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„Ich denke, also bin ich… News-Redakteur!“ – Übersetzungen im Internet

Heute will ich Euch mal den Bastian Sick machen und mal gaaaaanz pingelig einige Übersetzungen von englischen Newsmeldungen im deutschsprachigen Internet beleuchten. Getreu dem Bestseller „Der Klingone ist dem Tod seine Ehre“ werde ich einmal ein paar Newsmeldungen herauspicken, die mir jüngst etwas auf die Nerven gegangen sind. Wer Besserwisserei und sprachliches Korinthenkacken hasst, sollte jedoch JETZT auf eine andere Webseite wechseln. Oder, etwas anders gesagt: „Ich denke, dass das Weiterklicken von denen, die die Besserwisserei, und ausgeschiedenen Korinthen hassen, besser wäre, denke ich.“

Ich bin wirklich nicht der beste Englischsprecher und -leser unter der Sonne. Dies erledigt schließlich auch schon mein Kollege Sparkiller für mich. Warum ich in meiner Schullaufbahn stets für ein universelles Sprachengenie gehalten wurde („Guck mal, der ist in Deutsch ein Ass! Hier, übersetz mal gerade was aus diesem mittelalterlichen japanischen Schriftrolle!“) ist mir noch heute ein Rätsel, das sich durchaus für einen vierstündigen 9Live-Einsatz eignen würde…

Doch ich erkenne sofort, wenn englische Newsmeldungen ins Deutsche übersetzt wurden, denn hier toben sich in der Regel wohl die sogenannten „Synchron-Meckerer“ aus. Und diese heißen nicht nur so, weil sie alle GLEICHZEITIG das Maul aufreißen, wenn es um die Herabwürdigung der meisten lokalisierten Serien und Filme geht… So manche Kritik dieses Personen- und kollektiven Hirnschlags bezieht sich darauf, dass aus dem Englischen meist nicht Wort-für-Wort und Sinn-für-Sinn übersetzt wird.

Was Sprachwissenschaftler schon zur vorvorletzten Jahrtausendwende aufgegeben haben („Gar nicht möglich! Punkt. So, und jetzt gehe ich zu dieser Kreuzigung!“), ist für diese Stümper weiterhin der Heilige Gral des Sabbelns: Blooooß kein Wort bei der Übersetzung verloren gehen lassen! Blooooß nicht die Reihenfolge der Wörter im Satz umstellen! Blooooß aus dem 6. Nebensatz keinen für sich stehenden Hauptsatz machen! – Gerade im Internet kann man daher schon fast froh sein, wenn der Satz „It is your turn yet!“ nicht gleich mit „Es ist Deine Umdrehung jetzt!“ wiedergegeben wird!

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„Sie assimilieren ganze Welten und wir weichen zurück. Doch jetzt nicht! Hier wird der Schlussstrich gezogen! Bis hier her und nicht weiter! Und ich, ich werde sie bezahlen lassen für ihre Taten!“ – Wer kennt ihn nicht, den berühmten Dialog aus Star Trek 8? Die ewigen Synchronstudiomeckerer hätten ihn allerdings etwas anders aufgezeichnet: „Ganze Welten tun sie assimilieren tun! Doch heute mal nicht! Ich mache hier jetzt eine Zeichnung auf den Boden! Ich komme hier her und gehe dann wieder zurück! Und ich glaube, dass ich mir danach auch was Schönes kaufen werde, jawoll!“

Gerade auf Seiten, die gerne mal ein Schauspielerinterview übersetzen, kommt es immer wieder zu den selben Stilblüten: Völlig sinnlos im Satz eingestreute Floskeln wie „ich denke“ oder „denke ich“, die nebenbei den „Kommata per Kubikdezimeter“-Zähler mächtig nach oben treiben! Also ICH DENKE, dass man nicht jedes „I think“ am Ende eines Satzes übertragen muss. Die Amerikaner sind nun mal stolz darauf, das grundlegende Hirnbenutzungsprinzip verstanden zu haben (spätestens mit der Absetzung der Republikaner), jedoch gibt es trotzdem keinen wirklichen Grund, einen Satz wie diesen niederzuschreiben:

„Die Quoten werden langfristig wieder steigen, denke ich.“

Zumindest nicht 10 Mal im selben Artikel (und das ist oft nicht mal übertrieben). Lieber wäre mir da schon:

„Die Quoten werden wohl (= vermittelt mindestens die selbe subjektive Unsicherheit wie „denke ich“, denke ich!) langfristig wieder steigen.“

oder halt:

„Ich denke, dass die Quoten langfristig wieder steigen werden.“

Wobei ich zugeben muss, dass dieses Beispiel arg hinkt. Schließlich würde sich ein echter Übersetzungs-Derwisch von Fictionbox, Treknews und Konsorten bereits mit den Ausdrücken „long-term“, „long-dated“ oder „long range“ überfordert zeigen. Die Übersetzung dieser einfachen Vokabeln mag ich mir dann gar nicht ausmalen, schon gar nicht „langfristig“! Ich vermute, dass sich das im Endeffekt wie militärische oder architektonische Größen- und Längenangaben lesen würde…

Nun aber ein paar wirklich aktuelle Beispiele:


Michael Shanks spricht darüber, warum er vermutlich später nicht mehr im neuen Stargate-Spinoff „Stargate Universe“ auftreten wird:

„Denn die Show hat einen so unterschiedlichen Ton.“ (Quelle: Fictionbox)

Wie jetzt? Mehrere Töne pro Show, oder was? Moderne Kunstszene-Musik? Unterschiedlich zu WAS? Klingt irgendwie uneinheitlich… Lasst mich raten: Im Original stand da „Different Tone“ und bezog sich darauf, dass diese Serie ANDERS als die Vorgänger sein soll.

Klapos Vorschlag:

„Die neue Show hat eine ganz andere Ausrichtung / anderen Grundton.“ (Wenn man schon nicht komplett auf das Rumtönen verzichten möchte…)

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„Hey, dieser Lautsprecher hat einen ganz unterschiedlichen Ton als wie der, den ich zu Hause habe!“ – Für jemanden, der einen Experten für Sprachen spielt, erzählt Michael Shanks in Deutschland manchmal einen ganz schönen Bockmist. Für unsere englischen Zuleser: „He speaks buck-dung, understand?“


Ebenfalls in der Fictionbox.de berichtet Leonard Nimoy von seinem Auftreten in der Serie „Fringe“:

Aus

„I think there’s going to be some very interesting storytelling.“

wird hier

„Ich denke, das gibt ein paar sehr interessante Geschichten.“

So weit gibt es inhaltlich nichts daran zu rütteln, außer vielleicht, dass hier wieder mal zu viel gedacht wird. Allerdings klingt der Satz in der Übersetzung ein wenig so, als säße Nimoy mit einem Bilderbuch auf seinem Hochbett und habe seine Intelligenz bereits im Kuscheltierpark abgegeben… „DAS gibt aba tolle Geschichteeeen, Mama!“ – So nach dem Motto: „Morgen gibt es Bohnen, heute gibt es Eis! Und Geschichte dann erst recht!“

Besser wäre aber vielleicht so etwas hier:

„Hier besteht die Möglichkeit, zukünftig noch sehr interessante Geschichten zu erzählen.“

Ich gebe zu, ich bin kleinlich, aber sobald ich einer Übersetzung ihre muttersprachliche Herkunft anhöre, hat diese eigentlich schon verloren… Da kann das Storytelling dann noch so interesting gemacht sein! Doch die nächsten Beispiele werden wieder härter, ich verspreche es…


Armin Shimerman lobte nachträglich seine Rolle als Quark und die Serie DS9 an sich:

„Man konnte zusammen auftreten, ohne dass dies irgendwie Probleme auftraten. Viele Probleme wurden von der Gruppe gelöst. Deep Space Nine drehte sich darum, wie Individuen Probleme angingen.“ (Quelle: Treknews.de)

Mal abgesehen davon, dass „dies Probleme auftraten“ natürlich nur ein Schreibfehler ist(?), würde ich aus „irgendwie Probleme“ einfach mal „irgendwelche Probleme“ machen. Von wegen sonst Hochdeutsch-Problem, verstehssu?

Und drehte sich die Raumstation wirklich nur um die eigene Achse, weil jemand dort Probleme anging? Weniger missverständlich wäre wohl Bei Deep Space Nine drehte sich alles darum, wie Individuen mit Schwierigkeiten umgingen.“ – „Schwierigkeiten“ deshalb, weil es im Originaltext gleich drei Mal hintereinander das Wort „Probleme“ hagelt. DS9 hatte es sicherlich nicht einfach, aber das ist dann schon leicht übertrieben. Und selbst wenn Armin Shimerman im Original (Text habe ich leider nicht mehr gefunden) wie ein kranker Papagei gesprochen haben sollte, so kann man diese leserischen Stolpersteine mit einer sinngleichen Übersetzung wunderbar ausräumen. Wobei ICH das natürlich – ich gebe es zu – vermutlich auch so gelassen hätte, um den debilen Charakter des Schauspielers einzufangen. Aber WIR sind ja immerhin eine total fiese Satire-Seite und für manche Themen muss man halt erst an den Wolken rütteln, bevor sie einem vor die Füße fallen…

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„Manchmal habe ich seelische Probleme, wenn ich irgendwo ein Problem sehe, das irgendwie problematisch werden könnte! Mir dreht sich dann alles. Auch darum, wenn’s sein muss.“ – Traue keinem Ferengi, der minderwertige Rechtschreibfibeln mit dem Namen „Duhden“ an Buchläden zu verscherbeln versucht…


Die Macher von Star Trek 11 behaupten steif und fest:

„[Khan und Kirk] existieren – und auch wenn ihre Geschichte nicht exakt so ist, wie sie die Leute kennen, würde ich sagen, dass der Charakter einer Person der ist, der er ist.“ (Quelle: Treknews.de)

Aha. Und wenn die Übersetzung nicht so wäre, wie sie hier ist, so würde ich sagen, sie wäre besser als das, was sie hier ist. – Was die obigen Zeilen wohl meinen, ist: „Kirk und Khans Geschichte wird eventuell noch einmal anders dargestellt werden, als man sie zu kennen glaubt. Aber der grundlegende Charakter einer jeden Figur bleibt (auf jeden Fall) erhalten!“


Die neue Uhura schreit es selbstbewusst heraus:

„Ich bin eher ein Jungs Mädchen.“ (Auch Treknews)

Aha. Kommt wohl von „boy-girl“ im Original, schätze ich. – Ist ein „Jungs Mädchen“ etwa so etwas wie ein „Kumpeltyp“? Oder vielleicht auch nur ein „Jungenhaftes Mädchen“? Das wäre mir zumindest lieber…

Da ich den Begriff „Jungs Mädchen“ nicht kenne, könnte ich ansonsten auch darauf tippen, dass sie eine Nachfahrin von dem berühmten Psychologen Carl Gustav Jung sein könnte, so wie z.B. „Müllers Mädchen“. Oder dass der bei Trekzone verwendete Begriff eine neue, politisch korrekte Bezeichnung für geschlechtliche Zwitter ist.


Pille-Darsteller Karl Urban „erklärt“ bei der Fiction Box, wie es mit dem Pille-Kirk-Spock-Triumvirat weitergeht: „Man bekommt nur einen Hinweis darauf. Die Charaktere werden eingeführt und in eine schreckliche Situation geworfen. Es ist definitiv der Ausgangspunkt dafür.“ (Quelle da!)

Ehrlich gesagt habe ich diese Botschaft beim ersten Lesen überhaupt nicht verstanden, was aber auch an einer mangelhaften Einleitung und einem unglücklich aus dem Gesamtzusammenhang herausgerissenen Zitat liegt… WORAUF bekommt man einen Hinweis? Dass es Pille überhaupt gibt? Und der Ausgangspunkt ist noch mal genau WOFÜR? – Dafür?

Das erinnert mich ein wenig an meine uralten Sandkastengespräche, wo man mit einem blöd gefragten „Warum?“ schon mal ein freches „Darum!“ ernten konnte…

Vielleicht hilft der Originaltext weiter:

“The triumvirate as it sort of classically came to be formed in the series is really just in its genesis in this movie. You only really get a hint of [it]. The characters are introduced and thrown into a horrendous situation. So it’s definitely the stepping-off point for that.“

Ah so. Also quasi:

„Das klassische Triumphirat befindet sich in diesem Film erst in einem Vorstufe seiner Entwicklung. Man wird hier also nur kleine Hinweise darauf entdecken können. Erst einmal wurden nur unsere Charaktere eingeführt und dann sofort in eine beängstigende Situation gebracht. Und das ist definitiv die Grundvoraussetzung für die spätere Entwicklung!“

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„Pille, ich habe kein Wort von Deinem Redeschwall verstanden! Wenn hier einer was einführt, bin das immer noch ICH, klaro? Und wieso nennst Du mich eigentlich immer nur ‚Charakter‘, Du intellektueller Laberkopp? Warte nur, bis Du Spock kennen lernst! Der wird Dich schon noch heimhusten. Öh. Oder so…“


Das soll auch erst mal reichen… Ich fände es daher schön, wenn ich in Zukunft Newsmeldungen lesen könnte, die ich auf Anhieb verstehe UND nebenbei schönes Schriftdeutsch bieten. Wenn’s dem Verständnis dient, verlange ich daher auch das nachträgliche Einfügen von Worten, die klar machen, auf welchen der vorangegangenen Sätze der (selbst manchmal etwas verwirrte) Schauspieler jetzt eigentlich wieder Bezug nehmen möchte.

Ob das weiterhelfende Wörtchen vorher auch im Original vorkam, interessiert mich nicht die Beane…

Erspart mir daher bitte das Aufführen von eventuellen Rechtschreib- oder Stilfehlern in meinem Artikel. Es geht mir hier nur um das Werben um ein wenig Verständnis! Nämlich dem des redaktionellen Inhalts von… allen anderen.

(Eine Fortsetzung dieser Kolumne – vielleicht dank Hinweisen von Lesern? – wird nicht völlig ausgeschlossen)


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Artikel

von Klapowski am 20.05.09 in All-Gemeines

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Kommentare (24)

  1. CronosZwo sagt:

    Nett. Aber was solls? Die Übersetzer sind eben auch blöde.

  2. Anton sagt:

    Wenn die Seiten, die du kritisiert professionelle Seiten wären (= für Arbeit gibt’s Kohle) könnte ich die Kritik nachvollziehen. So… nicht! Klar, Übersetzungen auf Newsseiten könnten besser sein – was auf der Welt, von Pistazieneis mal abgesehen, könnte nicht besser sein? – , aber die Betreiber von Fanseiten werden froh sein, ihre jeweiligen News online zu haben und sich wieder ihrem Leben widmen zu können (was gerüchteweise sogar Trekker haben sollen, und sei es, ab und an die Pizzakartons rauszubringen). Besucher von Fanseiten sind a) nicht gezwungen, sich das Geschreibsel dort anzutun und b) zahlen sie nichts dafür, also sollten sie doch froh sein für lau überhaupt etwas geliefert zu kriegen.
    An meiner Schule war es eine Mecker-Konsumenten-Mentalität wie die hier, die gleich zwei Schülerzeitungen gekillt hat. Und ich will nicht wissen, wie viele Fanprojekte aufgeben, weil sie für jeden Fehler ans Bein gepinkelt bekommen.
    Ich jedenfalls freue mich, dass es überhaupt noch Fanseiten gibt, die über eine Standard-Forensoftware und ein billiges CMS ohne Content hinausgehen. Solange die Inhalte halbwegs leserlich sind und das Layout einen nicht sofort in die Flucht jagt (*husttreknewshust* :-P), geb ich ihnen pauschal erst einmal einen Daumen nach oben.

  3. Klapowski sagt:

    Mein Artikel war auch mehr zur allgemeinen Unterhaltung gedacht. Und den überpingeligen Charakter gestehe ich ja wirklich ein.

    ABER: Eigentlich ist das korrekte Zusammenfassen von Ami-News für mich so ziemlich die EINZIGE Daseinsberechtigung von deutschen Newsseiten. Die nächste englischsprachige (und meist aktuellere) Seite ist schließlich nur einen Klick weit entfernt und mit irgendwelchen Sülzforen kann man mich schon seit Jahren nicht mehr locken.

    Wenn ein Fanseitenbetreiber also meine (Werbe)Klicks oder meine aufrichtige und ewige Liebe haben möchte (glaubt mir, das wollen ALLE Seitenbetreiber in Wirklichkeit, schnüff!), kann er ruhig die 2 popeligen Sätze so eindeutschen, dass man keinen Augenkrebs bekommt.

    Kann ja auch nicht stundenlang dauern, so was!

    Und das Meckern gehört halt einfach dazu! Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder mit dem Argument „Kriege ja kein/wenig Geld dafür“ miese Arbeit abliefern könnte? Darf mir der Mitarbeiter an der NETTO-Kasse deswegen meine Milchtüten auf die Füße werfen? Soll ich etwa demnächst 23 Wortspiele weniger einbauen, weil das Schreiben von ausführlichen Texten ganz schön aufwendig ist?

    Nein, nein, nein: Wir alle sind im Internet „Mecker“ und je eher wir uns das eingestehen, desto gesünder für unsere Seele. Oder muss ich erst wieder unseren G.G. Hoffmann aus dem Schrank lassen, damit der schon wieder über unser neues Design klagt?

    Und der hat diese Seite hier sogar GEGRÜNDET!

  4. CronosZwo sagt:

    Wieso „aus dem Schrank lassen“? Macht GGH nicht gerade das Scifi Forum unsicher?

  5. DJ Doena sagt:

    Jetzt verstehe ich es! G.G. Hoffmann ist der Saddam Hussein von Zukunftia!

    Klapo, dann pass aber auf, dass du nicht den selben Fehler Wie George W. machst und den Wandschrank leerräumst.

  6. G.G. Hoffmann sagt:

    Volle Zustimmung (zum Artikel, nicht zu dem neuen doofen Design)! Hatte ich das gleiche nicht schon einmal vor Jahren in einem StuS-Artikel geschrieben?

  7. Kaba sagt:

    Ich wirklich liebte diesen Artikel. Danke du viel mehr!

  8. Klapowski sagt:

    @Hoffi:

    Glaube schon. Sparkiller und ich haben diesen Artikel gesucht, aber nicht mehr gefunden. – Aber der war ja sowieso nicht so besonders, weswegen ich mal gerade einen viel besseren gemacht habe.

    War doch Okay, oder?

  9. Klapowski sagt:

    Passt irgendwie zum Thema… Obama hat Star Trek 11 gesehen. Hier mal das, was FictionBox.de dazu geschrieben hat:

    „‚Star Trek‘ haben wir dieses Wochenende gesehen, und ich dachte, er war gut. Alle sagten, ich sei Spock, deshalb dachte ich, ich sollte mir das ansehen. Ich habe Star Trek immer geliebt. Wissen Sie, Star Trek war seiner Zeit voraus. Da war ein Ganzes … die Special Effects waren nicht wirklich gut, aber die Handlungen waren immer bewegend. Es gab ein bisschen Kommentar und ein wenig Pop Philosophie, die ein Zehnjähriger aufnehmen konnte.“

    Ich habe damit nur ein Verständnisproblem:

    „…und ich dachte, er war gut“ – Meinte er nun VOR dem Anschauen, dass der Film gut sein könnte? War er also NACH dem Sehen in Wirklichkeit enttäuscht? „which I thought was good“ ist hier aber wohl eher so zu übersetzen: „Ich fand ihn ganz gut“.

    Und wo der seltsame Satz „Da war ein Ganzes“ herkommt, kann ich anhand des angegebenen Quellentextes auch nicht nachvollziehen.

    Fast schon lustig finde ich auch „Es gab ein bisschen Kommentar“. – Gemeint ist damit: „Es gab damals ein paar (moralische) Stellungnahmen / Inhalte / Aussagen.“

    Auch im Deutschen sehr ungewöhnlich (wenn auch nicht verboten) ist die Formulierung „Star Trek haben wir gesehen“. Üblich ist immer noch: „Wir haben Star Trek gesehen.“

    Und „evocative“ heißt auch nicht wirklich „bewegend“, sondern „aufrüttelnd“ oder „wachrufend“, was ich schon für einen wichtigen Unterschied halte…

    Ich weiß, die Jungs kriegen kein Geld dafür und ich habe sie als Quasi-Partner ja sogar tüchtig lieb! – Aber MANCHMAL müsste man für solche Sätze sogar noch Kohle überwiesen kriegen, oder?

  10. G.G. Hoffmann sagt:

    @Klapo:

    Wie? Nicht mehr gefunden? Was ist das für eine schlampige Archiv-Arbeit? Schließlich handelte es sich um den ersten jemals auf ST-Enterprise erschienenen Artikel, nämlich den Beitrag vom 12.07.2001! Älter als Ground Zero! Lebendiger als Saddam Hussein! Lustiger als der 2. Weltkrieg! Hier für alle Altfans und Fans des Alten noch einmal der Original-Beitrag, der fast Wort für Wort mit Klapos aktuellem Bericht übereinstimmt. Da kann ich nur mit Rudi Carell sprechen und sagen: „Jeden Witz, den ein sog. Comedian heute bringt, habe ich schon in den 70er Jahren erzählt!“ Aber ich räume ein: der erste ST-E-Artikel war nicht nur nicht witzig, sondern voller Fehler.

    Do you speak Deutsch?:

    Ein Ausschnitt aus einem Interview mit Ron Moore – veröffentlicht im Dezember 2000 auf den Webseiten des Deutschen Star Trek-Index.

    „SPACE.com: „Ich möchte mit Ihnen über die Entwicklung von Star Trek reden. Sie haben eine einzigartige Perspektive, da Sie bei allen drei Serien der neuen Generation mitgearbeitet haben. Wohin wird sich Star Trek entwickeln?“

    Ron Moore: „Ich denke, es befindet sich an einem Scheideweg. Sie müssen nun wirklich ein paar harte Entscheidungen treffen. Sie werden weitermachen und eine neue Serie machen. Nur sieht es so aus, als wären sie nicht bereit dazu. Ich weiß nicht, welche Idee sie für die ganz neue Serie haben, wenn man bedenkt, dass sie sich selbst keine Verschnaufpause gegeben haben, damit Voyager ihren Kurs findet, um eine Auszeit zu nehmen, einen Schritt zurückzugehen, um das Franchise zu überblicken und um dann zu sagen, ‚Lasst uns ein wenig herumspielen und schauen, was wir tun können.‘ Für mich sieht es so aus, dass wenn man eine weitere Star Trek-Serie nach Voyager macht, man bereits drei Serien produziert hat, basierend auf der Grundlage einer Crew auf einem Raumschiff, das irgendwohin fliegt, und man bereits eine Serie hat, die auf einer Raumstation spielt.“

    Hat irgendjemand auch nur ein Wort von dem verstanden, was Ron Moore da von sich gegeben hat? Wir auch nicht.

    Wie sooft ist die deutsche Übersetzung englischer Star-Trek-Meldungen grausig geraten. Trekkies lieben es, sich über die deutsche Übersetzung und Synchronisation von Star-Trek Serien und -Filmen zu mokieren. Bedauerlicherweise sind die Eifrigsten unter den Kritikern häufig selbst nicht in der Lage, eine englische Originalmeldung in auch nur annähernd verständliches und stilsicheres Deutsch zu übertragen. Übersetzen bedeutet mehr als das wortwörtliche Übertragen eines Textes in eine andere Sprache.

    Auch der Trekflash-Newsletter glänzt wöchentlich mit hölzernen Übersetzungsvorschlägen. Levar Burton über seine Regiepläne:

    „Es ist weil ich nicht nur ein Mitglied des Filmteams bin, sondern vielmehr weil ich ein Fan der Serie von Kindesbeinen an bin. Ich habe eine Menge Science Fiction während meiner Kindheit gelesen.“

    Tja, liebe Freunde. Es ist weil es nicht nur bescheuert aussieht, sondern vielmehr weil es total scheiße klingt!

    Jeder Grundschüler sollte erkennen, daß der vorstehende Satzbau bestenfalls in einer kurdischen Deutschstunde akzeptabel ist. Auch die Grundlagen der Zeichensetzung sollten bei Gelegenheit noch einmal repetiert werden.

