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Star Trek VIII – Der erste Kontakt – First Contact

Star Trek VIII… – Abgesehen davon, dass ich die römischen Produktionsziffern ab jetzt mit dem ausgestrecktem Zeigefinger zusammenzählen musste, gehört dieser Film zu meinen absoluten Lieblingen! Immer, wenn dieser Streifen kommt, nagele ich mein Sofa senkrecht als Alkoven an die Wand! Und Seven-of-Nine im Geiste. – Trotz Borg-Überschuss in Voyager: HIER macht Schwedisch lernen wieder Spaß!

Ein Flashback:

Zombiehafte Gestalten. Ich torkele durch einen Gang. Ein anderes Flashback: Ich bin an irgendetwas angelehnt. Ich sehe mein Auge. Ich sehe mich selbst. Dann entferne ich mich von mir selber, werde immer kleiner. Flüstern. Um mich herum tauchen furchteinflößende Strukturen auf: Verwitterte, grob aussehende technische Gerätschaften. Und Hunderte, wenn nicht sogar Tausende, die so sind wie ich! Kaputte, verkommene, zerstörte Wesen…

„Klapowski! Klapowski! Da! Er kommt zu sich! – Verdammt, holt ihn doch endlich aus diesem Bierfass heraus! Das ist das letzte Mal, dass wir ihn zur Weihnachtsfeier im Redaktionsgebäude eingeladen haben! Und du, Sparkiller, hörst gefälligst damit auf, ihm einen Korkenzieher ins Auge zu stechen! Verdammte Schnapsleichen…“

Kein Zweifel: „First Contact“ hat mich beeindruckt und geprägt wie kein anderer ST-Film zuvor! Komisch: Obwohl ich die anderen mehrfach in meiner Kindheit sah und man den „neuen Mist“ normalerweise nur als Abklatsch seiner geliebten Sandkastenhelden ansieht. Aber kein ST-Streifen bot schließlich so viele schöne Ideen und Überraschungen am laufenden Band! ST 8 ist wie eine Wundertüte: Randvoll gefüllt mit Gags und Gimmicks! Sozusagen das YPS-Heft des Franchise! Mit den ewigen Urzeitkrebsen unseres Herzens: Den Borg!

Ein Füllhorn der Multimillionen-Dollar-Unterhaltung!

„Meinen SIE etwa, ich swinge gerne? Mitnichten! Aber irgendwie muss ich ja den rosa Elefanten ausweichen!“ – ST VIII ist eine einzige bunte Party und alle sind eingeladen! Troi würde ja gerne weiterhin am Komasaufen teilnehmen, aber da ist plötzlich dieses helle Licht am Ende des Tunnels, das untersucht werden will…

Gut, fraglos verwerfliches Mainstream-Kino, das gebe ich zu, liebe sozialistische Gemeinde… – Aber so packend und leidenschaftlich wie „Indiana Jones“ und „Men in Black“, dass man den kapitalistischen Kräften direkt mit einem Carepaket Manager-Zigarren danken möchte!

Kaum eine Minute, in der nicht ein kleines Schmankerl oder eine nette Erkenntnis den Zuschauer amüsiert: Zefram muss mal „schiffen“, Picard hat hingegen nur „sein Schiffchen zerbrochen“ (nein, kein Penisbruch), die Wirtschaft der Zukunft funktioniert immer noch „anders“ (die ersten Marxisten setzen wieder ihre Gummiohren auf), Barcley stottert wortwörtlich seine Schulden als Gastdarsteller ab und der Holodoc schlägt sich mit einer Reklamation über 80 Pfund Implantate herum. – Nur weil irgendwer den Metallnasen erzählt hat, die Teile stammten aus der bemannten Raumfahrt…

Ohne Ermüdungserscheinungen geht das bis zum Ende des Filmes so weiter… Noch mehr Ideen, mehr Gags, mehr Überraschungen… Haben, haben, haben! – Man steht da wie ein Kind, das nachts in der Spielwarenabteilung eingeschlossen wurde.

Mit den Borg, einer Zeitreise und dem ersten Warpflug haben die Autoren natürlich auch 3 Faktoren gewählt, die selbst „Police Academy 28“ zum Quotenhit gemacht hätten! – Wobei ich zugeben muss, dass der Anfang des Filmes eigentlich gewaltig schwächelt. Zu Beginn geht alles derartig rasend schnell, dass die ewigen Kino-zu-spät-kommer noch nicht mal ihre Fressalien nach Ess- und Knisterlautstärke sortiert hatten. Ruck-Zuck standen Picard und Data vor der Phoenix und überforderten all jene Trekkies, die noch die 7 Vorgängerfilme gewohnt waren:

Normalerweise räkelte sich zu diesem Zeitpunkt gerade mal Captain Kirk aus dem Vorspann, um sich die Einsatzbesprechung (auf der der Film basieren sollte) überhaupt erst mal im Kalender zu notieren!

Doch Frakes machte vieles anders: „Die Borg greifen an!“ – „Zur Hölle mit unseren Befehlen!“ – *Hinbraus* – „Feuer!“ – „Ein Zeitstrudel! Methanatmosphäre! Alles Borg! Müssen Schaden reparieren!“

Und eh’ man sich’s versah: „Darf ich die holde Dreisamkeit stören?“

„OK, Data! Und jetzt ihr rechtes Bein neben meinen Kopf!“ – Vertikal-Twister gehört zu den Partyspielen, die der Androide eigentlich nie lange spielen wollte. Gut, dass die Ziffern des stillen Startcountdowns endlich einstellig geworden sind…

Ab da wurde der Film endlich ein wenig ruhiger und passte erstmals ein wenig zu dem ruhigen Soundtrack vom Beginn. – Der übrigens mindestens in meiner persönlichen Top-10 steht! Da hat Jerry Goldsmith wieder einmal schlüssig dargelegt, warum er sich sein Edelmetall im Nachnamen redlich verdient hat! Auch sonst kann die Musik begeistern: Die ST-Reichskapelle spielt wieder mal jedes erstklassige Schützenfest an die Wand! Kein Wunder: Hat doch die Handlung ebenfalls großkalibrige Züge… Jawoll, sie spielen, als wollte sie einen ganzen Generatorraum an „Spannung“ herbeitrommeln! Zwar ist eigentlich nur EIN einprägsames Stück dabei, aber auch sonst sitzt einfach jeder Ton, bis hin zur letzten Triangel!

Ein weiterer Kunstgriff sorgt dafür, dass sich Humor und Horror nicht in die Quere kommen: Während Picard sich durch Massen an Borg rempelt („Wenn wir ihnen nichts tun, ignorieren sie uns!“ – Wie erklärt er sich dann seine assimilierten Kameraden? Nanitenübersprung durch sexuelle Kontakte?), können Riker&Co auf der Erde noch einen Comedy-Wettbewerb drauflegen. Schließlich wurden sie nur mit so nebensächlichen Dingen wie der Rettung der Föderationsgeschichte betraut und wissen gar nicht, dass der Captain mit Naniten-Spray zwischen den Küchenfugen hantiert!

Immerhin gefällt mir diese Lösung bei weitem besser als die allgemeine Lockerheit bei „Der Aufstand“, die dann doch etwas aufgesetzt wirkte… So darf das Außenteam also nach Herzenslust durch Kieferwälder stromern, nach Tequilla-Lecks scannen und Zefram „Ich will keine Statue sein!“ Cochrane seinen ersten Kater durch Phaserbeschuss bescheren.

„Hey, aus dieser Entfernung seh’ ich’s ja erst: Das ist ja gar kein `Klarer`!“ – Armer Cochrane! Ständig muss er (vom) Wasser lassen! Aber irgendwo hier hatte er sie Gestern noch in den Sand geritzt: Die ultimative Formel zum Erreichen von Warp10! Wo ist sie nur geblieben??

Sicher: Die Tatsache, dass ein betrunkener Unhold wie Cochrane mal eben den Warpantrieb erfunden haben soll, war so weit hergeholt, dass sie eigentlich von einem Frachtercaptain hätte vorbeigebracht werden müssen. Und der Bau eines solchen Raumschiffes ist wohl eher der Job einer heruntergekommenen Nachkriegsregierung. – Nur echt mit den zerfetzten Krawatten aus „The Flintstones“. Aber wer will sich deswegen schon anstellen, wie in der DDR zum Brotkauf? Ich bestimmt nicht!

Cochrane ist eben der Archetyp des sonderlichen Genies… Große Köpfe der Geschichte wie Martin Luther, Klaus Kinski oder Daniel Küblböck waren schließlich auch keine Knigge-Leser! Für fundamentalistische Trekkies könnte es natürlich schon harter Tobak sein, dass die wichtigste Figur der Trek-Geschichte für das Mainstreampublikum vergewaltigt wurde, um Schnapspralinen in den Merchandisingkatalog aufzunehmen… Aber als demnächst zer-, bislang aber nur eingefleischter Satiriker habe ich natürlich schon meine Freude am flaschendrehenden Antihelden… Ein bisschen Selbstironie hatte mir in ST bislang sowieso gefehlt!

Um Fragen vorzubeugen: Ich habe keine Ahnung, ob ST 8 überhaupt ein guter ST-Film ist… Irgendwie passt er ja auch nicht ganz in die Reihe: Er ist einfach viel zu locker-flockig, bietet zu viel Abwechslung und die feinen Sets (Schön: Deflektorplattform) wirken zu erwachsen, als dass sie im gleichen Biedermeier-Universum wie „Generations“ spielen könnten.

„Zier dich nicht so! Nur einen Kuss, Mann! Stell’ dich nicht so an! Du willst es doch auch!“ – Dass es hier gefunkt hat, kann man rechts unschwer erkennen! Data und der Borg würden daher gerne zusammen knacken. Doch leider knackt hier nur der Borg. – Halsstarriger Kerl!

ST 8 hat selbstverständlich auch nicht viel an Philosophie und moralischen Dilemmas zu bieten. Er ist einfach „nur“ wie ein schneller Musikclip ohne Titten, halt brilliant umgesetztes Popkornkino! Aber von einer schlafwandlerischen Perfektion, dass man immer wieder gerne mal `reinschaut, alleine wegen der Unmengen an schmissigen Dialogen: Kurz, aber einprägsam. Filmische Gleitcreme im Ohre des „Betrachters“!

„Wären sie nicht der Mann, der sie wären, ich würde sie auf der Stelle töten!“ – ZACK! Das hat gesessen!

„Hier muss ein Schlussstrich gezogen werden!“ – Schöner und bildlicher hätte ich es auch nicht ausdrücken können! Ich hol` schon mal `n Stück Kreide…

„Tapferes kleines Schiff!“ – „Klein?!“ – Hahaha! Typisch Worf! Willkommen zurück! Freut mich, dich zu sehen!

Dagegen kann NEMESIS mit seinem Gefasel über Schatten, Echos, Spiegel, Pauschbilder, defekte Fotokopierer und Zwillingsforschung einfach nicht anstinken. Auch wenn`s auf den ersten Blick tiefgründiger wirkt.

Ja, ST 8 punktet eben mindestens zu 70% auf der Gefühlsebene und lässt die unvermeidlichen Storyschnitzer (Warum nur EIN Borg-Schiff? Vakuum-Slapstick mit Worf… ect.) als verzeihbare Anhängsel erscheinen. – ST 8 ist eben aufgedreht wie ein neugieriges Targ („Keine Angst, der moralisiert nix. Er will nur spielen!“) und zeigt schon zu Beginn, dass unsere Traumwelt nicht wieder zum „Generations“-Tiefschlaf werden soll:

Nach einem schönen Zoom quer durch ein Borgschiff, kommt gleich der Augenbohrer zum Zuge, sofort gefolgt von einer Traum-im-Traum-Sequenz. – Dank dieser guten Schnitte hatte ST bei mir endlich auch wieder eine selbige. Wenn auch die ungesunde Ferrero-Variante mit viel zuviel Zucker, Kakao und Farbstoff…

„OK, OK! Du hattet ja Recht, Seven-of-Obi! Es ist DOCH der richtige Schraubaufsatz! Können wir uns jetzt wieder den Fußbodenleisten widmen? Bitteee?!“ – Muss man immer schön im Sichtfeld behalten: Schwarzarbeiter in schwarz. Sonst entfernt der schon mal Auge um Auge… und Zahn um Zahn um Zahn….

Dass die Borg eigentlich ausgelutscht sind, kann man dem Film übrigens kaum vorwerfen. Denn mit diesem Streifen wurde das Thema Borg eigentlich erst zu einer runde Sache! Alleine, dass die weißgesichtigen Pantomimen aus TNG (mit Fahrradschlauch am Kinn) nun plötzlich bedrohlich und furchteinflößend aussahen, rechtfertigte in meinen Augen einen ganzen Film mit ihnen. Nun wussten wir über sie eigentlich alles, was nötig war, um die restlichen Voyagerstaffeln für unnötig zu befinden.

Denn erst dort wurde das Thema nervig: Plötzlich wohnten die Maschinenmenschen im Big-Brother-Haus und wir erfuhren jedes peinliche Detail aus ihrem zuvor noch angenehm rätselhaften Leben. Entsetzliche Kinderdarsteller prügelten sich plötzlich um die Überholspur im Transwarpkanal und den besten Stehplatz in der Unimatrix… Wenn nicht gerade die Borgqueens 14 bis 73 zum Frauenfussball antraten.

Doch zurück zum Film:

Auch das brutaleske Verhalten Picards wirkte, im Gegensatz zu den beiden Nachfolgerfilmen, nur wenig aufgesetzt. Dass sein Hass auf die Borg die Kantenlänge seines Diplomatenpasses weit überstieg, wurde schließlich schon in der Serie klar gemacht… Und immerhin bescherte uns dieser Umstand die wunderbare Moby-Dick-Metapher, die hier wie die Faust auf’s Elektroauge passt!

Gut, er opfert etliche Crewmitglieder und hätte das Schiff fast in den Untergang gerissen. Aber das machte ja die spätere Bekehrung vom Saulus zum Paulus umso reizvoller! Und mein Versöhnungssex mit dieser Figur (wenn auch nur im Geiste) gehörte auch zu meinen schönsten Trek-Erlebnissen der letzen Jahre!

„Tut mir leid, Kumpel! Du bist einfach zu spät dran! Dieser Laden schießt immer um Elf!“ – Oder lag’s doch am falschen Mädchennamen? Er wäre nicht der erste, der das Opfer einer „Bloody Mary“-Bestellung wird…

Da verzeiht man auch den kleinen Ausraster auf dem Holodeck, als Captain Diplomato gleich zwei Borg in den Sommerschussverkauf rennen lässt. – Nichts kann den Hass auf die Borg schließlich besser verkörpern als ein bebendes Maschinengewehr, das Picard mit 9,2 auf die Ankläger-, Geschworenen- sowie Richterskala entführt…

Und Lilly mochte ich auch! – Obwohl sie für eine weibliche Kinodarstellerin ertsaunlich wenig sexy war… Wer vor ihrer Hütte verzweifelt nach Holz suchte, musste damit rechnen, mit Gewehrsalven verjagt zu werden. Ein echtes Biest also, aber selbstbewusst und mit dem rustikalen Kriegerhumor von Worf… – „Worf? Klingt russisch!“- Natürlich in Anspielung an den berühmten Schweden-Gag! Haha! Und da war schon wieder Selbstironie in Star Trek!

Und jetzt schon das 2. Mal in 37 Jahren!

Ich liebe sowas!

Soviel Charakter-Feuer hatte ST jedenfalls nicht mehr, seitdem Dr. Pulaski als Hexe verbrannt worden ist…

Die Produktionsmittel sind sowieso über jeden Zweifel erhaben… Die Masken und die von den Borg assimilierten Schiffsgänge sind so detailliert gestaltet, dass man auch nach mehrfachen Sehen noch neue Techno-Zahnfüllungen und Augenbrauen-Spoiler entdeckt. Eine Detailverliebtheit, die man von ST-Produktionen bislang nicht kannte und mich bedauern lässt, dass Wunderkind Jonathan Frakes nach ST 9 nicht mehr Regie führen durfte. Für das zweitklassige Drehbuch konnte er in der kitschigen Saga „Unsterblich vs. Hässlich“ schließlich nix!

Und der anfängliche Kampf gegen das Borgschiff sah sogar besser aus, als viele der grottigen CGI-Schiffchen aus dem 9. Teil!

Sehr gut gefiel mir auch der Kampf auf der Deflektorschüssel! Aus irgendeinem Grund liebte ich es schon immer, wenn ST-Crews über die Außenhülle spazierten. Nirgendwo fühlt man die beeindruckende Weite des Universums mehr, als wenn man sich in einen Charakter versetzt, der mit Magnetschuhen in seinem eigenen Sternzeichen spazieren geht! Ganz zu schweigen von Aha-Momenten, wenn man als Zuschauer die Deflektorschüssel mal von Nahem sieht.

Vergleichbar ungefähr mit Freeclimbing-Szenen auf der Freiheitsstatue, die normale Actionfilme oft als emotionsgeladene Location bemühen…

Die schwelende Menschwerdung von Data erlebt hier ebenfalls einen Höhepunkt, der von den zwei Fortsetzungsmachwerken nur noch lahm neuinterpretiert werden konnte… Mit Hilfe des Emotionschips wird zwischen dem bewährten Plapperdata und dem fühlenden Weichei hin- und hergezappt, was der Figur neue Möglichkeiten eröffnet.

„Hmmm, das fällt leider nicht in meinen Zuständigkeitsbereich. Ich schreibe ihnen eine Überweisung für die Geflügelbraterei!“ – Chronische Gänsehaut, ausgelöst durch eine starke Metallallergie: Da ist selbst die Dermatologin überfordert! Data würde es ja abreißen, aber die Kinder hatten sich ja so auf das 24. Türchen vom Adventskalender gefreut…

Eine schöne Stelle ist die, in der der Androide Angst verspürt und kurzerhand seine Emotionen abstellt: „Erledigt.“ – „Manchmal beneide ich sie, Data!“

HAHA! Da hat damals der ganze Kinosaal gelacht! – Glaub` ich zumindest… Auf jeden Fall habe ich stellvertretend für alle Anwesenden mitgegröhlt. Warum das witzig war, habe ich inzwischen aber leider vergessen.

