Das ernsthafte Medienmagazin

„Jolene? Mein Orgasmus war nur vorgespielt!“

„Von der Schau, die wir auszogen, zu spielern…“ – Zeit für ein vorläufiges Fazit bei ENTERPRISE: Welche Figuren haben uns (und somit auch EUCH) hervorragend gefallen? Welcher Schauspieler ist fehlbe- oder gar untersetzt? Wessen Stelle ist auf unsere königliche Anordnung hin sofort mit Cameron Diaz zu besetzen? Und warum war Bakulas Stirn die Gußvorlage für die ENT-Klingonen?

In der Regel kann man sich eher auf die Güteklasse von Spezialeffekten einigen, als auf die von Schauspielern… Selbst Bruce Willis und Sylvester Stallone, als stereotype Brutalotypen mit Gesichtslähmung verspottet, liefern je nach Rolle grandiose Arbeit ab… Wer will schon Woody Allen und Liz Taylor als ballernde Hauptfiguren in einem Actionfilm sehen?

Oftmals verwechselt man auch die Sympathie-Faktor der Figur mit dem Talent ihres Schauspielers…

Macht nichts! Verquirlen wir einfach beides zu einem schmackhaften Satz heißer (Gummi)Ohren.

Beinhaltend: Was kann der Schauspieler leisten? Wonach kann er noch greifen? Welcher Schauspielerin möchten wir gerne mal in die Leisten greifen? Wer ist überfordert? Was kann man da als Produzent machen? Vom arbeitsrechtlichen Standpunkt her? Wen wollen wir überhaupt nicht mehr sehen, bzw. andersherum (Können uns die Charaktere beobachten?)…


T`Pol:

Wie sie diese unnahbare Würde ausstrahlt! Diese vulkanische Überheblichkeit! Diese kühle Besserwisserfassade! Diesen unbewegten Gesichtsausdruck!

Kurz: Genau so wie ich, wenn ich mich morgens schlaftrunken am Flurspiegel festklammere! Und auf der Fahrt zur Arbeit halte ich exakt das selbe stimmungstechnische Warndreieck in den Innenspiegel! Um dann – mit exakt der selben Fleppe – wie einst Moses das Menschenmeer in der Fußgängerzone zu teilen…

Ich und meine Stammtischrunde aus Frührentnern und Kaninchenzüchtern sind ja schon seit Jahren der unumstößlichen Meinung, dass JEDER Minimalmimiker problemlos einen Vulkanier „spielen“ kann. Eine Botoxinjektin mittels einer Kanüle, die bereits unter „Dosenpfandregelung“ fällt, sorgt selbst bei karnevalistischen Frohnaturen schnell für den starren Gleichmut, den wir bei unseren freudlosen Freunden so lieben… Wer dann noch seine rechte Augenbraue als Hochsteckfrisur tragen kann, ohne dass Augäpfel aus der Fassung rutschen, hat es auch schon fast geschafft!

Nun nur noch einige vulkanische Floskeln gelangweilt aufsagen und einwirken lassen, fertig!

„Ich bin dagegen. Das ist unlogisch. Nein Danke, keine Pille, ich hab` keinen Hunger (/keine Schmerzen /keine Lust). Tut mir leid, über diese Krankheit (/Sexpraktik /Emotion /Vergangenheit) redet unser Volk nicht mit anderen. Ihr seid ein barbarisches /gewalttätiges /grausames Volk. Vulkanische Kinder dürfen daher erst ab 21 die Erde besuchen. Durch den Hintereingang einer Videothek im Orbit!“

Ist doch wahr: Seit Leonard Nimoy haben Vulkanier den Charme und die schauspielerischen Freiheiten einer umgepolten Hydra: Für jeden neuen Kopf, den man uns aufstellt, wächst dem Zuschauer so`n (*Arm weit auseinander halt*) Hals!… Langweilige, unlustige, völlig austauschbare Klugscheißer, die unseren Geist als dazugehörige Dixi-Toilette mißbrauchen… Standardsatz aller Tuvoks, Sareks und T`Pols: „Ich habe als *Zuck* Vorbereitung ALLE Folgen mit Leonard Nimoy *nervös zwinker* gesehen, dazu stundenlang arabische Verben *Mundwinkel unkontrolliert tanzen lass* konjugiert!“

Erwarte in ST 11 daher auch Arnold Schwarzenegger in der Rolle des „Termi… nus“, einem vulkanischen, wenig gesprächigen Englischlehrer mit der Vorliebe für unnachgiebiges Anstarren imaginärer Punkte an der Wand gegenüber…

Gut: Die Momente, in denen T`Pol unsere Jolene Blalock spielt, also Selbstironie, verborgenen Emotionen und exhibitionistische Nacktheit enthüllt, wären sicherlich schon Sternstunden der Schauspielkunst! – WENN das alles nicht ihrem wahren Charakter entspräche, denn Jolene Blalock war sie schon vorher ziemlich lange…

„Wissen sie was? Sie können mich mal gern haben! Aber hart und heftig bitte!“ – Räkeln statt Häkeln: Zwei (T`)Pol-Kappen braucht die Welt… Unter der einen ist sie wild und billig… und die andere macht auch keinen Spaß.


Mayweather:

Wie vernichten Kritiker das Ego eines Schauspielers restlos? – Sie loben Pippifax-Standardprogramm als ganz große Kunst!

So geschehen bei der Episode „Horizon“, die uns kürzlich in der Relevanz-Wüste entgegentrabte… Einige wohlwollende Kritiker flippten plötzlich kreischend aus und belästigten Montgomery mit beleidigenden Floskeln („Zeigt durchaus, dass er mehr kann, als nur als Ja-Sager zu fungieren! Mehr davon!!“). So müssen sich der 6-Jährige fühlen, die von allen Seiten Zustimmung erheischen: „Das ist aaaber ein gaaaanz tolles Biiiild! Schöön hast du das gemaaaaacht!“ – „Tante? Das ist doch nur die Unterlage für die Wachsmalstifte! DAS hier ist mein Bild!“

Andere (allerdings die Minderheit) wiederum meinten, grottenschlechtes Schauspiel gesehen zu haben und nannten Montgomery in einem Atemzug mit… – einem weiteren… und dann noch einem…

Zurecht! Gut, zugegeben: Montgomery hat mehr Dialogzeilen auf dem Wäscheschildchen seiner Unterhose, als in einer einzigen Folge. Und Handlanger für die anderen Charaktere ist er zweifellos auch: „Drehen sie das Schiff!“, „Und meinen Schraubverschluss, ich hab` feuchte Hände!“, „Shit! Ich hab` ja gar keine Zeit mehr. – Könnten sie vielleicht heute für mich langweilig sein?

Ansonsten gibt es kaum eine Folge, in der er nicht alle Hände voll zu… ruh`n hat…

Aber entschuldigt das die mimische Arbeitsverweigerung in „Horizon“? Leblos und trantütig steht Anthony auf seiner Bodenmarkierung und übt seinen Text… Nicht wissend, dass die Kamera bereits läuft und die Szene in die finale Fassung einfließen wird. – Angesichts von „peppigen“ Momenten wie diesen würde mich nicht wundern, wenn Anthony in einigen Jahren neben Roberto Blanko durch nächtliche NDR-Talkshows und 3.-klassige „Quizfire“-Klone auf Sat.1 tingelt…

Der Mensch hat Dutzende Muskeln alleine im Gesicht…

Anthony auch. Aber leider nur in dem Moment, in dem prügelnde Fies-Aliens einen Fausttreffer landen. – Außer dem Mund bewegt sich bei Anthony sonst nämlich nichts. Schlaganfallswitze sind trotzdem nicht angebracht… Denn immerhin verläuft die halbseitige Lähmung hier – untypischerweise – horizontal. Da nur Stirn und Augen gewerkschaftlich organisiert sind, beschränkt sich der nun schon 51-stündige Streik (Werbepausen aller gesendeten Episoden mitgerechnet) immerhin nur auf diese Region…

Dreistufige Charakterentwicklung bei ENTERPRISE: Wackelpeter-Esser Mayweather guckt seiner Konsole mal wieder angestrengt was weg, als japanische Kampfschiffe das Blitzlichtgewitter eröffnen… In Stufe 3 hat er sich wieder gefangen, sichtbar um eine nette Urlaubsanekdote reicher…

Viele Kritikpunkte an Anthony ließen sich auch auf die anderen Schauspieler anwenden: Wieso lässt man die Charaktere nicht mal genervt die Augen verdrehen, die Hand nervös über die Kurzhaarfrisur streifen oder imaginäre Schweißtropfen von der Stirn wischen? Oder wenigstens mal den Kopf wenden, wenn um einen herum die Konsolen ihre Hardwarefehler als wummernde Lichtblicke in den Raum werfen?? Gut, bei Mayweather wäre dies schon störend, während er unter`m Tresen die Drinks mixt und er geduldig darauf wartet, geschüttelt zu werden… Aber bei den anderen?

Sitzen und stehen im tödlichsten Gefecht lässig herum wie damals Voyager in ihrer kubistischen Phase! Von wegen, ENT ist „menschlicher“, „realistischer“ und „weniger perfekt“… Wobei ich über den letzten Punkt noch durchaus diskutieren würde…


Phlox:

Alle, alle lieben sie Phlox! Der Mann mit dem Namen wie ein Ton bei Getriebeschaden, begeistert Millionen Zuseher auf der ganzen Welt! Harry Potter liegt wie Blei in den Buchregalen und die Matrix verkommt zum Bildschirmschoner, wenn unser Weltraumbayer nur leise dahernuschelt und mit den Händen über den Bierbauch streicht!

Kein Wunder: Selten wirkte ein Alien derartig fremdartig… Worf und Neelix, Spock und Odo – OK. Nette Ausländer („Wirklich, ich hab` nichts gegen die. Machen ihre Hausordnung und hören ihre Musik nach 10 meist leise…“), die das Wort „Integrationsprobleme“ nur aus dem handwerklichen Bereich kennen. Man wurde in Großstädten ja wirklich schon von seltsameren (im psychischen Sinne) Lebensformen angesprochen. Phlox hingegen bekommt im zwischenmenschlichen Bereich wenig bis gar nichts geregelt. – Das ist hipp, das ist Kult, das ist Data im Cardassianer-Kostüm!

John Billingsley macht seine Sache ohne Zweifel großartig! Schauspielerisch ein frischer Herbstwind in einer Mannschaft, die sofort nach einem Drucker fragt, sobald man einen „Gesichtsausdruck“ verlangt!

„Böööh!“ – „Kicher!“ – „Schnarch!“ – „Schwafel!“ – Sieben Tage, sieben Köpfe: John Billingsley macht Lust auf mehr! Mehr Aliens, mehr Peilungsdefizite, mehr zweifarbige Hemden!

Eine Rolle wie die eines Angehörigen einer unbekannten Spezies ist natürlich ein überaus dankbarer Job! Da könnte nicht mal Konrad Kujau was falsch machen (haha! Mördergag!)! Und zur Not werden Betonungsfehler und sinnlose Gesichtsausdrücke eben als bizarre Neuronenzuckung im Aliengroßhirn durchgewunken…

Nicht, dass wir John in dieser Hinsicht etwas vorwerfen möchten…


Reed:

Wenn dir zu einem Schauspieler rein gar nichts einfällt, dann sag ihm, dass du ihn für sehr britisch hälst… Während er, derartig positiv überrascht, noch auf Wolke 7 schwebt (die seltsamerweise wie aufgeschäumte Pfefferminzsoße aussieht), mach` schnell, dass du fortkommst. Mr. Bean und/oder Monthy Python fangen sicher gleich an…

Merke: Spielst du einen steifen Charakter, der seinen Regenschirm zum Trocknen im Enddarm aufspannt, oder hast du generell Probleme mit dem Ausdrücken von… diesen kribbelnden Kopfdings… – Läusen…? – Nein: Gefühlen, so bitte deinen Autor, deine Figur in einen Briten umzuschreiben!

Du guckst zwar auch weiterhin schlaff und gelangweilt, wirkst aber dadurch, dass du dies von der linken Fahrspur aus tust, wenigstens im verkehrstechnischen Sinne plötzlich verwegen und brandgefährlich… So wirkt auf mich jedenfalls Dominic Keating in seiner Rolle als Malcolm Reed: Nichts zu tun, wenig zu sagen, aber den Takt von „God save our Queen“ mittels Schnellfeuergewehr zu halten versuchen…

Da stellt sich die selbe Frage wie bei T`Pol: ist man ein schlechter Schauspieler, weil man einen desinteressierten Langweiler desinteressiert und langweilig spielt? – In unserer unfairen Satirewelt, die das Wort „Gerechtigkeit“ ohne zu zögern gegen einen Häschenwitz aus 3. Hand tauschen würde, kann die Antwort natürlich nur „JA!“ heißen!

„Räusper… Test! Test!“ – Hand auf`s Herz: Es gibt interessantere Charaktere. Kein Wunder, dass Reed bei jeder sich bietenden Gelegenheit in einen Raumanzug gesteckt wird. – Und ohne den Sekundenkleber wäre das noch nicht mal witzig.


Hoshi:

Das ist der Beweis! – Mit augengewordenem Mandelkonfekt kommt man weiter! Japanische Frauen wirken eben einfach exotischer als die amtierende Miss Stuttgart 2003… Verwunderlich, dass Japaner in ihren Comics da noch auf glubschäugige 12-Jährige mit der Haartracht von 20 Lebensjahren stehen! Lila gefärbt, versteht sich…

Doch nett aussehen und (Aus)Strahlung von Hiroshima bis Nagasaki genügt für Schauspielerinnen wie Linda Park anscheinend nicht. Schnell hockt man im Schneidersitz in der japanischen Teeküche der Enterprise und ist das Schätzchen der Nation. Sozusagen die Uschi Glas aus Godzilla-Land.

Genau das passiert leider zur Zeit: Seit vielen, vielen Folgen nicht nennenswert mit Arbeit belastet, bleibt Linda demnächst wahrscheinlich wieder nur Angst vor Höhen, Spinnen und verdammt hohen Spinnen. Mövenpick präsentiert: Unsere Phobie des Jahres. Nach Beamen und Warp ist es nur eine Frage der Zeit, bis in der dritten Staffel abermals ein apokalyptischer Reiter an Hoshi herantrabt und aus seinem mächtigen Horn eine Wolke Hausstaubmilben bläst… Dann heißt es wieder: Angst essen Seele auf. „Mit Kätschap oder Majo?“

Dabei gefiel mir die Rolle in der ersten Staffel und wie sie verkörpert wurde, noch recht gut! Als einzige Frau mit Herz hatte sie nämlich gute Chancen, Whoopie Goldberg`s alte Brunnendeckel neu aufzutragen! Wenn ich es nach „Lieber Doktor“ jemanden zugetraut hätte, gute Ratschläge einer inneren Hetzjagd zu unterziehen und dann unbarmherzig an`s Tageslicht zu zerren, dann Hoshi!

Leider kam ja alles anders, wie wir wissen: Seitdem Phlox eines nachts eine komplette Zucht Babelfische durch die Klimaanlage entkam, versteht sich die Mannschaft plötzlich auf`s Verstehen. Ob Klingonen oder anderes Ghettopack: Linguistinnen waren mit einem Mal so gefragt wie Kurzwellenradios in einer Amish-Siedlung.

Seitdem hängt unser ehemaliger Liebling im Bedeutungsnirvana fest und bildet dort zusammen mit Mayweather ein Medienbündnis der Gelackmeierten. Kirch Media für Staubdumme… Pardon, Taubstumme.

Vier Engel für Charles Tucker: Ob frisch aus dem Explosionskrater gegraben, bei der Moderation eines Talerianischen Radioquiz, bei der Urinspende für durstige Waisenkinder oder beim intensiven Porencheck in der Hautcremewerbung: Linda Park macht immer (m)eine gute Figur!


Tucker:

Jawoll! Ich mag Tucker! Und ich bin sicher, er mag auch mich! Immerhin sind wir beide sympathische Gesellen, liebe geölte Frauen und attraktive Maschinen (oder umgekehrt) und bevorzugen makabere Sprüche im Grenzgebiet der Einschaltquoten.

Auch wenn er mit seiner penetranten Bildschirmpräsenz so manches Mal übertrieben hat: Kaum eine Folge, in der Connor nicht auf allen Hochzeiten tanzte, die Braut verführte und gleichzeitig – Romantik, Romantik! – die Hüllenbrüche an der Torte inspizierte…

Als dann eines Tages eine Gruppe Fans im Wal-Mart mit den Worten „Er ist es! Der Captain! Unser Captain!“ auf William Shatner zustürmten, dann aber an den Whiskeyflaschen rechts abbogen und Connor Trinneer unter einem Berg von Leibern unter sich begruben, soll der Darsteller mit den Produzenten ein Machtwort gesprochen haben:

„Hört mal her! Ich bin doch hier nicht die alleinige Hauptfigur! Und Captain bin ich schon mal gar nicht, kapiert?“

„Ja, Captain! Wird sofort erledigt, Captain! Sie sind kein Captain, Captain! Ich schreibe sofort eine Mayweather-Charakterfolge für sie, Meister! Dauert nur einen Augenblick, Chef! Machen sie`s sich Zuhause bequem, Captain! – Ein Kissen?“

Wie gesagt: Dabei sehen wir ihn eigentlich ganz gerne! Kaum ein witzig gemeinter Spruch, der, trocken von Connor vorgetragen, nicht zum Schmunzeln einlädt. – Dass wir es dennoch selten tun, liegt nur an den Euphoriehemmern, die eine so professionelle Satireredaktion wie die unsere in ihre Bonbonschüsseln mischt…

Umso schadiger, dass ausgerechnet aus dem kumpelhaften Happy-Hippo demnächst ein gramgebeugter Racheengel wird, den man – wie in der Realität – nur ungern auf der Party dabeihaben möchte. Denn wie schnell rutscht einem im Eifer einer GZSZ-Nachstellung ein Satz heraus, wie: „Hat schon einer die Bilder unseres neuen Schwesterschiffs gesehen?!“. Und schon trabt Trip mit steifen Schritten aus dem Raum, beim Verlassen erfolglos bemüht, eine Schiebetür geräuschvoll hinter sich zuzuschlagen. Bevor die Szene im Kasten ist, heißt es dann noch „Ich sehe nach ihm!“ und Jeanette Biedermann schwebt auf Kniehöhe hinterher…

Was soll`s. Bis dahin ist er einer der besseren Charaktere /Schauspieler.

Eines aber noch: HALLOOOO, liebe Forumsschreiber! Hört mal kurz her, dann spendier’ ich auch eine Tüte ENT-Smileys mit süßen kleinen Uniformen: Wenn Trinneer in „The Expanse“ mit verkniffenem Gesicht seine Schwester vermisst, so muss man seine proll-positive Episodenkritik („Boh! Geile Explosionen!“) nicht seitenlang mit billigem Lob anreichern: „Tolle schauspielerische Leistung von Connor Trinneer!“ – Wir hier loben einen solche Firlefanz schließlich auch nie! Wenn ein Schauspieler nicht auf Anhieb auf „stell-dir-vor-der-und-der-ist-gestorben“ umschalten kann (Abschlussprüfung Schultheater, 8. Klasse), bleibt für ihn nur noch ein Statistendasein mit Ganzkörpermaske, glaubt es mir! Echt wahr jetzt!



Ein Trip für alle Fälle: Wegen Copyright-Rechten, die sich im Besitze William Shatner`s befinden, muss das Unterleibchen stets anbleiben… Dafür kann Charles Tucker als verwirrter Höhlenforscher und Stehaufmännchen auf Großpartys stets mit tosendem Beifall rechnen!


Captain Archer:

Für mich keine Frage: Scott Bakula ist kurzsichtig! Selbst beim entspannten Schmusen mit Hundchen, Oklahoma-Steaks und beschützenden Gitterstäben wirken die Augenbrauen stets angespannt und zusammengezurrt! Ja, so hat`s mit Bud Spencer damals auch angefangen, bevor sich sein Weltbild für immer zu einem Münzeinwurfschacht verjüngte!

Fairerweise muss man sagen, dass Archer schauspielerisch bisher auch noch nicht wirklich gefordert wurde. Gut, in jeder zweiten Folge stapfte er wütend im Quartier auf und ab, nickt bei seinen Schimpftriaden rhythmisch die Wand an, wie man es in der Schauspielschule lernt… Um dann vorschriftsmäßig herumzuwirbeln und den rechten Arm gelegentlich hochschnellen zu lassen, meist maximal auf Bauchnabelhöhe… – Allenfalls für Nachkömmlinge von Nazideutschland eine spannungsbehaftete Handbewegung.

