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Star Trek Enterprise – 3.05 – „Impulsiv“ („Impulse“) Review

„Nieder mit den Borg! Es leben die Vulkanier!“ – Nun ja, „leben“ vielleicht nicht… Eigentlich bestreiken sie hier vielmehr den Tod. Ihre Forderungen: Flexible Liegezeiten an 5 Tagen die Woche, Zuschläge für Halloween und Tagarbeit, Schönwettergeld und ein gewisser „Jason“ im Betriebsrat. Doch als T’Pol von der Schnuckel- zur Mörderpuppe mutiert, wird die Lage ernst! – Oder zumindest ein kleines bisschen weniger lustig…

Erdnussflips haben eine nervige Eigenschaft: Wenn man sie mit viel Speichel gegen einen Bildschirm prustet, zerspitzen sie in kleine Krümel, die großflächig fortgewischt werden müssen… – Aufgrund dieser Tatsache fehlte mir zu Beginn dieser Folge eine entsprechende Warnung, wie z.B.: „Bitte halten sie feuchte (nicht nasse!) Tücher bereit und greifen sie ggf. auf ein mildes Reinigungsmittel zurück!“

Mir hängen jetzt noch immer Reste vom Zwerchfell zwischen den Zähnen! Habe selten so laut Ruhestörung betrieben! Wenn lachen wirklich so gesund ist, schuldet mir meine Krankenkasse mindestens einen Monatsbeitrag! Haach, herrlich! – Dieses neue Mainstream-Trek treibt schon die seltsamsten Blüten… mit Heugabeln vor sich her!

Sie waren aber auch zu putzig, diese Vulkanier: Erst sorgt eine Kontinentalverschiebung zwischen Nacken und Schulterblättern für erhebliche Buckelbildung, dann kündigt der Kopf den Mietraum der Schultern (wegen Eigenbedarf), weswegen diese seitlich und vorne etwas herausquellen… Grunzen und Schnaufen kann ebenfalls nicht schaden. – Was schade ist, denn „ungesund aussehen“ braucht der neue Comedy-Vulkanier wie die Luft zum Atm… Röcheln.

Für die humoristische Vollendung gehört aber noch weitaus mehr: Die Augen müssen in etwas liegen, was Höhlenforschern das Abseilmaterial nur so aus den Rucksack treibt. Und die Gelantine im Gesicht nicht vergessen! Wenn’s nicht ordentlich schleimt, lacht doch nachher wieder kein Mensch! Und nicht vergessen: Lange Stangen in allen Variationen! Es dürfen natürlich auch Gardinenstangen, Klostopfer oder leere Küchenrollen sein. Bei den ungünstigen Lichtverhältnissen reicht es vollauf, wenn die Umrisse passen…

„OK, Archer. Wir nehmen ein paar dieser medizinischen Nachschlagewerke. Und wenn wir mit diesem probiotischen Joghurts etwas für unsere Gesundheit tun können: Warum nicht?“ – Diese beiden Herrschaften bewachen das Ersatzteillager des Schiffes. Wegen einer versäumten Lepra-Schutzimpfung ist das Angebot so groß wie nie! So wie die Geruchswolke…

Und Blitze! Licht an, Licht aus! Keine Showtreppe, die ohne diese Stromsparmaßnahme auskommt! Merke: Der Wackelkontakt ist beste Freund des grünblütigen Komikers! Nummer zwei ist übrigens ein zünftiger Gichtschub! Auch richtiges Laufen will hier ge-, oder besser: verlernt sein… Ein kleiner Stolperer hier und da erweckt den Eindruck des tragischen Clowns und ist der Schlüssel zum Erfolg!

Oder… oder sollte das alles etwa gar nicht witzig sein?? Bin ernsthaft irritiert… Aber was sollte das DANN? Spannend war’s ja schließlich auch nicht: Durchschnittlich alle 3 Minuten stürzt halt eine neue BKA-Eingreiftruppe (B.K.A. = besonders keuchende Antichristen) auf unsere Helden zu… Diese antworten mit Akkupressur (oder auch „Oral-Fisting“ genannt) oder strahlen wie ein Honigkuchenphaser… BUMM! Schon liegen die Bösen reglos da und ein kleiner Ladebalken kündigt an, dass das nächste Level gleich starten wird. Oder halt das nächste Deck. – Kommt aber auf’s selbe heraus…

So what? Soll DAS etwa fesseln? Ist es das, was junge Menschen – oder überhaupt irgendein Mensch – heute in Star Trek sehen wollen? Eintöniges Hauen und Stechen? Da haben ja die Maisstampfer in Zentralafrika einen abwechslungsreicheren Job! Und Silikonmasken kann man noch nicht mal essen!

“Äh, Danke, das reicht! Unser Medium ruft sie dann irgendwann zurück!“ – Hier exklusive Bilder vom Casting… Das Rennen machte letztendlich das Zahnfleischdouble von diversen Gästen Der „Arabella“-Talkshow: Gregor Grünpilz. – Applaus, Applaus, Applaus!

Ich sehe die Autoren direkt vor meinem geistigen Auge, in einer Bar sitzend: „Hast du eigentlich damals `Resident Evil` gesehen?“ – „Nööö, keine Zeit! Hätte ich mir zwar gerne angeschaut, aber ich musste arbeiten.“ – „OK, dann fass’ ich dir das mal schnell zusammen!“ – „Ich höreee?“ – „Nicht hier! Komm morgen Nachmittag in Studio B! Und bring Statisten mit! Ich besorg’ auch `ne Kamera!“

Ich hätte im Vorspann auch gerne einen kurzen Erkennungsslogan gehört, z.B. eine Abwandlung der Bifi-Werbung: „Zomb-Treeek“…

Verzeiht den Kalauer, aber diese drittklassige Untotenwurstung kann man doch eh’ nicht ernst nehmen…

Der Vorwand für all das war mehr als fadenscheinig: Giftiges Gestein macht Vulkanier unzurechnungsfähig. Na und? Das macht der Genuss von ENTERPRISE auch! Aber imitiere ich deswegen gleich die Antagonisten aus Filmen wie „Die Nacht der eiternden Leichen“ und „Schiffsfriedhof der Kuscheltiere“? NEIN! Wir Picardversteher wollen schließlich auch im Wahnzustand noch Mephisto von Archimedes unterscheiden können! Da war mir selbst „Singularity“ (Folge 9/ 2. Staffel) noch lieber… Lattenschuss mit Stil! – Statt Stiele, Latten und Schüsse! DAS hätte ich gerne gesehen! – Oder zumindest weniger genervt ausgeschaltet.

Dramaturgisch wurde hier doch hemmungslos bei Resident Evil geklaut: Eine kleine Gruppe muss sich quer durch einen zerstörten Komplex kämpfen, weil die Notausgänge bereits evakuiert worden sind… Da Zombies bevorzugt in dunklen Zimmerecken lauern, bis sie einen dreieckigen Hintern haben, gibt’s von denen halt ständig Überraschungsbesuche. – Die ihrer Bezeichnung jedoch irgendwann nicht mehr gerecht werden… Denn einige der intelligenteren Zuschauer entdecken schon nach der 18. Untoten-Parade gewisse Gesetzmäßigkeiten im Handlungsverlauf und rechnen fortan an jedem Speiseaufzug mit herausschnellenden Gichtkrallen.

„Meine Genitalien riechen NICHT nach Fisch!“ – „Eine Schlägerei, eine Schlägerei!“ – „Da musch isch mitmischen!“ – Zaubertrank für die Quoten: Von der Lichtgestalt bis hin zum Stangelwirt ist auf diesem Bild alles dabei, was Rang und Narben und offene Beine hat…

Daher gehört das Schaffen von spannenden Horrorfilmen wohl auch zu größten Herausforderungen entsprechender Genrefilmer. Es ist nämlich gar nicht so einfach, Charaktere mit dem IQ von Kunstblut überraschend(!) auftreten und agieren zu lassen! – Dass die ENT-Autoren mit dieser Aufgabe heillos überfordert waren, dürfte wohl klar sein! Weniger wäre wohl mehr gewesen: Mit nur vier oder fünf Verwesungsprozesslern, mehr Anspielungen als Sichtbares und ein paar Dialogen zusätzlich hätte es vielleicht sogar funktioniert. Aber hier reichte es eben nur für inflationäre Völkerwanderungen längst ausgestorbener Völker im Blitzlichtgewitter…

Überhaupt war man an einer entscheidenden Stelle nicht konsequent genug: Die befallenen Vulkanier haben der linguistischen Verständigung anscheinend schon lange „Winke-Winke!“ gesagt und hasten blindlings in’s Phaserfeuer. Andererseits haben sie aber immer noch große Freude daran, auf ihren Konsolen `rumzutapsen und sogar korrekte Ergebnisse zu erzielen. Da sieht man mal, wie intuitiv eine Benutzeroberfläche sein kann, wenn sie will!

Was in ähnlichen Machwerken auch noch nie fehlen durfte: Einer aus der Gruppe ist infiziert und wird ebenfalls bald zum Untoten und somit zur… Schnurch… unglaublichen Gefahr für die anderen, wodurch… blablabla, undsoweiter. Eben der ganz olle Trick: Man lässt die Helden nicht nur in die Scheiße reiten, sondern beschert ihren Pferden auch noch chronischen Durchfall.

Was T’Pols schizoide Darstellung angeht, so war’s eigentlich sogar noch OK: Der patentierte Mix aus „Ihr wollt mich alle töteeeen!“, „Ihr wollt diese Crew umbringeeeen!“, „Ich will euch alle töteeeeen!“ und „OK, Finger hoch: Irgendeiner unter den Anwesenden, der das Leben noch schätzt und achtet?“ hat durchaus seine Momente, in denen man seinen Kopf kurz vom Couchtisch hebt.

Auch Phlox schaltet sich telefonisch dazu, weil er im bisherigen Unterstellungsreigen mit Missachtung gestraft wurde…

„Ernährungsforscher haben festgestellt: Adamsäpfel haben einen hohen Anteil an Vitamin B!“ – Akustisch erinnert Archer schon frappierend an Kollege Gurgelhals. Farblich ist er aber gleich eher den Schlümpfen zuzuordnen… Wenn T`Pol weiter auf Vampirismus macht, hilft wohl nur noch eins: Ein Phlox in’s Herz!

Ja, ich muss zugeben, liebe Mit-Trekkies, ich habe gegen unser Gebot 1 bis 10 gesündigt: Ja, ich war intolerant! Denn ich hasste diese Folge und habe innerlich geschimpft wie Rohrspatz: Was fällt Berman&Co eigentlich ein, unser seligmachendes Star Trek so zu versauen und mich auf meinem heiligen Gebetsteppich (Motiv Borgqueen, 2,10 x 3,40 Meter) zu verhöhnen?? – In jeder anderen Serie wäre dieser Partyspass zum Mitsabbern ja OK gewesen! Buffy, Andromeda, Schwester Stefanie… Wäre mir alles Recht gewesen! Aber doch nicht bei STAR TREK! Dem Land der Dichter, Denker und nicht ganz Dichten!

Ich würde sogar so weit gehen, zur folgenden, langsätzigen Litanei auszuholen:

Sinnfreie Vulkanier, die Picard’s Urgroßvätern das Gehirn durch die Ohren saugen wollen, mit grobmotorischen Gehoppel die gesamte Episodenzeit vertrödeln, jeden Tiefsinn mit ausladendem Geschrei in die Flucht schlagen, mit unnötigen Trashzugeständnissen imaginäre Zuschauer zurückerobern wollen und noch dazu – man verzeihe mir die Ausdrucksweise – aussehen wie zugekackte Geisteskranke, DAS ist bei aller Aufgeschlossenheit gegenüber Experimenten einfach zuviel! – Wenn ENT so weiter macht, kaufe ich mir womöglich doch noch ein Janeway-Nacktposter!

Mir ist es ein Rätsel, warum die ersten Forumsbesucher schon wieder mit Noten weit oberhalb des Durchschnitts um sich werfen! Genauso wie euer Hund ja DOCH wieder am Tisch gefüttert wird, muss wohl auch Berman in regelmäßigen Abständen ermuntert werden, oder wie? Was haben wir älteren ST-Fans (über 20) nur gemacht, dass ihr uns so hasst? – Abitur??

„Aargh! Mein Fuuuß!“ – „Was ist los?? Verlieren sie den Halt, Captain?“ – „Quatsch! Ich bin in Hundescheiße getreten!“ – Ein Balanceakt nicht nur für Rick Berman… Storys, die unter „Tiefe“ nur noch Fallhöhen kennen, könnten dem Franchise den Rest geben: Dann wird aus dem rettenden Schwebebalken schnell das Ende einer Piratenplanke!