Doch einer der absoluten (Dampf)Hammer in der Data-Historie ist wohl das Duell mit der Borgqueen. – Übersichtliche Dialoge über Perfektion, Menschen und Maschinen, wegen denen wir oberflächliche SF-Spinner uns regelmäßig für tiefgründig und hoch philosophisch halten. Trotzdem aber gelungen und mit den intimsten Momenten zwischen ST-Bösewicht und Held, seit es Sünde gibt…

Als Picard seine Show im Maschinenraum abzieht, Datas Gesichtspeeling ihn für „Terminator 4“ empfiehlt („Hasta la vista, Mr. Gouverneur!“) und Jean-Luc den Kopf der Borgqueen („Sein oder nicht sein!“) in Händen hält, hat man dieses Gefühl im Hinterkopf, dass dieser Film erstaunlich rund und massenkompatibel war. Für ein ST-Movie.

Und wer als Trekkie, und mag er auch noch so sarkastisch sein, bein ersten Kontakt mit den Vulkaniern nicht flennend vor seinem DVD-Player zusammenbricht, hat auf MEINER Internetseite sowieso nichts verloren. HINFORT mit dem Pack, dass angesichts dessen nicht innerhalb von 30 Sekunden in sein Taschentuch trötet! Wehe, ich höre nicht gleich was! – Dann wird der Laden hier dicht gemacht!

Fazit:

Glaubt es mir: „First Contact“ wird in 20 Jahren DER Klassiker der Trek-Geschichte sein! Spätestens dann werden wir hustend in unserem holographischen Forum sitzen und diesen Film als „guten, alten, klassischen ST-Streifen“ loben. Wir werden uns fragen, warum „ST 17 – Die Explosion hinten links“ denn nicht auch so tiefgründig und erfrischend Un-Mainstreamig(!) sein kann…

ICH zumindest sage es HEUTE schon, wenn ich den Fesselfaktor von ST 8 betrachte:

„Gerüchte über meine Assimilierung sind stark untertrieben!“

Note: 1-

„Ich habe es ja schon die ganze Zeit geahnt: Egal, was ich tue, ich kann bei dir einfach nicht landen!“ – Knapp an Wolke 7 vorbei: Während die Borg Rauchsignale in Richtung Deltaquadranten lenken, möchte Picard am liebsten mit beiden Fäusten auf die Erde eintrommeln! Wenn sie nur nicht noch so weit weg wäre… Aber daran arbeitet er bereits.


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von Klapowski am 08.10.03 in Star Trek - Filme

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Kommentare (69)

  1. Gast sagt:

    Eine Frage lässt mich (als sexuell ausgehungerten-standart-Trekki) seit dem Film nicht mehr los: Wenn man die Borg-Queen poppt, poppt man dann nur sie oder irgendwie auch das ganze Kollektiv?

  2. Gast sagt:

    P.S. Erster (von 1…..höhö)

  3. Gast sagt:

    Meine Lieblingsfilme:

    Platz 1: Star Trek 4 :))))))
    Platz 2: Star Trek 8 :))))))
    Platz 3: Star Trek 2 :)))))
    Platz 4: Star Trek 6 :))))

  4. nakedtruth sagt:

    Das ist wohl der intelligenteste Kommentar der hier auf dieser Seite je da war. Wer Antwort weiß bitte melden.
    Außerdem, Klapowski, warum jetzt? Kommt dann 2063 der Dampfhammer für ST 1?
    Und warum wurde vergessen zu erwähnen das First Contact der erste Film war, in dem Mann merkte das die Jahre an Troi nicht spurlos vorbeigingen, sondern mitten drüber gestiegen sind.

  5. Gast sagt:

    Warum ist dieser Film eigentlich besser als Nemesis??? Mehr Story hat er nich, die Dialoge zwischen Borgqueen und Data sind keinen Deut besser als die zwischen Picard und Shinzon und Logikfehler findet man hier auch wenn man danach zwanghaft sucht. Warum ist dieser Film mehr Star Trek? Weil Jean-Luc aus Moby Dick zitiert und damit einmal mehr den Literatur Junkie raushängen lässt?! Keine Frage, an sich ist der Film schon gut, aber nicht besser oder schlechter als irgendeinanderer Kinofilm mit der TNG Crew.

  6. Klapowski sagt:

    Weil NEMESIS dreimal so viele Logikfehler hat, Picard's (Troi's, ect.) Schauspiel an eingeschlafene Füße erinnert und die "Abwechslung/per minute" weitaus(!) geringer ist.

    Außerdem ist Shinzon ein schmieriger Hampelmann und der Endkampf an Bord seines Schiffes unspektakulärste Serienware…

    Habe ich die beschissene Beleuchtung und die miesen Kameraeinstellungen ("lasst uns mal in die Pore rechts außen zoomen!") in einem meiner 14 Reviews eigentlich schon erwähnt?

  7. Sparkiller sagt:

    Ausserdem hat man bei ST8 eigentlich immer das Gefühl, dass die ganze (Produktions-)Crew Spass an der Sache hatte und wirklich motiviert war.

    Bei NEMESIS gab es wohl eher genervte Gespräche wie "Mrs. Sirtis, wollen Sie diesmal wirklich auf Ihre 14 Pfund Make-Up verzichten? Und warum schreibt der Autor diesmal die Dialoge von den Wänden der Studio-Toilette ab?!".

  8. frakesjoe sagt:

    Tjaha, wer Nemesis gut findet, sollte sich bei der Allgemeinheit für seine Existenz entschuldigen. Das Marketting hat diese armen Leute überrollt. Siehe z.B. BMW "Der neue 7er ist toll. Er kommt schließlich von BMW." analoog zu "Nemesis ist toll, weil es ein ST-Film ist."

    Traurig, dass gegen "Nemesis" "First Contact" noch richtig gut aussieht.

    Aber bei FC haben sie vieles richtig gemacht, z.B. viele viele Gimmicks für Fans eingestreut (Holodoc etc.), während man bei Nemesis diese gemieden hat, wie der Teufel das Weihwasser (was an solchen Momenten drin war, wurde rausgeschnitten, siehe DVD) und man sich so des Öfteren fragte "Welches Schiff ist das? Was? Die Enterprise???? Warum haben die den ganz normale Mikroskope? Warum fummelt Picard mit einem Gaslöter auf einem Eizo-TFT rum? Was meint der mit RAMMEN? Warum ist Trois Gesicht mehr aus Plastik als das von Data? Warum ist es hier so dunkel? Wegen welcher Stimmung?" Fragen über Fragen……

  9. Gast sagt:

    Von den TNG Filmen gefällt mir ST VIII auch am besten ( ST IX geht auch noch ).

    Allerdings nicht wegen den Borg oder gar wegen der ollen Borgqueen. Ich fand die Story, die Reise in die Vergangenheit, die ja eigentlich unsere nähere Zukunft ist, recht spannend und natürlich die erste Begegnung selbst.

    Die Darstellung der Crew und auch die Auseinandersetzung und die Begegnung zwischen den Captain und Lilly waren auch recht emotional ( das fehlt bei Nemesis völlig ).

    Die Borg dienten allerdings gut als Bedrohunng, wie sie es schon in einigen guten TNG-Episoden taten – ansonsten ist diese Rasse incl. Iher Queen eher langweilig und sieht auch gar nicht gut aus.

    Auch, wenn es ein guter Film ist. Der große Erfolg von ST VIII – er hat fast soviel Geld wie ST IV eingespielt – hat aber leider B & B denken lassen, die Borg seien so was wie eine Lieblingsrasse von Star Trek und vor allen glauben die beiden nun das Dunkelheit der große Renner ist und haben bei einigen ENT-Folgen oder gar bei Nemesis noch mehr das Licht ausgeschalten. So gesehen ist der Einfluß von ST VIII gar nicht so günstig gewesen.

    Alter TOS-Fan

  10. bergh sagt:

    tach auch >!

    Klapowski zustimm wie nie.

    FC = Guuuuuuuuuuuuuuuuut
    NEM = Schh ähhhh sub-optimal.

    Gruss Bergh

  11. Gast sagt:

    Also mit gefällt ST 8 größtenteils gut. Nur die großen Logiklöcher und der hastig schnelle Anfang sind mir negativ aufgefallen. Der Anfang des Films hätte ruhig etwas ausführlicher sein können. Aber eine Sache gibt es noch die mir immer noch zu denken gibt. Es geht um dem Saufkopp und sein Schiff. Soweit ich mich erinnern kann baut er ja das Schiff nur um wie er selbst sagt auf eine einsame Insel zu fliegen. Korrigiert mich wenn da falsch liegen sollte. Jetzt zu meiner Frage. Wieso baut jemand ein Schiff mit Warp Antrieb um nur auf eine einsame Insel zu fliegen. Hätte da nicht ein normales Flugzeug mit Düsenantrieb gereicht?
    Ich meine so ein Warp Antrieb ist um einiges Komplexer als andere Antriebe. Oder wollte er auf eine Insel auf einem anderen Planeten. Also ich verstehe das nicht und daher bitte ich um Klärung.

