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Starship Ikarus – Neu und ganz lecker!

Neue SF-Serien braucht das Land! Innovativ, intelligent und geistig dem Andromeda/ Voyager/ Farscape-Quark der letzten Jahre um Lichtjahre überlegen! Tatsächlich tritt mit „Starship Ikarus“ schon bald ein neuer Vakuum-Vertreter an, um all dies mutig zu wagen! ST-E.de berichtet als erstes über das Großprojekt und bleibt vor lauter Staunen sogar fast völlig ernst!

Vitamin B hilft! – Da die Redaktion von ST-E.de in der Branche heimisch ist, kamen wir in die großartige Lage, als erste Internetseite über eine brandneue SF-Serie zu berichten, die derzeit in Kanada entsteht. Die noch recht unbekannte Produktionsfirma „Media CTMeG“ arbeitet dabei mit einem der größeren deutschen Medienunternehmen zusammen, das an dieser Stelle jedoch noch nicht genannt werden soll…

Nachdem Philipp North, 45, Chefautor und Regisseur der noch im Planungsstadium befindlichen Serie, uns mit diesem ersten Exklusivbericht beehrte, kommen wir nicht mehr umhin zu sagen: „What the fuck is Enterprise?“

Vorhang auf!


Von Philipp North

(Bildunterschriften von Klapowski)

Willkommen, ihr Fans von Science und Fiction! In dieser kurzen Zusammenfassung will ich euch einen kurzen Einblick in „Starship Ikarus“ verschaffen, ein Raumschiff, das, wenn alles gut geht, im März 2004 das Licht der amerikanischen und kanadischen Fernsehbildschirme erblicken wird!

Nun, was ist die Ikarus eigentlich?

Dieses Schiff ist das Erste seiner Art, gebaut im Jahre 2122 auf dem Mond… Mit der Fertigstellung dieses ersten Überlicht-Raumschiffes beginnt dann auch der Pilotfilm! Die Crewmitglieder, darunter unsere 5 Hauptdarsteller, wohnen den letzten Tests dieses außergewöhnlichen Stücks Technik bei, als eine zufällig ausgelöste Explosion ein Höhlensystem unter der Mondbasis (eine Art Treibhaus unter einem Kuppelbau) freilegt…

Dort trifft die Menschheit auf unbekannte steinerne Artefakte, die unglaubliche Rätsel aufgeben: War der Mond früher einmal bewohnt, gar eine lebensfreundliche Umgebung? Was bedeuten die gigantischen Felszeichnungen und Skulpturen, die Raumschiffe zu zeigen scheinen? Kamen Außerirdische vor langer Zeit auf die Erde, um sie und ihren Trabanten zu besiedeln? Was ist geschehen? Wohin sind sie verschwunden?? Waren es Menschen?

Die bevorstehende Forschungsreise in das Universum hinaus wird plötzlich zur Suche nach Antworten auf dieses prähistorische Rätsel der Menschheit… Eine überaus spannendes Puzzlespiel, das sich im Verlauf der hoffentlich zahlreichen Staffeln unserer kleinen Serie langsam auflösen wird!


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So wird die Ikarus letztendlich wohl aussehen: Schlichtes Design, sichtbar nicht „aus einem Guss“, aber dennoch nicht ohne Charme…

Die größte Gefahr wird bei „Starship Ikarus“ allerdings von nichtmenschlichen Wesen ausgehen! Wir arbeiten beispielsweise an einer Story, in der in den unterirdischen Meeren des Jupitermondes Titan walgroße, ballonartige Lebewesen herumschweben, auf- und abgetrieben durch veränderliche Gasstände in ihrem Inneren. In dieser Geschichte wird es darum gehen, wie sich Intelligenz bemerkbar macht und wie wir unsere Mitlebewesen behandeln. Wenn solch ein bizarres Wesen so Intelligent wie ein Mensch wäre, jedoch aus verständlichen Gründen keine sichtbare Kultur aufbauen konnte, wie könnten wir ihre Intelligenz wahrnehmen?? Wie können wir mit so unterschiedlichen Erfahrungswelten je auf einen gemeinsamen Nenner kommen und die Motivationen der anderen jemals verstehen können??

Wir möchten all unser ganzes Computer-Know-How, Zeit und Budget in die Realisierung faszinierender Lebewesen und fremder Welten stecken! Raumkämpfe wird es aus diesem Grund nur sehr, sehr wenige geben, in der ersten Zeit (und ich spreche von einem Zeitraum von 10 bis 20 Folgen) definitiv überhaupt nicht! Das wäre auch definitiv das falsche Zeichen und würde unser Konzept aus 30% heutiger Technologie, 30% Technik anhand denkbarer Weiterentwicklungen in den nächsten 90 Jahren und 40% pure Fiktion in Schwierigkeiten bringen!

Wir haben das Innere des Schiffes wie einen Industriekomplex designed: So erfordern riesige Maschinen von den Menschen echte Pionier- und Knochenarbeit bei der Wartung! An manchen Orten wird es wahrlich dröhnen und stampfen! – Wir wollen damit zeigen, wie gigantisch der Aufwand ist, den die Menschheit betreibt, um das All zu erobern! Ein technischer Gigantismus, vor dem sein Schöpfer sich klein und unbedeutend fühlt…

Wir hoffen sehr, dass dieser nicht sehr „klinische“ Stil bei den Zuschauern ankommt. Natürlich werden wir keine verrosteten Wasserwerke sehen, wie bei den „Alien“-Filmen, aber auch nicht die Gemütlichkeit aus Star Trek! Eine Serie, die ich übrigens überaus schätze und von der viele Ideen entliehen sind, wozu wir auch stehen. Wir glauben jedoch, vieles sehr viel weiter und fesselnder entwickelt zu haben, was sich – Klopf auf Holz! – hoffentlich auch in den Einschaltquoten niederschlagen wird!


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Großmolkerei oder doch nur sanitäre Einrichtung? – Wie auch immer: Es erwartet uns ein surrealistischer High-Tech-Fuhrpark in Stahl und Chrom. Das ist das Konzept, aus dem lila-grüne Träume sind…

Raumkämpfe passen übrigens nur sehr schwer in unser Konzept… Wir haben uns so sehr an opulente Raumschlachten in Filmen und Serien gewöhnt, dass wir ganz vergessen haben, wie wenig realistisch so eine Auseinandersetzung ist: Lebensformen, die innerhalb von Tagen(!) mehrere Lichtjahre zurücklegen können, müssen sich meiner Meinung nach weder um Ressourcen streiten noch sich gegenseitig auf die Pelle rücken, wenn es ein Kontakt (aus welchen Gründen auch immer) unerwünscht sein sollte. Das All ist groß genug, als das sich irgendwelche Außerirdischen mit gigantischen Armeen (und mit gigantischen Vernichtungsstrahlern) auf die Pelle rücken müssten!

Wir sind der Meinung, dass es auch so genug spannende Geschichten zu erzählen gibt! Wir spekulieren darauf, dass der Zuschauer übersättigt ist von kaum noch zu steigernden SFX-Orgien und riesige, explodierende Raumschiffe. Massenschlachten wie SW Episode 1 und 2 gehört einfach nicht mehr die Zukunft! Diese technische Distanz zum Zuschauer wird sich unserer Meinung nach früher oder später in einer Ermüdung am Genre niederschlagen!


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Wer hat denn da von Star Trek geklaut?? – Die ersten Designstudien zu den Uniformen erinnern an einen Wanderausflug trekkischer Spar-Phantasien…

Wir möchten viel lieber den extrem schwierigen Spagat hinbekommen, das Schiff und den Weltraum dunkel, kalt und wahnsinnig groß erscheinen zu lassen, sie jedoch trotzdem mit einer fast magischen Anziehung auszustatten. Wir haben lange darüber diskutiert und sind uns im Klaren darüber, wie ungemein schwierig sich dieses Vorhaben gestalten wird! Allerdings glauben wir, dass wir mit ein paar selbst aufgestellten Regeln sehr gut fahren werden!

So haben wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das Universum wie ein Naturereignis zu behandeln: Stellen sie sich die Niagarafälle vor! Den Rundblick von der Spitze des Mount Everest! Ein Helikopterflug in einen brodelnden Vulkan! – Ungemein gefährliche Dinge, die aber – natürlich neben dem Universum – ungemein anziehend sind!

Die Computertechnik ist heute so weit, dass wir problemlos unendliche Meere aus flüssigem Stickstoff zeigen können, eine kristallene Wüste aus gefrorenen Gasen oder bizarre Canyons unter dem surrealen Licht eines blauen Sterns… Warum zum Geier sollten wir es also nicht tun?? – Dass diese Orte nicht nur schmückendes Beiwerk sind und wir auch ausreichend Action sehen werden, darauf gebe ich euch schon heute mein Wort!

Ich habe die Beobachtung gemacht, ob nun bei meinen Kindern oder bei Freunden aller Alterklassen und Berufsgruppen, dass kaum jemand angesichts eines plastischen Dokumentarfilms über die irdische Tierwelt, globale Prozesse oder eben das Universum umschaltet, wenn man erst einmal zwei Minuten dabei geblieben ist! – Darauf bauen wir! Wir stellen die Fragen: Was ist möglich? Was ist neu? Aber auch: Was wäre wenn? Welche Schwierigkeiten und Überraschungen könnten uns in unserem eigenen Sonnensystem erwarten?


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Von der Konzeptzeichnung zum Computerbildchen: Zwar sieht man den ersten Ikarus`ken Landschaften klar ihre PC-Herkunft an, jedoch erfreuen sie mein Herz schon jetzt gar sehr! – Lieber künstlich bunt und opulent statt natürlich pappig und bemalt!

Als Beispiel: In der zweiten Folge nach dem Pilotfilm wird die Mannschaft der Ikarus als erste überhaupt auf dem Pluto landen. Doch das Schiff bricht jedoch mehrere hundert Meter in eine Art Gletscherspalte ein, wird dabei stark beschädigt und droht von den Eismassen zerdrückt zu werden! Wir werden einen klaustrophobischen Kampf auf Leben und Tod sehen, mit einigen Anleihen an „Das Boot“.

Auf den voneinander getrennten Etagen arbeiten drei Gruppen voneinander unabhängig (und unfähig, mit den anderen zu kommunizieren) an einer Lösung. Während der Commander das Eis durch entzündete Treibstoff-Fontainen über dem Schiff zu schmelzen versucht, arbeitet die Crew im Maschineraum an dem Versuch einer einzigen „Power-Zündung“ des Antriebs. Der Witz dabei ist, dass erst die kombinierten Rettungsversuche die Crew WIRKLICH in Gefahr bringen! – Sich andeutende Meutereien, blanke Nerven und intensive Charaktermomente auf kleinstem Raum sind garantiert!

Mehr möchte ich eigentlich noch nicht verraten, aber ich glaube, dass ihr euch schon ein relativ gutes Bild darüber machen konntet, was wir erreichen wollen! Vielleicht lesen wir uns schon bald an dieser Stelle wieder…

Mail: North@st-enterprise.de


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Artikel

von Klapowski am 14.06.03 in All-Gemeines

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Kommentare (11)

  1. Gast sagt:

    Zuerst hat mich die Story an Space 2001 erinnert, dann wieder an ENT. Komisch.

  2. Sparkiller sagt:

    Das Konzept verspricht ja so einiges, möchte man meinen. Hoffen wir daher, dass der erwähnte Story-Arc im Stile eines Babylon 5 auch genausogut ausgearbeitet wurde und wir nicht mit "Future Guys" konfrontiert werden, wo nicht mal Berman über die wahre Identität Bescheid weiss.

    Dass man an das Konzept von "Starship Ikarus" glaubt, konnte man auch bis vor kurzen auf den Seiten der kanadischen Fernsehstiftung nachlesen. Vielleicht spuckt die dortige Suchmaschine ja noch etwas aus:

    http://www.canadiantelevisionfund.ca/

    Dann wünsch ich Ihnen mal viel Erfolg, Mr. North!

  3. Gast sagt:

    AAAAAAAA!!!!!!!!! Der Klapowski hat sich das bestimmt nur ausgedacht, um uns mal wieder richtig zu verarschen;-)

  4. Gast sagt:

    Der ist eh so pöse. Fehlt nur noch, dass er uns Drogen verchecken will. Ganz ganz böse.

  5. Klapowski sagt:

    Ich bitte euch, habt doch ein bißchen mehr Vertrauen!

    Wann habe ich euch denn jemals mal verarscht?

    Naja, OK…

    ABER: Wann habe ich euch jemals verarscht, OHNE dass es für einen intelligenten Menschen sofort offensichtlich gewesen wäre?

    "Nie"? – Na also!

    Und jetzt freut euch gefälligst ein bißchen mit uns!

    *Ikarus-Merchandising herbeisehn*

  6. nakedtruth sagt:

    Natürlich können sich Aliens gegenseitig bekämpfen. Nämlich dann wenn die Klasse-M Planeten knapp sind.

  7. Gast sagt:

    ROFL, spätestens wenn man die Uniformen sieht merkt man die Verarsche doch! die sehen einfach zu bescheuert aus. Naja, es giebt da auch noch so Sachen wie LEXX wo die Leute durchaus so rumrennen;-)

  8. Gast sagt:

    Genial, Mr.North!

    btw. was ist eigentlich mit Iceplanet von H5B5? ;-)

    In der Fiction Abteilung der H5B5 Media wird eine neue SciFi-Serie für den internationalen Markt entwickelt – "Ice Planet".

    Die Serie ist als großes galaktisches Abenteuer in der Tradition des Welterfolges "Star Wars" konzipiert.

    Der Trailer wurde 1999 von ProSieben im Rahmen der Düsseldorfer Telemesse bereits dem deutschen Markt vorgestellt.

    Für die Serie konnte ein internationaler Cast gewonnen werden, auch deutsche Schauspieler sind beteiligt, u.a. Rainer Schöne und die Newcomerin Anna Brüggemann.

    Der bekannte Regisseur Rick Kolbe, der u.a. 30 Episoden der TV- Serie Star Trek inszenierte, konnte für dieses Filmprojekt begeistert werden. Die Special Effects werden von Academy Award-Preisträger John F. Schlag mit dem Circles & Lines Team kreiert.

    Auf der Website http://www.ice-planet.de gibt es detaillierte Informationen über den Drehverlauf, Bilder, Interviews und vieles mehr.

    Making of Ice Planet:
    Der SF-Fan.de war für Sie da. Sehen Sie die neuesten Bilder vom Set.
    Viel Spaß beim Lesen des aktuellen Berichts. http://www.sf-fan.de

    Synopsis:

    ICE PLANET is a great cosmic adventure with breathtaking visual effects. The Series is the ongoing story of a group lured and then marooned millions of light years from Earth in the wake of a vicious alien attack. It mixes the futuristic science fiction of strange new worlds with an ongoing mystery that will slowly unravel during the course of the series. The mystery is initially tied to the meaning of the Aleph Tree in the Ice Cave; a cosmological database which may well affect the future of humanity. The marooned travelers need to follow the clues planted there in order to accumulate the knowledge necessary to return home and defeat the powerful Aliens who attacked them. There`s also the mystery of those aliens, the Skorps and the Zedoni and the Ice Beings, and the quest to understand why the humans were brought to the planet in the first place. The story is framed by an unrevealed narrator from an unspecified time, which adds yet another intriguing riddle – and one not to be fully revealed until the very end of the series. In the Pilot (duration: 90 minutes) we`ve seen the opening chapter of the tale: how they were stranded on this foreboding planet millions of light years from home, along with the first hints as to why they`ve been brought there. Each Series Episode will open with a credit sequence of shots from the Pilot showing how they came to the planet, the last being an orbital shot of the lonely blue Ice Planet. And each episode will end with the narrator reading some lines from the preserved "record" of their travels, The Ice Planet Archives.

    … in this English-language German production "The Series: Ice Planet". The production company, H5B5, is hopeful that the series will be picked up by one of the U.S. television networks.

    Ha,ha!

  9. Gast sagt:

    Die Serie könnte man auch "Gilligan's Ice Planet" nennen

    Zu "Starship Ikarus": Klingt wirklich sehr interessant

  10. Frank sagt:

    Wir schreiben das Jahr 2010 und da ich nichts, aber auch wirklich überhaupt gar nichts von einer Serie Namens „Starship Ikarus“ gehört oder gelesen habe dürfte das Projekt wohl längst den Bach runter gegangen sein. Abgesehen davon, das ich den Namen des Schiffes für sehr ungeeignet halte (Ikarus war der, der Abgestürzt ist!)

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