    Doch wie äußerte sich kürzlich im „Star Trek Forum“ ein besorgter Fan über die deutsche Übersetzung so treffend:

    „Haben die alle im Deutschunterricht geschlafen, oder was? Lyncht die Synchronisatoren!“

    Mit Vergnügen! Gerne lynchen wir auch Kondensatoren oder Trek-toren! Apropos im Deutschunterricht geschlafen… Es gibt ja viele Fremdwörter. „Synchronisator“ war der Duden-Redaktion jedoch bisher nicht bekannt. Glückwunsch zu der gelungenen Kritik und der neuen Wortschöpfung!

    Zum Schluß noch einen Gruß an den Corona-Newsletter, der sich an einer Übersetzung eines Interviews mit dem Regisseur John Harrisson versucht hat:

    „Ich denke die Entscheidung, die ich traf, ihre Rolle in der ersten (Serie) zu vergrößern, wird jedem erlauben sie in der nächsten Zeit besser zu verstehen und zu schätzen.“

    Nun, ich denke, die Entscheidung, die ich traf, den Corona Newsletter abzubestellen, wird mir erlauben in der nächsten Zeit bessere Werke zu verstehen und zu schätzen.“

  11. Philipp sagt:

    Hoffentlich gibt es in Zukunft mehr solcher Artikel!

  12. Crysis sagt:

    Da hab ich aber schon weitaus schlimmeres gelesen als die von dir kritisierten Stilblüten. Da traut man sich ja fast nicht mehr einen Kommentar zu tippen, aus Angst ein Schreibfehler wird zum Hauptargument in deinem nächsten Artikel erhoben.

    Aber gut, dass die von dir vorgetragenen Verbesserungsvorschläge trotzdem…nun ja…zur Verbesserung beitragen würden, das will ich gar nichts gegen gesagt haben.

    Übrigens, auf Kabel läuft grad der Jean, der Lük.

  13. Intruder sagt:

    Man könnte den Eindruck bekommen, dem Autor wäre was peinlich bzw. will mit solchen Nullnummern von irgendetwas ablenken.

    Nach den vielen positiven Reaktionen und dem auffallend guten Einspielergebnis, steht diese Jammerseite mit seinem permanenten „mimimi – der Film ist so schlecht“ ziemlich allein da. Überrascht mich garnicht.

    Die daraus entstehende Langeweile mit so einem Unfug zu kompensieren ist höchst amüsant.
    Und wann zur Hölle werden hier endlich die schlecht gecasteten „oh du hast sooooo recht“ Statisten entfernt?

  14. Klapowski sagt:

    @Intruder: Wenn Du hier in den letzten 8 Jahren auch nur gelegentlich eingedrung… Dich reingeklickt hast, müsstest Du wissen, dass derlei psychologische Hintergrundbeleuchtung mit Omas alter Stehlampe völlig unnötig ist.

    1.) Uns war und ist schon immer egal, ob wir dem Wertungsschnitt irgendeiner anderen Lobhudelseite entsprechen. Wir leben von Kritik, die wir für berechtigt halten. Wir stehen allein da? War nie anders! Wobei: Stimm(t) doch mal in der neuen Umfrage gaaaanz rechts auf unserer Seite ab und schau Dir dann das vorläufige Ergebnis an…

    2.) Dass wir hier irgendwas kompensieren müssten oder Gründe für unseren „Unfug“ bräuchten (ich schreibe das, was mir gerade so einfällt – Guck mal, jetzt schon wieder!), ist eine unglaubliche Unterstellung! Bist Du Internet-Psychotherapeut?

    3.) Unsere Besucher als „Hast so Recht“-Statisten zu verunglimpfen, verbitte ich mir! Solcherlei zutreffende Aussagen behält sich die Administratoren-Riege vor!

    4.) Sollte man Deinen Kommentar ein wenig zu Ernst nehmen wollen, könnte man davon aussehen, dass Du abweichende Meinungen als etwas Störendes empfindest.

    Willst Du etwa Bundespräsident werden?

    http://www.youtube.com/watch?v=byn_1UamoW8&feature=related

    (Speziell bei Zeitindex 1:48)

  15. G.G. Hoffmann sagt:

    @Klapo:

    Die aktuelle Umfrage ist zur Zeit noch nicht ganz repräsentativ. Meine bescheidene Meinung macht zur Stunde 8% der Stimmen aus (und ja: ich klatsche immer noch! Schließlich muß ich die 511 unbesetzten Stühle im großen Premierensaal [520 Plätze] sowie die 8 Nichtklatscher kompensieren). Ganz großes (leeres) Kino!

  16. Crysis sagt:

    @Klapo: Youtube-Video lassen sich auch direkt mit Zeitindex verlinken:

    http://www.youtube.com/watch?v=byn_1UamoW8&feature=related?#t=1m48s

  17. Hype sagt:

    (hab` bei`m Lesen Kommentare übersprungen)
    meine Lieblingsdinger sind ja: Anhäufungseidechse bei Lexx, das 5. Rennen bei Sternentor, bei ähm HypnoSEseiten gibt es dann Pfostenhypnotisches Schlafmittel, Schlampenschaffungpsrozess, Hähne saugen… ja. Kätzchen essen. Pfostenabreibungsschampe u.s.w.. Warpantrieb war auch nicht unbedigt eine Verzehrantrieb, hab ´ich jetzt aber vergessen

  18. Klapowski sagt:

    (*Schraubenzieher wegsteck*)

    Okay, unser Leser Hype ist wohl kaputt.

    Wer will sein Nachfolger werden?

  19. Meerjungfraumann sagt:

    Das are Opfer der Globalisierung tun!1! For me not verstehn, why am alten Deutsch so festhalten, ey. Pimp my sprech, dawg. Es ist definitiv der Ausgangspunkt dafür.

  20. Brainy sagt:

    @Klapo
    Ich sehe es eigentlich wie Anton (20.05.), denn letztlich sind das Hobby-Seiten, die in beiden Fällen trotzdem sehr vielseitig und auf einem soliden Niveau informieren. Es macht viel Arbeit, jeden Tag die News-Masse zu durchforsten, interessante Themen rauszupicken, manchmal ellenlange Texte auf´s Wesentliche zu filtern und dann einen sauberen Artikel draus zu basteln. Dabei kann natürlich auch immer wieder mal was schief gehen – aber sowas passiert sogar in professionellen, bezahlten Redaktionen. Dort hat man Lektoren, die die Fehler ausbügeln. Oder ausgebildete Übersetzer.

    Übrigens wurde der Obama-Artikel von fictionBOX schon wenige Stunden nach Erscheinen nochmal überarbeitet. Das zuerst etwas holprige Zitat ist dadurch wesentlich runder zu lesen:
    http://www.fictionbox.de/index.php/content/view/7737/472/

    Online-Journalismus befindet sich immer im Fluss. In einem so dynamischen Medium sind Inhalte nicht statisch, sondern werden meist nach Veröffentlichung noch weiterbearbeitet, ausgebessert etc.. Auch das solltest du bei deiner „Recherche“ beachten, falls du wirklich sachlich urteilen und nicht nur aufgestauten Frust ablassen oder dein Ego aufpolieren willst.

    Z.B. lese ich bei Zukunftia.de nur noch selten, weil ich mindestens drei Mittagspausen am Stück bräuchte, um mich in Klapos Ergüssen bis zum eigentlichen Kern des Textes durchzuschnarchen. Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel dafür: Man liest erstmal eine Endlosschleife von privatem Gedöns, das ein bisschen wie ein mühsam zu erklimmernder Stapel chinesischer Reissäcke wirkt – und genauso spannend ist. Das kann man mögen oder auch nicht. Mich erinnert es ein bisschen an diese albernen Proll-Rapper, die bei den Teenies so gut ankommen. Die labern auch auf 3/4 ihrer Alben nur über sich, ihre Schwanzlänge oder andere Nebensächlichkeiten.
    Ich persönlich denke z.B. dass ein guter Artikel einen stetigen Spannungsbogen haben sollte anstatt wie ein langer, strukturloser Monolog zu wirken. Dennoch würde ich das nicht unbedingt als Defizit von Zukunftia sehen. Ihr habt hier eure Klientel, die auf Ego-Gedöns abfährt und sich vielleicht auch selbst gern reden hört. In dieser „Simpsons“-Folge, in der Bart und seine Kumpels eine Al-Gore-Puppe finden, knarrzt diese auf Knopfdruck einen Satz heraus, an den ich bei diesen Egolog-Artikeln immer wieder denken muss: „DU hörst MICH reden!“.

    …aber irgendwie muss die unerschöpfliche Meinungssuppe im Internet ja am köcheln gehalten werden. Auch wenn sie meist über lauwarme Temperaturen nicht hinaus kommt.

    Hochachtungsvoll
    Euer Brainy

  21. Brainy sagt:

    Hab ein Video der besagten „Simpsons“-Szene entdeckt:
    http://www.youtube.com/watch?v=HHVxjMT1-os

    Mein Vorschlag: Eine Klapo-Puppe nach ähnlichem Prinzip herstellen und im Zukunftia-Fanshop anbieten! Die Klapo-Puppe hat natürlich den längsten … Aufziehfaden überhaupt und kann abwechselnd Sätze sprechen wie: „Du hörst mich reden!“, „Schweig still, jetzt spreche ich (ununterbrochen für ca. 5² Stunden)!“, „Humor ist, wenn nur einer lacht!“, „Meine Hobbies: Ich, mich und mir.“ u.ä.

    Außerdem muss die Puppe per USB-Zugang regelmäßig mit Kalauern gefüttert werden und pro Tag 50 lobhudelnde Kommentare eingespeist bekommen.

    Her damit! Wo kann man die vorbestellen?

  22. Klapowski sagt:

    „Auch das solltest du bei deiner “Recherche” beachten, falls du wirklich sachlich urteilen und nicht nur aufgestauten Frust ablassen oder dein Ego aufpolieren willst.“

    Nö. Beachte ich aber nicht. Bin ich der SPIEGEL? Von „sachlich“ war hier ja nie die Rede, was uns komischerweise auch nur vorgeworfen wird, wenn man selber mal das „Opfer“ eines Artikels ist. Schreibst Du der TITANIC-Redaktion auch, dass Du das aktuelle Titelbild („Penis-Wahlkampf“) für schlecht recherchiert hälst?

    Würdest Du dem berühmten Rechtschreibpapst Bastian Sick auch eine Al-Gore-Puppe andrehen wollen? („Der soll sich erst mal kundig machen, wie hektisch das bei Print-Redaktionen so zugeht, jawoll!“)

    „Z.B. lese ich bei Zukunftia.de nur noch selten, weil ich mindestens drei Mittagspausen am Stück bräuchte“

    Und dabei wurde die durchschnittliche Länge eines Reviews im letzten Jahr sogar wieder reduziert, um Langsamlesern, Nicht-Zukunftia-Fans und Besitzern von Flackermonitoren entgegenzukommen.

    Ich selber (ich, ICH!) lese ja auch nicht gerne lange Texte am Bildschirm, was aber auch oft daran liegt, dass viele Sachen im Internet einfach nicht spannend genug sind. Die würde ich vermutlich auch nicht mit aufs Klo nehmen, wenn der Papierhalter den Text praktischerweise auf die Rolle drucken könnte.

    Aber, wie Du schon sehr richtig sagtest: Als Nischenangebot der Laberophilen und sich überlegen fühlenden Kritiklaberköppe ist unsere Seite natürlich schon SEHR speziell.

    Aber dass wir damit durchaus unser dankbares Publikum erzielen, merkt man schon daran, dass man mit einem liebevollen „Eure Englischübersetzungen sind Scheiße, ihr Süßen!“ gleich mit Merchandisingvorschlägen konfrontiert wird.

    Aber da wir als selbst- und fremdironischer Debattierclub durchaus einen guten Ruf haben (der übrigens ebenfalls über 3 Word-Seiten geht), nehme ich die Idee mit der Simpsons-Puppe trotzdem dankbar auf!

    Gibt es dann auch eine Brainy-Puppe, die sich ständig über Altbekanntes aufregt? („Homer ist ein bisschen dumm, weitersagen!“)

  23. Brainy sagt:

    Grundsätzllich erwarte ich von Zukunftia.de keine Sachlichkeit. Aber du baust diesen „Ich denke, also…“-Artikel so auf als wolltest du den angesprochenen Kolleg(inn)en einige konstruktive Ratschläge präsentieren. Also gehe ich davon aus, dass deine Kritikpunkte auch einigermaßen sachlich ausgewählt und solide recherchiert sind. Ansonsten bleibt wie gesagt nur die Vermutung, dass dieser Artikel lediglich zum Frust-Ablassen, Selbstbeweihräuchern o.ä. dient. Wenn es bei dir nun schon soweit ist, dass du das auf Kosten von Kollegen machst, die ihren Fanseiten-Job genauso ehrenamtlich und laienhaft in ihrer Freizeit durchführen wie du auch, fehlt mir dafür einfach das Verständnis.

    Wie gesagt, mir fallen an Zukunftia ebenfalls Kritipunkte auf, aber ich käme mir doch ein bisschen bedampfhämmert vor, wenn ich gerade nichts besseres zu tun hätte als darüber einen öffentlichen Artikel zu schreiben – anstatt diese „konstruktive Kritik“ direkt an die Kollegen, die davon betroffen sind, weiterzuleiten.

    Und warum sollte sich die Brainy-Puppe (die ich sofort kaufen würde, weil ich sowieso gern an mir selbst herumspiele) über Altbekanntes aufregen? Dass Kollegen-Vorführen seit Kurzem zu deinen Hobbies gehört, war zumindest mir noch nicht bekannt.

    Achja, komm mir bitte nicht mit Vergleichen zu Bastian Suck … äh Sick. Der Typ ist die nervigste Erfindung seit 9live-Jürgen. Leute wie Sick (der Namen spricht Bände) haben nur deshalb Karrierechancen, weil es da draußen einige schadenfreudige, selbstgefällige Möchtegern-Akademiker gibt, deren klitzekleines Ego sich beim Betrachten der Fehler minderwertiger Lebensformen etwas größer fühlen darf. Nunja, und andererseits scheint Sick auch den Teil der Frauenwelt anzusprechen, die auf den Typ Besserwissermann steht, der eigentlich schon seit Ende der Wirtschaftswunderzeit ausgestorben sein sollte – ist er aber leider nicht, was uns die zahlreichen überflüssigen Expertenrunden zu Brennpunktthemen im TV beschert.

    Also, bitte vergleich dich nicht mit Intelligenzkotzbeutel Sick – denn eigentlich mag ich dich doch, und das soll auch so bleiben.

    Hochwürdig,
    Dein Brainy

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