  12. Gast sagt:

    Der "Saufkopp" sollte hier eben als Mensch zwischen Genie und Wahnsinn dargestellt werden. Er war eben nicht der saubere Musterschüler und Schwiegermutterschwarm, sondern eben ein genialer Mensch, dessen Motive und Ziele nicht so klar zu erkennen sind.

    Ob der Mann wirklich nur einen schönen Lebensabend mit Weibern, Weibern verbringen wollte ? Vielleicht hat er sich danach wirklich gesehnt. Aber dann hat der gleiche Typ Tag und Nacht daran gearbeitet, um diese bahnbrechende Erfindung zu machen. Vielleicht, weil es in ihm steckte und er gar nicht anders konnte. Mir hat diese Zweideutigkeit gefallen.

    Alter TOS-Fan

  13. Klapowski sagt:

    Als ST 8-Kenner ("Wolle Dialogzeilen kaufe'?") muss ich das natürlich aufklären:

    Cochrane wollte selbstverständlich Geld mit dieser Erfindung verdienen, um dann ein paar unbekleideten Hawaiianer-Mädchen zu zeigen, wozu eine Strohhütte ein Dämpfungsfeld gebrauchen kann…

    O-Ton: "Voller nackter Weiber"

    Fhfhfhfhhhhh… Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss onanieren…

  14. Gast sagt:

    Find ST 8 immer noch nich besser als Nemesis. Eure Kritikpunkte sind an den Haaren herbei gezogen, denn alle genannten Fehler findet man hier genauso wie im 10. Teil. Und Patrick Stewart spielt hier bestimmt nicht besser. Aber das aus zu diskutieren is eh sinnlos… alles ansichtsache. Obwohl ihr mir da wahrscheinlich eh wiedersprechen werdet.

  15. Gast sagt:

    An Gast über mir:
    Nenne doch Beispiele zu deinen Behauptungen. Sonst les ich nur ein Vakuum…

    Dani

  16. Gast sagt:

    Dann bist Du sicher auch hier, weil Du Enterprise voll goil findest :>

  17. Gast sagt:

    Nich Dani, der Gast :>

  18. Gast sagt:

    Hier scheiden sich die Geister ja schon daran, ob man nun eine Weltraumoper mit zünftig Schmalz, sozial ausgewogener Action und jeder Menge Nachhaltigkeit im Bereich TV-ReRuns wie ST I-VII und IX haben möchte, oder doch eher einen sich ständig selbst überholenden Aktschfuim wie ST VIII mit himbeersirupgemäßen Nährwert und einer Alienrasse, die dem Begriff Schießbudenfigur neues Leben verleiht.
    Ich geb's ja zu: Kirk, Spock und McCoy sind nach wie vor meine Favoriten. Daher kann ich mir immer noch ST I bei der zigsten Wiederholung ansehen, und mich nerdgerecht freuen, wenn sich Pille meckernd auf die Suche nach der Krankenstation begibt oder Spock Intimes aus V'gers Gedankenwelt plaudert. Das die alten Filme im Look and Feel der Classic-Serie weitesgehend treugeblieben sind, war nur natürlich und stilgerecht. Star Trek Movies waren nie das Gelbe vom Ei was Action und Humor angeht. Dafür waren in den 80'ger Jahren Jerry Bruckheimer und Dan Aykroyd zuständig, und wir verbuchen deren Filme ja auch nur noch unter der Kategorie 'Inhalt reiner Selbstzweck', STVIII ist das 'Top Gun' der Reihe, und rudert auch nur, um zu rudern. Ähnlich wie jetzt 'Nemesis'.
    Ironischerweise hat First Contact dazu geführt, daß bei Nemesis, der klassisches Trek sein wollte, Action als eine Art Allheilmittel gegen den unabwendbbaren Schmalz verwenden wollte. Mit dem Phasergewehr auf garstige Aliens schießen, und vom Autor erzwungene Emotionen aufzukochen hatte ST VIII ausgezeichnet. Nur das Tempo, das der Film vorlegte, kaschierte die beliebige Story, derer viele dann eben bei Voyager folgen sollten. Nur hatten die nicht das Budget, um Deflector-Klimmzüge und lecker Borgverstümmelungen am laufenden Band abzufeiern, und dabei noch gut ausszusehen. Das sie's dann trotzdem ständig damit versucht haben, hat nur die Substanzlosigkeit der Plots aufgezeigt.
    Aber das Schlimme an ST VIII ist nicht der endgültige Verlust der schön kitschigen Originalatmosphäre(ein stagntiv wirkender Seufzer darf erlaubt sein), oder das vergleichsweise Ecstasy-mäßige Tempo, bei dem im Sauseschritt Belanglosigkeiten abgefeiert werden, nein, das Schlimme ist, sondern das 'Star Trek' jetzt amtlich mit 'Star Wars' verwechselt werden darf. Ob Klonkrieger oder Borg, zum Erschießen sind sie da. Näheres interessiert den leidlich geneigten Zuschauer wohl nicht mehr. Da kann man ja noch froh sein, das DS9 sich das Erschießen für die Jem'Hadar aufgehoben hat, und tatsächlich ein paar vielfältig einsetzbare Aliens wie die Gründer und die Cardassianer ab und an zum Plausch einlud.

    Mittlerweile fühle ich mich, als hätte ich mich jetzt endgültig aus dem 'Trek' gezogen, denn der Mut zum stilistischen Eigentor alter Folgen und Filme hat sich verabschiedet…

    Federelis

  19. Gast sagt:

    An Gast über mir:

    Schon geblickt.*Schongeblicktundso*

    Dani

  20. Gast sagt:

    Och nee, jetzt kam da einer dazwischen…

    Dani

  21. Steff sagt:

    @ Federelis:

    Keine Sorge, nicht Du hast dich aus dem Trek gezogen, sondern B&B haben Trek den Fans entzogen. (in völliger Ignoranz Deines eigentlich ganz netten Wortspiels)

  22. Gast sagt:

    Ah ja, nur Vakuum lesen… das tu ich hier manchmal auch!
    Aber wie auch immer, das einzige das Nemesis schlecht macht ist, das man einen ST unkundigen Regiefuzzi ans Steuer gelassen hat. Das ist die wahrscheinlich größte Vergewaltigung die man einer Kinoserie antun kann. Wie hätt es wohl ausgesehen wenn wieder Jonathan Frakes das Zepter geschwungen hätte?
    Die B4 Story ist übrigens kein Logik Fehler da in der TNG Folge 7×10 gesagt wird, das vor Data und Lore noch eine ganze Handvoll schäbiger Prototypen gemacht wurden. Das könnt e also – Gott bewahre – noch öfters passieren. MfG,
    Der Gast

  23. Gast sagt:

    Möglich, daß mehrere Data-Vorläufer im stillen Kämmerchen verborgen blieben. Aber dann so zu tun, als wäre B4 ein ungewohnter Anblick, wenn man schon des öfteren zuvor über Lore gestolpert ist, war einfach erschreckend unbündig. Bei Buffy wäre mindestens der Satz:" Noch so einer? Hoffentlich passiert nicht wieder so'ne Lorelei wie letztes Mal…" gefallen.
    In diesem Sinne war First Contact mehr als korrekt, hatte es doch noch in inflationärer Form Querverweise zu bieten, die das Trek-Universumsinventar emsig plünderte, wenn auch nur wieder zum reinen Selbstzweck…

    Federelis

  24. Gast sagt:

    Die Superwaffe in Nemesis war ja wohl uebel. So eine schoen begehbare Waffe, ist ja auch kaum gefaehrlich. Romulaner haben einen an der Waffel.
    Beim Todestern war das alles viel töller, da is keiner um den Beam getaenzelt.

  25. Gast sagt:

    Nö, aber dafür ist der Todestern von einem Milchgesicht in einem schrottreifen Raumjäger weggepustet worden.

  26. Gast sagt:

    Ähm ja… so ähnlich wie es mit der Scimitar geschah. ;-)

    Dani

  27. Federelis sagt:

    Was ist eigentlich mit den ganzen freien Arbeitern auf der Scimitar geschehen. Die waren doch unschuldig!

  28. Sparkiller sagt:

    Das war erst bei der zweiten Scimitar (ST XIII) der Fall, da diese noch nicht fertiggestellt war.

  29. Gast sagt:

    Ok man kann Star Trek kritisieren! Aber eigene Alternativen / Ideen aufzuzeigen verschweigt man! Schande über die Trekkies!!!

    Star Trek ist in dieser Form (ST7+) tot!!! Lasst Star Trek wie Gene Roddenberry in Frieden ruhen!