Ja. Für mich ist Bakula`s Archer bisher der konturloseste Captain neben Janeway… Gut: Wahrscheinlich liegt es auch am Drehbuch, dass Archer selbst in größter Gefahr ein bisschen wie ein BWL-Student bei der Pflichtvorlesung dreinschaut… Oft warte ich, wenn Archer wieder im Gespräch mit einem mitteilungsbedürftigen Aliencaptain steckt, nur darauf, dass es aus ihm herausbricht! – Dass er sich zackig umdreht, dann leicht bückt, schnell und knallend mit der flachen Hand auf seinen Hintern einklatscht und unablässig ruft: „Soll ich dir mal sagen, an was mir das vorbeigeht? Soll ich? Soll ich??“

Doch wie immer sagen 3 Bilder weit mehr als tausend Worte:

„Glückwunsch, Captain, sie haben gerade den Lottojackpott geknackt!“ – Seit dem Lötunfall in seiner Jugend, der sich irgendwo zwischen seinen Augenbrauen ereignete, kennt Scott Bakula nur noch 3 Gesichtsausdrücke: Wütend-Verkniffen, Neutral-Verkniffen und Frohnatur-Verkniffen…

Derzeitiger Archer und direkt daneben unser Wunsch-John… mit einer natürlichen, völlig unverkrampften Ausstrahlung zum Liebhaben und Wohlfühlen! – Normalerweise tragen nur die Fachkräfte in Parfümerien eine solch engelsgleiche Gesichtszüge zur Schau… *Mit Finger „Sau“ in Puderschicht schreib*

Hier sehen wir sehr schön Archer`s typischen Special-Move. Wer mitmachen will: Drückt hier Analogstick und im Anschluss sofort den Feuerknopf, um Archer bei seiner Gardinenpredigt zu einer schnellen Wendung zu verhelfen…


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 22.06.03 in Star Trek

Stichworte

,

Ähnliche Artikel


Kommentare (26)

  1. nakedtruth sagt:

    Verdamich, hab gar nicht gewußt das Scott Barracuda einen 3.Gesichtsausdruck hat.Und warum streigt Mayweathers oberer Visagenteil seit 51 Stunden? War er überhaupt in den ersten zwei Staffeln 51 Sekunden im Bild? (Ich meine so das man ihn bemerkt hat, jedenfalls so wie man den 3.Schalter von rechts an irgendeiner Konsole bemerkt.)

  2. Gast sagt:

    Hätte Hoshi ihre Haare auch nur in einer Folge, der zweiten Staffel, offen getragen, dann hättest du ihr doch sicher 5 Gummiohren gegeben. Ich hab doch Recht. Gibs zu!

  3. Gast sagt:

    "Verwunderlich, dass Japaner in ihren Comics da noch auf glubschäugige 12-Jährige mit der Haartracht von 20 Lebensjahren stehen! Lila gefärbt, versteht sich… "

    Nee, ist es nicht….. für Asiaten ist das für uns exotische Aussehen doch normal…….

  4. Gast sagt:

    Sie stehen ja nicht unbedingt nur in Comics auf kleine Mädchen. Der aktuelle Wachturm, den ich mir hab aufschwatzen lasse, sagt, das ca 80% aller Pädophilenpornos aus Japan stammen. Traurig, aber wahr.

  5. Gast sagt:

    Eeeehh? Keine harten Realitäten in den Comments, bitte. Ich will hier lachen.

  6. Gast sagt:

    Ich möchte nur mal wissen, woher der Wachturm das mit den 80% und so weiß. Wahrscheinlich haben die Zeugen ihre Finger in irgendwelchen dreckigen Geschäften…

    Steff

  7. Gast sagt:

    Nachtrag:

    Ein wichtiger Punkt für die Beurteilung von Jolene T'Pol wurde vergessen:
    Sie hat 'nen geilen Mund!!!!

  8. Gast sagt:

    "Keine harten Realitäten in den Comments"

    Na ja, was in diesem Blättchen steht hat kaum was mit der Realität zu tun…

  9. Gast sagt:

    Was ist denn das eigentlich für eine Aussage "stammen aus Japan"?
    Heisst das etwa die 100 Mio. Shintoisten sind alle böse und dürfen deshalb keine Zeugen Jehovas werden?
    Mein Gott, diese Strafe wäre ja wirklich zu hart.

    Was den Artikel betrifft: Der Wunsch-John hat mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Ein lächelnder Bakula. Fast so, als wenn mein Plüsch-Gucky plötzlich zu sprechen anfangen würde.

    cosmonusa

  10. Gast sagt:

    Nein. Das sagt aus, das 80% aller jährlich produzierten Pädophilenfilmchen (Filmkasetten) aus Japan stammen. Das ist auch schon alles.

  11. Gast sagt:

    … und 80% der Konsumenten sitzen in Deutschland, oder wie?

    Wozu diskutieren wir das eigentlich hier? Kommt demnächst eine gesellschaftskritische ENT-Episode in der Archer einen klingonischen Kinderschänder-Ring aufliegen lässt, um dann festzustellen, dass das "normale" Kriegerrituale sind (inkl. 42 Raumschlachten)? Kann man ja dem schicken Rick mal vorschlagen.

    cosmonusa

  12. Gast sagt:

    P.S.
    Im neuen Phantastik-Newsletter steht:
    "JOLENE BLALOCK KOMMT ÖFTER BEI STARGATE SG-1!"
    Wir wussten doch schon immer, dass Stargate die geilere Serie ist.

    cosmonusa

  13. Gast sagt:

    ?

    Von der Tatsache mal abgesehen das Linda Park, ebenso wie ihre Rolle, aus Korea(Süd-!) kommt, ist die Angabe doch Schwachsinn. Soweit ich informiert bin sind solche Pornos verboten woher also diese Zahlen?

  14. Gast sagt:

    Jaja. Nicht alles was verboten ist, existiert auch nicht. Ein Beispiel? RAUBkopien. Da hat sicher jeder ein zwei im Schrank stehen. Außer mir. Natürlich.

  15. Gast sagt:

    badweather sieht sogar wenn er lacht so aus als wäre er grade erst vom flennen gekommen.

    dani

  16. Gast sagt:

    Ogott Pantomime!!!!!

  17. Gast sagt:

    Nur zwei Ohren für T'Pol – ihr seids ja irr .

    Da sie ja schon von Haus aus zwei besitzt , kommt des fast einer Degradierung oder zumindest einer Nullpunktebewertung gleich …

    Sowas hat sie schon allein wegen des extrem ausgefeilten Spiels ihrer Nasenflügel NICHT VERDIENT !!!

    nilsholgerson

  18. Gast sagt:

    Ich glaube du verstehst die Wertung von T'Pol nicht richtig.
    Eigentlich 0, aber da 2 Melonen, Titten, Milchspender, Hügel kurz:Brüste auch 2 Gummiohrenpunkte.

  19. Gast sagt:

    Hat eigentlich schon jemand im Archiv gestöbert?

    Da hatte Klapowski eine Vision, und wäre ich nicht ganz sicher, würde ich Klapowski für Nostradamus halten. Wiedergeboren versteht sich.
    Ich zitiere "Spätestens nach 2 Staffeln wird die ENT irgendwo hingeschnipst, wo vorher niemand war und da wird dann (naja wenigstens sinngemäß zitiert) Krieg sein und durch den wird sich die ENT durchballern.".

    Ich zitiere weiter sinngemäß:"Es wird wie bei Voy sein. Von irgendwoher werden sie schon Klingonen herzaubern […] und die Borg werden wieder als Quotensteigerer auftreten"

    Hat Klapowski einen Vertrag mit einer höheren Macht? Oder schafft er es einfach nur hinter primitivste Denkmuster zu steigen.
    Was auch immer. Um, wieder mal, zu zitieren (diesmal Ali G.):"Respect!".

  20. Gast sagt:

    Nachtrag:
    Und das ganze anscheinend 2000.
    3 Jahre!!!

  21. Gast sagt:

    Winterschlaf im Sommer?????? Oda woda?

  22. Gast sagt:

    Urlaub? Eigenes Leben? Freunde? Familie? Kein' Bock?

  23. Gast sagt:

    Was schreibst du da eigentlich für einen Dreck? hrhr

  24. Gast sagt:

    Sowas absolut nullsagendes und an der Grenze des Verständlichen hab ich lange nicht gelesen… RESPECT!

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht