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Stargate Universe – 1.06 – “Water”

Nach dem Sehen von Folge 6 fühlte ich mich endlich dazu in der Lage – dank Sparkillers technischer Hilfe – einen fast vollautomatischen Drehbuchgenerator für die Serie zu entwerfen! Schließlich ähneln sich die Episoden bislang noch so sehr, dass die denkbaren Handlungsfäden bislang nicht die Kapazität von ein paar Dropdownfeldern überschreiten. Stellt Euch also ab der nächsten Woche selbst Eure „Stargate Universe“-Reviews zusammen, powered by Zukunftia.de! Na, ist das , oder etwa nicht?!

Die Crew stößt erneut auf .

Während der Doktor wieder mal ,
fragen sich die anderen Besatzungsmitglieder, ob sie .

Um das Problem zu lösen, geht eine Gruppe .

Am Ziel angekommen, sucht der Trupp lange und geduldig
.

Doch während auf dem erste Probleme auftauchen, gibt es ebenfalls Schwierigkeiten auf , da die Mission scheitern zu lassen droht.

Eli und der Doktor geben ihr , um die Crew zu beruhigen und die Situation zu entschärfen. Denn die Besatzung nicht , ist es mit dem Überleben!

Das Außenteam auf dem anderen Planeten (sofern weiter oben ausgewählt) gerät in eine bedrohliche Situation, wodurch es ihr vorläufig unmöglich wird, zum zurückzukehren. Alle denken, dass . In wird uns gezeigt, dass das Überleben in einer so weit entfernten Galaxie .

Gerade noch rechtzeitig kommt alles in Ordnung, weil
.

stargateklick

Kurz vor der Veröffentlichung dieses Reviews erhielten wir die Mitteilung des Produktionsteams, dass ab Episode 7 ebenfalls ein Dropdown-System angeboten werden soll! Mittels live angezeigter Grafiken kann der Zuschauer somit an bestimmten Punkten wählen, welche der Storyklischees er erneut vertieft sehen will. Hier z.B. darf er wählen zwischen 1.) gefährlichem Sand, 2.) Stress in der Crew oder 3.) einfach mal wieder im Dunkeln rumrennen. Die Fernseher, welches dieses System unterstützen, werden voraussichtlich schon ab März 2011 im Handel erhältlich sein.


Fazit:

Jetzt mal im Ernst: Auch diese Folge machte mir nicht mehr Spaß als eine Wurzelbehandlung im Bonsaizuchtbetrieb. Die Figuren, Probleme und Lösungen scheinen mir einfach zu austauschbar, um ernsthaft eine neue Kultserie begründen zu können. Mein lieber Redaktions-Kollege Sparkiller hofft ja immer noch auf den großen Masterplan hinter dieser Schnarchparade.

ICH hingegen kann schon jetzt eindeutig von mir behaupten: Ab JETZT ist WIRKLICH Schluss damit, sich diese Serie anzugucken! ()


SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Das Zeitalter des Wassermanns hat begonnen!
Also, zumindestens in dem Universum, wo sich die weltraumgestützte Dunkelkammer „Destiny“ gerade herumtreibt. Und tendierte diese Serie bereits vorher schon, wenn überhaupt, zu einem eher trockenen Humor, so konnte sich dies durch das plötzliche Verschwinden von knapp 40.000 Litern Wasser tatsächlich noch verschlimmern. Besonders, wenn dahinter der wohl einfallsloseste Windfurz-CGI-Effekt steckt, den ich in meinen vielen Jahren als Meinungskasten-Befüller bewind… bewundern durfte.

Zwar wollte ich erst Pluspunkte für die Auswahl der Planetenkulisse geben, aber auf der anderen Seite sehe im Wechsel von der ewig gleichen Wald-Szene (wo man wenigstens alles angrabbeln konnte) zur optisch langweiligen Sandkasten- und Schneesturm-Variante nicht wirklich einen Vorteil. Kaum zu glauben, dass man sich bei Star Trek schon über 40 Jahre (!) vorher mehr Mühe in Sachen Abwechslung gegeben hat!

Die Charaktere sorgen weiterhin für euphorisches Desinteresse bei mir, wenn nicht sogar ein wenig Wut, wenn Kumpel Eli mal wieder die üblichen Klischee-Anforderungen mit seinen Star Wars-Zitaten erfüllt. Ha-ha, der ist mollig, nicht der Hit bei den Frauen, zockt Online-Rollenspiele, zitiert Nerd-Filme und die sozialen Fähigkeiten halten sich sowieso in Grenzen. Hey, da muss ICH ja eigentlich bald Tantiemen verlangen!

Fazit: Nach mittlerweile doch nicht wenigen Folgen warte ich immer noch auf eine Erfüllung des „Größer, Schöner, Besser!“-Versprechens der Macher. Stattdessen kriegen wir ein (Dunkel-)Kammerspiel geboten, welches man mit der Installation eines Dimmschalters (und einer Schaufel Sand, bzw. Schnee) wohl auch zu Hause nachspielen könnte. Und sagte man nicht sogar etwas von einem höheren Budget? Ich wette, daraus hätte man früher mindestens ein Dutzend tolle Babylon 5-Folgen machen können. Daher endlich auch mal die Note: 4-


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Artikel

von Klapowski am 03.11.09 in TV-Review

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Kommentare (13)

  1. Hiramas sagt:

    Ich weiß noch nicht….
    Die erste Staffel ist immer schwierig.
    Ich hab noch keine Infos über die Ratings gefunden, aber viel kanns ja eigentlich nicht sein.
    Naja ich bin gespannt auf die Folge wo sie anfangen ne Story zu erzählen.
    Aber ich guck schon aus langeweile erstmal weiter.
    Wobei ich auf der andern Seite sagen muss, das ich wirklich nix gegen den langsameren erzählstil an sich habe.

  2. Dingens sagt:

    Hab ich das richtig verstanden, dass irgendjemand was von drei Wochen faselte, die die armen irregeleiteten Schäfchen schon in der Destiny sind? Dafür ist die Story ja mal echt absolut Null vorangekommen. Und gerade, wenn wirklich schon diese Wochen vorbei sind und die Leute sich irgendwie so langsam häuslich auf der Destiny einrichten, dann hätte man doch echt mehr vom Einrichten zeigen können, wenn man schon langweiliges Zeug zeigt. Dann hätte Klapowski vielleicht gesagt: „Langweilig, aber realistisch“.

    Hiramas: Langsamer Erzählstil schön und gut, das hat uns am Anfang bei ENT auch gefallen. Muss ich weiter schreiben?

  3. Flutschfinger sagt:

    Ein ganz tolles Review. Nicht zu lang und voller schöner Ideen. Hab gebrüllt vor Lachen, die Dropdown-Felder waren eine gute Idee. Wunderbar! Wenn euch Universe weiterhin zu solch gag-technischen Höchstleistungen anstachelt, dann hat die Serie ja doch noch was gutes.

  4. Pellaeon sagt:

    Tja Leute langsam fängts echt an weh zu tun. Die Serie dümpelt weiterhin träge vor sich hin, aber ich bin ja hart gegen mich selbst und werde mir auch noch den Rest der Staffel ansehen, bevor die Lichter endgültig….ach lassen wir das.

    Klasse Review. Die Idee mit den Pulldowns finde ich mal wirklich gelungen. Klapowski wird ja nochmal richtig innovativ auf seine alten Tage. Was so ein Hauch von blankem Hass so alles bewirken kann…

  5. Al Bundy sagt:

    Mir scheint es als ob die Drehbuchautoren/Produzenten wieder einfach Goaul/Wraith/Replicatoren oder GoauldwraithreplicatORI als böse galaxiefressende/galaxieversklavende oder galaxiekonvertierende Oberbösewichte einführen sollte damit alles wieder spannend/langweilig/dejavu? ist.
    Auch wenns nix nützt giev moor B5 Lost Tales oder sowas in der Art.

  6. Astrofan sagt:

    @Hiramas: Das Gegenteil ist eher der Fall, wenn man dieser Quelle glauben darf:

    „The first season of SGU is averaging a 2.1 average household rating and 2.85 million total viewers,[…]“

    Übrigens nette Idee mit den Dropdowns. Könnte man auch für andere Serien-Reviews einführen. :D

  7. Terek sagt:

    Schöne Idee mit den pulldowns! Ein „Review“ der leisen Töne oder gerade eine Hommage an den Stil der Serie? Ich werd wohl nicht ergründen, denn ich hab bisher nicht eine Folge gesehen. Ist wohl auch besser so, denn so wie das klingt, verleitet die „Story“ wohl eher dazu Hausarbeiten zu erledigen oder im Repetitorium der höheren Mathematik zu schmöckern – aber nur mit Zusatzbeleuchtung.
    Also wenn ich mir alles aus der besten Sekundärquelle der Welt zusammenreimen soll, würde ich sagen die Serie scheint alles zu haben.
    Ein Raumschiff, das bei Google mächtig cardassianisch (mögen es die sympathischen Weltraumnazis nicht auch sehr dunkel) aussieht. Eine Crew voller Looser und borderline Psychotiker (so wie bei BSG in der 4 Staffel nur ohne Alkohol), tödliche Herausforderungen wie Strommangel [wie bei mir am Monatsende und bei BSG in der 2. Staffel (Tylium)] oder auch mal Wassermangel (wie bei BSG in der ersten Staffel). Lebensbedrohende Situationen die bei dem Zuschauer (sofern noch wach) einen Herzschlag von knapp über 60 verursachen, wenn er sich fragt ob die Leute die im Vorspann an Stelle 1 und 3 genannt wurden, wirklich in der zweiten Folge draufgehen (wie in fast jeder Serie seit 1960 – außer BSG wo die wenigstens wirklich mal in Gras beißen dürfen).

    Ich glaub ich guck mir mal lieber wieder mal den Stargate Film an oder doch Farscape…?!

  8. G.G.Hoffmann sagt:

    Artikel im Baukasten-Format? Jetzt sind wir wohl endgültig auf MAD-Niveau, was? Großartig! Warum nicht schon früher so? Demnächst bitte mit Don-Martin-Effekten: Bazzit! Tschonk! ZuZ! Tschwango!

  9. E. Ellert sagt:

    Und Klapowski und Sparkiller Faltblätter!
    Edit, hiessen die so? Knickseiten? Faltseiten? :>

  10. Mal sagt:

    Oh Mann, zu genial. Sowas findet man also, wenn man bei google-blog-search Stargate Universe eingibt. :D

    Sehr feine Idee und essentiell genau das, was SGU bisher war. Ich hoffe, ihr schaltet trotzdem mal wieder rein und schreibt tolle reviews. Auch wenn´s ne Qual ist… XD

  11. Donald D. sagt:

    @ Astrofan: Aber 2,5 Millionen Zuschauer sind doch auch nicht gerade der Hit. In den USA schon gar nicht und selbst einem Abo-Sender muß das doch zu wenig sein, oder wieviel Budget verschlingt eine Folge? Selbst hier in Deutschland hat RTL II in seinen besten Zeiten ca. 2,0 Millionen Zuschauer für Stargate herangeholt. Und ein 300 Millionen Staat hat kaum mehr Zuschauer? Das haut doch irgendwie nicht hin.

  12. Ikke sagt:

    Oh man, ich hab fast Krämpfe bekommen vor lachen. Eure „Kritiken“ sind einfach göttlich

  13. Exverlobter sagt:

    Das ist die einzige Folge die mir bislang richtig gefallen hat. Simpel und gut. Keine ausufernden Charakterszenen auf GZSZ NIveau, die einfach nur langweilen, sondern eine simple Survivalstory auf einem fremden Planeten. Gab es zwar schon 1000 mal, ist aber in der Form immer noch unterhaltsamer als die neuen „Innovationen“ bei Stargate Universe die einfach bei den Haaren hergezogen sind.

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