Aber lassen wir das. Nicht unerwähnt bleiben soll der begleitende Soldat, der trotz tanzender Stimmbänder nicht das Zeitliche segnet. Dieser wird wohl im weiteren Serienverlauf noch zum echten Nebencharakter mit Persönlichkeit ausgebaut werden. Warum man dann hier damit noch nicht angefangen hat, ist mir ein Rätsel…

Mayweather und Trip dürfen sich mit einer Nebenhandlung vergnügen, in übertriebenen Shuttleszenen die Quoten hochtreiben (VW setzt die ersten Crashtest-Dummies vor den laufenden Fernseher), Trellium suchen und dann das Außenteam retten…

Was uns zu den Effekten bringt: Diese sind wieder einmal großartig: Chaotisch herumtrudelnde Felsen mit leichter Moostextur stoßen alle paar Sekunden zusammen, was den im Transporterraum aufgeklebten Pixelbrei (nur echt mit dem Schnullischatten) fasst wieder vergessen lässt. Auch das vulkanische Schiff explodiert mindestens auf dem Kinoniveau von 1999, wenn nicht sogar 2000. Nur schade, dass diese brillianten Effekte nicht für Storys eingesetzt werden, die auch Zuschauer mit unverwestem Hirn fesseln. Kaum vorzustellen, welcher Kult entstanden wäre, wenn man die schönen TNG-Geschichten damals schon mit einem derartigen Augenschmaus hätte versehen können!

„Was soll das heißen, `Selbstmörderischer Flugstil`? Die Clipping-Fehler muss man natürlich schon einkalkulieren!“ – Kein Zweifel: Star Trek wird langsam obercool! So wie ein 18-jähriger Discobesucher mit 150 km/h auf der Gegenfahrbahn einer verschneiten Landstraße… Nur hält so ein Zustand meist nicht lange an. – „Wie, ich kann nie wieder laufen? Nicht mal im Kino??“

Der trashige Schluss und der schlimme Beginn waren eigentlich sooo indiskutabel, dass ich darauf noch mal kurz eingehen will (hää?):

Dieses irrsinnige Geschrei vor dem Vorspann war nicht nur ein durchschaubarer Quotenkniff (inklusive mit plötzlichem Untertitel: „This Scene is 28 Days later! Keep dran! It will get noch worser!“) sondern für mich auch eine gehörige Abschreckung! – Wenn ich etwas nicht leiden kann, dann „Frau am Spieß“!

Da bin ich sensibel! Aus dem selben Grund habe ich auch nie „Der Exorzist“ bis zum Schluss gesehen: Alles was längerfristig kreischt und trotzdem nicht verblutet oder orgasmiert, ist meinem Weltbild einfach suspekt!

Das Ende war wohl noch ganz nett gemeint, balanciert aber äußerst gewagt auf der Grenzmauer zum Megatrash. ENT-Autoren sind wohl die einzigen Menschen, die auch versuchen würden hätten, in die DDR einzubrechen… – Während Rick und Brannon am Celluloid zerren und es damit in alle Richtungen strecken, gibt’s Verfärbungen nicht nur an meinen Dritten. Fischauge, sei wachsam!

Gerade bei den letzten Folgen fällt es schon sehr stark auf, dass die 45 Minuten einer Episode nur noch dazu da sind, um eine bestimmte Grundstimmung zu transportieren… Und das scheint so zu funktionieren: Nachdem sich die Quotenfee von dem ordnungsgemäßen Zustand der Lostrommel überzeugt hat, wird ein Thema gezogen, wie z.B. Sex („Rajiin“), Action („Anomaly“), manchmal auch eine Niete („The Xindi“) oder halt Grusel.

Steht das emotionale Grundthema erst mal fest, muss man sich mit einer abwechslungsreichen Story gar nicht weiter herumschlagen. Man reitet einfach auf der auserkorenen Atmosphäre herum, bis diese ausgelutscht am Warpkern lehnt: „Puh! So hart hat mich noch keiner `rangenommen! Aber es war schööön!“ – Was der Zuschauer nur manchmal unterstreichen kann…

Fazit:

Das zunehmende Gaga-Trek für einen undefinierbaren Zielgruppenbrei gewinnt immer mehr an Oberhand. Da schmiere ich mir natürlich gerne etwas Rotz in’s Gesicht, humpele mit Origami-Gliedmaßen durch die Redaktionsflure und rufe:

„Brrrrrööööhh! ENT-Autooooreeeen… töteeeeen! Brrröööööööh!“

(Das „Plus“ gibt’s für den Lacherfolg zu Beginn)


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von Klapowski am 10.10.03 in Star Trek - Enterprise

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Kommentare (22)

  1. Gast sagt:

    Eieijaijaijai… Ich glaube ich habe irgendwie einen Scheissgeschmack. Irgendwie hatte ich leichten Anflug von Spaß an dieser Folge… Und zumindest in den Foren auf die ICH gehe, wird die Folge ohne Recht auf Gnade in der Luft zerrissen. Mörgsel… Ich habe einen Scheissgeschmack… offenbar… Bringt mir um! Und zwar zackigst!

    Sid Amos

  2. Klapowski sagt:

    Klar: Mit 1 Promille, kräftig heruntergeschraubten Anspruch und mit ein bißchen Wohlwollen wäre sicherlich auch eine viel bessere Bewertung möglich gewesen…

    Aber diese Note muss ja auch als "erzieherische Fünf" angesehen werden! Sonst legen sich die Macher doch gleich wieder auf die faule Zombiehaut und präsentieren uns nur noch wandelnde Hohlkreuze in lächerlichen Antistorys!

    ST-ENTERPRISE hat als beste, schönste und größte deutsche ST-Seite selbstverständlich eine entsprechende Verantwortung!

  3. Federelis sagt:

    B&B haben sich schlicht und ergreifend auf die alten Zeiten besinnt, die Qualitäten der Classic-Serie. War das damals nicht 'ne tolle Zeit wo man noch ausgelacht und bedauert wurde, wenn man öffentlich sein Trek-Kostüm ausgetragen hat, und dazu eine lässige(im Sinne von lose) Ferengihaube auf dem von farblich unpassender Schamesröte gezeichneten Köpfchen wackelte? Als man für zurückgeblieben erklärt wurde, wenn man Spielzeug bei sich ins Merchandise-verhangene Zimmer stellte obwohl man die 30 dezent überschritten hatte, und man verzweifelt ernst genommen werden wollte, wenn man von dem zu kurz geraten Pylonen fabulierte. Sprach man allerdings davon, daß man nicht mehr alle Untertassen im Schrank hatte, war eine seltsame Einigkeit vorhanden.

    Und genau dahin, in diese goldene Zeit, diese besondere Ära, wollen B&B uns wieder zurückgeleiten. Mit freundlichen Worten(Das X'indel soll sterben!), gutaussehenden Schwestern (T'Punkt), beruhigende Spritzen von Dr.Phlox, und nett gemeinten Kläpsen auf den Hinterkopf(Interpretier Dir die (Be)Handlung doch selbst).

    Bald, sehr bald schon sind Trekkies wieder etwas Besonderes. Seltenes. Etwas vor dem sich alle fürchten. Wir sind wie die Wölfe, wie die Bären. Man kann uns nicht zähmen.

    Mwahahahaha!

    Oder wie sollte man sich sonst die irrtü… urtümlichen Geschichten der letzten Zeit erklären? Ich bin jedenfalls zu 'Buffy' konvertiert. Deren Monster haben wesentlich mehr Substanz, und wollen dabei gar nicht erst ernstgenommen werden…

  4. Gast sagt:

    Alles scheiße.

  5. Gast sagt:

    Ähm, Klapowski?
    Warum heisst diese Folge bei dir "Fusion"?
    Gab's das nicht schon mal in der ersten Staffel?
    Ich nehme mal stark an, du meinst "Impulse"?
    Oder hab ich da was nicht kapiert…?

    Dani

  6. Sid sagt:

    "Ich bin jedenfalls zu 'Buffy' konvertiert. Deren Monster haben wesentlich mehr Substanz, und wollen dabei gar nicht erst ernstgenommen werden…"

    Heh. Als ob die letzte Staffel noch irgendeinen Sinn ergeben hätte… Teufel auch… Da wusste man schon gar nicht mehr was schlimmer war. Das oder "Enterprise". Da konnte man sich ja auf keine Seite schlagen, die irgendwie vertretbar gewesen wäre.

    @Titel:
    Wahrscheinlich hatte das einen satirischen Grund… Wegen Wiederholungen innerhalb der Serie und so… So ein *hint-hint* in Richtung der User. *hüst*

  7. Federelis sagt:

    Eine wildgwordene T'Punkt+Vulkanier mal nicht ganz so zurückhaltend wird gleichermaßen in den beiden Folgen zelebriert. Da verzeihe ich persönlich gern mal das Vertauschen der sonst so "eindeutigen" Episodentitel…

  8. Gast sagt:

    An Federelis:
    Vielleicht war es dann sogar Absicht?

    An Sid:
    Oh… Ohja. ;-) Danke. *hustundso*

    Dani

  9. Federelis sagt:

    @Sid
    Wie gesagt, Buffy's Monster der Woche muss man nicht ernst nehmen, um seinen Spaß zu haben. Die Belanglosigkeiten der Storys in der siebten Staffel waren zumindest von gewisser weitergehender Tragweite für die Figuren, was die Psyche angeht. Daher kan ENT langsam mal an mehr innereren Wandlkungen der Figuren arbeiten, statt an rein äußereren…

  10. Klapowski sagt:

    Impulse, Fusion, Anomaly, Singularity…

    Ist doch eh' alles der gleiche Mampf. Kein Wunder, dass ich das nicht mehr auseinander halten kann… Außerdem werde ich schließlich auch nicht jünger!

    Aber gut: Ich habe den Titel geändert.

    Wo sind die schönen alten TOS-Titel, wie "Das Spukschloss im Weltall" oder "Implosion in der Spirale" geblieben?

    Wir könnten hier auch schon mal "neue" Titel für die nächsten 5 Staffeln (Schluck) ENTERPRISE erfinden! – Also nur WIR, die Redakteure. Sonst steht in den restlichen 20 Kommentaren zu dieser Folge wieder nichts anderes!

    Also:

    Nova, Gravity, Wave, Light, Subatomar, Phase, Impact, Vakuum, ect…

  11. Sparkiller sagt:

    …Dark, Subspace, Orbit (ohne Zucker), Past, Post, Change, Alone, Pfurz, Doppel-Pfurz… etc.

    Denn auch hier sieht man mal wieder einen der grossen Unterschiede zu DS9. Denn dort gab es mit beispielsweise "Looking for par'Mach in All the Wrong Places" noch Episoden-Titel, welche länger waren als ein durchschnittliches ENT-Drehbuch.

    Aber Rick konnte dies dank Schriftgrösse 5121 ja ganz gut verbergen.

  12. bergh sagt:

    tach auch !
    Fart, Phart …….

    wäre ein guter Titel und leider auch eine gute Zusammenfassung von Impulse (by Lagerfeld ? ).
    Grrrrr ich melde die Flachrate ab.

  13. nakedtruth sagt:

    Das schlimme ist das die Idee mit den durchgedrehten Vulkaniern gar nicht so schlecht ist.
    Hätte man darauf verzichtet das die mit Schminke aussehen wie Madonna ohne, statt Gestein eine Art Sporen (wie bei der einen TOS-Folge, ihr wisst schon welche) und vielleicht für fünf Cent eine Tüte Verstand gekauft….

  14. Federelis sagt:

    Wie bereits ich bereits woanders gepostet habe, ist das Motto im algemeinen: Aliens kommen! Tu sie weg!
    Ob's jetzt Vulkanier, Sillyban, oder Stirnmaskenalien#:5127 sind, die gentechnisch, sporentechnisch, Gesteinstechnisch, schminktechnisch, oder tottechnisch zum dankbaren Kanonenfutter hinmanipuliert werden, ist doch scheinbar völlig egal. Solange die Kerle gut Phaserschüsse in der Magengegend entgegennehmen können, ist auch für genügend Tiefgang gesorgt. Macht ja auch 'nen tollen Eindruck, wenn sie zu Boden fallen.
    Und alles was T'Punkt ansehnlichst zum Erbeben und Schwitzen bringt, ist erstmal genehmigt. Gebt ihr also die Sporen… oder von mir aus das Gestein… und reicht ihr anschließend das Gel zum Saubermachen des sündigen Fleisches.
    Und demnächst das Ganze wieder von vorne. Charakterlicher Ausbau wurde bei ihr eh genug betrieben…

  15. bergh sagt:

    tach auch !

    [quote]Charakterlicher Ausbau wurde bei ihr eh genug betrieben… [/quote]
    *Brüll*
    Und nicht nur beim Charakter ! :-)

    @Federelis
    Schöne Zusammenfassung der gegenwärtigen B&B Filosofi

  16. Gast sagt:

    @Klapowski
    Mein Gott, wie meine Schultern schmerzen. Unter dem Gewicht des Kreuzes, das die ENT-Autoren mir hier zumuten ist es ein Wunder, das es sich noch nicht in einen breiigen Klumpen Blut verwandelt hat. Obwohl das offensichtlich in deren Interesse läge, so wie die mit dem Franchise ein heiter blutiges Barbeque veranstalten. Muss Apostel Klapowski nur Recht geben. Natürlich werde auch ich von dem vom Teufel erzeugen 'Spezial'-Effekten verführt, doch nie werden sie jegliche Art von persönlichkeitsbildenden Geschichten wie aus TNG ersetzen können! Bin kein alternder Greis, um jede Hoffnug zu verlieren, aber B&B sollten sich mal zu den Idealen bekennen, die die Serie über das normale Maß hinaus groß gemacht hat. Quote: " Mein Picard, mein Picard, warum hast du mich verlassen"; mal schauen, ob es auch noch bis zum "Es ist vollbracht" kommt. Scheiss Bibelsprache.

  17. Gast sagt:

    Das Review ist echt sehr amüsant geschrieben!
    (Hm, irgendwas ist wohl schiefgelaufen an meinem Vorhaben, etwas konstruktive Kritik anzubringen)

  18. Sid sagt:

    Nur mal so… so eine Frage am Rande… Heisst es eigentlich DIE Review oder DAS Review?

    Ich tendiere ja mehr zu DIE… klingt halt besser usw…

  19. Gast sagt:

    @ Sid:
    Wie wäre es mit DER?
    "Review" heisst ja Rückblick.
    Kann man das so übertragen?

    Dani

  20. Silver Scale sagt:

    Hi zusammen,

    Ich muß mich Klapowskis Fazit vorbehaltlos anschließen.

    Zu TNG-Zeiten war Star Trek mal nette, leichte Unterhaltung mit ein wenig dezentem wissenschaftlichen, philosophischen und moralischen Anspruch, die zum Denken anregt ohne irgendwen zu überfordern. Lecker verpackte Horizonterweiterung, garniert mit etwas Politik und Action.

    Dagegen ist ENT (spätestens!) seit "The Expanse" zu hirnlos-nervendem
    Scifi-Horror- Splatter verkommen, bei dem alle 5 Minuten irgendetwas
    explodiert oder Crewmitglieder phaserballernd durch dunkle Korridore rennen.

    In der Hinsicht war Voyager auch nicht schlimmer! Ich bin dafür, daß Star Trek einmal für 10 bis 20 Jahre komplett vom Bildschirm verschwindet um sich zu regenerieren und dann mit neuen Ideen wiederbelebt zu werden.

    Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben, solange Paramount auch nur die *Möglichkeit* sieht, noch ein paar müde Werbe- und Merchandising-Einnahmen aus dem ausgelaugten Merchandise zu pressen, selbst wenn das bedeutet, "Gaga-Trek" zu machen, von dem man glaubt, daß es die breite Masse ansprechen könnte.

    Wahrscheinlich verkaufen sich "Die Enterprise bombadiert Terroristen-Regimes auf Osama IV im Taliban-System"-Stories heutzutage einfach besser als Toleranz-Appelle á la "Cogenitor".

    Star Trek haben fertig… GrunZZ

    Gruß,
    Stephan AKA Silver_Scale

  21. Gast sagt:

    Also mir hats gefallen! Zombie Vulkanier, das war mal was neues. Aber ich steh eh auf die Trash Folgen, wie TNG: Genesis oder Voy: Makrovirus.

  22. Gast sagt:

    Also ich mag Zombies…

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