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DS9: Fight Club – Folge 18 – „Konfusion“

Heute herrscht auf DieÄßNein so große Konfusion, daß selbst die Autoren nicht mehr durchblickten.

Und da war es auch schon um Ja!-Ja! geschehen..

. Die ach-so-tolle Anzeigetafel löste sich aus den (schnell zusammengepfuschten) Verankerungen. – Noch nicht vollständig, aber schon mal eine Seite. Durch den Ruck konnte sich der ohnehin geschwächte Ja!-Ja! nicht mehr halten. So ließ er es sich nicht nehmen, mit einem „Platsch“ den Fußboden zu liebkosen.
Nun löste sich die Anzeigentafel vollends und raste Richtung Langohr. Dieser konnte auch nur noch ein unterdrücktes „IIIIGGHHSS“ von sich geben, als das sperrige Ding auch schon auf seinem Kehlkopf geparkt hatte…

„Wer war das? Wer hat mir da meinen Sieg vergönnt?“, schrie der Cpt. …

Nachdem er am Übeltäter (der bösen und intoleranten Anzeigetafel) ein Exempel statuiert hatte, schritt Bleibhier erneut in den Ring.

„And the winner is…Mondamin Fleischkopppp-Müülleerrr!“

Sein darauffolgender Versuch, dem Captain die Arme hochzureißen endete in einem Flug ins Off.

„Also ik hab‘ ja gleich jesacht dat der Cäpt‘ jewinnt Henry!“

Unterdessen hatte Udo schon Kwork im Visier, was der Hechselbalk durch einen schnell herbeigemorphten Ritterhelm zu unterstreichen versuchte…

„Kwork, Sie haben den Kampf getürkt, sie Araber! Wie sonst konnte die Anzeigetafel den armen Ja!-Ja!-Links töten? Dafür kommen sie in eine Strafkolonie der Köderation!“

Während Kwork von einigen majoranischen Sicherheitskräften unter lautem Protest abtransportiert wurde, wurden auch schon die Spuren des Kampfes beseitigt. Ja!-Ja!-Links wurde in die Müllpresse geworfen, und die Hops war bis auf ein leises Zirpen wieder wie ausgestorben… Nur eine grüne Wolke kroch sichtlich beleidigt und leise fluchend aus dem leblosen Körper, drang durch eine massive Wand und verschwand…

Dies alles geschah, während ein Mann zwangsweise die Stellung hielt:

Schief O‘ Schleim, ausgemergelt und mittlerweile zu schwach zum Reden, klemmte immer noch im Ventilator fest…

Doch nicht nur ihn hatte man vergessen.

Nachdem Pissoir und Streiker von der Plexx getötet worden waren, hatte Parabol-Müller die Befehlsgewalt über die Entenscheiß übernommen, und er steuerte genau auf Major-Ka zu…

Als wenn diese Ereignisse nicht schon ausreichen würden, kam auch noch eine Meldung aus dem Raumschiff Cool Dugats (alias Ja!-Ja! alias Bla-Geist-Symbiont) per Funkspruch über die Lautsprecher der Station herein.

„Achtung! An alle, die sich auf der Station befinden! Wir fordern unseren Obermacker Cool Dugat zurück. Er ist längst überfällig und sein Mittagessen wird auch schon kalt. Wenn Sie ihn nicht innerhalb der nächsten 5 Minuten freilassen und zu uns herüberbeamen, werden wir ihren Weltraumrummelschrottplatz in seine ohnehin schon überall hin abdriftenden Einzelteile zersprengen. Ist das klar angekommen?“

Mit einem Mal war der ganze Spaß an Bord von DieÄßNein verdorben. Totenstille herrschte, Staubballen wurden vom Wind über die Szene geweht und irgendwo spielte ein verwundeter Trompeter eine einsame Melodie, die in den Weiten der Korridore verklang. Was sollte nun geschehen?

„Was machen wir denn bloß??“ jammerte Udo. „Die Gurken auf dem Schiff da wollen ihren alten Cool Dugat wiederhaben! – Wenn wir den nicht rüberbeamen sind wir Toast!“ Flex hatte die Problematik auf den Punkt gebracht und sorgte jetzt für allgemeine Hysterie.

Doch bevor es zu richtigen Ausschreitungen und Plünderungen kommen konnte, fiel ein Schatten auf die versammelten Paniker. Im Eingang zur Hops stand Cpt. Cont R´Gan, der verwegenste Pirat des Universums… Doch augenblicklich sah er etwas zerknittert aus und war mit Blut beschmutzt. – Doch ansonsten hatte er nichts von seiner Raubeinigkeit und dem natürlichen Charme eines Freibeuters des Universums verloren.

„He ihr Schwachköpfe, wer hat sich mit seinem alten Schrottkahn vor die Ausfahrt gestellt? Ich kann nicht ablegen, ihr Pfeifen! Erst wird mir mein Raubzug versaut, dann meine Crew dezimiert, mein toller, verwegener Piratenlook zerknittert, weil sich so ein Nilpferd auf mir rumwälzen muß und zum Schluß schüsselt mir da so eine alte Rostbeule von Schlachtschiff in der Ausfahrt rum!“

Vorwurfsvoll deutete der Pirat auf den Monitor, der noch immer das Schiff Cool Dugats im Asteroidenfeld Majors zeigte.

Allen Anwesenden war klar: Es musste etwas geschehen! Dringend! Es war 5 vor 12! Mittagszeit! – Ob es heute wohl wieder Schuppenflechten mit Moos gab, die der Captain bereits vor einiger Zeit als alleingültiges Replikatorgericht festgelegt hatte? Die ersten begannen bereits, sich die Kantinentabletts hinter der Wandverkleidung hervorzuholen und sich (aufgrund Kwarks Abwesenheit ohne Ergebnis) an der geschlossenen Bar anzustellen, während Rom von innen verzweifelt versuchte, den richtigen Schlüssel für die Glastür zu finden. Gira hingegen suchte in eine Anfall von Heißhunger die Müllpresse auf, um einige paarungsbereite Mynocks mit Klingonenspray anzulocken.

Man fand sie erst einige Tage später… Verteilt auf den gesamten Pfannkuchen, den die Müllpresse zusammengedrückt hatte. Der Daumen im Mund deutete darauf hin, das sie im Schlaf überrascht worden war und landet somit auf Platz 1 der sinnlosesten Darstellertode der Literaturgeschichte…

Dicht gefolgt von Nummero 2:
Denn auf der Hops war derweil ein weiterer beliebter Hauptdarsteller den tragischen Heldentod gestorben.

Bis auf ein vereinzeltes „Könnte hier mal jemand durchlüften“ oder „Könnte vielleicht mal jemand ein paar dieser Citrusduftbäumchen aufhängen“ hörte man nichts, was den inzwischen toten Schief O‘ Schleim betraf, der noch immer im Ventilator steckte.

Die Crew grübelte immer noch, wie man Dugat zurückholen konnte, während der Captain in einer Ecke der Hops mit offenem Mund vor sich hindöste…

Parabol-Müller war unterdessen mit einer stattlichen Anzahl von Fähnrichen auf Major-Ka angekommen, doch die Verhältnisse dort ließen selbst seine Kinnlade herunterklappen.. .

„Ka…gets you grovin‘..“ tönte es aus dem Ghettoblaster, mit dem ein schwabbeliger Majoraner, der entfernt an Jabba the Schutt erinnerte, soeben an ihm vorbeilief.

„Man, das ist ja wie bei den Straßenfesten im Ghetto von San Francisco!“

Bevor Parabol Fleischkopp-Müller allerdings nostalgisch wurde, erblickte er den Schriftzug eines gigantischen verglasten Gebäudes, das die Forum eines Bierkrugs hatte. „Dugats Pschorr-Bräu – Eine Rasse für sich“ Tatsächlich hatte Cool-Dugats Schiff bereits einige Offiziere auf Major-Ka heruntergebeamt und einige Vorbereitungen getroffen, bevor es zu den folgenschweren Kampf auf DieÄßNein gekommen war…

Ein Bar-Blasianer, der der Bierkönig von Major-Ka war?

Parabol-Müller beschloß, das Biermonopol wieder in die Hände der Köderation zu bringen. Zu diesem Zweck nahm er einer eben angekommenen Gruppe Skinheads von der Erde (Deutschland) ihre Basketballschläger ab und verteilte diese hastig an die versammelte Crew der Entenscheiß…

Derweil auf DieÄßNein:

Wild mit den Händen wedelnd, versuchten die verbleibenden Führungsoffiziere der Ups, den penetranten Gestank von sich fernzuhalten. In den Ecken des Raumes hatte Fleischkopf-Müller bereits das Aufstellen mehrerer Majoraner veranlaßt, die in Vogelscheuchen-Manier herumstanden und über und über mit Duftbäumen behängt waren. Die vorsichtigen Einwände der Mißbrauchten, die nach den ersten 48 Stunden noch zu vernehmen gewesen waren, waren inzwischen verstummt… Nur ab und zu korrigierte der Captain mit einem gelangweilten Schwinger seines Eishockey-Schlägers die Arm- und Beinhaltung…

Noch immer überlegten sie, was sie dem nun kommandierenden Dama auf dem Bar-blasianischen Schiff erzählen sollten… Knackend meldete dieser sich nun wieder: „Ähmm, Verzeihung, ich will ja nicht drängen, aber wir hätten nach den vergangenen Tagen wirklich gerne unseren Cool Dugat zurück… Wenn nicht, muß ich sie dann vielleicht mal so zerstören… oder so… Schaffen sie es denn vielleicht, möglicherweise, nicht daß ich sie hetzen möchte, in den nächsten 5 Stunden… Wenn ihnen das Recht ist? Mir war auch so, als hätte ich damals was von ‚5 Minuten‘ gesagt…“

Mit einem entnervten „Halt`s Maul, ich kümmere mich ja gleich darum!“ schlug Mondamin kräftig auf den Aus-Knopf der Kommunikationsanlage. Durch die Vibration losgelöst, knallte ein Fliegen- und Schimmelbehangener O´Schleim auf den Schoß des Captains…

„Oh, Mr. O Schleim… Da sind sie ja!“

Sich übergebend, versuchte Flex, ihren Captain die grausame Wahrheit beizubringen…

„Er stinkt, fault und Maden quellen aus allen Körperöffnungen… Er ist Mausetod, Mondamin!“

„ACH, SCHEIßE, DER SIMULIERT JA NUR, DER ALTE WASCH-DESERTEUR!“ brüllte Mondamin verärgert und verteilte mit einem wütenden Schwinger auf den Leblosen Körper die bereits angefaulten Fingerkuppen auf dem Fußboden…

Nun meldete sich Dr. Bleibhier: “ ICH HAB`S! Die Lösung für das Problem!! Ich bin in der Lage, O`Schleims Äußeres so zu verändern, das er aussieht wie Cool Dugat damals!! Wenn ich die ganzen Innereien herauspule, haben wir eine perfekte Verkleidung für einen von uns… – CAPTAIN, wären sie in der Lage, die Bar-Blasianer einige Zeit zu täuschen??“

Der Captain trat ein paar imaginäre Rebhühner mit seinem Fuß zur Seite und murmelte geistesabwesend: „Warum nicht?“

Nach drei Stunden auf der Krankenstation hatte Bleibhier den Cpt. (mittels der Leiche von O’Schleim und Geschirr wie z.B. Löffel..) in eine perfekte Dugat-Kopie umgewandelt. Doch dieser war nicht vollständig zufrieden.

„Ich stinke wie Mr. Torf nach einer langen Außenmission! Haben sie nicht was dagegen?“

Bleibhier nickte und griff ins Off. Er zog eine Flasche Billig-Parfum hervor.

„Echt 47-12 kölnisch Wasser! Erfrischend und wohlriechend.“

„Na dann geben sie mir ihr Wundermittel mal!“

Nachdem sich Fleischkopp-Müller kräftig eingesprüht hatte, wurde er sogleich auf das Schlachtschiff gebeamt, wo Dama, Dama 2 und Wehtun schon auf ihn warteten. „Na endlich! Der Salat auf ihren Schnittchen welkte schon, Sir! Und sie riechen komisch, Sir, sorry, Sir! Außerdem sehen sie blaß aus!“

Fleischkopf-Dugat mußte sich ernsthaft beherrschen, um den Einwand Damas nicht mit seinem (Versteckten) ausklappbaren Schläger wegzuwischen. Doch er musste anfangen, sich wie Cool Dugat zu benehmen.

„Die Luft auf der Station ist ja soooo trocken, das schadet meinem Teint. Außerdem haben die überall diese schrecklich stinkenden Duftbäumchen aufgehängt!“

Nachdem der Captain den umherstehenden Gel-Haar-Da noch von der neuesten Mode der Köderation und der neuen Kollektion von Karl Steherfeld erzählt hatte, nahm das Schiff wieder Kurs auf Major-Ka.

Dort marschierte unterdessen die versammelte Crew der Entenscheiß unter Parabol-Müllers Führung auf Dugats Pschorr Bräu zu. Sie ließen sich auch nicht durch die für jeden anderen unüberwindlich am Strand aufgetürmten deutschen Fleischberge aufhalten…

Die Massen an Fleisch, triefendem Fett und öligen, ranzig riechenden Substanzen machten ihnen das Vorankommen zwar verdammt schwer, doch er wäre nicht ein echter Captain, wenn er das Ganze nicht in eine kleine nette Übung für die grünschimmeligen Bettnässer der Entenscheiß umgewandelt hätte.
Man hörte das Platzen diverser Fettbäuche kilometerweit den einst so schönen Sandstrand von Ba’alleManje’Sex entlang. „Endlich, dieser Scheißsand hatte schon längst einen Neuanstrich verdient“, maulte Parabol, dem das Ganze zu lange dauerte…


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Artikel

von Sparkiller am 01.01.02 in Fight Club

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