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You´ve broken the Prime-Directive!

Wir ST-Fans waren schon immer stolz auf unser hohes Maß an Anstand, Toleranz und Moral. Und die vielen Einträge in unserem Gästebuch („Ihr blöten Idioten!“) dienen dafür bereits als ewiger Beweis. Um aber jedem Vorurteil zuvorzukommen, machte sich unser Reporter-Team auf den Weg nach Berlin, wo letzten Samstag 431.000 ST-Fans gegen den Irak-Krieg auf die Strasse gingen… wobei letzteres ja schon bemerkenswert genug ist.

Schon Stunden vor Ausbruch des Krieges herrschte in den Tausenden von ST-Foren im Internet rege Aktivität. Kritische Themen wie „Unser Klingonenclub ist Pro-Bush!“ und „Der Krieg und so“ entfachten die Fan-Gemüter, welche schon nach kurzer Zeit die Organisation und Zusammenstellung eines (Dr)Aussenteams beschlossen. Diese Mission sollte unter dem Decknamen „Das Schwert des Kahless“ ablaufen, während alternative Vorschläge wie „Das unentdeckte Land“ und „Surak says No“ bereits nach kurzer Zeit aus dem Rennen waren.

„Raaah! Eine unbekannte Lebensform!“ – „Moment, der Tricorder sagt es ist eine… Frau!“ – „RAAAAAAH!“

Doch würden auch genügend Fans kommen? Aber um ganz sicher zu gehen, griffen die Iniatoren, Admiral T. O`Paris und High-Admiral D. Bartholomä, zu einem raffinierten Trick. Denn ohne den Vermerk „Es gibt auch Kuchen!“ auf dem Faltblatt wäre diese ganze Aktion wohl bereits im Keim erstickt. Die Organisation der Transportmittel war da schon schwieriger, konnte man wegen der meistens vollschlanken Erscheinungsweise des normalen Trekkies nicht auf übliche Speditionen wie Graf`s Reisen zurückgreifen. Doch da machte Bauer Juppke ein einmaliges Angebot…

„Bitte den hinteren Ausgang benutzen!“ – Trotz ernstem Hintergrund liess man sich den gewohnten Komfort nicht nehmen.

Trotz anfänglicher Pannen verlief die Demonstration aber durchaus erfolgreich, und sogar einige Schüler schlossen sich den vorherrschenden Trek-Scharen an. (Gerüchten zufolge hielt man die Schlafanzug-Träger aber für die Teilnehmer einer hippen Pyjama-Party, wodurch die tatsächliche Anzahl an überzeugten Kriegs-Gegnern etwas verwischt.)

„Krieg ist nicht gepierct und voll doof! Yo, Motherfucker!“ – Motiviert durch die Anwesenheit der Fans, verzichteten sogar Schüler freiwillig (!) auf den Unterricht.

Vom grossen Erfolg der Aktion überrascht (siehe derzeitiger Stop der US-Truppen), plante man bereits weitere Demonstrationen dieser Art, was aber durch die gegenwärtige Ausstrahlung von Enterprise auf Sat1 vorrübergehend zum Stillstand gekommen ist… aber der Suliban verdient schliesslich ebenfalls unsere Aufmerksamkeit.

„Und was ist mit uuuuuns?!“ – Viele Suliban-Kämpfer fühlen sich von ihren Fans vernachlässigt.


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Artikel

von Sparkiller am 30.03.03 in Star Trek

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Kommentare (10)

  1. nakedtruth sagt:

    Erster.

  2. nakedtruth sagt:

    So, nach dem das mal wieder erledigt ist zum thema :

    1. Ich finde die ganzen Friedenstypen sollten eine Sonderabgabe zahlen. Davon wird dann der Spritpreis so niedrig gehalten wie er im Moment ist.

    2. Das ist keine Frau auf dem Photo ( oder ich häng meine Heterosexualität an den Nagel).

    3. Man merkt das Sparki den Artikel gepostet hat. (Viele bunte Hanuta-Bilder, wenig Text.) Danke, das macht uns Legastenikern das verstehen wesentlich einfacher.

    4. Dafür schreibt er mir wieder einen bösen Kommentar hinterher, wetten?

  3. Gast sagt:

    "2. Das ist keine Frau auf dem Photo ( oder ich häng meine Heterosexualität an den Nagel). "

    Wat iss dann Daniel Kübelbeck?

  4. Sparkiller sagt:

    @Nakedtruth-über-den-Gast:

    Ich frag mich ja auch immer, wie Klapowski seinen hohen Output halten kann, wenn ich sogar bei meinem "Artikel des Jahres" (heisst, ich schreib einen pro Jahr) schon in eine tiefe Inspirations-Krise stürze.

    Ich vermute ja, Daniel saugt uns allen mit einer finsteren Maschine die Satire aus dem Schädel, so wie es Berman und Bragga mit unserer Phantasie bei ENT machen.

    Wobei die Beiden offensichtlich Probleme mit dem Konvertieren unserer Hirnströme in vernünftiges Material haben… fehlt anscheinend noch der Euro-Adapter.

  5. Gast sagt:

    wobei man trotz aller kritik doch mal eins festhalten muss: Danke, dass es zur zeit vergleichsweise oft neue artikel gibt! ehrliche meinung :)

  6. Gast sagt:

    ach ja, außerdem finde ich es gut, wenn leute zu ihrer überzeugung stehen, egal ob ihr geschlecht jetzt definierbar ist oder nicht…

  7. Gast sagt:

    *Würg* Wie mich diese Idioten ankotzen. Wo waren diese Helden denn BEVOR der Krieg angefangen hat… Nu is zu spät. Oder wo waren sie als die Amis Afghanistan platt gemacht haben? Waren wohl zu beschäftigt damit wie die Politiker "Solidarität" vorzuheucheln!? Oder wo war das Pack so etwa die ganze letzte Dekade als die UN mit ihrem Embargo nen netten kleinen Völkermord abgezogen hat, bei dem so um die 2 mill. verreckt sind?

  8. Gast sagt:

    "Wer wie wo was?",
    "Ja gerne aber bitte danke!"

    SO oder so ähnlich müssen die Gespräche in der Stus-Redaktion ja wohl ablaufen, wenn man sich das hohe Mass an Respekt und Verständniss anguckt mit dem sich die Autoren gegenseitig ehren.

    Finstere Maschiene, das ich nicht lache! Jeder weiß doch das Trekkies jede Art von Schmutz (=Finsterer Schmutz) verabscheuen. Sonst wären sie nicht Fan einer Serie in der selbst die Höhlenmenschen nach Elmex stinken.

  9. ObiJan sagt:

    Klar respektieren sich die Stus Autoren gegenseitig. Denn Trekies machen ja alles nach, was uns die Darsteller lehren. Wie in jeder Star Trek Serie gab es bei denen jedoch bestimmt auch eine lange Entwicklungsphase bis zum Trekfamilienglück. Hagelt es am Anfang noch Kritik und heißt es jeder gegen jeden, ist am Ende jeder Serie, jeder für jeden da, mindesten ein Pärchen heiratet, ein Crewmitglied wird Vater/Mutter und ein Crewmitglied stirbt. Also wer wettet mit, wer von der Stusredaktion, als erstes ins Gras beißt und warum !!?

  10. Sparkiller sagt:

    Danke, aber ich mach mir nichts aus Gemüse.

    Und das Geheimrezept unserer grossartigen STuS-Familie lautet schliesslich Verhauen und Hiebe… Vertrauen und Liebe.

    Ausserdem sehen wir uns so selten wie möglich und schenken uns auch gegenseitig keine alten Obstkuchen zu Weihnachten.

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