruß
    krapfen

  30. Gast sagt:

    verdammt das war falsch hier
    gruß
    krapfen
    p.s. das sollte sich auf Precious Cargo beziehen. ich werds dahin nochmal posten.

  31. Gast sagt:

    was ein prequell zu bieten hätte? tja… die ganze gottverdammte geschichte der entstehung der ufp!
    aber wenn man auf sinnfreie und politisch korrekte propaganda ala voyager steht – sogar die stumpfsinnigsten scheinen aufzuwachen und können diese geistige armut der serie kaum noch ertragen.
    tos ist im nachhinein ulkig, nicht nur der ramsch effekte wegen. aber die serie setze massstäbe, auch wenn sie auf grund der "erfolglosigkeit" nach 79 (?) esisoden ausgesetzt wurde.
    tos war in den ersten staffeln naiv und ulkig, just wie das original, doch wie dieses war da noch ein gewisser naiver idealismus auszumachen.
    mit der zeit wurde die serie routinierter und wurde zum "mittelpunkt" in ST.
    ds9 war, vor allem dank dem krieg, an die "realität" angelehnt, wo doch nicht alles so rosig war, wie man´s einen glauben lassen wollte, aber die ST grundsätze umso druckvoller in den vordergrund ziehen liess!
    die voyager hatte solch eine brilliante idee: der weg nach hause, zu den anfängen so zu sagen, zum wahren kern des ST, wenn man es denn im übertragenen sinne verstehen mag. und was haben die draus gemacht? soviel zu vertanen chancen…
    und nun das letzte experiment. tja, wenn man ohne ein konzept, sondern eben nur auf der nostalgie welle oder worauf auch immer, eine serie aufbaut, wenn alles kultig sein soll, was ST im namen führt…darauf kann man getrost verzichten. sie hätten die zeitlinie beibehalten müssen, was geschichte und design angeht. sie hätten darüber berichten können, wie denn nun diese glorreiche und grossartige ufp entstehen konnte. aber da waren die wohl zu feige, denn die antworten auf die ewigen fragen der menschheit haben auch die st autoren und erfinder nicht – natürlich nicht! aber ehrlich kann man sein und versuchen, die idee einer hoffnungsvollen zukunft glaubwürdig verkaufen, ohne die fans und die "sache" zu verraten…

  32. Gast sagt:

    coole sache…captain archer=george bush, schon mal aufgefallen? ich mags trotzdem. bye!

  33. Gast sagt:

    Ich muss schon sagen das mich manche Komentare schon sehr erschrecken.Meine Meinung nach sind viele undankbar,ich finde St Enterprise ist eine schöne Serie.Ich finde manche hier sind keine fans sondern Niedermacher von Star trek.
    Zudem steht es fest das es eine 4 Staffel von Enterprise geben wird.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht