Das ernsthafte Medienmagazin

Homos für die Quote! (Ein Leserbeitrag)

Unser treuer Leser Schukow bat mich im Rahmen seines zur Zeit anlaufenden Online-Outings, diesen von ihm verfassten Artikel auf unserer Seite zu veröffentlichen. Da ich mein Herz am rechten Fleck (wenn schon nicht am anderen Ufer) trage, komme ich dieser Bitte natürlich gerne nach! Leserbeitrag Ab-Tütü-Marsch:

Nachdem Berman und Braga bei der letzten Quotenbestimmung festgestellt hatten, daß es nur 10 km unter dem Studio flüssiges Gestein gibt, kamen sie nach einer längeren Diskussion zu dem Schluß: Enterprise steckt unter Umständen in einer Krise.

Nach der Gründung einer soziologischen Kommission, bestehend aus Medienwissenschaftlern, mit dem Auftrag, zu Untersuchen, was die Fans eigentlich wünschen (und natürlich nach einigen Telefongesprächen mit dem StarTrekexperten Daniel Klapowski) kamen sie zu dem Schluß: Mehr Homosexualität muß ins ST-Universum!

Nachdem auch festgestellt wurde, dass 10% der Bevölkerung diesen Neigungen frönen, und selbst die Hälfte davon immerhin eine Einschaltquote von 5 % bringt, plus den drei Stammzusehern, die immer die vernichtenden Kritiken ins Netz stellen, könnte dies ja immerhin Enterprise aus der Krise bringen.

Nachdem man eine 100köpfige Expertenkommission aus Baywatch- und Xenaautoren gebildet hatte, kam man zu folgenden Ergebnissen, die ich mir ausgedacht hab, äh, ich meine, die mir zugespielt wurden:

1.) Die Starfleetmarines sind schwul. Lederbekleidung, Ledermützen, Peitschen und Handschellen an der Uniform sollen als subtile Hinweise gelten. Auch die Forderung nach einem Wasserballfeld stieß beim Captain nicht auf Widerstand. Nur der Trip(per) war dagegen, denn wenn es zum Ausfall der Schwerelosigkeit kommen sollte, könnten die Wassertropfen einigen zusätzlichen Schaden anrichten.

Aber dieses Konzept wurde abgelehnt, weil es einige heterosexuelle Fans unter Umständen abstoßen und Schwulenverbände könnten dies als Diskriminierung ansehen könnten.

2.) Nachdem es T`Pol während ihres Pon Far nicht ordentlich besorgt wurde, fühlte sie sich irgendwie unbefriedigt (kleines Wortspiel). Doch da taucht Jeri Ryan auf, gespielt von Frau Annika Hanson (deren Ururur– Enkelin assimiliert wird). Diese Jeri Ryan ist eine zweitklassige lesbische Schauspielerin (deren Talente sofort sichtbar sind), die mit einem drittklassigen Produzenten namens Braga Brennen (müßte es nicht Braga brennt heißen?) liiert ist, der eine viertklassige Raumschiffserie produziert hat. In dieser wird ein Raumschiff 75000 Lichtjahre weit weg verlegt, woraufhin sich dieses den Weg freischießt (das Konzept von Eroberung des Weltraums wurde wohl etwas mißverstanden).

Dann besorgen sie es sich die nächsten 40 Minuten und auch der notgeilste Trekki wird sich darüber freuen, das mit dem Thema Sexualität nicht mehr so prüde umgegangen wird.

Das Konzept hat den Vorteil, dass bekannte (ich will nicht sagen beliebte) Stars aus Voyager endlich bei Enterprise auftreten können, die uns bisher bei Enterprise noch nicht auf den Senkel gegangen sind (zumindest nicht vor der Kamera).

Leider gibt es auch Nachteile: So darf die Episode nicht vor 23 Uhr gesendet werden und der Realitätsbezug ist laut Co-Produzent Braga zu hoch.

3.) Nachdem es T`Pol während ihres Pon Far nicht ordentlich besorgt wurde, fühlte sie sich irgendwie unbefriedigt (kleines Wortspiel, wird immer noch nicht lustig).

Doch dann taucht Future Girl auf, und will mit T’Pol über den Temporalen Kalten Krieg labern. Doch T`Pol glaubt dem Gelaber nicht und ruft den Captain. Da die Zukunftstussi aber ihren letzten Auftrag versaut hat (Infiltration des Borgkollektives und Gewinnung der Borg als Bündnisspartner), weil ein durchgeknallter Captain sie aus dem Kollektiv entfernt hat (hier kann man wunderschön all unsere Lieblinge aus Voyager ins Spiel bringen, nebst Janeway), benötigt Special Agent Seven unbedingt einen Erfolg. Daher versucht sie T`Pol zu verführen, was ihr auch gelingt. T`Pol fühlt sich jedoch irgendwie noch nicht voll ausgefüllt… – doch dann kommt Archer!

Nun ist alles ausgefüllt und alle Probleme konnten zur allgemeinen Befriedigung gelöst werden. – Und weitere Gastauftritte von Seven sind möglich.

Vorteil: Bisexuelle fühlen sich angesprochen, man geht subtil mit dem Thema Homo-/ Bisexualität/Erotik um und man gewinnt sicher neue Zuschauer in der Kategorie 12-15 Jahre. Außerdem kann man den Temporalen Kalten Krieg in das Storykonzept einbringen.

Nachteil: Janeway taucht auf. Weiterhin darf auch diese Episode nicht vor 23 Uhr gezeigt werden. Und Frauenverbände könnten dies als sexistisch werten.

Fazit: Wenn man einen humorvollen, ungezwungenen Umgang mit Homosexualität und Erotik im Fernsehen möchte, sollte man nicht mich mit Ideenfindung beauftragen.

Man sollte dies lieber Matt Groening anvertrauen.


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 31.08.03 in Gastbeitrag

Stichworte

,

Ähnliche Artikel


Kommentare (20)

  1. Gast sagt:

    Ich sage überlasst die Ideenfind-ung den Autoren und Produzenten.
    Das geht sowieso nach hinten los (Wortspiel).

    nakedtruth

  2. Gast sagt:

    Hihihi

    Steff

  3. Gast sagt:

    Mmmmh. 7of9 und T'Pol… Zu schade das meine Fantasie durch Star Trek verstümmelt worden ist.

  4. Gast sagt:

    Hm, 7of0, Tit'Pol und mittendrin der kleine, doofe Star Trek – Nerd mit Hornbrille (

  5. Gast sagt:

    @ 2 Über mir!
    Ich wollte ja was mit Hoshi schreiben, aber ich mag sie ja eigenlich. Ansonsten ich erwarte konkrete Verbesserungsvorschläge,. da meine Fantasie (ich biete dir das Coladu an) generell durch 5 Stunden fernsehen täglich ruiniert wurde!

  6. Gast sagt:

    @ 2 Über mir!
    Ich wollte ja was mit Hoshi schreiben, aber ich mag sie ja eigenlich. Ansonsten erwarte ich konkrete Verbesserungsvorschläge, da meine Fantasie (ich biete ihnen das Coladu an) generell durch 5 Stunden fernsehen täglich ruiniert wurde!
    @ Steff Nerd?
    Schönen Tag an alle meine Leser!

  7. Gast sagt:

    Aber aber… Es gibt doch schon lange schwule bei Enterprise!
    Der Captain und Tucker! Nach Desert Crossing war mir klar, da bahnt sich doch was an!

  8. Gast sagt:

    Tucker hat in der Folge einfach nur zum Spaß schlapp gemacht, um sich vom Captain mal so richtig bemuttern zu lassen! Oder vielleicht war er ja gar nicht vom Wüstenmarsch so ausgelaugt, sondern von was ganz anderen…

  9. Gast sagt:

    Also, ich meine, daß jeder, der sich mit einer Fernsehserie mehr beschäftigt, als daß er sie nur sieht, schon ein kleiner Nerd ist. :-)

    Wer nicht weiß, was das ist, wende sich bitte vertrauensvoll an Klapowski. :-)

    Steff (

  10. Gast sagt:

    @ Steff Danke!
    Da du dich auch hier rumtreibst, nehme ich an, alle die sich hier beteiligen (Kommentare etc) sind Nerds?

  11. Gast sagt:

    Natürlich sind wir hier alle Nerds! Das muss ja wohl nicht extra erwähnt werden. Welcher 'normale' Mensch würde schon solche Seiten wie diese besuchen.

  12. Gast sagt:

    Ich! Ok ich bin der einzigste, der mich für NORMAL hält. Zumindest für einen Trekki

  13. Gast sagt:

    hier . ich .

  14. Gast sagt:

    Was soll der Artikel?? Sorry, aber der war weder lustig, noch satirisch noch richtig gemein! Ich werde meiner Grundbedürfnisse beraubt!
    Bitte wieder Klapowski ranlassen!

  15. Gast sagt:

    Bist du einer der 3 Stammzuseher?

  16. Gast sagt:

    @ Über mir: 3 ist in diesem Fall ein Synonym für wenige. Und ja!
    @ 2 Über mir: Der Meister hat zwei Artikel veröffentlicht!
    Schukow

  17. Gast sagt:

    Gutes Konzept, aber zuwenig Bilde. Besser noch DiVX

  18. Gast sagt:

    Deine Konzepte sind Schrott! Zu wenig nackte Tussies, zu wenig Sex. Wo soll das noch hinführen? Zum Serienfriedhof? Nein, die Serie ist zwar TOT, wird aber auf dem (Serien-)Friedhof der Kuscheltiere beerdigt.

    Aber das sollte man eigentlich garnicht erst schreiben. Sonst kommt Rick noch auf die Idee, uns Zombie-Xindis vorzusetzen…..

    Jetzt mal ernsthaft: Wer will T'Pol und/oder Seven of Nine als Lesbe sehen? ICH nicht. Da würden ja noch mehr Leute abschalten (nicht relaxen).

  19. Gast sagt:

    Nein, nein, nein, wir wollen doch weder T'Pol noch Seven als Lesben sehen.

    Sie sind selbstverständlich bi, und vertreiben sich erstmal zu zweit ein wenig die Langeweile. Denn sie warten nur auf den richtigen Stecher, der es ihnen mal so richtig besorgt.

    Und wer idt da besser geeignet, als Horst-Dieter, der mit Hornbrille, schiefen Zähnen, Pickeln, und den gesamten, auswendiggelernten Föderationsvorschriften, der perfekte man für diesen Job ist. :-D

    (Alle Horst-Dieters mögen mir die benutzung ihres Namens verzeihen)

    Steff

  20. Gast sagt:

    @ Steff Genau

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht