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Alice Schwarzer – Meine Abrechnung mit der Frauenhasserin

Alice Schwarzer ist wie ein schmieriger Rechtsanwalt, der jeden Fall annimmt: Nämlich absolut notwendig. Irgendjemand MUSS ja den Angeklagten vertreten, auch dann, wenn er ab und an mal sogar mal schuldig ist. In dieser Hinsicht ist sie jedoch besser als ein Pflichtverteidiger und somit eine Institution, die kaum wegzudenken ist. – Auch, wenn sich das Gehirn gelegentlich darum bemüht.

Doch wer ihre gelegentlichen Artikel z.B. im SPIEGEL liest, gewinnt den Eindruck, dass der Feministin gelegentlich die Eierstöcke in’s Hirn hochrutschen. So ignoriert sie seit Jahrzehnten die Tatsache, dass es sehr wohl biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, die so manch „tiefes Unrecht“ besser erklären als männliche Kungelrunden, die im stillen Kämmerlein den Penis mit der Krawatte tauschen.

Schwätzer-Schwarzer pocht meist auf die Regeln der Mathematik, wie ein sehr hässlicher Specht mit mentaler Sehschwäche: Klar wäre es aus gebärverteilungstechnisches Gründen auf dem ersten Blick durchaus logisch, wenn 50% aller Managerinnen Frauen wären. Aber oftmals hat man das Gefühl, dass die „Fuffzich-Brozent“-Forderung doch ein wenig aus der Luft gegriffen ist, die umso dünner wird, je mehr man diese mathematisch hinterfragt. – So WOLLEN vielleicht gar nicht exakt so viele Frauen wie Männer auf Chefposten sitzen! Denn in der Regel sind es doch die Kerle, die die schnellen Uhren fahren und den BMW am Handgelenk spazierentragen möchten. Unbedingt nachahmenswert? Nö. Nicht mal für mich selber. Meinen potenziellen Chefposten kann heute und für alle Zeit gerne eine beliebige „Miss Brain“ (Ostwestfalen-Lippe) besetzen. Ich arbeite mich läppische 40 Jahre vor der Rente doch nicht schon kaputt!

Und Frauen sind sowieso eher der Mann fürs Feine, Empathische… – Gut beobachtend analysieren sie die Machtkämpfe an den Führungsspitzen als mentale Ressourcenverschwendung und haben „keinen Bock“, mit anderen Managern durch die Mobbing-Spielecke zu kungeln. Außerdem bestünde ja auch die Gefahr, dass die bestellten Nutten für den VW-Aufsichtsrat besser als SIE aussehen könnten. So halte ich es durchaus für eine realistische Schätzung, dass in einer beliebigen Firma vielleicht nur 30% der weiblichen Beschäftigten Lust auf eine Cheffinnen-Karriere haben; Bei den Männern aber vielleicht 60%. Sollen die 10 höchsten Posten dieser Firma dann trotzdem 50:50 aufgeteilt werden? Auf die Ungerechtigkeit hin, dass die 5 Gewinnerinnen nur halb so viele Mitbewerberinnen wie ihre männlichen Kollegen Mitbewerber hatten?

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Auf den anatomischen Unzulänglichkeiten von Frau Schwarzer herumzureiten, will ich mir an dieser Stelle sparen, da es meine Position aufweichen würden („Warum müssen kluge Männer nicht schön sein, kluge Frauen aber schon?“). Außerdem will ich generell auf keiner Person „herumreiten“, dass mehr Haare auf den Zähnen hat als ich auf dem Kopp.

Dieses an sich kleine Ungerechtigkeitsproblem potenziert sich noch mal, wenn die weibliche Gesamtbeschäftigungszahl eh weit unterhalb der männlichen liegt. In IT- und Handwerksberufen durchaus keine Seltenheit. Und gelegentlich gibt es dann vielleicht einen zufälligen Überhang an ganz besonders qualifizierten Männern (in anderen Firmen dann zufällig NICHT, aber gehen wir mal vom Extrembeispiel aus)… Rechnet man diese realistischen Möglichkeiten alle zusammen, ergibt es dann keinen Sinn, warum man auf irgendwelchen starren 50:50-Regelungen bestehen sollte. Wenn schon Mathematik, dann doch bitte keine Ideologisch Zerschnippelte, auch im Sinne der Wirtschaft: Wenn es auf 5 verordnete Frauen-Posten nur 6 Bewerberinnen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für personelle Fehlgriffe größer, als wenn sich für 5 Männer-Posten gleich 15 Kerle prügeln.

Alice Schwarzer würde nun sagen, dass die Gesamtmenge an in Frage kommenden Frauen nur DESHALB kleiner ist, weil den Damen bereits von Beginn an, quasi von der Pieke auf, EINGEREDET wurde, total gerne kochen und putzen zu wollen. Gehirnwäsche im Sinne der Kochwäsche sozusagen.

Mag sein, dass da unterschwellig gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird. Will man ja gar nicht leugnen. Und vermutlich springt dieser sogar auf unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen über, wo der Anteil an Oberbossen überdurchschnittlich häufig ein eingefleischter Hodensäckler ist. Daher wäre es wohl vermessen, auch beim Menschen genetische Voreinstellungen anzunehmen, denn immerhin können unsere äffischen Verwandten ihr falsches Gesellschaftsbild ja auch den bösen Medieeeen entnommen haben. Denn wie wir seit den Flintstones wissen, ist Fernsehen im Urwald ja nun wirklich keine Hexerei.

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Ich zitiere: „Die sieht ja echt rattenscharf aus! Richtig geil!“ – Sätze wie diese habe ich tatsächlich mehr als einmal von jungen… Hetero-Frauen gehört. Mindestens EINE hat ein ähnliches Bild sogar in ihrem Schlafzimmer hängen. – Aber vermutlich habe ich da wieder nur etwas falsch verstanden und ihr Freund hat unter Androhung tödlicher Gewalt den Aufhängvorgang erzwungen. Dieses Schwein!

Aber auch bei der Beschreibung und Dingfestmachung „falscher“ Medienvorbilder greift Frau Schwarzer fast immer übel ins Klo. Und das nicht, um es zu putzen. – So vertritt sie ernsthaft die These, Pornodarstellerinnen wären nicht allzu selbstbestimmt und per se frauenfeindlich. Dabei sind es gerade diese Darstellerinnen, von denen es viele in absolute „Führungspositionen“ geschafft haben (gesellschaftlich erkennbar an schwarzen Lackpeitschen und Lederstiefeln). Ja, sogar in der INTIMRASUS vermutet die bebrillte Frau mit dem Lendenbart eine fiese Umerziehungsmaßnahme der Männer, welche die Damen zum gestriegelten Lustobjekt umfunktionieren soll.

Dass die anderen 267 weiblichen Versuche, schön und begehrenswert zu sein, den Mann in der Regel tierisch nerven, wird dann jedoch verschwiegen. Zumindest ICH höre aus meinem Bekanntenkreis extrem selten den folgenden Satz aus Männermündern: „Nein, Schatz. Du MUSST unbedingt diese neue Hautcreme mit Klatschmohn-Extrakt probieren!“ – Niemals würde ein Mann bemerken, dass die Haarspitzen seiner Angebeteten (wobei anbet-technisch ein fast alttestamentarischer Zwang herrscht, will man die Alte wirklich zufrieden stellen) ein wenig „spröde“ sind, solange die Fusseln nicht allzu medusenhaft aussehen. Umso verwirrter reagieren wir, wenn die kleine Wahl-Claudia-Schiffer in unserem Badezimmer auch noch „Feuchtigkeitsspendende Kinncreme“ und einen „Augenbrauenföhn mit beigelegter Farbtabelle für die Ansätze“ bunkert.

Für das Ertragen all dieser Mühsal und dem mutwilligen Verstopfen jeglicher Ablageflächen mit subtropischen Gemüse von „Kokosnussöl“ bis hin zur „Papaya-Augencreme“ muss der Mann natürlich auch entlohnt werden. Und da finde ich es absolut legitim, wenn er als gewissen anatomischen Schadensersatz eine gewisse Folikelarmut im Hüftbereich vorfindet. Umso mehr, da man selber ja auch durchaus bereit ist, die eigene Wolle an frierende Waisenkinder zu spenden.

Und gerade in modernen Gesellschaften wie z.B. in Saudi Arabien ist man – nach Schwarzer-Logik – Enthaarungstechnisch ja äußerst feministisch eingestellt: Unter Koranlesern gilt entfernte Körperbehaarung bei Männern traditionell durchaus als schick. Ernsthaft betrachtet ist dieses Beispiel natürlich nur ein Beweis, wie armselig und inhaltlich bescheuert das Schamhaar-Argument von Frau Schwarzer eigentlich ist…

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Es reicht! Bilder wie diese wollen wir nicht mehr sehen! Die Frau darf sich nicht zum spaßliebenden Lustobjekt männlicher Begierden machen! Auch wenn sie es noch so will! Manche müssen zur uneingeschränkten Selbstbestimmung eben GEZWUNGEN werden! Ohne Gnade! Verbrennt ihre schönen Kleider, ihr Make-Up und die sexy Unterwäsche! Sobald ihr Weinen und Wehklagen abgenommen hat (voraussichtlich im August 2067), werden sie sehen (müssen), dass es ihnen nun viel besser geht, jawoll!“

Daher: Lasst doch der Emanzipation ihren natürlichen Lauf, liebe Leut! Frauen werden immer klüger, immer selbstbewusster, haben immer bessere Noten und immer bessere Abschlüsse. Sogar ihre Tüten werden aus irgendwelchen hormonellen Gründen ständig größer. Sollen sie also ruhig überall arbeiten, wo sie wollen. Nur VERDIENT haben müssen sie es sich.

Man könnte sogar sagen: Ich habe viel zu viel Respekt vor Frauen, um sie mit Quotenregelungen zu verhätscheln.


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Artikel

von Klapowski am 22.06.07 in All-Gemeines

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