    Ein ehemaliger Trekkie

  30. Gast sagt:

    Star Trek ist und bleibt in erster Linie ein (Unterhaltungs-)Produkt . D. h. , der Markt entscheidet , und wie bei jedem anderen Produkt gibts auch eine Einführungsphase , eine Hochphase , und einen Rückgang . Egal ob TOS / TNG bis hin zu ENT sieht man das doch immer wieder .
    Heftigstes Beispiel : Der Wechsel von TOS zu TNG . Die "TOS Generation" hat Zeter + Mordio geschriehen + den kompletten Untergang von Star Trek prophezeit .

    Der Markt zur TOS Zeit : Damals war Sci Fi in den Kinderschuhen , aber es war endlich mal was neues , mit neuen Ideen + Geschichten . Es ist hervorgestochen . Dazu kommt , dass die politische Lage zu der Zeit so verfahren war , dass die Leute was gerne von einer positiven + hoffnungsvollen Zukunft sehen wollten – schlimme Meldungen + Beinahekatastrophen hatten die jeden Tag selbst . ( Da gibts ja eh wissenschaftl. Abhandlungen drüber ohne Ende ) Darum hat TOS nach und nach so eine Beliebtheit erlangt .

    Dann kam nach langer Zeit TNG .

    Was ist passiert ? Nach entsprechender Eingewöhnungszeit ( 1 – 2 Staffeln ) war TNG wiederum über lange Zeit das Höchste . Die Serie hat eine neue Generation fasziniert + zu Trek Fans gemacht .

    Der Markt zur TNG Zeit : Ja was gabs denn in den 80gern schon , außer McGyver + Colt Sievers , dazu ein paar Detektiv- / Bullen – Serien , mehr schlecht als recht . Sonst war da doch nix . Riesen Nachfrage war da ! Und die Lücke hat TNG nach und nach gefüllt . Und es eben wieder geschafft , eine Fangemeinde aufzubauen . Gegen Ende der TNG Zeit war Star Trek in seiner absoluten Hochphase .

    Dann kam ( schon parallel zu TNG ) DS9 .
    Wieder gabs einen Aufschrei – diesmal von den entsprechenden TOS / TNG Fans . Und trotzdem hat sich DS9 ( wie TNG zuvor ) durchgesetzt + eine neue Generation von Trek Fans gewonnen . Nämlich einfach wieder die nächste Generation .

    Der Markt zur DS9 Zeit : Jetzt schaut des ganze schon anders aus . Zu der Zeit kam nach und nach die Flut an Sci Fi , zusammen mit der ganzen Fantasy – Welle an . An Sci Fi z.B. Babylon 5 / Farscape/ Lexx / Outer Limits / Andromeda plus einige andere , die es dann nicht mal über die erste Staffel gebracht haben . Dazu noch Akte X + die Ganze Buffy Geschichte .

    Und dann kam VOY dazu …
    Vom Prinzip her kein schlechtes Konzept für eine neue Serie , viel Potential + Möglichkeiten .

    Die Katastrohe war einfach der Zeitpunkt .
    Zu einer Zeit , wo der Markt bereits dabei war zu übersättigen + DS9 gerade erst irgendwo in der zweiten Hälfte war , also noch eine ganze Zeit zu laufen hatte , eine neue Serie raus zu bringen , des war eine ( DIE )extreme Fehlentscheidung .
    Diese Entscheidung hat DS9 mehr oder weniger abgewürgt + den Inhalt von VOY durch den Quotendruck so kaputt gemacht , dass die ganze Serie in Verruf geraten ist .
    Das war eine kapitale Fehlentscheidung + Fehleinschätzung vom Markt ( war man da zu gierig ? besser an zwei Serien verdienen , als an einer ?? )

    An dieser Stelle hätte Berman abdanken müssen . In jedem anderen Unternehmen hätte das Management nach so einer katastrophalen Einschätzung seinen Hut nehmen müssen .

    Und trotzdem hat VOY sich unter der nächsten Generation eine Fangemeinde erobern können ( obwohls mir oft unverständlich ist ) Nach entsprechender , erschwerter Einführungsphase gabs sogar eine VOY Hochphase , mit Ausstrahlungstermit am Freitag Abend und ähnlichem . Und wer war am schreien ? Die TOS / TNG / DS9 Fans …

    D.h. , jedesmal wenns was neues gab , haben die eingefleischten Fans der vorherigen Serien protestiert .

    Meiner Meinung nach hängt des stark damit zusammen , dass die Leute letztendlich einfach älter werden . D.h. , auch die Ansprüche steigen irgendwo , außerdem hat man anderwärtig halt auch schon einiges gesehen , so dass einem immer mehr Dinge bekannt vorkommen . Und da ist man dann halt von einer Serie nicht mehr so einfach zu faszinieren , als wenn man sich sowas mit 14 anschaut . Das vergessen viele . Zeitmäßig vermute ich mal , dass die Meisten mit TNG angefangen haben . Wie alt ward ihr denn da ??
    Und wie alt seid ihr heute … – und da erwartet ihr euch genau die gleiche Spannung / Faszination / Neue Storys ?
    Ich halte DAS für den Hauptgrund , warum viele Fans von den nachfolgenden Serien immer so enttäuscht sind + sofort die übelsten Weltuntergansszenarien für Star Trek prophezeien .

    Wenn jetzt so eine Serie wie ENT Schwierigkeiten hat , dann kann man des nicht auf den Untergang von Star Trek zurückführen . Das hängt halt dann einmal damit zusammen , dass sie sich wie ihre Vorgänger auch , gerade in der Einführungsphase befindet – zum anderen an der Marktsituation . Der Markt ist – wie schon jeder andere vor mir geschrieben hat – komplett übersättigt . Der ganze Sci Fi Markt .

    Ist doch klar , dass dann nur die "eingefleischten" Fans zuschauen ( manche scheinbar unter größten Schmerzen + Qualen , aber sie tuns trotzdem immer wieder
    )

    Was momentan fehlt , sind mit Sicherheit nicht die Fans . Die sind immer da ( mehr oder weniger ) . Es ist die Masse an "neutralen" Zuschauern , die wg. des großen Angebotes an Sci Fi + Fantasy gar keinen Zugang mehr zu ENT hat . Ist halt nur eines von vielen … .

    Nur ändert sich der auch Markt wieder , so wie er sich immer geändert hat . Und dann bleiben nur die Stärksten übrig . Und da wird Star Trek darunter sein . Mit Sicherheit .

    Quelle:
    http://www.startrek-forum.de/cgi-bin/ubb/
    ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=11&t=002065

  31. Federelis sagt:

    Erschreckend sachlich und einleuchtend…

  32. Steff sagt:

    @ zwei über mir:

    Nein, nein, die Schwierigkeiten von ENT sind nicht auf den Untergang von Sar Trek zurück zu führen, sondern der Untergang von ST ist auf die Schlechtigkeit von ENT zurück zu führen.

    Oder, um es mal ein wenig (pseudo-)fachmännischer auszudrücken: "Star Trek" ist gewissermaßen der Name einer Marke, und dient dazu, dem potentiellen Käufer die Kaufentscheidung (Anguckwilligkeit) zu erleichtern. Genau sind beispielsweise Volkswagen oder Snickers Markennamen. Der Käufer erkennt den Namen, und weiß so ungefähr, was er zu erwarten hat; nämlich 'nen Schokoriegel mit Erdnüssen drin, bzw. 'nen Auto, bei dem die Qualität (und mittlerweile auch der Preis) sehr hoch ist).

    Der Zuschauer aber, der sich aufgrund des bekannten Namens "Star Trek" sich ENT angucken tut, und dabei Erdnüss… äh… eine Serie mit einem gewissen philosofischen Anspruch erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht.

    Wer allerdings schlechte Voyager-Folgen und Action-Serien mag, sollte voll auf seine Kosten kommen…

  33. Klapowski sagt:

    Hey! Ich lieeeebe Metaphern!

    Für MICH ist ENT mittlerweile ja wie ein… äh… vernachlässigtes Kind:

    "Onkel, guck maaal! Feuerwehrautooo!"

    Und wenn man nicht drauf eingeht:

    "Lass uns was singen, ja? Ja, Onkel?? Du magst nicht singen? Dann zerr' ich dir an der Hose rum, jaaa? Und bewerfe die Leute da mit Steinen, hihi! Nun guuuuck doooch!

    Ich hol' jetzt den Pillermann raus! Ich mache böse Sachen mit diesem Rückspiegel! Und ich bewerfe Erwachsene mit Sand! Hmmm, lecker Gänseblümchen essen!

    Guuuuck dooooch!"

    Das Frachise ist derzeit hyperaktiv und sagenhaft unsicher. Jede Woche muss 'ne neue Sonntagshose daran glauben, damit ihm noch Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein hektisches, unsicheres Gezerre, das keine Serie längerfristig durchhalten kann.

    Selbst all die heutigen Zombieversteher und Rajiin-Hochjubler werden irgendwann bemerken, dass irgendetwas fehlt…

  34. Federelis sagt:

    Zweifellos würde es trotzdem helfen erst 14 zu sein um dieses wilde Rumrudern in seichten Gewässern von ENT weniger durchschauen zu können. Lediglich alberne Aliens zu kloppen und den Hund mit Käse füttern kann da noch funny und irgendwie faszinierend wirken, vorausgesetzt man hat sonstige SciFi-Fachprodukte bisher gemieden. Daher trifft auch der obige Generationskommentar zu. Aber was hat das noch mit Fist… äh, First Contact zu tun?

  35. Sid sagt:

    *mal wieder was zum Film schreibt*

    Naja… Ich fand "First Contact" schon immer öd. Das Drehbuch war so flach und überraschungsfrei geschrieben, daß ich schon immer im Vorraus wusste, was in den nächsten 5 Minuten geschehen wird. Eigentlich kein so helles Kinoerlebnis, wenn man mich fragt. *grunz*

  36. Federelis sagt:

    Hatte soeben das unlautere Vergnügen wieder eben jenen 'FilmFilm' bei 'SatSat1' zu begutachten, und es deprimiert mich, daß dies der beste TNG-Movie sein soll. Vielleicht ist 'Nemesis' reichlich flügellahm, aber zumindest verarbeiten die Figuren das soeben Erlebte glaubwürdig für 'nen Moment, und fangen dann erst mit dem Rumballern an.

    Kurze Zusammenfassung:
    Rückblende zum zeitweise geborgten Picard, der verdrossen in die Röhre schaut, welche sich vor ihm und uns auftut.
    Dann der alte Scherz mit dem Traum im Traum. Weil Trauma gleich Traum. Gut, abgehakt.

    -Eine Nachricht erreicht Picard-
    Admiral: Capt'n, wir h…
    Picard: Admiral, sagen Sie nichts: die Borg greifen an.
    Admiral: Woher…
    Picard: …ich das weiß? Die Stimme in meinem Kopf hat mir das geflüstert.
    -Stille-
    Admiral: Öhm, ja… gut, wissen Sie, wir müssen Sie unbedingt auf diese romulanischen Aktivitäten ansetzen, ganz, ganz, ganz weit weg von den Borg…
    Picard: Siiiicher doch….

    -ILM-MoneyShot vom tollen neuen, erschreckend halslosen Schiff-

    -Offiziersbesprechung-
    Picard: Die Borg greifen ganz überraschend die Erde an, da die Planeten dazwischen(Quonos, Cardassia Prime, Vulkan)irgendwie nicht ihren Ansprüchen gereicht hat. Und wir dürfen nicht mitspielen, da die Sternenflotte meint, meine damalige Probemitgliedschaft bei den Brüdern könnte mich irgendwie… unpässlich machen.
    Riker: Ich könnte doch das Schiff befehli…
    Picard: Tja, wie gesagt. Schade, schade. Nächstes Mal vielleicht.

    Riker: Capt'n, ich hab hier diesen Scan…
    Picard: Ach zur Hölle mit den Befehlen. Lasst uns fliegen und bei der Sause mitmachen!
    Data: Genau! Hey, das war mein Sa…

    -StarWars-vergessen-machende-FX-Sequenz bei denen unwichtige Schiffe draufgehen-
    Picard: Alle mal herhören, ich übernehme das Kommando! Ballert doch alle mal gleichzeitig auf dieses unwichtige System beim Kubus!
    Data: Woher wissen Sie, daß das was bringt?
    Picard: Die Stimme in meinem Kopf hat mir das geflüstert, Data.
    -Stille-
    Riker: Sir, vielleicht sollte ich das Kommando übern…
    Picard: Die Stimme sagt: Feuer frei!

    Der mächtige, finstere Kubus gibt rasch den Geist auf, lässt aber noch einen fahren… einen Ball ins All.

    Riker: Verdammt, der wird doch nicht…
    Picard: In die Zeit zurückreisen, den ersten Kontakt verhindern, und uns alle vorher assimilieren? Doch, genau das wird er.
    Riker: Hinterher!
    Picard: Nein, ich meinte vorher.
    Crusher: Das müssen wir verhindern!
    Picard: Halten sie die Klappe und stellen sie den Worf-Pappaufsteller zur Seite. Wie kann man nur so verdammt sentimental sein!
    Crusher: Aber, aber..
    Data: Capt'n, der von dem abgereisten Borgball bereits nicht mehr erzeugte Zeitstrom vor uns löst sich seit ungefähr zwei Minuten auf.
    Riker: Hinterher!
    Picard: Nein, nicht hinterher, Nummer eins, jetzt gerade. Hören sie nicht zu! Warum sind wir denn noch alle da, wenn die Borg so doll in unserer Vergangenheit aufgeräumt haben?
    Data: Ehm, ehm,… öh, weil wir uns noch in dem sich gerade auflösen Zeitstrom befinden?
    Riker: (deutet auf den Schirm)Er löst sich auf!
    Picard: Das sagten wir schon, Will. Wollen Sie sich vielleicht Notizen machen? Und sagen Sie jetzt nicht wieder 'hinterher'. Soviel Zeit muss sein. Data, ich glaube jetzt haben wir genug Offensichtliches halbtot erklärt. Dann also nichts wie hinterher!
    Crusher: Eins noch, Jean Luc…
    Worf: Grrr…!

    -Nach dem reibungslosen Trittbrettfahren mit in eine andere Zeit-
    Data: Capt'n, wir befinden uns im Jahre 2063, nach dem dritten Weltkrieg.
    Picard: Gut, daß die Borg noch nicht über die hochentwickelte Technologie einer Atombombe verfügen, sonst wären die schon längst fertig mit Bombardieren.
    Data: Übrigens, alle Systeme, die ein unbemerktes Entern für die Borg möglich machen sind offli…
    Picard: Alles zu seiner Zeit, Data. Schießen Sie erstmal den Borgball von dannen! Schade, daß Worf nicht hier ist um das zu erledigen.
    Worf: Doppel-Grrr…!

    Da ich mit dem Spannungsbogen kommentieren ohnehin gerade den Kommentarbogen überspanne, schenk ich mir und euch den Rest…

  37. Gast sagt:

    Ähm, sorry, aber First Contact hat weitaus mehr offensichtliche Logiklöcher als Nemesis.

    Der Renner ist ja echt dass die Borg nicht einfach erst in der Zeit zurückreisen und DANN zur Erde fliegen. Dann hätte ihr auch keine Enterprise dazwischenfunken können. Aber egal. First Contact würde von mir ne 3 kriegen, ebenso wie Nemesis.

    Die besten Filme sind aber immer noch die Nummern IV, VI und IX :)

  38. Gast sagt:

    Endlich jemand der's verstanden hat.

  39. Benski sagt:

    Ach ja. Habe mir diesen Artikel bis nach dem Film auf Sat1 aufgehoben.
    Und mal wieder spricht mir Klapowski aus der Seele. Nach meiner Meinung wieder ein analytischer Volltreffer. Vor allem kann endlich jemand nachvollziehen, dass diese Filmmusik die beste ist, die ein Trek Movie je hatte.

    Um mal auf den hier oft angesprochenen Nemesis "Vergleich" zu kommen. Meinetwegen hat dieser Film ebenfalls einen Haufen Logikfehler, aber dafür ist er ansprechend. Er ist zum mitfülen und mitfiebern. Er ist packend und so fesselnd, dass er einen solche Untiefen übersehen lässt.
    In Nemesis werden einem solche Sachen bei billigem Keyboardgedudel und stümperhafter Szenenausleuchtung (Ich stehe unter einem Spot und fühle mich hier wohl!)schmerzlich bewußt. Einen so vernichtend schlechten Soundtrack hatte noch kein Trek Film zuvor.

    Ach ja:
    Ich brauche immer zei Taschentücher. Eins natürlich für die Vulkanier und eins für Ahab. Nur um Klapowskis Forderungen nachzukommen.

    Gruß
    Benski

  40. Gast sagt:

    An den 2. Gast über mir:
    Nun ja, für die Borg ist eben die Technologie der Föderation 2372 verlockender als die der Erde von 2063. 2063 war nur Plan B. Und warum man nicht Vulkan angreift – die Erde ist und bleibt nun mal der Sitz der Föderation.

    Hype

  41. Federelis sagt:

    Auch 'ne Art Handlungslöcher im Nachhinein zu stopfen: der Fan wird's schon richten.
    Warum springen die Borg dann nicht gleich ins übernächste Jahrtausend, um bessere Technologien abzustauben, wenn Zeitsprünge einfach und atomare Bomben schwer zu beschaffen sind? Oder warum tut man sich dann überhaupt den ganzen Stress an die Erde(der Planet der Besserzuassimilierenden)anzugreifen? Sollte man nicht eher auf strategisch günstige Zeiten warten wie z.B. einen nahenden Dominion-Krieg? Sowas kommt doch alle Nase lang daher.
    Mir reicht es wirklich mit dem wilden Rumfabulieren, mit dem offensichtliche Skriptschlampigkeiten irgendwie erklärbar gemacht werden sollen.

    Ich sag mal wie's ist: die Borg hatten keine wirkliche Motivation so und jetzt anzugreifen. Es wurde ihnen auch Keine zusätzlich bereitgestellt, wie z.B. dramatische Resourcenknappheit. Selbstüberschätzung der Borg-Queen? Möglich, darf aber auch nur munter reininterpretiert werden, denn spätestens seit der Erfindung ihrer Oberglitschigkeit der Queen in diesem Film ist klar: Borg sind auch nur Menschen… wenn es das Skript gerade passend findet(Selbstzweck, ahoi). Ansonsten sind sie häßlich, doof, total fies, und gehören sofort erschoßen. Dafür sind sie schließlich von weit her gekommen, und haben alle umliegenden Planeten aus reiner Überschwenglichkeit ignoriert. Auch die schicke Zeitmaschine, die sich noch im kompaktesten BorgBall unterbringen lässt, wird nur bei "diplomatischen" Empfängen aus der Originalverpackung genommen.

    Wenn die Motivationen der Produzenten wesentlich klarer ersichtlich sind als die der eigentlichen Figuren, dann kann man wahrlich von einem schlechten Film reden, ohne jeden Zweifel.

    Mitfiebern? Mit Picard? Mit Riker? Oder gar mit der Queen? Da hab ich doch noch mehr Angst um die Schlümpfe wenn Gargamel wieder was auskocht. Der Film ist nur in den Momenten gut, wo er mit ein paar launigen Gags glänzt, die den Popcorncharakter wesentlich besser transportieren. Ansonsten muss man sich ja blöd vorkommen, wenn man auch nur eine Sekunde um die Mannschaft bangt oder bei der Ankunft der Vulkanier auf die Knie fällt, Tref-fan der ersten Stunde hin oder her. Wären mir die Darsteller nicht so sympathisch gwesen, wäre mir die befremdlich beliebig wirkende Stimmung in dem ganzen Film vollends auf den Magen geschlagen.

    Will ich sagen, daß alle Jene, die den Film gesehen haben und ihn gut fanden total bescheuert sind?
    Nicht ganz, denn die Musik war wirklich gut…

  42. Gast sagt:

    @Federalis: Genau so isses! Die Zeitreisen gehen mir auch auf die Eier. Zeitreisen? Nix einfacher als das! Für den Fall, das gerade mal keine Weltraumanomalie zur Verfügung steht, brettert man einmal um die Sonne oder folgt den Borg. Ich bin mir sicher, das kein Autor je die Tragweite überdacht hat, was es bedeuten würde, wenn wirklich jeder zu jedem Zeitpunkt zeitreisen könnte. Denn wenn sich das mal jemand überlegt hätte, hätte er das Drehbuch sofort weggeschmissen.

    Und noch was anderes bezüglich ST VIII: Es ist ja schon lustig genug, dass die Borg nur mit einem Würfel kommen. Wie viele Kuben haben die? Nach den Voy-Folgen doch ein paar tausend. Mindestens. Warum kommen die nicht mal mit ein paar Würfeln mehr an? Vulkan, Erde, Kronos, Romulus, Cardassia, Ferengi-Nar, für jeden ein halbes Dutzend Kuben und der Alpha-Quadrant ist in seiner bisherigen Form Geschichte. Aber dazu sind die Borg wohl wieder zu doof.

    Und diese Queen erst. Kann mir irgendjemand sagen, in welchen Zusammenhang die zur Serienhandlung steht? War da nicht sowieso mal was von wegen "Chaos" bei den Borg, weil ein Borg mit Individualität zurückgekehrt war? So ein großes Chaos, dass es sich Lore zunutze machen konnte? Wo kommt da plötzlich die blöde Queen her? Die gabs schließlich vorher auch nicht.

    Zu Data: Den Emotionschip einfach abstellen war früher auch mal nicht drin. Und in Bezug auf ST VII: Da wird der Emotionschip Data in die Rübe gesetzt. Kann sein, dass ich mich irre, aber saß der nicht mal im Finger? Egal…

    ST Filme haben eine lange Tradition der Logikfehler, aber VIII ist so ziemlich der schlimmste.

    Sergej

  43. Benski sagt:

    @Sergej
    Mit der Kubenanzahl magst du recht haben, aber die anderen Punkte sind nicht ganz korrekt.

    Der Chip befindet sich nicht in der Hand, sondern die Steuerung für Datas Emotionsimput war in Lors Hand.
    Der Chip ist bereits in Teil 7 in Datas Kopf eingesetzt worden, aber zu Ende mit ihm verschmolzen. Anscheinend wurde er getrennt und ist nun abschaltbar. Was ich nicht für weit hergeholt halte, da er so ursprünglich konzipiert war.
    Zur Queen:
    Richtig ist, dass Hugh mit seiner Individualität Chaos in die Ordnung, also Individualität in die Einheit gebracht hat. Aber wenn sie die Aufgabe hat, diese Ordnung zu erhalten, so ist dies wohl kein Bruch mit der Serienhandlung. Im Gegenteil. Es ist meiner Meinug nach die Sinnvollste Löung eines Koollektivs, das mit Individualität konfrontiert wird.

    Gut, dss mit der Schiffsanzahl mag wahr sein und ich könnte mir nun Gründe einfallen lassen, warum es so ist. Aber für einen Kinofilm ist ein Schiff wohl fixierender auf den Gegner, als eine Flotte. Ausserdem war es in der Serie zunächst auch nur ein Kubus (Angriffsziel Erde).

    Gruß
    Benski

  44. Steff sagt:

    @ alle Nerds und "wahren" Trekkies (und den Rest von mir aus auch):

    Ihr kennt doch sicherlich noch die Hintergrundgeschichten und Gerüchte vom ersten Star Trek Film: böse Echsen-außerirdische Reisen in der Zeit zurück, zur Erde während der Dinosaurierzeit. Sie verhindern, daß die Säugetiere das Kommando übernehmen, und sorgen so dafür, daß auch auf der Erde die Echsen die dominierende Rasse werden.
    Kirk & Co. düsen hinterher, und richtens wieder.

    Der damalige Chef von Paramount fand die Zeitreise ok, aber Dinos doof. Da er ein ziemlicher Fan und Anhänger von von Däniken war, meinte er, daß die bösen außerirdischen doch bitte schön zu den Maya und/oder Inkas zurückreisen sollten, um ihnen Kultur und Zivilisation zu bringen. Das fanden aber Roddenberry & Co. ziemlich albern bis scheiße, und so verzögerte sich das Projekt mal wieder.

    Worauf ich damit hinaus will ist folgendes: erstens können wir ganz froh sein, daß die Story von ST VIII eigentlich recht gut gelungen ist (uznd die von ST IV sowieso), denn es hätte schlimmer kommen können.
    Und zweitens habe ich ein wenig Angst, und befürchte, daß Berman doch noch über seinen eigenen Schatten springen könnte, und sich doch noch mal mit dem ST-Kram von vor seiner Zeit beschäftigt, und dabei auf solche "Schätze" Trifft.

    Man stelle sich mal vor: die Bösewichte aus dem Temporalen Krieg reisen in die Vergangenheit und verhindern, daß die Azteken das Rad erfinden; Archer gleicht das aber wieder aus, indem er ihnen Schwarzpulver und Phaser gibt. T'Pol verführt Cortez und der doofe Hund (Portos?) gelangt durch ein "Stargate" (Muharharhar) nach Ägypten und wird dort als Anubis, der totlangweilige Gott verehrt.

    Schauder…

    Zutrauen würde ich das dem Berman. Denn immerhin hat SG 1 bessere Quoten als ENT (aber welche Serie hat die nicht), sich um die Ureunwohner Amerikas zu kümmern ist politisch korrekt, und immerhin gehört "Das Jahr des roten Vogels" zu den Top 78 der beliebtesten Fogen von TOS…

  45. Gast sagt:

    uff
    hyp€'

  46. Gast sagt:

    Deine Kritik ist hammageil! Ab selten so "gut" gelacht.
    Du bist erstklassig. Und das beste ist: Was du schreibst stimmt sogar!!!!
    Da muss sebst data lachen(ohne Emotio-chip)!!!
    RESPEKT! RESPEKT!

  47. Gast sagt:

    hmn … meiner meinung beweist Star Trek VIII nur wie unfähig Picard als Captain wirklich ist …

    ein wunder das der mann nicht von der akademie gejagt wurde …

  48. Gast sagt:

    Gut, gut aber wo bleiben bitteschön Kritiken an den anderen Filmen. Du kritisierst wirklich nur ST-"Mainstream": STVIII ist der beliebteste Streifen der aktuelleren ST-Generation und NEMESIS der unbeliebteste, keine Frage, aber die alten Abenteuer um Kirk & Co (welche für mich immer noch zu den einzig wahren Trekkiefilmen zählen) bedarf es doch auch einer Kritik bzw. eher eines Lobs…

  49. Gast sagt:

    Gleich geht`s hier wieder los – hoff eich jedenfalls. Mal eine Frage: Hat jemand eine Sternzeit mitbekommen?

  50. Gast sagt:

    eyh keiner da

  51. Gast sagt:

    galt Picards Befehl auf jeden assimil. zu schießen auch für Kinder
    hype

  52. Gast sagt:

    Wo bin ich denn hier gelandet?

    Scheise junge, echt jetzt.

  53. Gast sagt:

    Also ich hab mir das mal hier durchgelesen und ich muss sagen manche Leute erstaunen mich echt! Anstatt das man froh ist das überhaupt noch Star trek Filme gemacht werden, da sie meist relativ unrentabel sind(falls dies nicht so ist entschuldigt mich bitte), da halt eigentlich noch sehr wenige genau wissen was Star Trek eigentlich ist..
    Nein, sie hauen auf das verbliebene gnadenlos ein! Es aknn doch niemand so pedantisch sein und jeden noch so verdammt kleinen fehler sucht? Um es nur mal zu sagen, es gibt keinen Film der Perfekt ist! So etwas wie Perfektion, wie es die Borg ausdrücken würden, gibt auf dieser unseren Erde nicht! Also gebt euch endlich mit dem zufrieden was ihr kriegt!
    Falls ich noch mehr Aussagen machen soll die, die ganzen Meckerfritzen besänftigen und zurück holen sollen bitte ich darum mcih zu fragen..

    eingefleischter Jungtrekkie (17Jahre)

  54. Gast sagt:

    Achja bevor ich es vergesse, bevor jetzt die Kommentare kommen vonwegen ich wrde doch garnicht wissen wie es damals war, ich schaue mir mit vergnügen TOS und TNG an nur so als kleine Zusatzinfo.

    der Typ von oben (Jungtrekkie)

  55. Odion sagt:

    is schon n bisl langweilig

  56. Gast sagt:

    bitte daniel küblböck aus größe Köpfe der Geschichte streichen.

  57. Gast sagt:

    Also mit gefällt ST 8 größtenteils gut. Nur die großen Logiklöcher und der hastig schnelle Anfang sind mir negativ aufgefallen. Der Anfang des Films hätte ruhig etwas ausführlicher sein können. Aber eine Sache gibt es noch die mir immer noch zu denken gibt. Es geht um dem Saufkopp und sein Schiff. Soweit ich mich erinnern kann baut er ja das Schiff nur um wie er selbst sagt auf eine einsame Insel zu fliegen. Korrigiert mich wenn da falsch liegen sollte. Jetzt zu meiner Frage. Wieso baut jemand ein Schiff mit Warp Antrieb um nur auf eine einsame Insel zu fliegen. Hätte da nicht ein normales Flugzeug mit Düsenantrieb gereicht?
    Ich meine so ein Warp Antrieb ist um einiges Komplexer als andere Antriebe. Oder wollte er auf eine Insel auf einem anderen Planeten. Also ich verstehe das nicht und daher bitte ich um Klärung.

    Er wollte Geld damit verdienen und sich dann auf einer einsamen Insel zur Ruhe setzen.

    Du Idiot.

  58. DocHossa sagt:

    Versuch nicht ein großer Film zu sein, sei einfach ein Film! Und lass die Geschichte ihr eigenes Urteil fällen! ;)

    Mehr sach ich nich

  59. Gast sagt:

    @ doc hossa
    Ha!Ha! Jawoll genau so isses.

  60. Gast sagt:

    Wozu braucht Gott ein Raumschiff ?

  61. Gast sagt:

    Vieleicht, um es sich ins himmlische Regal zu stellen (direkt zwischen "Erde – früher Prototyp ohne Primordialschleim" und "Hirn von George W. Bush – nicht vergessen, unbedingt bald einbauen!")?
    Captain Botter

  62. Gast sagt:

    Ach ja, und ich glaube, Du verwechselst da was – was Du meinst, war ST V – "Am Rande des Universums" (so ziemlich die schwachsinnigste Übersetzung eines Titels, seit es Schokolade gibt, weil dieser grottenschlechte Shatner-Verherrlichungs-Streifen ja im ZENTRUM des Universums spielt).
    Captain Botter

  63. Gast sagt:

    Einfach nur ein guter SF Film!

  64. Exverlobter sagt:

    Sfdebris hat seine Star Trek First Contact Review rausgebracht.
    http://www.youtube.com/watch?v=VToAZ_U9nVA

    Klappo bekommt Rückendeckung, da Sfdebris den Film mag. Wow. Endlich mal einer der den Film auch zu schätzen weiss. Viele Reviewer finden den Film nämlich zum kotzen (gell Matthew, gell Mr. Plinkett)

  65. G.G.Hoffmann sagt:

    Da dieser Dampfhammer auch schon bald 9 Jahre alt wird und eine gewagte Zukunftsprognose enthält, darf ich, nachdem ich gestern den Film noch einmal auf Blu-ray genossen habe, meinen zweiten Eindruck schildern.

    1. So nach 5-6 Jahren kann man den Film mal wieder anschauen. Es ist erstaunlich, wieviel man schon wieder verdrängt hatte.

    2. Die „neuen“ Synchronstimmen von Riker und Geordi stören mich fast nicht mehr. Daß ich damals bei der Premiere aus dem Kino abgeführt wurde, weil ich empört an den Lautsprechern gezerrt habe, macht die Zeit vergessen.

    3. Picards Ausraster empfinde ich noch immer als charakterfremd.

    4. Die Einleitung war in der Tat zu schnell, der Kampf mit den Borg dafür zu langatmig (gefühlte 40 Minuten Gerangel um die Deflektorschüssel).

    5. Von Logikfehlern in Zeitreisefilmen mag ich nicht mehr sprechen. Was mich aber schon immer gestört hat: weshalb haben Photonentorpedos und Phaser, wenn sie auf einen Planeten abgefeuert werden, immer nur die Zerstörungskraft einer Handgranate? Als die Borgsphäre auf die Siedlung feuert, zerdeppern lediglich ein paar Fensterscheiben. Sollte man nicht meinen, daß ein Photonentorpedo oder ein Phaserschuß ausreichen, um eine ganze Stadt dem Erdboden gleichzumachen, nachdem man diesen Effekt schon im 20. Jahrhundert nicht nur mittels Atombomben, sondern auch durch großformatige konventionelle Sprengkörper verursachen konnte?

    6. Bislang kannte ich von „First Contact“ nur drei Seherlebnisse:

    a) Kino, anno ’96: Inhalt doof, Film aber optisch und akustisch beeindruckend, mit viel Bumms.
    b) VHS-Kassette auf 30 cm großer 4:3-Röhre: Inhalt besser werdend, wenig beeindruckendes Seh- und Hörerlebnis
    c) diverse TV-Ausstrahlungen der Jahre 1998-2005 auf miesen Fernsehgeräten mit schlechtem Empfang: siehe b)
    d) Full-HD-Heimkino-Surround-Dolby-Schlagmichtod-Riesenflachbild-TV-Bluray anno ’12: siehe a).

    Fazit: freue mich mäßig auf ein Wiedersehen im Jahre 2020 oder so. Mal schauen, was mir Inhalt und Technik dann zum Film verraten.

  66. Exverlobter sagt:

    Wäre der Torpedo tatsächlich so stark gewesen wie eine Atombombe, wäre Cochrane tot, seine Rakete zerstört und der Film nach 20 Minuten bereits zu Ende gewesen. Das ist in etwa so, als ob man sich beschwert, dass bei Schießereien der Held nie getroffen wird.
    Dabei machten diese Torpedos noch richtig rumms. (Einen haut es sogar um Fahrrad runter) Hast du Mal die DS9 Episode „Schlacht um Ajilon Prime“ gesehen. Das „feindliche Feuer“ ist da weniger überzeugend als die Böller am Silvesterabend.

  67. G.G. Hoffmann sagt:

    Meine Rede! Deshalb finde ich auch die meisten Star Trek Folgen mit Waffeneinsatz hinreißend blöd. Daher vermutlich meine tendenzielle Abneigung gegen ENT, VOY und die späten DS9-Staffeln.

  68. Doughnut sagt:

    „und die späten DS9-Staffeln“
    Die warn auch so schon hinreißend blöd.
    Achtung, incoming Spoiler!!!:
    Denkt nur mal an die Dominion-Flotte, die einfach mal so mir nichts dir nichts von den Wurmlochwesen verschluckt wurde. Da wurde mal eben die in mehreren Staffeln aufgebaute Spannung mit dem Arsch eingerissen, weil man feststellte, dass man sich in eine Sackgasse geschrieben hatte und es keine realistische Überlebenschance mehr für die Föderation gab. Danach war DS9 für mich gestorben.
    Und die Kriegsfolgen davor warn auch nicht ansatzweise so gut wie das DS9 der ersten Staffeln. Alles nur noch unpersönliches Actiongedöhns, hohl und krawallig wie … wie eine RTL-Kriegsreportage aus dem Irak oder Afghanistan.
    Mag zwar sein, dass Star Trek sich zuvor oft verhob, was Anspruch und Tiefsinn anging. Anspruch und Wirklichkeit, Konzept und Ausführung standen oft in krassem Missverhältnis. Aber die Art, in der das späte DS9 sich der 24-Crowd anbiederte (bevor 24 überhaupt auf Sendung ging! noch schlimmer! ehem), war echt WI-DER-LICH!

  69. Perry sagt:

    Hey Leute, diese tolle Seite bereitet mir soviel Spaß wie die Vorstellung, daß Angela Merkel als Captain Janeway im Gamma-Quadranten strandet-ohne Warpantrieb
    Gruß

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Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht