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James T. Kirk

Wer ist denn nun eigentlich dieser Kirk, von dem man immer so oft hört, wenn William Shatner auf Pressekonferenzen eine neue Telefon-Quizshow und allerlei nützliche Haushaltsprodukte anpreist?

Zu aller erst ist Kirk erst einmal ein Volltrottel. Ein Idiot und dennoch ein raffiniertes Schwein!

Man überlege sich nur einmal, wie er regelmäßig mit den zahllosen, leicht zu beeindruckenden Alienbräuten umgesprungen ist!

Seine Verfehlungen als Aufsichtsperson lesen sich schier wie sein Kassenbon von „Synthohair“! Dabei gelang es dem Anal-phabet (Trennstrich aus wortspieltechnischen Gründen erforderlich) grünhaariger Trümmertrullas gegenüber immer irgendwie, den einzig wahren Captain herauszukehren.

– Was aus diesem fähigen, intelligenten Mann wurde, konnte dabei nie gänzlich aufgeklärt werden…

Dummbacke Kirk hingegen hatte mehr Glück: Reiheweise schändete er naive, grundsympathische Aliens, die unter falschen Versprechen (Modelkarriere, Job als Tänzerin) auf die Enterprise gelockt wurden. Stets waren es Herrscherinnen von fünftklassigen Bauernplaneten, die allesamt aus irgendwelchen düngetechnischen Gründen im schönsten Ausnahme-Lila erstrahlten. Die Planeten, nicht die Prinzessinnen. Wobei letztere aber auch schon in entsprechender Aufmachung gesichtet worden sein sollen…

Nun mag man sich fragen, wie Kirk es denn nun gelang, jene Damen stets so zielsicher auf die Matratze zu manövrieren. Gut, er hatte sicherlich ein recht ansehnliches „Schiff“… Abgesehen von anatomischen Eigenschaften war aber wohl auch seine „Enterprise“ nicht von wirklich schlechten Eltern (= einem schwulen Innenausstatter-Pärchen), jedoch konnte das rasende Vehikel hinsichtlich der Anzahl der „Gänge“ nicht ganz überzeugen: Zu rosa, zu künstlich. Außerdem nur einer.

Die Tatsache, dass „Jimbo“ Kirk alle Deckenstrahler mit rosarotem Krepp-Papier beziehen ließ, wird ebenfalls ein Grund dafür sein, dass vornehmlich kurzrockige Prostituierte durch die Gänge staksten. Immer auf der Suche nach dem gut zahlenden „Kommandanten“. Die leicht abartige Ader des Captains war schon bereits dadurch zu erkennen, dass 90% der weiblichen Besatzung sich als allseits willige Krankenschwestern ihren Tagesunterhalt bestritten, während der Rest entweder Kaffee kochte oder sich auf der Suche nach Dosenbier auf Discountplaneten herumdrückte…

In die Seriengeschichte ging vor allem Erwin Tüller ein, der als „Schwester Chappel“ berühmt wurde und erst 30 Jahre später in der Sendung „Wa(h)re Liebe“ sein aufsehensermüdendes Comeback feierte…

Doch zurück zu Kirk.

Wir halten fest: Ob blond, hellblond, dunkelblond oder im schlichten grün-blond… Kirk liebte sie alle. Auch die Hautfarbe war dem frühsenilen Ego-Aussichtsturm vollkommen Wurscht. Damen, deren Hobbys vermutlich „Handarbeiten, vor allem Photosynthese“ lauteten, waren Kirk genauso Recht wie überschminkte 30-Jährige, die bevorzugt in eine 50er-Jahre-Gardine eingewickelt die Serie betraten…

Vermutet wird, dass stets der inzwischen legendäre „Matrix“-Kampfstil den Widerstand der anatomischen Spielwiesen brach. Nicht nur, dass Kirk auf dem Gebiet der Slow-motion-Epilepsie neue Maßstäbe zielsicher setzte, um sie unter üblen Zuckungen gleich wieder umzuwerfen, NEIN! Auch widerwärtige Gegner waren vom gediegenen Kampfstil des Helden stets so irritiert, dass sie sich vorsichtshalber zu Boden warfen. Möglicherweise befürchteten sie einfach eine eventuelle Ansteckungsgefahr.

Wir erinnern uns an dieser Stelle mal etwas genauer an die entsprechenden Szenen: Kirk zog zuerst seine Faust am Kopf des Widersachers vorbei. Der dadurch entstehende Luftzug warf den Gesellen dann meist schon auf den Raumschiffboden. – Erstaunlich ist hierbei, dass dies auch in einiger Entfernung funktionierte. Selbst geschlossene Lokustüren und mehrere Meter Zwischenraum konnten die unterwerfende Wirkung des kirk`schen Dampfhammers niemals trüben. Das Finale war jedoch immer für den Handkantenschlag reserviert. Bringt man ihm am Nacken in ungefähr der Geschwindigkeit an, mit der Petersilie gemeinhin zu wachsen pflegt, so durfte der Getroffene schon bald an einer faszinierenden Innenmission auf Alpha Traumwelt IV antreten.

Doch interessanter als Sex und Crime waren schon immer die intellektuellen Fähigkeiten Kirk`s. Diese waren dem einmaligen Ausnahmecaptain schon immer so wichtig gewesen, dass er sie (so oft es eben ging) an einem sicheren Ort verwahrte: Einer Vagina.

Nur so lassen sich auch die meisten Brückengespräche erklären, die vor allem in der deutschen Synchro mit etlichen Wortspielen und Kneipengags aufwarteten:

Spock: „Captain! Ein völlig fremdes Schiff!“

Kirk: „Kennen wir es?“

Spock: „Nein, es ist uns unbekannt, Jim!“

Kirk (reibt sich das Kim): „Dann schütten sie ein paar Kohlen in den Ofen und holt die Wäsche rein!“

Spock: „Wie meinen?“

Kirk: „Bereiten wir den außerirdischen Herumtreibern einen eiskalten Empfang. Machen sie also die Eiswürfel bereit!“

Spock: „Das Schiff beschießen? Aber es ruft uns!“

Kirk: „Ich hör` nix. Habe ich Tomaten in den Ohren oder Bohnen in den Augen?“

(Auf dem Schirm ist zu sehen, wie das Schiff auf die Enterprise zufliegt)

Kirk: „Was tut es?“

Spock: „Es sieht so aus, als würde es sich uns nähern!“

Kirk: „Aha, danke, Mr. Spock. Und was macht es jetzt?“

Spock: „Es beschießt uns, Jim.“

Kirk: „Was würde ich nur ohne sie machen, Spock? Ihre vulkanische Logik verblüfft mich immer wieder!“

Möglicherweise ist es unseren Lesern selber noch nicht aufgefallen, aber Spocks Logik bestand hauptsächlich darin, ohnehin Sichtbares auf dem Fernsehbildschirm für den Zuschauer noch einmal eindeutig zu erklären. Der Unterschied zwischen Spock und einem Grundschulkind dürfte nur darin bestanden haben, dass ein Kind dieser einschläfernden Pipi-Aufgabe schnell überdrüssig geworden wäre. Zweifellos lag Spocks IQ nur knapp im dreistelligen Bereich, wann immer er dem Captain zielsicher konstatierte:

„Sieht aus wie ein Kraftfeld“

„Scheint eine fremdartige Lebensform zu sein, die da gerade Lt. Smith getötet hat.“

„Holla. Könnte ein fremdartiger Computer sein. Jedenfalls blinkt es, während es redet. Das tut Lt. Chekov zum Beispiel nicht!“

Und Kirk nahm`s bierernst nickend zur Kenntnis, trabte mit großen Schritten voraus und fühlte sich (im Gegensatz zum heutigen Zuschauer) kein bisschen verarscht oder verlacht. Barbusig war er bereit, jedem dösbatteligen Dumpfnebel oder griechischen Aushilfsgott mit seinen Brustwarzen zu paralysieren. Liebevoll nannte er sie manchmal auch „anatomischer Phaser“…

Ja…

Kirk… Der Gigant am Ballermann, der Bewahrer von Inkompe-, Po- und vielen anderen Tenzen. Der zuletzt senile Fettsack mit dem Schlagarm. Der Bud Spencer unserer Herzen.

Wir werden ihn nie verlassen.

Denn DAS würde er unter Garantie nicht zulassen…

(dk)


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Artikel

von Sparkiller am 01.01.02 in Pourquoi, Gene

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Kommentare (18)

  1. Gast sagt:

    Auch hier kräftig gelacht!
    Gut gemacht!

    ;)

  2. Gast sagt:

    richtig beschrieben. Kirk ist ein Loser. Hab mich fast bekringelt

  3. Gast sagt:

    sagt mal, wer soll aus eurem unsinn eigentlich noch schlau werden.

  4. Gast sagt:

    MEHR DAVON

  5. Gast sagt:

    Kirk ist der König aller Captains, du betreibst hier Blasphemie mein Lieber!

  6. Gast sagt:

    er schreibt nur die wahrheit

  7. Gast sagt:

    Naja ein wenig zu schwülstig geschrieben, und manisch mit Metaphern garniert, aber sonst ok…

  8. Gast sagt:

    Kirk ist der Gott Star Treks, wer ihn verkennt, verkennt Star Trek! Basta!

  9. Gast sagt:

    Naja zu Kirks Verteidigung muss erwähnt werden, das derartig inkompetente Flachwitzsalven lediglich ein Phänomen der deutschen Synchronisation gewesen sind, im Englischen legt er weitaus ansprechendere Äußerungen an den Tag.

  10. Gast sagt:

    Ach, Humbug, die deutsche Synchro ist gut.
    Und wer Kirk einen Loser nennt, ist nicht mehr ganz richtig im Kopf!

  11. mungomunk sagt:

    Kirk ist ein Loser.

  12. Gast sagt:

    Aha!!
    Schon zwei Irre hier gewesen.

  13. maltinator sagt:

    darf man sowas überhaupt schreiben?

  14. William T. Riker sagt:

    Ich bin im Besitz des seltenen Stundenplans Kirks:

    10. 00 h: Aufstehen

    10. 01 h: Einen Geblasen lassen, von einer Fähnrich Braut

    11. 00 h: Auf der Brücke, Sex mit Uhura

    12. 00 h: Mittagsessen, und währenddessen, Sex mit den Kellnerinnen

    13. 00 h: Auf einem Fremden Planeten gebeamt werden, und die Bräute vernaschen

    14. 00 h: Ohne einen Grund mein Hemd auf einem steinigen Planeten aufreißen

    15. 00 h: Mich als reicher Mann verkleiden, auf die Erde Gebeamt werden, und irgendwelchen Frauen ein ''Vorstellungsgespräch'' in meinem ''Büro'' vorschlagen

    16. 00 h: Mit meinem riesigen Ego angeben

    17. 00 h: Spocks ''Faszinierend'' hören

    18. 00 h: Mich im Spiegel 2 Stunden betrachten

    20. 00 h: Mit der Crew Pornos auf der Brücke schauen

    22. 00 h: Die ganze Zeit Frauen auf den Hintern Klatschen

    00. 00 h: 8 Stunden langer Gangbang, mit der ganzen Weiblichen Crew, und denen auf dem Fremden Planeten

  15. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Soll das jetzt etwa Jemand witzig finden???

  16. William T. Riker sagt:

    Jeder hat seine eigene Entscheidung

  17. Indigo sagt:

    Hm – wenn ich mir den Eintrag von Kollege Riker so anschaue, komme ich nicht umhin zu bemerken, dass das projezieren eigener Wünsche und Gelüste auf andere noch immer recht verbreitet ist.

    Mit anderen Worten: Fass dir mal selbst an den Sti(e)l – es könnte helfen!

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